Sonntag, 24. April 2022

Osterkarten selber machen

 Trotz der Schicksalsschlägen feiern wir Feste, wie sie fallen und einen kleinen Glücksmoment kann man auch in der trübsten Zeit gut gebrauchen.



Kai Karotte hatte ich angefangen an den Tisch zu setzen, wenn meine geliebte Leseratte alleine frühstücken musste, um nicht ganz so einsam zu sein und nach und nach gesellten sich immer mehr Details dazu, von denen ich dann auch profitierte, als ich meine Osterkarten begann zu malen.



Ich bin mittlerweile dazu übergegangen meine Umrisse mit einem Pinselstift anzufertigen, denn das ergibt so eine schöne Dynamik!

Leider hatte ich beim Bestellen der Postkarten vergessen zu schauen, dass sie aus Aquarellpapier sind. Eigentlich hatte ich das in der Suche eingegeben, aber dann waren die Vorschläge eben nicht alle aus Aquarellpapier und einen Moment nicht aufgepasst... naja, es ging auch so ganz gut.



Sie kamen zu den Kindern aus dem Haus, ein paar zu Freunden per Post und alle haben hoffentlich viel Freude im Gepäck gehabt :)
Ich liebe die "happy painting" Methode! Das kommt meiner inneren Liebe zu Farben, sehr nahe!
Die Augen sind Kulleraugen, die ich aufgeklebt habe.
So niedlich!
Die Hasen selber habe ich mir ausgemalt, nachdem ich mich so umgeschaut habe, was für schnuckelige Gesellen es so gibt, aber diesmal ohne direkte Vorlage. Ebenso kam mir die Idee, dass die Hasen so herrlich bunt sind und die Eier durch ihr Weiß hervortreten und einen tollen Kontrast zu den sonst bunten Ostereiern bilden.
Es hat großen Spaß gemacht!



Der Link ist nur ein Link, ich verdiene damit kein Geld.

Mittwoch, 20. April 2022

Freud und Leid

 Erinnert ihr euch an Selma? Meine kleine Zwerghamsterdame, die ihre Schwester gehen lassen musste?



Ich hatte ihr danach noch eine schöne Zeit gemacht, Leckerlies gegeben und sogar Doughnuts gebacken (ich wollte das Rezept mal reinstellen...), aber leider fand ich sie am Mittag vom Karfreitag auf ihrer Etage und alles war voller Blut.

Also rief ich beim Notfalltierarzt an und bekam die Antwort: "Gegen 18 Uhr sind wir ohnehin in der Praxis, dann würden Sie sich die 50 Euro Anfahrtgebühr sparen. Leseratte im Hintergrund fuchtelte und meinte, wir fahren sofort los.



Ich fand die Entscheidung wichtig und richtig, denn Selma saß nur noch apathisch da und es wirkte, als warte sie auf Hilfe. Also ab in ihre winzige Transportkiste und los.

An einem Feiertag zum Tierarzt ist wirklich ein teurer Spaß, was ich einerseits verstehe, andererseits frage ich mich, was dann wohl Tierhalter machen, die es sich nicht leisten können? Traurig, wenn man vor einer solchen Entscheidung steht.

Was kam also heraus?

Selma blutete aus der Gebärmutter, oder der Blase, bei so kleinen Tieren kann man das schlecht sagen und wenig machen. Sie bekam Schmerzmittel, Antibiotika und wir sollten am nächsten Tag wieder kommen.

Der restliche Tag war furchtbar. Sie saß nur da, wir konnten ihr nichts tun, außer Leckereien hinstellen und ihr sagen, dass wir ihr so gerne helfen würden...

Am Samstag durfte sie dann über die Regenbogenbrücke gehen und ist nun hoffentlich gut mit ihrer Schwester vereint.


Freud und Leid sitzen nah beisammen, das ist in so vielen Bereichen der Fall.

Meiner Tochter geht es wieder besser und ich bin sehr erleichtert und froh und schaue so gerne an, wie sie jeden Tag etwas besser aussieht, fitter ist und sich wohler fühlt. 

Sie hat ihre Diagnose und ist in Behandlung und findet sich so toll mit ihrer Krankheit ab, ich bin mächtig stolz auf sie. Lange Zeit litt sie Schmerzen und hatte unterirdische Laune, was jeder zu spüren bekam, was in der Situation jedoch auch verständlich ist und nun? Nun läuft in ihrem Leben alles so viel besser und man merkt es ihr einfach an und das erleichtert mich unsagbar.


Und dann, ist es nicht immer so?, gibt es wieder einen Kinnhaken vom Leben.

War doch die liebe Nele für einige Wochen bei uns zu Besuch.



