Montag, 11. November 2019

Buchvorstellung: sag ihr, ich war bei den Sternen

Eigentlich kaufe ich kaum noch Bücher mit dem normalen Preis, weil ich fast ausschließlich gebrauchte bzw reduzierte erobere, aber dieses eine nahm ich in die Hand, las kurz den Buchrücken und wollte es uuuuunbedingt lesen, also kam es zum regulären Preis mit.

Mal ganz ehrlich, es kostet zehn Euro und wenn ich eine Kinokarte kaufe, dann ist die meist sogar teurer und in einem Buch lese ich mehrere Stunden, kann es so oft lesen wie ich mag, kann es anschließend verschenken, kann es immer wieder in die Hand nehmen, was mit einem Kinofilm nicht geht :)








So, nun aber zum Buch!


Maddie steht kurz vor ihrer Hochzeit, ist sehr glücklich und fühlt sich pudelwohl, mit einem bohnengroßem Baby im Bauch und besorgt gerade ein paar Dinge für die Hochzeit, als sie ein tragischer Unfall ereilt und ins Koma katapultiert.

Da liegt sie nun, schlafend wie Schneewittchen, mit wachsendem Bauch und einem trauerndem Verlobten, der sie unendlich liebt, aber irgendwann Trost bei einer anderen Frau findet, was Maddie entdeckt, als sie wieder erwacht.

Ihr Leben ist weg, geraubt von einer Fremden Frau.
Ihr Leben, ihr Verlobter, ihre Familie, ihr Traum, alles!
Wir Leserinnen hassen die herzlose Diebin, oder?

Wie konnte sie es wagen? Was für eine schrecklich blöde Kuh! Egoistisch alles an sich reißen und einer armen Frau wegnehmen!
Wir sind im Team Maddie!

Ja, bis wir die Geschichte aus Chloes Augen sehen, denn dieses Buch steckt voller Perspektivwechsel zwischen Maddie und Chloe und Zeitsprüngen.

Wir lernen Chloe kennen und leider mögen wir sie auch und so wie wir lernen Chloe zu mögen, lernt auch Maddie Chloe kennen und mögen und umgekehrt, was alles nur noch verworrener macht.

Gerade wenn man denkt, ok, sie könnten einen Weg gefunden haben, gibt es auch schon wieder einen Plottwist und es bleibt nicht bei einem.

Ganz ehrlich, ich habe das Buch verschlungen, mit gelitten, mit geweint, mit gelacht, mit gefreut, mit erlebt, aber das Ende als solches finde ich hmm sorry, nicht so gelungen, das hätte ein wenig anders laufen können, aber ich hatte letztens ein Buch in der Hand, ärgerlich dass mir der Titel entfallen ist, darin ging es um eine Frau, die einen Blog führt, in dem sie alle blöden Buchende einfach umschreibt! Genau diese Frau hätte ich da gerne für gehabt :)

Dennoch, lesen, lesen, lesen, jedenfalls wenn man Tragik mag und Liebe, viele (nicht nur schöne) Gefühle, ganz viel Herz und ein wenig Spannung.

Hmm ich gestehe, ich habe teilweise kurz vorgeblättert und geschaut wie es weiter geht, damit die Spannung mich nicht zerreißt!

Also ich mag es wirklich und finde es gut und überlege nun noch, wie denn dieses andere Buch hieß, denn das hätte ich glaube doch gerne, wobei ich es weggelegt hatte.... ärgerlich.

Oh, habe eben gegoogelt und musste lachen!
Ich habe das Buch, wir sehen uns beim Happy End, doch gekauft, es ist von der selben Autorin wie dein perfektes Jahr, was ich gelesen und gehört habe. Darüber muss ich auch mal schreiben :)

So, nun lese ich schnell Simpel weiter, das geht schnell von der Hand und ist sehr berechtigt Schullektüre!



Die Links sind Werbung, aber ich verdiene nichts daran, es sind normale Weiterleitungen, ohne finanziellen Hintergrund

Samstag, 9. November 2019

Nadelphobie + Blutphobie

Ich lese gerade ein Buch und eine Passage dort, brachte mich auf die Idee, dass ich das unbedingt teilen muss :)
Kleiner Spoiler! Ich kann mich heute pieksen lassen und teilweise auch Blut sehen! Wie es dazu kam, davon schreibe ich nun.



Von klein auf habe ich eine Nadelphobie. Nein, keine einfache Angst, eine wirkliche Phobie. Nein, einfach nicht hinsehen bringt mir nichts, ich habe dennoch totale Panik.
Selbst Ärzte haben oft Probleme das einzusehen und nehmen mich nicht ernst.

