Montag, 31. Mai 2021

Tagesurlaub

 




Ursprünglich mochte ich Bonn nicht so gerne.

Mag sein, dass einer der Gründe war, dass wenn man sagt, man sei aus Leverkusen zugezogen, man direkt hört: "Das ist ja so häßlich!" oder ähnliches. 

Mundtot mache ich so Leute dann gerne mit: "Ach, ursprünglich bin ich aus Konstanz!" und da sind selbst die neidisch drauf :)

Womit aber bewiesen wäre, dass es mir nicht wirklich auf die Stadt ankommt, in der ich lebe, denn jede hat ihre kleinen und reizvollen Ecken und Örtchen!

Leseratte erzählte mal etwas von einem Jungen, der häufig umziehen musste und sich weigerte die Straßennamen zu merken. Ein Symptom dafür, dass er sich zu oft umgewöhnen musste, allerdings auch, dass er die Städte nicht mochte.

Dabei fiel mir auf, dass ich genau so handle!

Ich weiß in welcher Straße ich wohne und ich weiß, wo ich hin komme, wenn ich da und da lang fahre und ich weiß wo ich hin muss, wenn ich an übliche Orte muss, wie zum Beispiel Ärzte, verschiedene Läden und so Zeug, aber die Straßennamen?

Ganz ehrlich, die weiß ich nicht.

Also nicht alle nicht, aber so gut wie keine.

Weil ich Bonn nicht mag, dachte ich.

Aber das ist auch nur ein Symptom, denn ich habe nicht einmal versucht Bonn zu mögen!

Da sitzt also die Leseratte neben mir und erzählt wie so oft, wie toll er Bonn findet und bei jedem, mit dem ich mich aus Bonn unterhalten habe, bekam ich die Info: "Ah, dann hast Du es ja nun endlich schöner!"

Nein?!?

Nein, ich habe in Leverkusen verdammt schön gelebt, finde ich!

Ich lebte am Wald, durch den ein kleiner Fluß läuft, in dem die Kinder planschen konnten und mein Hund baden ging.

Ich lebte nicht weit von einem kleinen Schloß entfernt, in dem ein Museum ist und das einen großen, wundervollen Park außen herum hat.

Ich lebte in einer Wohnung, die für eine Familie perfekt zugeschnitten war, weil eine Türe extra den Schlafbereich, von der Küche und dem Wohnzimmer abgegrenzt hatte, so dass man die Kinder nicht weckte.

Ich ging vor die Türe und hatte Gesprächspartner, weil die Nachbarn freundlich waren, die Verkäufer immer für einen Plausch zu haben und sogar die Busfahrer einen erkannten.

Meine Kinder wuchsen in der Bücherei auf, die ihr zweites Zuhause war und in der sie unendlich viele schöne Momente hatten.

Ehrlich gesagt, so gesehen gefällt mir Leverkusen  nach wie vor viel besser als Bonn, denn als ich mal wieder beim Arzt anstand (wegen Corona muss man ja draußen warten), unterhielt ich mich kurz mit einer Frau, die oh Wunder, auch zugezogen war und die die erste Frau war, mit der ich irgendwo wartend plauderte.

Ich kenne die Nachbarn aus dem Haus und natürlich Leserattes Freunde und Familie, aber sonst?

Man führt hier irgendwie nie Gespräche.

Und genau darüber ging die Unterhaltung mit der Dame, die auch zum Arzt musste.

Sie war zugezogen wie ich und sagte, was ich so vermisse, also diese kleinen Kontakte im Alltag, die gibt es in Bonn nicht. Dafür sind Bonner nicht so zu haben und das stimmt irgendwie.

Klar, wenn man sich x Jahre kennt, dann gibts vielleicht mal ein "Wie gehts?" zum Hallo, aber sonst?

Vor Corona saß ich über ein Jahr lang regelmäßig im gleichen Café, mit dem gleichen netten Herrn, dem das Café gehört und er war immer super freundlich, aber  ein Gespräch? Nein.

Wegen Corona lebte ich allerdings auch sehr isoliert, muss ich zugeben und so war ich letzte Woche das erste Mal seit laaangem zu Fuß unterwegs. Leseratte fährt mich überall hin, er mag nicht, wenn ich in Bus und Bahn unterwegs bin, seit es Corona gibt und dementsprechend kenne ich mich nicht wirklich in Bonn aus.

