Samstag, 16. April 2016

Kein Gejammer

Das hier soll kein jammer Eintrag sein, versteht es nicht falsch, es soll nur mal erklären, warum Freundschaften teilweise flöten gehen und man auf Unverständnis trifft.

Wenn ich, (eigentlich meide ich es, wenn es geht) jemanden erzähle das ich keinen Dickdarm mehr habe, ist die häufigste Frage ob das was aus macht, ob das gut geht, so in der Richtung eben und ich antworte, weil ich ungerne ins Detail gehe, das man gut damit leben kann und der Dickdarm eigentlich nicht so wichtig ist.

Stimmt auch im Prinzip, aber eigentlich ist es nur eine sehr oberflächliche Antwort, quasi die Spitze des Eisbergs und nun gehen wir wirklich mal ins Detail.

Beginnen wir mit einem normalen Morgen, ich wache auf, war nachts wahrscheinlich ein bis zwei mal auf dem Klo und kam praktisch nicht in die Tiefschlafphase, denn seit der Darm raus ist, schlafe ich unruhig, wache schnell auf und der Tiefschlaf fällt weg. Erholsamer Schlaf sieht anders aus.

Meine ersten Gedanken sind: "Ich will nicht aufstehen, ich will einfach ein wenig weiter schlafen, ich bin so müde!"

Aber ich muss die Kinder wecken, Pausenbrote packen und so weiter, also quäle ich mich aus dem Bett raus und es fühlt sich an, als hätte ich die Nacht nahezu durchgefeiert, ich meine nicht diese normale Müdigkeit, wenn man etwas später ins Bett ging, sondern richtige Erschöpfung!

Dann gehe ich das 1. mal aufs Klo, bis etwa 11 Uhr werden es insgesamt 3-5 Klogänge sein und nein, meine Blase ist in Ordnung. Der Dickdarm dickt die Nahrung ein, entzieht allem nach und nach die Flüssigkeit und der Dünndarm kann das kaum, Fazit ist also, ich habe Durchfall. Viele mit Pouch (das ist ein Sack der aus dem Dünndarm geformt wird und den Enddarm ersetzen soll) gehen seltener aufs Klo, aber ohne eindickende Hilfsmittel bin ich komplett flüssig. So, dann mache ich die Kinder fertig und so weiter und will mich eigentlich nur noch hinlegen. Oft sind meine Augen leicht am tränen, weil ich so müde bin, aber statt dessen gehe ich 3x die Woche direkt wenn die Kinder raus sind nordic walken, denn das nächste Problem ist, viele nehmen ohne Dickdarm zu. Warum? Keine Ahnung!

Der Dünndarm nimmt die Energie auf, also die Kalorien, aber vielleicht fehlt dann einfach der Dickdarm, der zum Verdauen Energie braucht und nun hat man diese Energie zu viel? Oder es liegt daran das man ohne Dickdarm Rohkost, Gemüse und Obst allgemein, Körner, Vollkorn, Nüsschen und dergleichen schlecht verträgt und deshalb eher zu Kohlehydraten greift, wie Nudeln und Kartoffeln, die ja recht viel Energie haben. Egal, also viele nehmen zu, ich wurde leider nicht verschont und habe weit über 10 Kilo drauf gelegt in ein paar Jahren und versuche das nun wieder los zu werden, ein harter Kampf! Wenn man etwas isst und trotz eindickendem Mittel alles nach spätestens 6h wieder heraus kommt, hat man wirklich ständig Hunger und wenn man dann noch weiß das man von Salat zb wund wird und ihn eh nicht verdaut bekommt und das was in der Kloschüssel landet nicht verdaut aussieht, stellt man gesunde Ernährung gerne in Frage. Aber egal ich beiße mich da durch und habe bisher etwas mehr als 6kg verloren.