Wir hatten ihr die allgemeinen Sehenswürdigkeiten präsentiert, schöne Orte gezeigt, Freunde gefunden und sie mit allerhand Schmankerl verwöhnt, dann ging es ab, zurück zu meiner Schwester.

Hm, bis wir eine schlimme Nachricht bekamen, nun kommt Nele dauerhaft zu uns und gestern holte ich sie in aller Frühe ab, denn das heißt wieder über sechs Stunden in der Bahn sitzen.



Man kann den Sonnenaufgang bewundern, oder die Landschaft, das ist schön! Leider macht auch die schönste Fahrt nach dem dritten Mal, innerhalb von ein paar Monaten, keinen Spaß mehr.

Aber ich habe gelernt!

Im IC gibt es einen tollen Bereich!



Für Fahrräder und Kinderwagen und Rollstuhlfahrer, ist im hintersten und vordersten Breich, nach der ersten Klasse, dieser wundervolle Waggon vorhanden. Jede Menge Platz!

Im ICE gibt es den so nicht, sagte mir ein netter Mensch, aber dort gibt es ja zwei andere Optionen.

Hat man nicht gerade ein riesiges Kalb dabei (leider ist Nele ein Kalb), passen sie gut unter die Tische.



Hier sieht man gut, dann schauen ihre langen Beinchen in den Gang rein, was weniger gut ist und sie knüppelt sich die Rübe am Tisch an.

Aber! Hier gibt es Kinderabteile!

Natürlich ist das nur eine Option, wenn keine Kinder drin sind, aber dann...



... hat man ordentlich Platz und Ruhe.

Es gibt auch einen Fahrradbereich, aber der ist oft voll, jedenfalls wenn ich fuhr. 

Freundlich waren jederzeit ausnahmslos alle Bahnmitarbeiter, ich bin da sehr erleichtert gewesen und hatte meine Ausrede, dass ich den Maulkorb dabei, aber vergessen habe anzulegen, nie vorbringen müssen. Nele ist jedoch auch wirklich ein so harmloser Hund, als dass sie in jeder Stresssituation nicht beißen würde und ich mir da keine Sorgen machte.

Nach insgesamt 13h in der Bahn (Hin- und Rückfahrt), fehlte lediglich noch ein paar Minuten im Auto, wo Nele schon massiv erschöpft war.




Heute morgen waren wir schon auf der Hundewiese und trafen ihren Freund Rocky. Beide freuten sich ungemein und ich unterhielt mich lange mit seiner Besitzerin, eine tolle Frau!


Als meine Schwester mich damals fragte, ob ich Neles Patentante werden möchte, stimmte ich natürlich sofort ein, aber ich hatte nie gedacht, dass es wirklich mal nötig sein würde, dass es wirklich mal so weit kommen würde...

Natürlich freue mich, dass Nele bei uns ist, aber der Grund ist grauenhaft.

Freud und Leid...


Montag, 14. März 2022

Bonn, die Stadt der Bullies

 


Man kann von Bonn ja sagen, was man möchte, aber viele Bullies gibt es hier und drum herum allemal!

Ich liiiiiiieeeeebe Oldtimer, aber Bullies sind immer ein ganz besonderes Pralinchen, unter den ganzen Autos und somit versuche ich immer ein Foto zu machen :)




Im "Haus der Gesichte", ein fantastisches Museum, was man auch gerne öfter besuchen kann, weil man immer etwas Neues entdeckt, hat auch einen eigenen Bulli, unter anderem, denn es gibt noch ein paar Oldtimer mehr.

Dieser hier ist nicht nur schön von außen, auch im Inneren haben sie sich ausgetobt und tolle Arbeit geleistet!



Manche Bullies bekomme ich dann weniger gut aufs Bild, aber festhalten möchte ich sie dann trotzdem!



Der hier ist noch so ein Beispiel! Leider habe ich ihn schlecht erwischt, aber das war ein Lastenbulli! Der hatte hinten, glaube ich noch zu wissen, eine Kochparzelle drauf, das war so eine Art Foodminitruck!



Meine geliebte Leseratte kennt ja meine Leidenschaft und fährt dann gerne etwas langsamer nebenher, so dass ich schnelle in Foto machen kann. Manche winken und freuen sich, andere bemerken nichts, wieder andere machen dann ein Foto von mir, also die Reaktionen sind komplett unterschiedlich und immer spannend!



Der hat, finde ich, die schönste Farbe! Dieses Mango-Orange, macht beim Hinsehen schon gute Laune. 





Schade ist es, wenn das Wetter trübe ist, dann sehen viele Farben nicht so schön aus, wie im Sonnenschein, aber ganz ehrlich? Der Bulli besticht doch eher durch seine Form und die Farbe ist das i-Tüpfelchen.