Er mußte aber arbeiten und ich wollte mir ein wenig die Zeit vertreiben und so ging ich einfach von der Innenstadt aus, wo ich etwas abgeben musste, los!

Es regnete fürchterlich und so waren wenige Menschen unterwegs, ich mußte nichts befürchten und hatte gute Laune im Gepäck.

Keine Ahnung wie, aber ich kam im "Botanischen Garten" an!

Wundervoll! So viele interessante Pflanzen und Wege, die viel Struktur aufweisen, wie zum Beispiel ein schmaler Gang, der etwas in die Tiefe geht, so dass man rechts und links Steinwände angebracht hat.

Dort hielt ich mich satte 2,5 Stunden auf und wollte langsam, über Umwege zurück, da ich noch Zeit hatte.

Bonn hat diese bezaubernden kleinen Häuschen überall, also das muss man schon sagen, die sind wirklich schön und jedes für sich genommen ein Kunstwerk.

Kleine Einkaufsstraßen, mit vielen kleinen unikaten Läden, sind auch typisch für Bonn, finde ich. Durch so eine Straße lief ich und fand einen französischen Konditor, der fantastische Torten hatte!

Man darf nicht darauf schauen, wie teuer er ist, denn der Genuss zuhause war es wert!

Ein paar Geschäfte weiter, eine Rösterei, also schnell noch frische Bohnen gekauft.

Dazwischen waren mehrere kleine Läden, mit allem möglichen Kram. Toll, einfach schön fürs Auge!

Dann verlief ich mich noch ordentlich und kam am Ende der Poppelsdorfer Allee raus. Das ist eine breite Wiese, mit einem Splittergehweg drum herum und Kastanien Bäumen, drum herum ist noch eine Straße für Autos.

Also von innen nach außen aufgebaut.

Die Allee führt von einem Schloß, in die Innenstadt und ist sehr praktisch, um sich zu orientieren.

Wunderschön!

Im Sommer ist rund um das Schloß extrem viel los, aber auch die Wiesen zwischen der Allee sind Studenten-Magnete und es ist ein großes Getummel. 

Als ich nun da war, regnete es allerdings :)

Dann lief ich zur Leseratte, hatte rund 15.000 Schritte gemacht und freute mich auf die Torte und den Kaffee!

Ironisch fand ich, dass ich in der Rösterei, wo nichts los war, wirklich gar gar gaaaar nichts los war, ein Gespräch zu führen und sofort wieder den Eindruck bekam, dass mein Gegenüber höflich ist, aber nicht wirklich interessiert.

So geht es mir hier sehr oft, leider.

Jedenfalls, das war ein wirklich schöner Tag und ich hatte eine neue, wundervolle Ecke von Bonn entdeckt, den botanischen Garten! Gar nicht so weit weg von unserem Zuhause.

Bonn liegt allerdings auch geografisch sehr ansprechend. Man hat es nach Köln nicht so weit, aber wenn man ein wenig Urlaubsfeeling möchte, muss man nur in Richtung Rheinland-Pfalz starten!





Das bemerkte ich, als bei Ebay Kleinanzeigen etwas verkauft wurde, was ich gerne haben wollte und ich nur auf die km Angabe geachtet hatte. Das war dann nicht sooo weit weg, aber wenn man die Strecke fuhr, kam es einem sehr weit weg vor!

Man fährt am Rhein entlang und hat diese kleinen Schlösschen und Berge um sich herum, das Wasser an der Seite, alles sehr ländlich und mich total an Süddeutschland erinnernd.

Unsere Eltern fuhren früher, als das Benzin noch bezahlbar war, regelmäßig ins Umland, also in die Berge und dergleichen. Daran erinnerte es mich.

Seit dem ersten Ausflug, erkundeten wir danach noch öfter die Strecke, bis wir nun am Wochenende einen richtigen schönen Ausflug hatten.

Wohin wir wollten, war uns nicht klar, nur wieder in Richtung Rheinland-Pfalz, diesmal ein wenig weiter, aber das muss man garnicht. 30min haben genügt und man fühlte sich wie in einem anderen Land!

Noch eben bei Rewe kalte Getränke und einen Salat besorgt, fuhren wir in Andernach zum Rhein. An mehreren Stellen gibt es Parkplätze, die wirklich direkt am Rhein sind, in Sichtweite, zu Fuß keine 2min.

Dort aßen wir im Auto, weil die Sonne so schön schien und wir gerne kühl und schattig futtern wollten. Danach gingen wir ein wenig am Rhein spazieren und setzten uns auf eine Bank.

