Sonntag, 25. August 2019

Es ist so schön...

... wenn man nicht mehr alleine ist.


Heute wachte ich mit Migräne auf, habe nicht mehr die guten Tabletten, nehme also Aspirin, was hilft, aber nicht so gut und meine Laune war wirklich mies und mein Kopf schwummrig und mir war schlecht und schwindelig und matschig und bäh, einfach bäh!

Also kämpfte ich mich durch das Frühstück, meine Teenie Kids sind momentan alles andere als freudestrahlende Honigkuchenpferde und das bekomme ich hart zu spüren.

Dann legte ich mich total erschöpft kurz hin und mein Handy vibrierte x mal, ich schaute nicht darauf, ich wollte doch nur meine Ruhe!

Dann kam das Kind, was auch die Nachrichten geschickt hatte, störte mich, weckte mich, nervte mich und ich explodierte und ging wutentbrannt ins Bett, samt Türe knallen und aufs Bett werfen und meine geliebte Leseratte kam hinterher und ich stieß ihn verbal weg, wollte nur meine Ruhe und keinen sehen und er ging auch, nachdem er signalisiert hatte, dass er mir nicht böse ist und ich schlief ein.







Nicht wenige Stunden später wurde ich wach und er begrüßte mich mit seinen Heldentaten. Er hatte die Wäsche gemacht, die Küche aufgeräumt und Pizza bestellt!

Ich werde also wach, der Haushalt ist fertig und es gibt Pizza!

Ersthaft?

Ich bin im Himmel!

Und so so sooooooooo dankbar!!!

Ich liebe Dich!!!!!

Den geb' ich nicht mehr her!


Samstag, 24. August 2019

Geburtstags-Elvie!

Meine geliebte Leseratte hatte Geburtstag und neben normalen Geschenken, gibts immer auch etwas ganz besonderes und dieses Jahr ist es Elvie von Stranger Things, weil wir die Serie zusammen schauen und er sie gerne mag :)





Ich liebe ihren bösen Blick!





Ich habe eine theoretische Anleitung gehabt, aber praktisch das meiste massiv verändert, damit es passt und gut aussieht :)


Man bin ich froh fertig zu sein und nun gibts einige Tage Fingerurlaub!





Mittwoch, 21. August 2019

Sommergedanken



Ich trage ein leichtes, luftiges Sommerkleid, auf dem Weg zum Bäcker.
Die Sonne scheint mir schön ins Gesicht, es ist ein traumhaftes Wetter.
Beim Bäcker suche ich mir leckere Brötchen aus und die Verkäuferin ist nett zu mir, wünscht mir einen schönen Tag.
Auf dem Rückweg komme ich am Bücherschrank vorbei und ich schaue kurz rein.
Der Heimweg ist voller blühender Schönheiten, wohin ich sehe.
Daheim angekommen, freue ich mich auf ein schönes Frühstück und ein schönes Beisammensein.











Die Sonne scheint, es wird bestimmt wieder viel zu heiß.
Beim Bäcker gibt es unsere Lieblingsbrötchen nicht und die Verkäuferin steht dauernd vor den Brötchen, so dass ich nicht richtig schauen kann.
Der Bücherschrank ist überfüllt und nichts gutes ist darin.
Mein Rücken tut weh, mein Bauch auch etwas und ich muss schon wieder aufs Klo.
Der Metzger, bei dem ich so gerne eine Frikadelle für meine geliebte Leseratte gekauft hätte, hat natürlich zu.










Man kann die Welt so, oder so sehen und man entscheidet selber, worauf man seinen Blick, seinen Fokus richtet und ob man schlechte, oder gute Laune hat, denn wenn man mit offenen Augen durchs leben geht, kann man überall Schönhnheit sehen, aber manchmal muss man sich bewusst dafür entscheiden.




Sonntag, 18. August 2019

Funny Spüli



Dieses Spülmittel ist das lustigste, das man bei DM kaufen konnte!
Nicht der Geruch ist bemerkenswert, oder das Design, nicht der Kakadu, oder die Ananas, nein es sind die kleinen, bunten Kügelchen darin!

Drauf steht zwar: Vitamin-E-Kügelchen, allerdings ist das ein Codewort! Ha! Auf diesen Hinterhalt kam ich anfangs nicht, aber wenn man es einige male benutzt, bekommt man es schnell mit. Die Kügelchen sind in Wahrheit dafür da, um mehr Waschmittel zu verkaufen.

