Samstag, 25. November 2017

Selbstständigkeit

Ich sitze genau während ich das schreibe im Chocofini, meinem Lieblingscafe in Leverkusen.
Es dudelt leise angenehme Musik im Hintergrund, ein paar Menschen am Nebentisch plaudern und lachen leise, hinter dem Thresen klimpert Besteck, die Kaffeemaschine rödelt herum und ich sitze auf einem weichen bequemen Sessel, schlürfe eine verdammt leckere heiße Schokolade und plane ein wenig meine Zukunft, schweife mit den Gedanken auch hier und da hin ab und bin entspannt, zufrieden und glücklich.





Wenn man chronisch krank ist, regelmäßig an seine Wohnung gebunden und man nie weiß, ob man mal wieder ins Krankenhaus muss (wobei ich dieses Jahr richtig Glück hatte, toi toi toi), ja dann ist ein regulärer Job schon naaaaja. Wenn man dann allerdings noch einige andere Probleme hat, wie zum Beispiel nicht lange sitzen können, nicht schwer heben dürfen und und und, dann ist es schon fast unmöglich.

Meine Idee mich in einer Art Home Office selbstständig zu machen, wurde deshalb gut und verständlich aufgenommen. Ich bekam einen neuen Berater, der mich etwas aufklärte was ich jetzt machen muss, worauf es ankommt und wie das ablaufen würde.

Unter anderem muss ich einen Businessplan erstellen und dort beginnen übrigens auch schon meine ersten Probleme.
Eröffnet man ein Restaurant, oder Imbiss, dann ist es eigentlich easy genügend Vorlagen und ähnliches zu finden, jedoch wenn man keine Lokalität benötigt, keine Investitionen braucht und ähnliches, dann wird es kompliziert, obwohl es genau genommen einfacher sein sollte... oder ich mache es mir lediglich selber schwer.


Wie auch immer, mein Partner ist mir auch hierbei eine total liebe Stütze - einen riesen Dank an dieser Stelle - und so sitze ich nun hier, schreibe Stichpunkte für meinen Businessplan nieder, nippe ab und an an meiner soooo leckeren heiße Schokolade und genieße die Zeit.

Wenn man von der Arbeitslosigkeit in die Selbstständigkeit wechseln möchte, finde ich es ganz toll das man auf diesem Weg vom Amt begleitet und unterstützt wird. Man muss sich nicht sorgen zu verhungern, indem man weiterhin seine Leistungen zum Teil erhält. Genau genommen wird es daraus berechnet, was man vorher angibt verdienen zu wollen. Nimmt man mehr ein, muss man es nach der Ablauffrist von sechs Monaten zurück zahlen,  wird es weniger, bekommt man danach das Geld ausgezahlt bzw würde man nicht mehr genug haben um leben zu können, kann man es auch zwischenzeitlich neu berechnen lassen.

Das bedeutet nun also einen Businessplan schreiben, den Antrag für die Selbstständigkeit ausfüllen, wodurch dieser lediglich für meinen Sachbearbeiter ist, denn man trägt dabei ein was man gedenkt zu verdienen und erkennt ob es realisierbar und realistisch ist, sowie sich überhaupt lohnt.

Schön daran ist vor allem, man kann es mit einem Laptop überall machen! Und so sitze hier, genieße meine Zeit, sortiere und ordne meine Gedanken und überlege womit ich genau meinen Verdienst zusammen stückeln werde.


Viel Spaß allen Lesern in der schönen Vorweihnachtszeit!


Donnerstag, 16. November 2017

Sex-Shop Mangelerscheinung

So mal unter uns Hübschen, ich wuchs in einer Kleinstadt auf, in der es meines Wissens zwar einen Puff gab, auch einen Stripladen und es wohnte sogar eine Zeit lang eine Prostituierte neben uns, aber das kam ans Licht und im gut bürgerlichen Wohnkomplex war das nicht erlaubt, also war sie bald auch wieder weg, jedoch war sie wirklich eine nette und weise Frau!