Gegenüber Berge, vor uns der Rhein, über uns die Sonne. Perfekt!





Meckernde und schimpfende Gänse unterhielten uns und ein Hund ließ uns butterweich zurück. So ein niedlicher Schatz war das! Klein, raues Fell, sehr kompakt, mit Namen Cookie!

Die Besitzer waren mit einem befreundetem Paar unterwegs und Cookie rannte zwischen ihnen hin und her und blieb plötzlich bei uns sitzen. Er rieb sich sogar an Leserattes Bein, so gerne mochte er ihn!

Einfach mal wieder Sonne tanken, frische Luft, ohne Angst atmen und neue Dinge sehen, das gibt einem Lebensenergie und ist unbezahlbar.

Ich versuche, seit dem Gespräch über den Jungen, der nicht mehr umziehen wollte, mir mehr Mühe zu geben, mit Bonn.

Also die Straßennamen lernen, aktiv schöne Ecken finden, nicht zu Herzen nehmen, dass die Mentalität so anders ist, Torte kaufen :)



Samstag, 29. Mai 2021

Kotz würg Buch

 Wie andere gerne mal, als Wettbewerb, eine scharfe Chili essen, grusel und ekle ich mich mal gerne und auch mal gerne mehr!

Umso gespannter war ich, als ich beim Festa Verlag, der auf außergewöhnlich gruseliges und ekeliges Zeug spezialisiert ist, von einem Buch erfuhr.

Das Cover sah etwas merkwürdig aus, semi-professionell und Effekt erhaschen wollend, ohne es zu tun, aber der Klappentext las sich umso spannender!





Es soll um ein Spiel gehen, bei dem jeder Mitspieler auf die Frage antwortet: "Für wie viel Geld würdest Du ... machen?". Dahinter schreibt man seinen Preis, ohne zu wissen was die Anderen antworten und wer am Ende die niedrigste Summe hat, muss alle Dinge erledigen, bekommt dafür jedoch auch das Geld ausbezahlt! Wenn man nicht mehr möchte, muss man das vor!!! dem Ende äußern, dann darf man einfach gehen, bekommt einen kleinen Unkostenbeitrag ausbezahlt, muss eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben und fertig. 

Also ist es erst einmal eine Art Psycho-Poker!

Man muss beachten, was für Typen die Mitspieler so sind, was die Aufgabe einem wirklich wert ist, aber nicht zu hoch ansetzen, unter dem eigenen Wert möchte man es allerdings auch nicht machen.

Das ist ja schon schwierig, aber, die Aufgaben selber, die sind natürlich ein vollkommen eigenes Thema!

Das Buch heißt: "Was ist Dein Preis?" und kostet, als E-Book, 4,99. Als Kindle Nutzerin, fand ich es interessant herauszufinden, durch eine genaue Beschreibung auf der Webseite, dass ich mir quasi jedes Dokument, als E-Mail, auf meinen Kindle schicken kann. Man muß lediglich die Mailadresse vom Kindle nehmen und dahin sehen, einmal bestätigen, schon ist es drauf!

Das Buch ist ab 18 und das war noch so ein Punkt, wo ich dachte, ich muuuuuss das lesen!

Der Preis von fast 5 Euro ist hmm, also ich kaufe gerne E-Books und dann auch meistens die kurzzeitigen Schnäppchen, daher bin ich vielleicht ein wenig verwöhnt, aber das Buch ist einfach keine 300 Seiten lang oder so, daher fand ich ihn nicht gerade günstig, aber auch nicht teuer. Ich habe schon zwei mal hin und her überlegt und mir dann gedacht, wenn ich ins Kino gehe ist es teurer und ich habe weniger lang etwas davon...

Ich habe gerade nochmal geschaut, es sind keine 200 Seiten. Also eher ein Büchlein, statt einem Buch. Bei Stephen King ist jede Kurzgeschichte, kein Scherz, länger! Aber nachdem ich es gelesen habe, muss ich sagen, länger muss es auch wirklich nicht sein! Und es ist so angelegt, dass man weitere Teile schreiben kann.


So, nun aber zum Inhalt.

Lassen wir mal weg, wie so viele Leute involviert sein können, ohne dass der Laden auffliegen würde und springen ins Geschehen rein.

