Sonntag, 15. September 2019

Ehrentag (mit ein wenig FAP Geschwafel)

Wie so viele andere auch, werde ich einmal im Jahr älter. Ok, es fühlt sich wesentlich öfter an, aber auf dem Papier wird man eben nur einmal im Jahr älter und bei mir war es vor kurzem auch mal wieder so weit.

Nein, ich zeige nicht meine Geschenke, was ich übrigens eher als Prahlerei ansehe und deshalb gerne außen vor lasse :)


Wir waren lecker essen!




Ok, auch irgendwie eine Form von Prahlerei, aber eine die ich angemessen finde, ich meine, schaut euch mal den Burger an!
Ja, es ist ein Burger, einer ohne Bun, dafür mit Shrimps und einem Hack-Pattie und einem Hühnchenfilet und salatigem Zeug, BBQ Soße usw.

Dazu einen leckeren Eistee *jammy!


Meine Kinder haben mir wie jedes Jahr einen Kuchen gebacken, wobei ich mir sonst einen Zwiebelkuchen wünsche und dieses Jahr hatten sie freie Hand.





Ja, er war so lecker wie er aussieht :)


Ich gehe nun streng auf die 40 zu und das löst einiges aus, da meine Mutter mit 40 Jahren an Darmkrebs verstarb. Eines meiner Ziele war es, da ich damals 12 Jahre alt war, kein Kind jünger zu hinterlassen, sondern wesentlich älter und das habe ich schon erreicht, alle sind nun über 14!

Dann ist ein weiteres Ziel mind. 40+ Jahre zu werden, was ich, wie es aussieht, auch schaffen werde :)


Meine Mama wollte immer ihre Kinder aufwachsen sehen. Ich bin die Jüngste und war, wie gesagt 12, als sie starb. Als ich Kinder bekam, dachte ich oft an sie und wie viel Freude sie an ihren Enkeln hätte.

Es ist sehr traurig, wenn ein Mensch nur kleine Wünsche hat und selbst diese nicht erfüllt werden, aber andererseits denke ich auch, wenn man tot ist, bekommt man nichts mehr mit. Es ist, wie wenn man schläft, traumlos schläft.

Als ich während einer OP mal fast hops gegangen wäre, wachte ich auf und es war, wie bei jeder anderen OP auch. Ich hätte nichts gemerkt, nichts mitbekommen.

Umso wichtiger ist es das Leben zu leben, so lange man kann! Es auszukosten, auszusaugen, alles mitzunehmen, nichts zu bereuen, alles zu machen, worauf man Lust hat, denn irgendwann kommt der Zeitpunkt, dann geht es nicht mehr, also macht! Lebt! Tut es einfach!

So versuche ich es täglich umzusetzen und leben wirklich in den Tag hinein und im Moment, jeden Moment auskostend :)

Ich möchte nicht irgendwann sagen müssen: "Oh, da hätte ich mich gerne anders entschieden und es doch gemacht!"
Ok, manchmal ist man hinterher schlauer und weiss es erst dann besser, aber ich  meine die täglichen Möglichkeiten, Entscheidungen und Genüsse.

Haut rein und lasst euch nicht aufhalten!


Wie beim Lied vom Film Spirit:

Hier bin ich,mein Tag bricht an,

ein Tag der mir alles bringen kann.

Wild und frei,

eins mit der Welt,

die alles verspricht und alles hält!

Ein neuer Morgen,

ein neues Leben,

ein junges Herz,

ungezügelt und verwegen.

Weite Felder,

weite Wälder,

alles wartet auf mich,

hier bin ich!



Dienstag, 27. August 2019

Letzter Ferientag

Wobei das mit einem lachendem und einem weinenden Auge geschrieben wird.

Es ist so schön, wenn alle um einen herum sind und man wenig zu tun hat, aber man geht sich auch schnell auf den Keks und genießt die gemeinsame Zeit womöglich weniger, als wenn es nur mal ein Wochenende ist, an dem alle frei haben.


Erst ging ich einen Kaffee trinken und las meinen Hausfrauen-Porno weiter, ich werde demnächst hier mal eine Empfehlung schreiben, und genoß die Ruhe und freie Zeit, die ich hatte, bis er fertig war und mich einsammelte.





Die Ferien verlangen den Eltern einiges ab, finde ich, vorallem wenn es Teenager sind, mit Wankelaune und Fähnlein-im-Wind-Syndrom!
Dann einfach mal alleine sitzen, für sich sein, keiner will was von einem, ist unbezahlbar!