Nicht so toll war, nur mal am Rande, wenn es klingelte, man auf drückte unten und die Türe offen stehen ließ und statt einem Kumpel, plötzlich ein Freier herein spaziert kam, aber ich glaube das war dem dann peinlicher als uns.





Jedoch weiter im Thema und keine Sorge, allzu versaut wird es nicht.

Also Fakt war, meines Wissens gab es keinen Sex-Shop! Internet war auch in meiner Jugend noch recht frisch und unbedarft, nahezu jungfräulich und mal ehrlich, wenn man einen Dildo noch nie in der Hand hatte, einen bestellen wäre eh doof.

Als ich dann weg zog Richtung Köln, war das ja kein Thema mehr. Dort gibt es x Läden! Ich ging mal in einen großen Orion, mal in Dr. Müller (stimmt es das der weg ist?!?) und es gibt sogar einen nur für Frauen, außer ich glaube donnerstags, da dürfen auch Männer rein.

Es gibt unter anderem ganz spezielle mit Fetischklamotten und so Sachen, wie auf einem anderen Planeten fühlt man sich dort. (Irgendwie bereue ich es gerade da nicht dies und das anprobiert zu haben, einfach um es mal getan zu haben, wie wenn man Klamotten shoppen geht, anprobiert, obwohl man sie sich nicht leisten kann, oder sie zu lustig sind, nur um Spaß zu haben und zu lachen)

Wie auch immer, so lange man eine kaputte schnöde Ehe hat, wendet man sich ja eher ab von solchen Dingen, bei mir war es jedenfalls so, aber interessant fand ich die Läden immer und dabei meine ich noch nicht einmal wirklich die Ware, sondern das Ambiente, die Atmosphäre, das Klientel, alles zusammen, die Stimmung einfach. Andere gehen wandern, oder setzen sich in den Biergarten oder besteigen Berge, ich finde (langsam allerdings auch immer weniger) Sex-Shops spannend.

So und nun war ich jüngst immer mal wieder in verschiedenen Geschäften, auch bis nach Bonn hat es uns verschlagen *lacht*

Hier nun mein Fazit, nüchtern, trocken und mit einem Zwinkern:

Im reinen Frauenladen sind natürlich auch nur Frauen, das kann man natürlich als angenehm empfinden und die Beratung ist eine andere, aber wenn man in Ruhe schauen möchte, oder einfach etwas kaufen will, da fand ich es schon etwas hmm nervig, weil irgendwie scheinbar erwartet wird das man eine Beratung wünscht und geredet wird ohne Ende, selbst wenn man weiß was man möchte und sucht. Ich kam mir irgendwie so männlich vor! Männer klagen immer über das Mundwerk von Frauen das nie Pause macht und so ging es mir auch.
Die Einrichtung  ist vollkommen anders, eher plüschig / warm und mit Spitze und Quaddeln (ich glaube ich meine Quasten?) quasi, wobei man sich wie in einem Klischee fühlt. Hmm ich fand es nicht gerade wohlig, eher surreal. Die Auswahl ist eine vollkommen andere und vieles gab es einfach mal so rein gar nicht.

Wenn man hingegen in andere Sex-Shops geht, trifft man Frauen maximal hinter der Kasse?!?
Kein Scherz! Ich war in den letzten Monaten in einigen Läden (später mehr dazu warum ich da war) und ich habe bis auf eine einzige Frau die mit ihrem Freund da war, keine andere außer hinter der Kasse erblicken können.

Der große Orion Laden am Hansaring zum Beispiel, ist in allem rund herum ausgestattet und hat kein spezielles Thema. Er ist offen und hell, auch gut für Frauen geeignet und hat eine ausgewogene Auswahl. Beratung bekommt man, aber auch keine, wenn man keine wünscht und hat dann seine Ruhe.