Das bedeutet aber auch das ich eben vor dem Frühstück eine Stunde nordic walken gehe und wichtig ist eben, ohne etwas gegessen oder getrunken zu haben, denn sonst müsste ich zwischendurch wieder aufs Klo, also mit leerem Magen los.

Wenn ich zurück bin, oder es ein Tag ohne Sport ist, versuche ich den Haushalt zu machen und dem Sofa zu widerstehen.  Wenn ich Sport gemacht habe Frühstücke ich und lege mich was hin, ich bin danach wie in einem komatösen Schlaf, weil es mich so auslaugt.

 Wenn ich den Haushalt fertig habe, lege ich mich auch gerne hin und schlafe eine Runde. So oder so, ich bin auch danach nicht erholt oder wacher oder ausgeruhter. Dann rapple ich mich auf und mache Mittagessen, wenn es etwas früher ist, versuche ich ein wenig zu stricken oder zu häkeln, oft bin ich aber zu müde dafür, dann schaue ich etwas TV und ärgere mich, dass ich nicht produktiver sein kann. Wenn die Kinder gegessen haben und ich auch, bin ich wieder ein Stück müder als vorher, denn nach dem Essen strömt das Blut in die Verdaungsorgane und die ziehen zusätzlich noch den Blutzucker ab, jeder wird müde nach dem Essen, aber wenn man davor schon fertig war... ihr könnt es Euch denken.

Ich versuche mich dann wieder etwas auszuruhen, ehrlich, ich gönne mir viele Pausen wenn es geht, aber oft hat man Termine oder etwas zu erledigen, muss noch was besorgen, also im Alltag ist es eher so, dass man gerne würde, aber dann doch keine Zeit findet und der Haushalt macht sich nicht von alleine, dabei darf man nicht vergessen, ich sprinte mind. 9 mal am Tag zum Porzellangott. Jeder der schon mal Durchfall hatte weiß wie ausgelaugt man sich fühlt, wie anstrengend alles ist und so geht es mir jeden verdammten Tag! Jeden Tag kostet das Aufstehen Überwindung und das Durchhalten, man möchte einfach nur herum liegen, dösen und/oder schlafen und mal etwas Energie übrig haben. Und das geht nun schon Jahre so.

Abends bin ich geschafft, mache die Reste im Haushalt und versuche nicht zu spät zu essen, sonst muss ich nachts öfter aufstehen und ich versuche ab spätestens 20 Uhr nichts mehr zu trinken, da kann ich sonst quasi die Nacht direkt auf dem Klo bleiben.

Stellt Euch mal vor ab 19 Uhr nichts mehr essen und 20 Uhr nichts mehr trinken, da ihr eine ruhige Nacht wollt... jeden Abend.

Wenn ich zwischen 22 und 23 Uhr ins Bett gehe, muss ich mind. noch zwei mal aufs Klo, wenn ich aber zwishen 0 und 1 Uhr ins Bett gehe, kann ich öfter durch schlafen oder muss nur einmal aufs Klo.

Wenn man Erledigungen macht, muss man vorher schon immer bedenken das ein Klo in der Nähe sein sollte. Wenn man etwas isst, muss man nicht nur überlegen ob man es verdaut bekommt oder wund wird, sondern auch, ob es gerade mit dem Tagesplan passt und so weiter. Man muss essen, trinken und alle Aktivitäten aufeinander abstimmen.

Wenn ich zb mal länger mit dem Zug fahren muss und ich möchte dort ehrlich gesagt nur ungerne aufs WC, dann versuche ich je nach Tageszeit davor nichts zu essen. Daraus ergeben sich aber andere Probleme. Zb wenn ich zu lange nichts esse, habe ich viel Luft im Magen und muss rülpsen und mein Bauch macht laute Blubbergeräusche, die hört man sogar ein Stück weiter weg. Die Geräusche hat man aber je nach Essen auch, fragt nicht wie ich teilweise im Bus oder Cafe oder sonst wo angeschaut werde...