Natürlich verrate ich nicht die Aufgaben, denn der Lesespaß muß gegeben sein, aber so viel dazu, ich hätte bis zum Schluß die Fragen beantwortet, nur um die nächste zu erfahren, aber wirklich gemacht hätte ich schon die erste nicht, geschweige denn die restlichen.

Man nahm also Leute, die das Geld wirklich wollten und brauchten, dann ist die Hemmschwelle niedriger und stecke sie in einen Raum, gebe ihnen die Regeln vor und stelle die Fragen. Klingt nicht spektakulär, wird es jedoch durch die authentische Beschreibung der Persönlichkeiten. Man lernt sie mehr kennen und kann abschätzen wie es weiter geht, ohne dass es langweilig wird.

Sehr gut geschrieben in dem Fall.

Mit der Sprache steigt oder fällt ein Buch, dass durch ekelhafte Szenen beeinflussen möchte und ganz ehrlich, ich habe schon so einiges gelesen und dachte, es sei wieder so ein Buch was große Töne spuckt, dann aber eher langweilig und unplastisch beschreibt. 

Ohne ins Detail zu gehen, es ist zum kotzen!

Ich hatte zwischendurch mal Hunger, Bauch leer, ihr wißt schon, und mir wurde so schlecht, dass ich nichts essen wollte.

Der Autor beschreibt Geschmack, Textur, Konsistenz, Geruch, ALLES und das in so blumiger Sprache, dass man es automatisch selber empfindet. Was für ein Talent! Aber ich mußte, was noch nie vorgekommen ist, Passagen überfliegen oder ganz überspringen, weil ich es so ekelhaft gefunden hatte!

Zwar mag ich super gerne Horror, Ekel ist nicht so ganz meins, außer wenn es um Gemetzel geht und beschrieben wird, wie Gedärme heraus gerissen werden, die dann in der kalten Nachtluft dampfen, oder dergleichen, aber hier geht man an die menschliche Ekelgrenze und überschreitet sie gekonnt.

Wo ich mir, wenn ich das Buch geschrieben hätte, nicht einmal ausmalen möchte, wie sich das anfühlt im Mund, oder gar riecht und schmeckt, muss der Autor einen riesigen Spaß gehabt haben, denn er macht es so ausführlich, dass ich ihn irgendwie bewundere. Ich kann es nicht lesen, er konnte es schreiben und sich dabei genau vorstellen. Wow!

Wer also an seine Grenzen möchte, ist mit diesem Buch vollkommen bedient!

Dazu kommt dann noch der psychologische Anteil, also nicht nur körperliche, sondern auch mentale Folter der Spieler. Einfach meisterlich in der Mischung!

Wenn es einen zweiten Teil geben würde, weiß ich nicht, ob ich es lesen wollen würde. Vielleicht ist meine Neugierde stärker, aber beim Gedanken daran, wird mir schon wieder schlecht und das meine ich ernst. Ich bekomme so einen Kloß im Hals.

Auch schaute ich nicht, was der Autor noch so geschrieben hat, weil meine Hemmschwelle nun gigantisch hoch ist, aber das Geld war es mir wirklich mehr als wert, denn es war ein großes Erlebnis und das nur durch Buchstaben auf Papier... wow!




Donnerstag, 20. Mai 2021

Sketch your day


 Ich finde, kleine Zeichnungen und Collagen sind ein toller Weg um den Tag zu dokumentieren und ein Tagebuch zu führen.

Ursprünglich fand ich es so schön, dass ich einige Bücher besorgt habe, die ich gerne und immer wieder in die Hand nehme und heute, als ich mit der Bahn nach Köln fuhr, sah ich seitlich an den Sitzen vorbei einen Fahrradlenker, daran eine fantastische Klingel in Ozeanblau.

Eigentlich traue ich mich nicht so, einfach zu zeichnen, aber ich dachte mir, wenn man es nicht versucht, hat  man schon verloren!

Etwas später in einem Park hatte ich vor wenn wenig auf einer Bank zu lesen und plötzlich hüpfte ein Rotkehlchen in meinen Schuh herum. Es benahm sich, als wäre ich gar nicht da! Ein wunderschönes Gefühl.

Ein paar Seiten später, war ein riesen Lärm in der Baumkrone über mir. Eine Schar Alexandersittiche bekämpfte ein winziges Eichhörnchen!

Es sprang von Ast zu Ast und wurde mehrfach abgewehrt, obwohl es lediglich junge Blätter fraß.