Ich kaufe nicht gerne etwas im Internet, was ich vorher nicht in der Hand haben konnte und bevor sich jetzt jeder hier wunder was denkt, was ich so shoppe, nein meistens kaufte ich gar nichts. Sorry falls das nun enttäuschen sollte, ich hatte früher einfach nicht die Möglichkeit dazu und umso spannender finde ich es jetzt, außerdem kann man auch schöne Sachen entdecken, die ästhetisch aussehen, oder einfach lustig sind.
Zeitschriften und Filme interessieren mich zb null, irgendwie sind die meistens echt ekelig aufgemacht und ich vermute das man sie eher auch heimlich im Internet kaufen kann, ohne das man einen mühsamen Weg hat und direkt streamen  gibt es doch auch noch als Möglichkeit, mit gigantischer Auswahl, aber egal.

Interessant ist auch, das sich irgendwie in jedem Shop andere Kundschaft aufhält und nein ich beobachte die nicht, wobei  ich grinsen muss beim Schreiben. Ist man als Frau dort, wird man fast komplett ignoriert, höchstens wenn sie sich unbeobachtet fühlen, wird ein verstohlener Blick rüber geworfen und ansonsten habe ich den Eindruck als das sie froh sind, wenn man sie auch nicht beachtet, denn irgendwie ist es fast jedem unangenehm, dabei sind alle aus einem gewissen Grund dort, der genau genommen vereinen könnte.

Vollgestopft erscheinen die meisten Geschäfte, die zu keiner Kette gehören. Der Markt ist überfüllt und man möchte scheinbar möglichst jedem Kunden genau das passende bieten, wobei es genau genommen stellenweise keine Variationen sind, sondern irgendwie immer das selbe mit kaum irgendwelchen Unterschieden, außer dem Markennamen und dem Preis.

Kleine Randbemerkung, lustig finde ich den Markennamen Ouch! für BDMS Toys, ich musste herzlich lachen.

Meiner Beobachtung nach sind die kleinen rammelvollen Stores im Tante-Emma-Laden Stil am beliebtesten.  Meist ist es, obwohl es sich um die selben Sachen handelt, dort belebter und kruschteliger. Der geheimnisvolle Scheuklappenkäufer der hier allgemein ein und aus geht, kann sich zwischen den eng aneinandergereihten Regalen verstecken und fühlt sich weniger beobachtet.

Blöde Sprüche sind auch nicht so beliebt, wie mir scheint, sah ich doch einen riesigen Faustdildo mit Arm dran, sogar ein wenig übergroß, am Ende vom Arm mit Haltegriff, alles aus Vollgummi(?) und brachte in mir den Wunsch hervor diesen doch einfach zu kaufen, nur um damit einen Einbrecher oder ähnliches mal erschlagen zu können. Und direkt manifestierte sich schon die Szene realistisch genau in meinem Kopf!

Ich höre nachts alleine ein komisches Geräusch in meiner Wohnung! Voller Angst schnappe ich mir den Fisting-Superarm mit Haltegriff, gefühltes Gewicht 1,5 Tonnen, leicht schwabbelwabbelig und gehe auf die Pirsch um denjenigen zu finden, der das Geräusch macht und dann erblicke ich ihn auch schon! Ich schwinge demonisch grinsend den überdimensionierten Gummiarm hoch, drehe mich drei mal um meine eigene Achse und *FLATSCH* klatsche ihm das Teil voll in die Fresse sein Gesicht! Der Klang des Aufpralls, er hat sich schon vollkommen in meinem Hirn festgesetzt, als ich zu meinem Freund sagte: "Das Teil würde ich gerne mal jemanden so richtig knüppelhart um die Ohren hauen!" aber er grinste nicht einmal, ein anderer Käufer schaute eher entsetzt und somit ließ ich solche Scherze lieber weg.

Es gibt sogar Discount Sex-Shops im Aldi Style irgendwie, ne wobei eher oldschool Aldi-Style, weil Aldi sich ja nun schon stark verändert hat, muss ich zugeben.