Der Dickdarm entzieht nicht nur die Flüssigkeit, sondern auch die Gase und wenn Gase durch meinen Dünndarm ziehen, kann man das herrlich mit anhören. Sitzt dabei mal in einem ruhigen Wartezimmer.... ich hasse so Augenblicke.

Auch kann ich nicht mehr lange sitzen. Auf harten Stühlen tut mir mein Bereich zwischen Steißbein und Poppes nach 10-15min höllisch weh, auf gepolsterten Stühlen spätestens nach 30min. Ich liebe Sofas auf denen man lümmeln kann, dann passiert es jedenfalls nicht :)

Wodurch man nun die Freunde verliert ist recht einfach. Man sagt zb Kaffee trinken am Vormittag oft ab bzw erklärt das man nicht mit kommt, einfach weil man weiß wie müde man sein wird.

Wenn andere zb an den Baggersee fahren, erklärt man, man könne nicht mit, dort gibt es ja keine Toilette, zwar kann man ins Gebüsch pinkeln, aber darum geht es bei mir ja nicht.

Man erklärt das man statt sich zu treffen lieber eine Runde schlafen möchte, damit erntet man immer zu 100% Unverständnis oder wird belächelt, weil andere einen für faul halten, ohne zu wissen was der Alltag einen schon für Kraft kostet.

Man besucht nicht gerne Freunde, wo das Gästeklo direkt neben dem Wohnzimmer oder dergleichen ist und man weiß, bei der Geräuschkulisse (erinnert Euch das der Dickdarm die Gase heraus zieht...) würden es alle mit anhören können.

Man sagt abendliche Essen ab, weil sie zu spät wären und man nicht die Nacht mehrfach auf den Pott rennen möchte und so weiter, es gibt so viele Hindernisse bei einem selber und so wenig Geduld und Verständnis bei Freunden und Bekannten, da steht man irgendwann alleine da oder hegt nur noch oberflächliche Freundschaften.

Das alles kann man aber doch nicht erklären, wenn man gefragt wird, wie das Leben ohne Dickdarm ist und deshalb antworte ich immer einfach das man gut klar kommt, das es nicht so schlimm ist, das der Dickdarm eh nicht so wichtig ist, alles eben was kürzer ist und nicht so bemitleidenswert klingt, denn Mitleid hasse ich und damit komme ich nicht klar. Es sollte kein Gejammer sein, nur ein Bericht wie die Realität aussieht und ich weiß das es Menschen gibt, die es als Jammern sehen, aber ich bin ein lebensfroher Mensch, ich versuche alles positiv zu sehen und genieße mein Leben, auch wenn es oft nicht leicht ist, aber leicht kann ja jeder und mein Leben ist eine Herausforderung :)

So und nun gehe ich erst einmal für kleine fusselige Bloggerinnen :)

Denkt mal darüber nach, warum manche Menschen so sind wie sie sind und ob man nicht einfach ein wenig mehr Rücksicht nehmen kann, denn das würde vielen schon helfen.



Samstag, 2. April 2016

Ostern nicht nur Eier suchen

Wir waren an Ostern nicht nur Eier suchen, sondern auch auf einer Geocache-Runde.

Sehr lustig war dabei, dass ich auf dem Weg einen schönen Stein fand und ein steckte, damit ich ihn später daheim in einer Tonschale, in der unter anderem meine Räucherstäbchen angezündet und abgefackelt werden, und sich schon andere schöne Steine befinden, dazu stecken könnte.

Bei einem der Caches stand ein Hinweis mit bunten Steinen und wirklich, dort war ein kleiner hübscher Haufen Steine.




Unser zuvor gefundener Stein (mittig der strahlend Weiße) passte wunderbar dazu.

Viele Kinder und Jugendliche finden Spaziergänge schnöde öde und haben keine Lust dazu, aber sobald man dabei nach einer Landkarte herum huscht und Verstecke sucht, sind sie begeistert und freuen sich mitzudürfen.