Google erklärte mir, auf Nachfrage, dass Eichhörnchen unter anderem Eier und junge Küken fressen 🤢

Wenn ich also in Zukunft Eichhörnchen sehe, werde in nicht mehr dieser niedlichen Fellschnäuzchen sehen, sondern Killer Kreaturen!




Dienstag, 4. Mai 2021

Neue Bilder für die Gruppe

 Nachdem ich so *räusper* schöne Bilder für die FAP Gruppe gemacht hatte, ich berichtete hier, hat mich die Scham doch dazu getrieben neue anzufertigen :)



Nun wollte ich diese kleinen Meisterwerke Spielereien auch in die Dateien, wofür sie da sind, hochladen, aber Facebook hasst mich, aber das beruht auf Gegenseitigkeit!

Seit es die neue Seite gibt, funktioniert gefühlt nichts mehr, dabei gehe ich nur drauf, wenn es nicht anders geht! 
Ich bekomme nur noch die Pimpernellen davon!!!! 

Vielleicht ist es ja nur eine akute Störung, vielleicht aber auch einfach nur Dauergepfusche, was nicht repariert wird, was weiß ich.

All die Mühe für nichts :(



Dienstag, 13. April 2021

Hollow Knight

 


Ich spiele totaaal gerne "Hollow Knight"!

Man ist ein kleiner Käfer, der mit seinem Schwert (Nagel) sein Reich versucht zu befreien.

Die Musik alleine ist bereits fantastisch und man kann den Soundtrack kaufen und streamen. Macht das mal, gerade zum Lesen oder nebenher Arbeiten, ist es eine absolute Bereicherung.

Die Bilder sind immer wieder ein Traum. Sehr beruhigend, immer wunder-wunder-schön!

Es liegt also nahe zu sagen: "Oh, ich mag das Spiel soooo gerne, ich male auch mal was daraus!"





Ich habe es erst auf der PlayStation gespielt, dort war es mal im PlayStation Plus Abo umsonst und ursprünglich wollte ich es gar nicht, aber meine geliebte Leseratte meinte, ich soll es mir ruhig mal anschauen.

Eigentlich spielte ich ja so überhaupt gar nichts!

Gar gar gaaaaaar nichts!

Dann fand ich heraus, dass es beim Fernbus Simulator die Möglichkeit gibt, durch Städte zu fahren, die recht realistisch aussehen und ich hatte es mir in den Kopf gesetzt, dass ich mal in meine alte Heimat damit fahren möchte. Leider hatten wir keinen passenden PC dafür und so besorgte mir Leseratte den normalen Bus Simulator für die PlayStation und ich war total happy!

Vielleicht ist das für Autofahrer mega langweilig, allerdings habe ich keinen Führerschein und habe bisher darauf verzichtet Auto zu fahren. Mit meinem Bus bin ich hingegen der King! 

Dann sah ich irgendwo auf YouTube mal so kleine bunte Bohnen, die herum fliegen, fallen und sich gegenseitig knuddeln?

Fall Guys!!!

Also ab in den Shop und wow! Gerade noch die umsonst Version bekommen, wieder durch das Abo.

Ich habe noch nie eine Krone gewonnen, dafür aber zwei Einhorn Kostüme, ein Koala und unendlich viele Farben!





Davon muss ich auch mal etwas malen, alleine schon die Farben!

Aber erst möchte ich versuchen, bei "Hollow Knight", mehr im Aquarell-Stil zu malen, denn bisher sieht es ja schon eher wie mit Wasserfarben aus und der typische Aquarell Touch fehlt.

Ich übe!!!

Und habe dabei soooo viel Spaß!



Montag, 12. April 2021

Mein Kreativplatz!

 


Das ist mein Arbeitstisch!

Da hängt zum Beispiel die VW Bulli Tasche, von meiner Leseratte und in einer Keramikkanne mit Sternen sind meine Holzstifte und dann habe ich zwei groß, einen kleinen Aquarellkasten und Aquarellstifte und natürlich mein Abtropftopf für die Pinsel, eine Magnetwand, Pinsel, Krimskrams, Meerschweinchenfedermäppchen, Noch mehr Schlampermäppchen mit Stabilos und Filzstiften und dünnen Finelinern, ich meine so echt dünne und eine Küchenrolle und Kleingeschrubbelkram und Abklebeband und hmm den Rest!