Dort fanden wir einen Emoji-Knebel, sehr funny. Der Knebelball war als einer von mehreren typischen Emojis bedruckt. Leider wurde der Rest davon vergleichweise billig umgesetzt, schade eigentlich, sonst hätte man ihn scherzhaft verschenken können, zu Weihnachten, so stille Nacht mäßig.

Doof ist auch, wenn da so Toys herumstehen, zum testen und begrabbeln, die extra auf einer Ladestation (wenn sie Akku betrieben werden) warten, nur damit man sie mal an macht und wenn man sich dann überwindet undd traut, es in die Hand zu nehmen, sich nicht vorstellen mag was da womöglich für Mikroben und Bakterien dran haften und es dann nicht einmal funktioniert! Spricht nicht gerade für Qualität, hmm wie Antiwerbung eigentlich *seufzt*

Man muss ja auch noch die Läden erwähnen, die ein Kino dabei haben, wobei ich da noch nie drin war. Ich stelle mir das irgendwie sehr ekelig vor, brauche da auch keine anschauliche Studie für, meine Fantasie reicht mir vollkommenaus. Jedenfalls, im Zeitalter von YouPorn und RedTube (gibts die noch?!?) sterben solche Etablissements nicht aus? Oder?
Verstehe ich irgendwie auch nicht so ganz, denn theoretisch kann man sich ja überall mal ebenso auf dem Handy ein Video rein pfeifen, aber getraut mal einen zu fragen, der in so ein Kino rein stiefelt, mit gesenktem beschämten Kopf, habe ich mich dann doch auch nicht. Vielleicht äußert sich ja mal wer anonym dazu, es würde mich interessieren was der Beweggrund dahinter ist. Aber für mich in der jetzigen Zeit ist das ein Phänomen.

Genau genommen gibt es irgenwie quasi unaufgeschriebene Verhaltensregeln für Sex-Shops wie mir scheint. Sie ähneln den Notfallregeln, wenn man einem wilden Tier gegenüber steht:

- nicht ansprechen
- nicht ansehen
- keine lauten Geräusche
- keine dummen Sprüche
- bloß nicht lachen
- erst recht nicht lachen und wen ansehen
- auch nicht wen ansehen und die Nase rümpfen oder Augenbraue heben


So in etwa glaube ich müssten sie klingen.

An die Frauen sei gesagt, man muss keine Angst haben alleine rein zugehen, ehrlich nicht! Man ist dort eher das letzte Einhorn und wird höchstens bestaunt, als das irgendwer was sagen würde! Den Kerlen ist es spürbar unangenehm, als das sich niemals wer trauen würden auch nur laut zu atmen!

Einer fand plötzlich nicht einmal mehr den Ausgang und tapste mehrfach unbeholfen daran vorbei und als die ältliche Verkäuferin fragte ob er Hilfe benötigte, konnte ich mir ein Lachen kaum verkneifen.

Auch irgendwie ironisch ist, jeder hat das Bedürfnis, die meisten haben in irgendeiner Form Sex und dennoch ist es allen peinlich.

Naja egal, ich finde es weiterhin spannend und habe zwar glaube ich in Köln alle Läden durch, aber es gibt ja noch sooo viele andere Städte, wie zb in Bonn, wobei man bei einem der Shops aufpassen sollte. Als wir uns vor Ort befanden, war im Keller gerade eine Gangbang Veranstaltung zugange, wobei ich es auch nur mitbekam, weil das Stöhnen welches ich hörte, irgendwie nicht mit dem Porno auf dem Bildschirm synchron wirkte. Ich glaube ich wäre nicht rein, hätte ich das vorher gewusst, hingegen das Sortiment war wirklich schön! Ich meine das im wahrsten Sinne des Wortes, denn es gibt auch hübsche Sachen, zb aus Glas oder Stahl, die schon irgendwie künstlerisch anmuten.

Egal, ich schweife aus.

Traut Euch einfach mal, es gibt immer was zu entdecken und zu erfahren :)

Nur Mut!