Die üblichen Geocaching Apps sind kostenfrei, bis auf zusätzliche Leistungen, die man hat, wenn man Premium-User wird, aber das ist nicht zwingend nötig, einfach mal was herunter laden und suchen gehen, macht auch Erwachsenen Spaß :)


Sonntag, 27. März 2016

Frohe Ostern!



Frohe Ostern zusammen :)


Ich bin zwar nicht christlich, aber ich feier natürlich trotzdem mit meinen Kindern Ostern, ist ja auch was schönes! Süßes geschenkt bekommen, füreinander Zeit haben und ein paar freie Tage!

Habt Ihr Euch eigentlich auch mal gefragt, ob Jesus der erste Zombie war? Es gibt doch Lincoln als Vampirjäger, aber Jesus als Zombie nicht im Film, warum eigentlich? Es gibt das Musical: Jesus Christ Superstar, aber den Kinohit: Jesus Christ Superzombie und er kehrt wieder, auch ohne das er Kehrwoche hat, weil Karwoche ist! oder so etwas gibts nicht. Naja vielleicht kommt jemand bald auf die Idee, wer weiß :)

Ich mag Zombiefilme, wenn sie ein wenig Humor beinhalten. Wie auch immer, ich wünsche Euch allen, ob christlich oder nicht, schöne Ostertage und nehmt Euch Zeit für Eure Lieben, es gibt nichts schöneres als gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen :)

Viel Spaß :)





Freitag, 4. März 2016

Technik hat auch was Gutes.

Ich habe es nur ungerne eingesehen wie wichtig Handy's auch schon für Kinder ab der 5. Klasse sind, aber seid ich mitbekommen habe, wie sie sich in Klassengruppen über Hausaufgaben bei Whats APP austauschten, war ich etwas versöhnlicher.

Nun kam eben meine kranke Tochter strahlend an, die eigentich mit einem Hörbuch auf den Ohren im Bett sein sollte und erzählte, dass ihre beste Freundin auch krank ist und sie bei Whats APP miteinander schreiben können. Ganz ehrlich, so etwas hätte ich mir früher auch gewünscht, aber wir hatten nicht einmal eine Telefon-Flat und konnten wegen der Kosten nicht so lange miteinander quatschen, aber ich freue mich für sie :)



Dienstag, 1. März 2016

Amsel-Gang spielt...

Heute morgen fuhr ich schnell mit dem Rad zum Supermarkt, aber die erste Hürde war der eingefrorene Sattel... fragt lieber nicht.

Dann als ich endlich unterwegs war, entdeckte ich recht spät, weil ich mit dem Kältetod meiner Finger beschäftigt war, das auf der Straße genau auf meinem Weg eine kleine Amsel-Gang saß, so hm schätzungsweise 5-6 Tiere. Eigentlich wollte ich nicht bremsen, zum einen weil der Bremshebel auch bitterkalt war, zum anderen nahm ich an, dass sie schon zur Seite springen würden, immerhin war ich auch etwas größer als sie und in der Natur gilt noch das Recht des Stärkeren, oder?

Naja, da hatte ich aber falsch gedacht, denn bis auf eine sprangen alle weg, aber diese eine Amsel starrte mich todesmutig an und wollte wohl mit mir Angsthase spielen, also mir bis zur letzten Sekunde nicht aus dem Weg gehen und ja, ich gab nach und machte eine Kurve um sie herum und anstatt verängstigt beiseite zu jumpen, drehte sie sich nur um und schaute mir verachtend hinterher! Sie hatte keinen Schaum vor dem Mund, also ist Tollwut ausgeschlossen. Was ist nur aus unseren Amseln geworden *grübl Adrenalin-Junkies!



P.S. das Foto ist von einem Spaziergang und zeigt sowohl Schnee- als auch Maiglöckchen, wunderschön!