Einen Samba Bulli hat, glaube ich, jeder im Kopf, wenn er an einen Bulli denkt. Die "Ferien im Kopf" Edition, die direkt an Strand, Sonne und gute Laune denken lässt. Und diesen hier, den sehe ich oft!



Sogar als Aufkleber!



Um die Ecke lauernd...



Oder einfach mal so und immer freue ich mich, als wäre es das erste Mal.


Ich liebe Bullies!




Sonntag, 13. März 2022

Das ist Selma

 


Das ist Selma und Selma zog damals, an meinem Geburtstag, mit ihrer Schwester Patty bei mir ein. Eigentlich hatten sie keinen Namen und ein ganz lieber Mensch, hat sie aus einem nicht so schönem Zuhause herausgeholt und mich als ihre neue Beschützerin ausgesucht!



Leider werden Zwerghamster ohnehin nicht so alt und wenn sie dann nicht blutjung zu einem kommen, hat man wenig gemeinsame Zeit, umso mehr versuche ich diese Zeit so schön wie möglich zu gestalten, denn auch die kleinsten Lebewesen haben ein tolles Leben verdient, haben es verdient, dass man sie verhätschelt und betüddelt!

Leider bekam Patty Krebs und musste erlöst werden und nun ist Selma das erste mal in ihrem Leben alleine. Ich habe zwar nicht viel verändert, denn das wäre sehr stressig für sie gewesen, aber ich habe ordentlich sauber gemacht, z.B. ihre Etage neu geschliffen und zwei Sachen umgestellt, so dass der Geruch noch da ist und die Veränderung sehr gering war.


Ich hatte große Sorge, dass sie vereinsamt, oder es schlecht wegsteckt, plötzlich alleine zu sein und der Tierarzt riet mir, dass ich die tote Patty ins Nagarium lege, damit Selma sehen kann, dass sie nicht mehr lebt und nicht ewig nach ihr sucht, denn dann kommen manche Hamster gar nicht mehr zur Ruhe und können auch deshalb sterben.

Selma hatte versucht Patty in ihr Nest zu schleppen und ich hoffe, sie hatte begriffen, dass sie nicht mehr am Leben ist, jedenfalls suchte sie danach nicht wirklich lange und lebt nun ihr eigenes Leben. 



Ja, ja, am Tag, nachdem ich das Brett sauber hatte, saute sie alles direkt wieder ein... kein Kommentar!

Aber wichtiger ist, sie wird verwöhnt und gestreichelt und soll wissen, dass sie weder alleine ist, noch dass das Leben schlecht ist. Vielleicht ein bisschen kühler, oder sogar einsamer, aber trotz allem, so gut wie es eben möglich ist.

Selma, du kleine Kämpferin :)



Sonntag, 30. Januar 2022

Stolz sein

 Ich schrieb lange nichts über meine Familie, weil es immer heißt, wenn man nichts Gutes sagen kann, soll man besser gar nichts sagen.

Es ist auch schwierig, weil sie nun schon groß sind und ich nicht weiß, wer alles diesen Blog liest und man ihre Privatsphäre schützen möchte.

Ich versuche es dennoch mal :)

Schon in frühen Jahren hörte ich mal den Spruch: "Der liebe Gott gibt jedem Menschen die Aufgaben, die er auch verkraften kann."

Gut...

Ok...

Betrachte ich mein Leben, denke ich im ersten Moment: "Sorry nein, mich hat er absolut überlastet und zu viel aufgetragen!"

Aber wenn ich dann schaue, was ich alles geschafft habe, wie ich es hinbekommen habe, wie schwer es stellenweise war und mich dann frage, wer das so gut hinbekommen hätte wie ich, dann denke ich mir doch, dass ich es a) keinem Anderen zumuten möchte und b) ich es toll gemacht habe und es ja geschafft habe, also der Spruch doch irgendwie wahr ist.

Jedoch lässt der Spruch einen Beisatz weg: "Man wächst an seinen Aufgaben!"

Das ist es!

Man wächst an seinen Aufgaben!

Und ich habe sehr viele Aufgaben im Leben bekommen.

Ich möchte gar nicht auf meine Vergangenheit eingehen, denn das habe ich kürzlich erst, sondern einfach mal kurz stolz auf mich sein.

Meine geliebte Leseratte hat mir so so so oft gesagt, dass ich stolz auf mich sein kann, dass ich es selber langsam glaube und in die Richtung denke.

Mein Ex-Mann war als Vater, tut mir leid, eine Katastrophe und ich bin stolz darauf, dass ich meine Kinder trotzdem eine schöne Kindheit schenken konnte, an die sie hoffentlich lange freudig zurück denken können.