Dienstag, 7. November 2017

Für Sockendstrickjunkies

Ich hatte mich mit einer netten Dame, die ich in der Bücherei kennen gelernt hatte, über stricken und häkeln unterhalten. Wir kamen so richtig schön ins Fachsimpeln und sie erklärte, bei großen Tüchern, benutzt sie für die Anleitungen Klarsichthüllen und kritzelt darauf herum.

Also machte ich eine Liste mit den Abnahmen für die zwei bei mir üblicken Socken-Kappen fertig und bat meinen Liebsten diese doch auszudrucken und zu laminieren.



Dann kann man mit einem Folienstift darauf herum kritzeln, es danach wieder verwenden und muss nicht ( so machte ich es bisher ) alles auf einen Zettel krakeln und das immer und immer wieder, sobald sich eine Socke dem Ende neigt.

Vorsicht, wenn der Stift lange drauf bleibt und je nach Laminierfolie, kann es passieren das nicht alles wieder 100% weg geht.

Ansonsten wünsche ich allen gutes Gelingen beim Nachbasteln!



Montag, 9. Oktober 2017

Buch: Zombie

Ich mag Zombies, jedoch nerven mich die üblichen Zombie-Filme, weil es immer gleich abläuft.






Als ich in der Bücherei die Flohmarktecke durchstöberte, fiel mir vor einigen Tagen das Buch Zombie auf. Es war dünn, gebunden, sah nicht nach einem Action-Buch aus und ich besah es mir nicht weiter. Freitag war ich wieder dort, es stand noch immer da. Die Aufmachung, gerade weil es eher wie ein Klassiker aussah, machte mich dann doch neugierig und so las ich den Klappentext, der verriet das es nicht um Hirn fressende Zombies geht, sondern ein kleiner süßer Psychopath sich mit Hilfe von einer Lobotomie einen menschlichen Zombie erschaffen möchte, der ihm hörig ist.

Lobotomie ist die Methode, mit der man unter das Augenlied, am Augapfel vorbei ins Hirn vordringt, um einige Dinge abzuschwächen, wie zb Ängste, Zwangszustände, Emotionen und so weiter. Im Grunde ein sehr interessantes Thema! Hmm vielleicht was zu ekelig für manche, ich gehe nicht weiter ins Detail.

Das Buch ist wirklich sehr kurz, schade eigentlich, denn es hat nicht einmal ein richtiges Ende, irgendwie hört es statt dessen mitten drin auf.

Der Schreibstil ist sehr interessant! Q.P. (der Psychopath) spricht von sich in der 3. Person bzw finde ich eher es gibt ihn als Psychopath und die Hülle die andere sehen, von der er in der 3. Person spricht, aber eher weil er sich mit der Hülle, also seinem Erscheinungsbild nicht identifiziert, das ist nicht er selber.

Einige Stellen sind sehr pikant, da Q.P. schwul ist und sexuelle Handlungen sehr kalt und brutal beschreibt, ebenso benennt er die meisten Frauen mit einem Schimpfwort das ich hier nicht schreiben möchte.

Mich faszinierte am meisten der Schreibstil, die Kälte und Abgebrühtheit, wie logisch Q.P. handelt aus seiner Sicht und wie seltsam er alle anderen wahrnimmt.
Die Autorin hat es wirklich sehr gut umgesetzt und bis auf das fehlende Ende, ist es ein sehr gutes Buch das ich nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Bücher mit solchen psychischen Abgründen mag ich gerne, noch lieber wenn sie dann noch realistisch geschrieben werden und einen Einblick in ein Leben geben, das man selber nie führen kann, nie führen möchte, es aber dennoch spannend ist, mal in diese Rolle zu schlüpfen.

Absolut lesenswert 😊




Samstag, 7. Oktober 2017

Schlampen-Tag

Also vorab, das Wort Schlampe hat ja einen ursrünglichen Sinn, der vielen nicht mehr so geläufig ist, aber meist wieder in die Erinnerung zurück findet, indem man Schlampermäppchen als Beispiel erwähnt, oder einfach einfach noch, das Verb schlampig.