Montag, 22. Februar 2016

Krankenhaus-Helferlein-Tipps


So nun ist es so weit, ich muss meine jährliche Magen- Darmkontrolle antreten und merke mal wieder, Vorbereitung ist alles!

Wenn ich überlege, wie ich mich vor 5,5 Jahren noch vorbereitete und was ich bis dato verbessert habe, das sind Meilensteine :)

Ich möchte gerne ein paar kleine Tipps weiter geben, an die man selber vielleicht nicht so denkt, die aber (jedenfalls bei mir) viel zum Wohlbefinden beitragen :)

Jetzt kommt keine Liste alá X Schlüppies einpacken und X selbstgestrickte Socken, ich gehe mal davon aus, das diese 0815 Sachen Grundvorraussetzung sind und beginne ein wenig anders.

Vorab, ja ein Kuscheltier ist auch für erwachsene Menschen erlaubt! Das auf dem Bild ist meine Jayne und sie begleitet mich immer ins Krankenhaus und hat auch ihr eigenes passendes Outfit. Sie hat in der Hand ein kleines Ding, das die Stimme meines Mannes abspielt, der hat damals nähmlich "Schatz, ich liebe Dich" drauf gelabert und so kann ich es mir jederzeit anhören und bisher machte mich niemand doof an wegen ihr :) Meine Kinder haben auch Hasen, bei denen habe ich aber etwas drauf gesprochen :) Es gibt keine besseren Seelentröster.

So nun aber! Ich finde immer die kleinen Dinge im Leben können einem das Leben versüßen, Dinge an die man vielleicht nicht unbedingt denkt. Sicherlich packen alle Strickerinnen und Häklerinnen schon was ein zum "Arbeiten", aber sobald man einen Zugang im Arm hat, ist stricken schwierig, viele empfinden die Bewegungen als unangenehm, die die dennoch stricken dürfen sich früher wieder pieksen lassen, weil die Armbewegungen die Braunüle schneller verstopfen läßt, nun aber die gute Nachricht, häkeln geht! Man kann zb die meisten Bewegungen auf den Arm verlagern, der keinen Zugang hat!

Auch darf man keinen Nagellack auf den Nägeln haben, wenn eine OP ansteht, je nachdem weshalb man ins Krankenhaus muss, ist vielleicht keine OP geplant, kann aber durch eine Komplikation trotzdem benötigt werden, also lasst den lieber ab, aber man kann sich die Fußnägel knallig lackieren! Keine Ahnung warum, aber grell pinke Fußnägel im Krankenhausbett haben meine Laune immer gebessert :)

Viele Frauen haben täglich mehrfach mit Reinigungsmittelchen zu tun, ich wasche zb mit der Hand ab, wische fast täglich mal durch und so weiter, jedenfalls dauert es nicht lange und meine Handhaut erholt sich von den Strapazen und wird trocken und schält sich teilweise sogar, also ist eine gute Handcreme unverzichtbar, auch kann man den Duft so aussuchen, dass sie mehr Freude bereitet, aber wenn man nichts essen darf, sollte man nicht gerade (wie ich mal) Chocolate Banana Split Handcreme nehmen, davon wurde mir schlecht *weglach

Je nachdem was man hat, darf man nur Tee trinken, ich habe immer eine Dose dabei, in der verschiedene Beuteltee's sind, die mir besser schmecken als die üblichen schnöden, öden Krankenhaustee's :)


Langeweile? Es gibt die, die in Krankenhäusern super lesen können, aber viele haben gerade nach OP's irgendwie keinen Kopf dafür. Wer nun kein Tablet hat, sollte sich vorher überlegen Zeitschriften mit schönen farbenfrohen Bildern mitzunehmen, die gute Laune machen, ich zb stehe total auf Happinez, aber Geschmäcker sind verschieden, auch Rätsel und Sudokus sind eher möglich, als einen Schmöker zu verschlingen. Hörbücher sind immer eine super Option und wenn man ein kleiner Sparfuchs ist, kann man sie sich in der Bücherei entleihen! Ich habe großes Glück, meine Bücherei ist sehr, sehr gut bestückt und so habe ich immer genug auf den Ohren :)