Drunter auf Rollen Holzkisten, in denen Bücher, Papier und anderes Gedöns steckt, drüber ein Geschenk meiner Tochter. 

Ich liebe es!

Immer wenn ich vorbei gehe, oder mich dran setzen kann, hüpft mein kleines Herz vor Freude!



Sonntag, 11. April 2021

Wer ist Edward Moon

 



Ich gehe ja kaum noch raus, außer in die Natur, oder was herum fahren mit dem Auto, wenn es sein muß Lebensmittel einkaufen und einmal war ich nun kurz im Thalia!

Der Thalia in Bonn ist wundervoll! Ich hatte schonmal darüber geschrieben und wiederhole mich nicht, keine Sorge :)


Als wir also kurz drin waren, entdeckte ich zwei Bücher. Eines  wurde von Netflix verfilmt, ich bin mir noch nicht sicher, ob ich es lesen oder schauen möchte, und das andere hat mir Leseratte zum Kennenlern-Tag geschenkt, in einer sehr niedlichen VW Bulli Tasche und dazu noch ein Etui, was stolz auf meinem Arbeitstisch steht.


So, nun aber zum Buch.

Joe ist erst neun Jahre alt, als ein Anruf seine ganze kleine Welt durcheinander wirbelt.

Sein Bruder Ed ist dran, der mit seiner Schwester oder Mutter reden möchte, in der Reihenfolge, aber Joe ist alleine und weiß gar nicht was er machen soll, weil Ed sich so seltsam anhört und es ist ein glücklicher Zufall, dass in dem Moment doch ihre Mutter heim kommt.

Der Einstieg ins Buch ist hart, ein kalter Sprung ins Wasser, denn wir wissen nichts und erfahren nach und nach alles, aber auf sehr interessante Weise. Wir sind mal in der Gegenwart, mal in der Vergangenheit, die nicht unbedingt chronologisch ist und dennoch hat man immer einen guten Überblick und verirrt sich nicht.

Edward Moon wurde beschuldigt jemanden umgebracht zu haben und sitzt in Haft.

Wow!

Das war für den kleinen Joe ein Schock, jedoch auch nach wie vor für den großen, denn die Gegenwart ist zehn Jahre später und Ed soll hingerichtet werden. Nicht mehr wie früher, auf einem Stuhl, sondern mit der Giftspritze.

Im Verlaufe des Buchs erfahren wir, wie es dazu kommen konnte, haben Zweifel, ob Ed es war, oder wie er beteuert, unschuldig ist, erfahren, warum Ed erst nach seiner Schwester fragte und wie Joe sich auf eine Reise macht, die mehr ist, als nur ein Ortswechsel.

Die Familie Moon ist arm, was man schon auf den ersten Seiten mitbekommt und da sie in Amerika leben, weiß man in etwa auch, was für ein Rattenschwanz das bedeuten kann.

Die Autorin schaute in der Schule den Film "fourteen days in may", bei dem es sich um eine Doku handelt, in der ein verurteilter Mörder bei seinen letzten zwei Wochen begleitet wird. Den Film fand ich leider nirgendwo auf Deutsch, jedoch gibt es ihn gratis auf YouTube.

In beidem, diesen Buch und der Doku, wird der Rechtsstaat, die Todesstrafe und die Polizei sehr kritisch beleuchtet, was einem zu denken gibt.

Auch wird offen die Frage gestellt, ob ein Mörder (ob schuldig oder nicht), wirklich getötet werden sollte.

Das muss jeder für sich selber beantworten.

Ein Kapitel gab mir allerdings sehr zu denken und machte mich unendlich traurig.



Wow, oder?

Das Buch selber ist in dieser Reimform geschrieben. Zwar reimt sich nichts, allerdings ist die Betonung somit festgelegt und man liest es etwas anders.

Es lässt damit nicht nur viel Platz auf der Seite, sondern auch im Kopf.

Man denkt viel nach, legt es öfter weg und nimmt es an manchen Stellen ungerne wieder in die Hand, dennoch ist es so wichtig und beeindruckend und spiegelt viele Leben wieder, die so ähnlich existieren und durch die sehr viele Menschen leiden mussten und müssen.

Absolut Lesenswert!

Eins störte mich allerdings.

Das Cover vom Buch.

Der Stacheldraht, der irgendwie nicht so recht ins Bild passt, daher hatte ich die Postkarte gemalt.

Die Giftspritzen, mit denen er umgebracht werden soll, so angebracht wie Gitterstäbe...