Mein Schlampen-Tag ist genau so gemeint, also vergesst mal schmutzige und unmoralische Dinge, die könnt ihr gedrost abschminken, wobei das Rosenstolz Lied "Die Schlampen sind müde" wirklich nicht übel ist, vor allem in der Karibik-Version!

So nun aber zurück zum Thema.

Wenn man anstrengende Tage hatte, oder keinen Bock, oder am herumkränkeln ist, oder oder oder, dann tut ein Schlampen-Tag einfach gut!

Fertiges Essen bestellen, oder nur was in den Ofen schieben müssen. Mal den Haushalt ruhen lassen, er läuft ja nicht weg. Einfach mal nichts produktives tun und herum gammeln!



Hey ich bekam sogar Unterstützung!
Musste nicht einsam herum vegetieren, sondern gemeinsam 😄😸

TV schauen ist super, etwas Hörbuch hören und dabei eindösen auch, jedoch lesen schon hart an der Grenze!

Gut das es Schlampen-Bücher gibt.



Wobei das Schlampenbuch mir ehrlich gesagt bisher nicht so dolle gefiel *schaut betröppelt*

Aber das Schlampen Yoga finde ich klasse und ich habe noch ein Hörbuch von ihr, das ich mir aber beiseite legte, weil ich erst einmal mein jetziges fertig hören möchte. Kleiner Spoiler: Es schrieb ein Verwandter von Gandhi.

Auch gut ist eine heiße Schokolade dabei, mit Sahne oben drauf und Minimarshmallows *jammi* oh und eine heiße Wanne, die geht bekanntlich ja immer!

Oder auch schön, auf dem Balkon sitzen, wenns kalt ist mit Decke eingewickelt wie ein Wrap.

Ach man kann soooo viele schöne Dinge machen und zu anderen, die einen in die Aktivität zwingen wollen, einfach mal Arsch lecken sagen 😆

Ich wünsche allen viel Freude bei ihrem Schlampen-Tag!


Donnerstag, 5. Oktober 2017

Ich musste sie mal wieder ordentlich benutzen!

Emma, meine Nähmaschine ist gemeint 😄

Eigentlich wollte ich nur mal eben ein paar Stulpen nähen.

Sind sie nicht süß? Ok meine Hände sehen darin aus wie die eines Kindergartenkindes, aber egal, ich liebe sie!




Naja und wenn Emma schon einmal benutzt wird, kann man ja gleich weiter machen.

Ich hoffe mein bester Freund wird nicht böse, aber ich habe ein neues Körnerkissenüberzügchen genäht, seines dafür beiseite gelegt.

Der Stoff wurde mir mal von meiner Schwester geschenkt, es ist originaler aus den 70iger Jahren, total schön 💖




Auf dem Band steht Prinzessin mit Krönchen drauf und so.



Hinten wird es doppelt gelegt (wie beim originalen Überzug) und so ein Verschluss gebildet 😊

War eigentlich total easy, man nimmt ein langes Stück Stoff, oder näht mehrere aneinander.
Die schmalen Seiten umnähen, das machte ich mit einem Sternchen-Stich, weil man es später sieht.

Dann überlappend zusammen legen, rechts auf rechts natürlich und die langen Seiten zusammen nähen, jedoch habe ich die Stellen wo es überlappt doppelt genäht, damit es nicht beim etwas strapazierten rein stopfen des Körnchenkissens, direkt auf geht oder so.

Schon fertig!


Mittwoch, 4. Oktober 2017

Glück kann unglücklich machen





Ich war wirklich lange unglücklich in meiner Ehe, sehr lange.

Hmm 15 Jahre fast bis ich ihn endgültig raus schmiss und unglücklich *grübelt* eigentlich schon nach wenigen Monaten, aber ich bin ein Mensch der Fehler bei mir sucht, nicht glauben möchte das der andere einfach ein Arsch ist oder dergleichen.