Badehandtücher nehmen extrem viel Platz in der Tasche weg, mag man  dennoch nicht auf eines nach dem Duschen verzichten, kann man zb wenn die Schwestern morgens das Bett richten, kurz fragen ob man ein Badetuch bekommen kann, meist haben sie eines auf ihrem Wagen schon mit dabei, bisher wurde ich nie abgewiesen oder unfreundlich behandelt :)

Obacht, Ohren meinen seltsamerweise super gerne in Krankenhäusern jucken zu müssen, in den Drogerieläden gibt es kleine Döschen mit Ohrenstocherle Wattestäbchen darin, nimmt nicht viel Platz weg, aber kann einem viel gepopel ersparen :)

So und nun noch zwei Tipps, damit die daheim gebliebenen Männer es leichter haben, falls wir mal was daheim vergaßen.

Mein Mann kennt seltsamerweise meine Lieblingsoberteile nicht, meine bequemsten Unterbuxen auch nicht, welche Jogginghose so ausgelatscht ist, dass man sie nur noch heimlich zuhause tragen kann nicht und so weiter, er brachte mir immer Zeug mit, was ich so nie eingepackt hätte und dann tat es ihm auch noch leid :( Man könnte nun meinen das er von Zuhause aus via Handy Fotos schickt, aber er findet sich so gar nicht in meinem Schrank zurecht, also packe ich Sachen, die ich im Krankenhaus gut tragen kann in einen Wäschekorb und stelle den in den Schrank, zwar packe ich mir eigentlich ein, was ich brauche, aber manchmal muss man länger bleiben, oder es wäre peinlich direkt mit drei Koffern zu kommen, wenn man vier Tage bleiben muss, so oder so, er kann dann aus dem Wäschekorb die Sachen heraus picken, die ich noch brauche. Einfach die liebsten Stücke oben auf, die weniger lieben weiter unten und die No-Go's bleiben im Schrank und kommen nicht in den Korb, so kann der Mann nichts falsch machen und ist auch happy :)

Das andere ist, mein Mann denkt nicht wie eine Gluckenmutti wie ich eine bin, deshalb wird immer mal dies, mal jenes vergessen, wenn der Besuch ansteht, nun habe ich einen schönen Tragekorb mitten ins Wohnzimmer gestellt, schon einmal Taschentücher (braucht immer jeder...) und was zum Naschen für die Kinder und ein Spiel rein gelegt und falls ich anrufe und sage: "Ich brauche soooo dringend noch ein extra Knäuel Wolle!" dann kann er es dazu werfen und hat alles schon direkt beisammen, ohne sich zu verzetteln. Nur den Korb sollte er dann nicht vergessen ;)

Auch habe ich immer eine kleine Tasche mit, in der ich dann, wenn ich im Krankenhaus herum latschen will und woanders mich setzen um zu lesen, oder was auch immer, alles dabei zu haben, ohne eine Handtasche herum schleppen zu müssen. Man kann dann in die kleine Tasche seine Wertsachen packen und ist leichter unterwegs, als mit großem Gepäck :)

Ach und noch einen kleinen bequemen Tipp, habt Ihr Sport HB's? Die sind viel bequemer, wenn man viel herum liegt, als die Bügel BH's :)

Habe ich was vergessen? Ich bin für Tipps auch immer offen! Sicherlich gibt es  noch Dinge, an die ich bisher nicht gedacht habe :)

Ach für die ganz unerfahrenen, man braucht oft Kopfhörer um zb den TV hören zu können, gibt es auch am Kiosk, aber wenn man eh welche hat, einfach dran denken :)

So und ich gehe mir mal die Fußnägel lackieren, mein pinker Nagellack wartet schon auf seinen Einsatz :D