Morgen gehen sie also in eine neue Schule, in einer neuen Stadt, zu neuen Menschen die sie nicht kennen. Wow! Was für ein Schritt! Wir sind alle gespannt und nervös und etwas gereizt.

Umso mehr genoss ich diesen Moment mit mir selber und nur mit mir selber.

Etwa eine Stunde? Oder zwei? Später kam meine Leseratte und wir fuhren in die Stadt und ich bekam DAS zu essen!!!!





Ein saftiges Steak, mit Rosmarinkartöffelchen und Grilgemüse. Es war so lecker, wie es aussah!


Dann ein wenig Bücher bummeln und ein wenig herum gammeln, weil man noch nicht zurück in die Teenie-Höhle möchte, aber da ihr erster Schultag direkt mit einem Picknick in der xten Stunde startet, musste ja auch noch was vorbereitet werden und so mussten wir doch wieder heim ;)

Sie waren aber total cool in unserer Abwesenheiten, hatten den Geschirrspüler freiwillig ohne ein Wort von uns ausgeräumt und das Wohnzimmer nach ihrer PS4 VR Session in den ursprünglichen Zustand zurück versetzt :)
Mein Mamaherz schlägt höher :)

Morgen wird spannend und ich bin mind. so aufgeregt wie die Kinder und meine geliebte Lesseratte erst!

Ich wünsche ihnen so sehr, dass sie Anschluß finden, Freundschaften schließen, die Lehrer für sich einnehmen und eine ganz tolle, erfolgreiche Zeit haben!



Sonntag, 25. August 2019

Es ist so schön...

... wenn man nicht mehr alleine ist.


Heute wachte ich mit Migräne auf, habe nicht mehr die guten Tabletten, nehme also Aspirin, was hilft, aber nicht so gut und meine Laune war wirklich mies und mein Kopf schwummrig und mir war schlecht und schwindelig und matschig und bäh, einfach bäh!

Also kämpfte ich mich durch das Frühstück, meine Teenie Kids sind momentan alles andere als freudestrahlende Honigkuchenpferde und das bekomme ich hart zu spüren.

Dann legte ich mich total erschöpft kurz hin und mein Handy vibrierte x mal, ich schaute nicht darauf, ich wollte doch nur meine Ruhe!

Dann kam das Kind, was auch die Nachrichten geschickt hatte, störte mich, weckte mich, nervte mich und ich explodierte und ging wutentbrannt ins Bett, samt Türe knallen und aufs Bett werfen und meine geliebte Leseratte kam hinterher und ich stieß ihn verbal weg, wollte nur meine Ruhe und keinen sehen und er ging auch, nachdem er signalisiert hatte, dass er mir nicht böse ist und ich schlief ein.







Nicht wenige Stunden später wurde ich wach und er begrüßte mich mit seinen Heldentaten. Er hatte die Wäsche gemacht, die Küche aufgeräumt und Pizza bestellt!

Ich werde also wach, der Haushalt ist fertig und es gibt Pizza!

Ersthaft?

Ich bin im Himmel!

Und so so sooooooooo dankbar!!!

Ich liebe Dich!!!!!

Den geb' ich nicht mehr her!


Samstag, 24. August 2019

Geburtstags-Elvie!

Meine geliebte Leseratte hatte Geburtstag und neben normalen Geschenken, gibts immer auch etwas ganz besonderes und dieses Jahr ist es Elvie von Stranger Things, weil wir die Serie zusammen schauen und er sie gerne mag :)





Ich liebe ihren bösen Blick!





Ich habe eine theoretische Anleitung gehabt, aber praktisch das meiste massiv verändert, damit es passt und gut aussieht :)


Man bin ich froh fertig zu sein und nun gibts einige Tage Fingerurlaub!





Mittwoch, 21. August 2019

Sommergedanken



Ich trage ein leichtes, luftiges Sommerkleid, auf dem Weg zum Bäcker.
Die Sonne scheint mir schön ins Gesicht, es ist ein traumhaftes Wetter.
Beim Bäcker suche ich mir leckere Brötchen aus und die Verkäuferin ist nett zu mir, wünscht mir einen schönen Tag.
Auf dem Rückweg komme ich am Bücherschrank vorbei und ich schaue kurz rein.
Der Heimweg ist voller blühender Schönheiten, wohin ich sehe.
Daheim angekommen, freue ich mich auf ein schönes Frühstück und ein schönes Beisammensein.