Als ich erfuhr, dass ich FAP habe und die Ergebnisse meiner Kinder bekam und alle gesund sind, habe ich eine Woche lang geweint vor Glück und selbst heute, bekomme ich dabei noch Pipi in den Augen. Als ich nun aber erfuhr, dass mein Nesthäkchen eine andere, nicht minder schwere chronische Darmkrankheit bekam, brach meine kleine Welt für mich zusammen und trotzdem ließ ich mir nichts anmerken, war und bin die starke Mama, die kein Wässerchen trüben kann und alles für ihre Tochter macht, auch und gerade in so einer schweren Zeit eine Stütze ist. Geweint wird dann heimlich, wenn es keiner bemerkt und das macht mich auch stolz! Andere Mütter sagen dann womöglich, wie schlimm das ist und wie schrecklich alles. Bitte tut euren Kindern solche Sätze nicht an.

Jede Mama will nur das Beste für ihre Kinder, unterstelle ich mal einfach, und wenn ein Kind sich so entwickelt, dass es nicht so gut in die Gesellschaft passt, dann macht sich eine Mama irre viele Sorgen, jedenfalls ging und geht es mir so, seit mein Kind sagte, es möchte gerne sein Geschlecht ändern.

Auf einmal stehen Sorgen im Raum, dass es auf der Straße oder in der Schule (körperlich) angegriffen wird, oder schlimmeres, aber zu keinem Zeitpunkt kam mir in den Sinn, mein Kind zu belehren, dass es das nicht machen darf oder soll, sondern ich unterstütze es, egal in welche Richtung und welche Form, weil ich mein Kind liebe, so wie es ist! Die Ängste über die Zukunft wuchsen etwas, auch wegen der Hormone, die es nehmen muss, aber wichtig ist nur, dass mein Kind sich wohl fühlt und dabei helfe ich, wo ich nur kann und stecke ein, was auch immer daher kommt.

Ich hatte mir für meine Kinder immer eine schöne, einfache Zukunft gewünscht, mit viel Gesundheit, netten Menschen um sich und so wenig Schwierigkeiten, wie es nur geht.

Beide haben nun einen schweren Weg und ich mache das einzige, was ich machen kann, sie unterstützen, da sein, offene Arme und Ohren haben, um sie aufzufangen und zuzuhören. 

Ich bin ungemein stolz auf meine Kinder! Stolz, dass die eine so gut mit ihrer Krankheit umgeht und stärker ist, als ich es gehofft habe, stolz, dass der andere den Mut hatte sich zu outen und die Stärke besitzt, diesen Traum zu verwirklichen.

Ich bin so stolz auf sie!

Wenn ich zurück blicke, wie schwer die Vergangenheit war, mit meiner Krankheit, meinem damaligen Mann, alles zusammen und damals trotzdem alles versucht hatte eine gute Mama zu sein und alles auszugleichen, dann denke ich mir heute, dass ich vieles richtig gemacht habe und ich auch ein kleines bisschen verantwortlich dafür bin, was heute aus ihnen wurde und wie toll sie sich entwickelt haben.

Ich habe starke und mutige Kinder, die jetzt schon mehr stemmen, als manch Erwachsener und damit grandios umzugehen wissen.

Also bin ich nicht nur stolz, sondern ebenso dankbar.

Danke, dass ihr so seid und dass es euch gibt, genau so wie ihr seid!




Samstag, 22. Januar 2022

Einklang

 



Manchmal fügt sich alles perfekt zusammen.

Meine geliebte Leseratte hat mich in die Wissenschaft der Füller und Tinten eingeführt und mit seiner Hingabe angesteckt.

Als ich diesen wunderschönen Kaweco Füller sah, in einem leicht changierenden Lilaton, mit der goldenen Feder und dem goldenen Schriftzug, musste ich sofort an meine Sari Paperblanks denken und ich bin ein riesen Bollywood Fan!

Dann, als er endlich da war, gab es nur eine Tinte, die zu ihm passt! Die Purple Pazzazz von Diamine! Lila, mit einem Gold-Schimmer. Perfektion! Einklang! Harmonie! Mein Herz schlägt Purzelbäume!

Donnerstag, 30. Dezember 2021

Klettergutschein

 So kurz vor Silvester nun der letzte Weihnachtsbeitrag!


Mein Sohn klettert gerne, was ziemlich ins Geld geht und so steuern wir in Gutscheinform etwas bei. Hierfür lasse ich mir immer gerne ein anderes Motiv einfallen...



Ich stehe ja total auf seinen Gesichtsausdruck!