Man kennt das doch, DM ist wie Ikea für Kleinscheiß. Man will eben Waschmittel kaufen und in Wahrheit kauft man noch die lustigen Taschentücher mit Unterhosen drauf, 3-4 Deo Flaschen, weil die ja limitiert sind, nach Gras duftendes Toilettenpapier, damit es ist, als würde man in den Wald scheißen machen, Grillanzünder in Herzform, und mindestens 23 Schampoos, Duschgels usw in Probiergröße.

So und genau das ist der Plan, weshalb in dem lustigen Spüli, kleine Vitamin-E-Kügelchen sind!

Man nimmt die Spüli Flasche, hält sie mit dem Kopf nach unten und drückt ein wenig, richtig? So ist doch der allgemeine Gebrauch.

Was passiert aber mit diesem Spüli?

Es ist ein Kügelchen an dem kleinen Löchlein verklebt, vom angetrocknetem Spüli sitzt es fest und nur eine minimale Teilöffnung läßt noch Spüli durch und durch diese minikleine Teilöffnung, schießt es 4 Meter weit, in irgendeine nicht erahnbare Richtung!

Oder noch besser!

Das Kügelchen sitzt mittig fest, dann spritzt das Spüli gleich in alle Richtungen! ALLE RICHTUNGEN! Wie so eine Spüli-Gülle-Sprenkler!

Man muss sich umziehen, die Kleidung muss gewaschen werden und jaaa richtig, man benutzt mehr Waschmittel, muss eher zum DM neues kaufen und genau da schließt sich dann der Kreis!

Geniale Marketing Idee oder?

Und man darf nicht vergessen, man vergisst es zwischendurch wieder und es passiert erneut und weil Frauen in meinem Alter zu Alzheimer neigen, passiert das immer und immer und immer wieder und am Ende der Spüliflasche (ist bei mir noch lange nicht in Sicht) ist man arm wie eine Kirchenmaus, hat einen Kredit aufgenommen, seine Kinder verpfändet oder in die Zwangsarbeit geschickt, Herr Zwegat ist schon auf dem Weg zu einem und in der örtlichen DM Filiale, im Pausenraum hängt ein Bild von einem, als Kunde des Monats, juchu!

So, ich gehe mal den Abwasch machen, nackig natürlich, so spare ich mir das Duschgel!



Samstag, 17. August 2019

Gastblogeintrag über: Michel Foucault

Heute wird es philosophisch!

Da ich meiner geliebte Leseratte eine Häkelpuppe schenken wollte, fragte ich vor Weihnachten, wen er denn ganz besonders schätzt und da ich nicht nur die fertige Puppe präsentieren wollte, hier nun sein Beitrag :)







Der französische Philosoph Michel Foucault gehört zu meinen Lieblingsphilosophen; zu Weihnachten bekam ich eine Foucault-Häkelpuppe – verbunden mit der Bitte, ihn in einem kleinen Gastbeitrag im Weblog vorzustellen. Diesem Wunsch komme ich gerne nach (wenn auch etwas verspätet):

Es ist üblich, das Schaffen Michel Foucaults in drei Phasen einzuteilen: die archäologische Phase, die im wesentlichen die sechziger Jahre umfaßt, die genealogische Phase der Siebziger und schließlich das Spätwerk der achtziger Jahre, das unter dem Rubrum »Ästhetik der Existenz« firmiert. Wodurch sind diese Phasen jeweils charakterisiert?

In der archäologischen Phase gilt Foucaults Interesse der Freilegung des „positiven Unbewußten des Wissens“, einer „Ebene, die dem Bewußtsein des Wissenschaftlers entgleitet und dennoch Teil des wissenschaftlichen Diskurses ist“. Als Feld dieser Freilegung wählt er die Humanwissenschaften. Wichtige Publikationen dieser Jahre sind „Die Ordnung der Dinge“ (1966) und „Die Archäologie des Wissens“ (1969). Die Freilegung der Strukturen, die unser (wissenschaftliches) Denken unterschwellig prägen, ist verknüpft mit einer radikalen Kritik der Subjektphilosophie, die in der berüchtigten These vom Tod des Menschen kulminiert: Das scheinbar überzeitliche Subjekt, conditio sine qua non etwa bei Kant, erweist sich in dieser Optik als kontingentes Produkt eines epistemologischen Strukturwandels.