Als ich dann auf einem Gutachten das Wort Narzisst las, hatte ich natürlich wie viele andere auch ein gewisses Bild im Kopf, aber als ich, und das erschreckt mich selber, erst vor einer Woche oder so auf die Idee kam mal zu suchen ob es heilbar ist und begann darüber wirklich zu lesen, wurde mir die ganze Tragweite bewusst.

Man findet schnell heraus das ich mich vor langer Zeit hätte trennen müssen und dann ärgert es mich, so viele Jahre vergeudet zu haben und dann denke ich an meinen Seelenbuddy mit dem ich nun glücklich zusammen bin, so ungemein glücklich zusammen bin und es ist so einfach, so leicht, so natürlich, so perfekt, das es mir unheimlich ist!

Wenn man 15 Jahre kämpfte, scheiterte, sich aufrappelte, von vorne begann, zum Scheitern verurteilt war und es nicht glauben möchte, dann vergisst man wie Glück sich anfühlt und hat einfach Angst es wieder verlieren zu können, wenn man es doch gefunden hat.

Mein Partner, Liebster, Schatz, Held, wie auch immer, hat auch keinen leichten Weg hinter sich bringen müssen und immer wenn ich mich gerade ärgere viele Jahre an einen Narzissten verschwendet zu haben, kommt mir in den Sinn das es dennoch der perfekte und einzige Zeitpunkt war, denn hätte ich meinen Liebsten sonst kennen gelernt?

Wir trafen uns in einem Chat, in dem ich zig Jahre nicht war und nur einige Wochen zuvor wieder öfter rein ging und er war nicht weniger oft drin. In einem Chat, in dem man nichts sucht, nichts finden möchte, in dem viele hm sagen wir freundlich Fakes herum laufen und man sich eher belustigen, als wirklich unterhalten kann und dennoch wechselten wir wenige Worte und merkten beide, das da mehr ist, gingen uns beide nicht mehr aus dem Kopf, trafen uns am nächsten Tag wieder dort und glaubten aneinander, an das zwischen uns und es wäre gut möglich gewesen das wir uns nie über den Weg gelaufen wären, obwohl wir nicht einmal weit voneinander entfernt wohnen. Ja ich glaube an Karma und es bestätigte sich einmal mehr.

Dennoch sitzt man dann regelmäßig da, nach einer Phase in der man einfach genoss was man hat und fragt sich, warum man auf einmal traurig wird. Weil man es nicht fassen kann?
Nicht fassen kann was man nun hat?
Wie schön das Leben auf einmal wieder sein kann und wie leicht?

Narzissten kann man praktisch nicht heilen, bzw nur sehr selten unter sehr schweren Voraussetzungen und umso mehr ich darüber las, umso mehr öffnete es mir die Augen, weil genau die Maschen beschrieben werden, mit denen mein noch Mann mich zurück bekam und immer wieder fiel ich darauf rein. Es ärgert mich jedoch immer weniger, denn ich war ich und ich blieb ich, auch meine naive Art, die ich aber eigentlich gerne mag, denn selbst wenn man damit auf die Nase fällt, möchte ich an das Gute glauben können, auch und vor allem in Menschen. Wieso hat es ein anderer weniger verdient ihm zu vertrauen, nur weil jemand zuvor das Vertrauen missbrauchte? Das wäre unfair und sicher hätte ich viele Menschen sonst nicht kennen lernen dürfen.
Man muss manchmal riskieren um zu gewinnen 😊

Und dennoch sitze ich manchmal noch da und werde traurig, denke an die Jahre, denke dann an mein jetziges Glück, kann es kaum fassen und möchte einfach nur ein wenig vor Glück weinen, weil ich mich jetzt so gut fühlen darf, weil da jetzt jemand ist, der auf mich achtet, der möchte das es mir gut geht und etwas dafür tut, dem es Freude bereitet wenn es mir gut geht und der es mir sagt und zeigt das es ihm auch gut tut.


Ich bin Dir so dankbar, ich hoffe das weißt Du und ich liebe Dich, mein persönlicher Held 😙