Die Sonne scheint, es wird bestimmt wieder viel zu heiß.
Beim Bäcker gibt es unsere Lieblingsbrötchen nicht und die Verkäuferin steht dauernd vor den Brötchen, so dass ich nicht richtig schauen kann.
Der Bücherschrank ist überfüllt und nichts gutes ist darin.
Mein Rücken tut weh, mein Bauch auch etwas und ich muss schon wieder aufs Klo.
Der Metzger, bei dem ich so gerne eine Frikadelle für meine geliebte Leseratte gekauft hätte, hat natürlich zu.










Man kann die Welt so, oder so sehen und man entscheidet selber, worauf man seinen Blick, seinen Fokus richtet und ob man schlechte, oder gute Laune hat, denn wenn man mit offenen Augen durchs leben geht, kann man überall Schönhnheit sehen, aber manchmal muss man sich bewusst dafür entscheiden.




Sonntag, 18. August 2019

Funny Spüli



Dieses Spülmittel ist das lustigste, das man bei DM kaufen konnte!
Nicht der Geruch ist bemerkenswert, oder das Design, nicht der Kakadu, oder die Ananas, nein es sind die kleinen, bunten Kügelchen darin!

Drauf steht zwar: Vitamin-E-Kügelchen, allerdings ist das ein Codewort! Ha! Auf diesen Hinterhalt kam ich anfangs nicht, aber wenn man es einige male benutzt, bekommt man es schnell mit. Die Kügelchen sind in Wahrheit dafür da, um mehr Waschmittel zu verkaufen.

Man kennt das doch, DM ist wie Ikea für Kleinscheiß. Man will eben Waschmittel kaufen und in Wahrheit kauft man noch die lustigen Taschentücher mit Unterhosen drauf, 3-4 Deo Flaschen, weil die ja limitiert sind, nach Gras duftendes Toilettenpapier, damit es ist, als würde man in den Wald scheißen machen, Grillanzünder in Herzform, und mindestens 23 Schampoos, Duschgels usw in Probiergröße.

So und genau das ist der Plan, weshalb in dem lustigen Spüli, kleine Vitamin-E-Kügelchen sind!

Man nimmt die Spüli Flasche, hält sie mit dem Kopf nach unten und drückt ein wenig, richtig? So ist doch der allgemeine Gebrauch.

Was passiert aber mit diesem Spüli?

Es ist ein Kügelchen an dem kleinen Löchlein verklebt, vom angetrocknetem Spüli sitzt es fest und nur eine minimale Teilöffnung läßt noch Spüli durch und durch diese minikleine Teilöffnung, schießt es 4 Meter weit, in irgendeine nicht erahnbare Richtung!

Oder noch besser!

Das Kügelchen sitzt mittig fest, dann spritzt das Spüli gleich in alle Richtungen! ALLE RICHTUNGEN! Wie so eine Spüli-Gülle-Sprenkler!

Man muss sich umziehen, die Kleidung muss gewaschen werden und jaaa richtig, man benutzt mehr Waschmittel, muss eher zum DM neues kaufen und genau da schließt sich dann der Kreis!

Geniale Marketing Idee oder?

Und man darf nicht vergessen, man vergisst es zwischendurch wieder und es passiert erneut und weil Frauen in meinem Alter zu Alzheimer neigen, passiert das immer und immer und immer wieder und am Ende der Spüliflasche (ist bei mir noch lange nicht in Sicht) ist man arm wie eine Kirchenmaus, hat einen Kredit aufgenommen, seine Kinder verpfändet oder in die Zwangsarbeit geschickt, Herr Zwegat ist schon auf dem Weg zu einem und in der örtlichen DM Filiale, im Pausenraum hängt ein Bild von einem, als Kunde des Monats, juchu!

So, ich gehe mal den Abwasch machen, nackig natürlich, so spare ich mir das Duschgel!



Samstag, 17. August 2019

Gastblogeintrag über: Michel Foucault

Heute wird es philosophisch!