In den siebziger Jahren gesellt sich der archäologischen Perspektive die genealogische hinzu: Die Umstände der Diskursformation treten in dem Blick; wie entstehen die Diskurse? Foucaults Antwort: durch Kontroll-, Selektions-, Organisations- und Kanalisationsmechanismen. Diese Mechanismen wirken nicht nur auf die Wissenschaftsdiskurse, sondern – durch diese vermittelt – auch auf die Gesellschaft: Die Wirkung umreißt der Philosoph mit dem Ausdruck „Macht“. In seinen genealogischen Arbeiten geht es Foucault um die Analyse dieser Macht, die die Menschen als Subjekte in spezifischer Hinsicht zurichtet, unterwirft. In „Überwachen und Strafen“ (1976) betrachtet er sie in ihrer Form als Disziplinarmacht und im „Willen zur Wahrheit“ (1976) sowie in den Vorlesungen der 70er Jahre, die nun nach und nach veröffentlicht werden, als Bio-Macht.

Die durch das letztgenannte Werk begonnene „Geschichte der Sexualität“ (so der französische Reihentitel, aus dem im Deutschen „Sexualität und Wahrheit“ wurde) fand 1984, kurz vor dem Tod des französischen Philosophen, ihre Fortsetzung in den beiden Bänden „Der Gebrauch der Lüste“ und „Die Sorge um sich“. In diesen Spätwerken verschiebt sich das Interesse Foucaults von den Machtpraktiken hin zu den Selbstverhältnissen des Individuums, wie sie sich in der griechischen und hellenischen Kultur entwickeln: Es geht ihm nunmehr um die „Künste der Existenz“, die „Selbsttechniken“ – oder genauer: um „die lange Geschichte jener Ästhetiken der Existenz“. (Manche Interpreten, vornehmlich die Kritiker des »frühen« Foucault, haben diese Verschiebung als Verabschiedung der archäologischen Diskursanalytik und genealogischen Machtanalytik interpretiert: Das in den 60ern verabschiedete Subjekt kehre in »alter Stärke« zurück. Diese Interpretation ist sicher voreilig. Foucault revidiert keineswegs sein Konzept von Macht; in der Antike findet er aber »Selbsttechniken« vor, die sich kategorial von den sie ablösenden Praktiken im Geiste der (christlichen) Pastoralmacht unterscheiden. Eine Aktualisierung dieser alternativen Form »praktischer« Subjektkonstitution verspräche, so die unterschwellige Hoffnung, Widerstandsmöglichkeiten innerhalb der von der Macht bestimmten „Kontrollgesellschaft“.)

Was mich an Foucault so reizt: Dass sein Denken sich durch das Durchdenken der 'Materialberge' immer auch selbst ändert; es ist fluide, beweglich.

Dienstag, 13. August 2019

Bücher-Dünen

Man geht mal zum Bücherladen, mal in die Bücherei, mal zum Bücherschrank, bekommt mal eins Geschenkt, nimmt mal eins mit, vielleicht sogar mit dem Gedanken, man könne es, wenn es nicht gefalle, wieder in einem Bücherschrank aussetzen, was man vielleicht auch so oder so nie tun wird.







Dann ist in jedem Raum, in einer Ecke, auf einem Tischchen, am Rand vom Sofa auf dem Boden, auf dem Nachtschränkchen, auf einer Kommode im Flur, auf dem Badezimmerkommödchen, auf dem Schreibtisch, auf dem Regal, eine Bücher-Düne. Eine Stelle, auf der einfach so, ohne Sinn, Verstand oder Grund, auf der sich dann ein paar Bücher sammeln und wo schon ein paar sind, wandert immer noch eins hin und man legt, gedankenlos noch eins drauf und wenn dann der Stapel fast umkippt, oder eine Höhe einnimmt, die man nicht mehr übersehen kann, dann wundert man sich wie das passieren konnte, schreitet durch die Wohnung und findet überall weitere Bücher-Dünen.

Manchmal nimmt man sich einer, oder gleich mehrerer Dünen an und hat ein Wundererlebnis, denn man nimmt die Papierwelten einzeln zur Hand, möchte sich eigentlich einen Platz dafür überlegen und entdeckt das Buch neu! Man blättert ein wenig darin und stöbert, fragt sich, warum man es bisher nur herum liegen gelassen hat und noch nicht gelesen hat und auf zauberhafte Weise, geht es einem mit fast jedem Buch so!

Bei mir ist es gerade wieder so weit. Ich habe einige Bücher-Dünen entdeckt. Auf dem Schränkchen im Wohnzimmer, auf der Sofalehne, auf drei Kommoden im Schlafzimmer, auf dem Schlüsselschränkchen im Flur und einige im Regal neben der Badewanne.

Zwei meiner Schätze wollte ich in die Welt schicken, als Blind-Date!

Das eine, weil ich es fertig habe und darin das Thema Bücher weitergeben und in die Welt entlassen als roter Faden dient, das andere, weil ich es gekauft habe und beim Bücherflohmarkt eine Ausgabe fand, die hübscher war, was genau genommen Geschmackssache ist, weil beide schön sind.