Da ich meiner geliebte Leseratte eine Häkelpuppe schenken wollte, fragte ich vor Weihnachten, wen er denn ganz besonders schätzt und da ich nicht nur die fertige Puppe präsentieren wollte, hier nun sein Beitrag :)







Der französische Philosoph Michel Foucault gehört zu meinen Lieblingsphilosophen; zu Weihnachten bekam ich eine Foucault-Häkelpuppe – verbunden mit der Bitte, ihn in einem kleinen Gastbeitrag im Weblog vorzustellen. Diesem Wunsch komme ich gerne nach (wenn auch etwas verspätet):

Es ist üblich, das Schaffen Michel Foucaults in drei Phasen einzuteilen: die archäologische Phase, die im wesentlichen die sechziger Jahre umfaßt, die genealogische Phase der Siebziger und schließlich das Spätwerk der achtziger Jahre, das unter dem Rubrum »Ästhetik der Existenz« firmiert. Wodurch sind diese Phasen jeweils charakterisiert?

In der archäologischen Phase gilt Foucaults Interesse der Freilegung des „positiven Unbewußten des Wissens“, einer „Ebene, die dem Bewußtsein des Wissenschaftlers entgleitet und dennoch Teil des wissenschaftlichen Diskurses ist“. Als Feld dieser Freilegung wählt er die Humanwissenschaften. Wichtige Publikationen dieser Jahre sind „Die Ordnung der Dinge“ (1966) und „Die Archäologie des Wissens“ (1969). Die Freilegung der Strukturen, die unser (wissenschaftliches) Denken unterschwellig prägen, ist verknüpft mit einer radikalen Kritik der Subjektphilosophie, die in der berüchtigten These vom Tod des Menschen kulminiert: Das scheinbar überzeitliche Subjekt, conditio sine qua non etwa bei Kant, erweist sich in dieser Optik als kontingentes Produkt eines epistemologischen Strukturwandels.

In den siebziger Jahren gesellt sich der archäologischen Perspektive die genealogische hinzu: Die Umstände der Diskursformation treten in dem Blick; wie entstehen die Diskurse? Foucaults Antwort: durch Kontroll-, Selektions-, Organisations- und Kanalisationsmechanismen. Diese Mechanismen wirken nicht nur auf die Wissenschaftsdiskurse, sondern – durch diese vermittelt – auch auf die Gesellschaft: Die Wirkung umreißt der Philosoph mit dem Ausdruck „Macht“. In seinen genealogischen Arbeiten geht es Foucault um die Analyse dieser Macht, die die Menschen als Subjekte in spezifischer Hinsicht zurichtet, unterwirft. In „Überwachen und Strafen“ (1976) betrachtet er sie in ihrer Form als Disziplinarmacht und im „Willen zur Wahrheit“ (1976) sowie in den Vorlesungen der 70er Jahre, die nun nach und nach veröffentlicht werden, als Bio-Macht.

Die durch das letztgenannte Werk begonnene „Geschichte der Sexualität“ (so der französische Reihentitel, aus dem im Deutschen „Sexualität und Wahrheit“ wurde) fand 1984, kurz vor dem Tod des französischen Philosophen, ihre Fortsetzung in den beiden Bänden „Der Gebrauch der Lüste“ und „Die Sorge um sich“. In diesen Spätwerken verschiebt sich das Interesse Foucaults von den Machtpraktiken hin zu den Selbstverhältnissen des Individuums, wie sie sich in der griechischen und hellenischen Kultur entwickeln: Es geht ihm nunmehr um die „Künste der Existenz“, die „Selbsttechniken“ – oder genauer: um „die lange Geschichte jener Ästhetiken der Existenz“. (Manche Interpreten, vornehmlich die Kritiker des »frühen« Foucault, haben diese Verschiebung als Verabschiedung der archäologischen Diskursanalytik und genealogischen Machtanalytik interpretiert: Das in den 60ern verabschiedete Subjekt kehre in »alter Stärke« zurück. Diese Interpretation ist sicher voreilig. Foucault revidiert keineswegs sein Konzept von Macht; in der Antike findet er aber »Selbsttechniken« vor, die sich kategorial von den sie ablösenden Praktiken im Geiste der (christlichen) Pastoralmacht unterscheiden. Eine Aktualisierung dieser alternativen Form »praktischer« Subjektkonstitution verspräche, so die unterschwellige Hoffnung, Widerstandsmöglichkeiten innerhalb der von der Macht bestimmten „Kontrollgesellschaft“.)

Was mich an Foucault so reizt: Dass sein Denken sich durch das Durchdenken der 'Materialberge' immer auch selbst ändert; es ist fluide, beweglich.