Die beiden  muß ich nun endlich mal in die Welt schicken.
An wen?
An jemanden der sie möchte :)

Möchtest Du eins?
Oder eine Freundin von Dir?
Oder eine Tante?
Oder eine Nachbarin?

Das eine ist etwas traurig, aber zauberhaft intensiv, das andere ist philosophisch angehaucht und Sinn suchend. Beide sind nicht sehr dick, leicht zu lesen und sehen aus wie neu :)

Schreibt mich einfach an, als Mail (lilafusselfee ääät gmail Pünktchen com) oder bei Facebook, oder wie auch immer. Ihr müßt mir keine Info geben, könnt aber. Es ist mir egal wer es bekommt, da ich an Karma glaube und es schon den richtigen Menschen finden wird.
Schreibt dazu, welches ihr wollt und ich fände es schön, was kein Muss ist, wenn es gelesen weiter wandern darf :) Aber das liegt nicht in meiner Entscheidungsgewalt.

Ich hatte mir überlegt sie irgendwo liegen zu lassen, damit sie so einen neuen Besitzer finden, aber dann dachte ich mir, nachher werden sie misshandelt oder landen im Müll, das möchte ich nicht, also versuche ich es mal auf diesen Weg :)

Schaut doch mal eure Bücher-Dünen durch, es macht so viel Spaß!



Montag, 12. August 2019

Lass uns mit dem Fahrrad fahren, hat er gesagt...

Es wird Spaß machen, hat er gesagt...
Wir werden an der frischen Luft sein, hat er gesagt...
Das Wetter ist so toll dafür, hat er gesagt...
Es wird uns gut tun, hat er gesagt...
Es wird totaaaal schön werden, hat er gesagt...

... dann fährt man schon 25min und sieht einen riesigen Anstieg vor sich und schiebt lieber und schiebt und schwitzt und schiebt und schiebt und flucht, schwitzt und schiebt...

... dann sieht man zwischen einem Gartenzaun, einen fantastischen Ausblick!





Bleibt stehen, schaut, schaut kurz auf das Handy, denn eigentlich wollte ich zu einer lieben Dame die Stoff verkaufte und ich hatte ihr geschrieben, es würde ein wenig später werden, da wir mit dem Fahrrad kommen und sie meinte nur: "Mutig!"

Da dachte ich noch: "Hahaha, die hat Humor, gefällt mir!" noch dachte ich es, jaaa...

... dann schoben wir noch ein Stück, fuhren ein minikleines Stück, mußten wieder schieben, weil es wieder mega steil wurde und so ging es weiter und weiter und weiter! Es wurde immer verwinkelter, die Wege schmaler, steiler, länger!

Total nass geschwitzt und außer Puste kamen wir an, ich bekam wirklich gaaanz tollen Stoff und ab da konnte es ja auch nur noch bergab gehen :)

Ich war so am Schimpfen und Fluchen, dass ein Mann aus dem Garten raus schaute, mitleidig die geliebte Leseratte ansah und ich grüßte lieb, denn was er nicht wußte war, dass es eigentlich gar nicht ernst gemeint war und ich es eher lustig meinte, aber die Situation einfach eine so bescheuerte war.

Wir fuhren dann schön abwärts, fanden einen sehr kleinen, aber sehr niedlichen Bücherschrank, fuhren zum Rhein runter und dort bei Sonnenuntergang herum.





Überall gibt es immer mehr Kaninchen, die sind ja auch total süß, jedoch irgendwie lebensmüde, denn dauernd sprangen sie einen vors Rad oder saßen fast auf dem Radweg und hoppelten auch nicht weg.





Wir fuhren an einem Kettcar Konzert vorbei ".. das Gegenteil von gut ist gut gemeint, in Empfindsamkeit vereint..." fuhren sogar langsamer, lauschten ein wenig, bestellten Pizza von unterwegs, für daheim, kamen 5min vor dem Boten an, aßen sie schmatzend beim Disney Klassiker Alice im Wunderland. Kommentar des Tochterkindes (noch 13 Jahre alt): "Das ist wie ein riesiger Drogentrip! Das kann man doch nur zeichnen, wenn man sonst was alles intus hat!"
Gut erkannt, junge Dame :)

So im Nachhinein betrachtet, es war wirklich schön, alles voller kleiner, hutzeliger Fachwerkhäuser und das Wetter war auch schön und die Luft tat auch gut, aber heute tut mir mein Hintern weh *lacht sich weg