Mit etwa sechs Jahren wurde ich das erste mal ohnmächtig, weil ich mich bei der Modelleisenbahn meiner Schwester in den Finger stach und ein wenig blutete.
Meine Mutter wollte auf Nummer sicher gehen und ließ mich im Krankenhaus durchchecken, aber es war alles in Ordnung und ab da war es normal, wenn jemand blutete, auch ich selber, wurde ich ohnmächtig.

Übrigens ging es meiner Mutter bereits so und meiner einen Tochter auch, die andere kann Blut sehen und Nadeln sind ihr egal! Die eine allerdings wird ohnmächtig.

Ich ließ mir ab einem gewissen Alter kein Blut abnehmen, keine Spritze geben, nichts! Konnte kommen was wolle!

Auch in den Schwangerschaften, bis auf einmal, ließ ich mir kein Blut abnehmen und hielt es eisern durch, weil die Angst zu groß war.

Irgendwann suchte ich nach einer Lösung, denn so geht es nicht weiter, dachte ich mir und suchte eine Therapeutin. Lustig waren die Reaktionen, wenn man bei einer anrief und sagte, man habe eine Nadelphobie und möchte sich behandeln lassen. Nicht selten wurde gelacht und ich wurde auch da nicht ernst genommen, aber eine fand ich dennoch und ich mochte sie :)

Eine liebe Frau, die sich zufällig nur in orange und lila Tönen kleidete.

Sie erklärte mir, ich habe nicht nur eine Nadelphobie, sondern auch eine Blutphobie. Davor sagte ich immer, ich kann kein Blut sehen und wußte nicht, dass es eine Blutphobie war.

Auch erfuhr ich endlich, warum ich ohnmächtig wurde!

Alle Adern ziehen sich bei dem Streß und der Angst zusammen und dann öffnen sie sich schlagartig komplett und das gesamte Blut fließt in die Füße, im Hirn ist keines mehr und schon liegt man da.

Sie brachte mir bei, durch rhythmisches anspannen und entspannen der Muskulatur, kann man einen künstlichen Kreislauf erschaffen und man wird eben nicht mehr ohnmächtig!

Das ist extrem wichtig! Damit ist schon sehr vieles gewonnen! Es hilft wirklich! Man muss es üben und wenn es dann soweit ist, setzt man es ein und es funktioniert und rettete mich offen gesagt sehr oft.

Wir verstanden uns super und immer wieder konnte ich mich vor den Akupunktur Nadeln drücken. Ein Therapieschritt war es, eine Akupunktur Nadel in die Hand gestochen zu bekommen. Die ist ja meeega dünn und tut sicher nicht weh, aber ohne mich!

Ein anderes mal gingen wir zu einer Dialyse Praxis und ich durfte, nach Absprache mit den Patienten, zusehen, wie sie Blut abgenommen bekamen und mit ihnen reden und Fragen stellen. Ob es weh tut, wie es sich anfühlt. Dabei machte ich meine Übung und versuchte ruhig zu bleiben und es klappte erstaunlich gut :)

Als ich dann jedoch nicht mehr um die Akupunktur Nadel herum kam, vertröstete ich sie auf das nächste Mal und ging nicht mehr hin.
Ja, ich schämte mich sehr dafür, aber ich konnte nicht anders.


Dann vergingen ein paar Jahre und ich bekam durch den Geburtstagskuchen meiner Tochter Salmonellen. Meinen Kindern predigte ich immer, sie sollen nicht den rohen Teig essen, ich aber leckte einmal ab und... toll oder?

Dann ging ich zu meiner Hausärztin, die überwies mich an eine Proktologin (Arschärztin) und als sie hörte, meine Mutter hatte vererblichen Darmkrebs, schrillten natürlich alle ihre Alarmglocken und ich erklärte ihr lang und breit, nein ich gehe nicht zur Darmspiegelung, da bekommt man ja einen Zugang gelegt!
Erst musste ich nur eine Stuhlprobe abgeben, die erwies dass ich Salmonellen hatte und man muss das dem Gesundheitsamt melden und sich dann nach, ich glaube, sechs Wochen nochmal testen lassen, wenn die Medikamente alles beseitigt haben.

Bei meinem zweiten Termin hatte ich keine Salmonellen mehr, aber die Ärztin war nicht untätig gewesen und hatte mit dem Krankenhaus über meinen Fall gesprochen und sie wissen von meiner Phobie, aber es sei so so wichtig, denn Salmonellen bekommt man als gesunde, junge Frau eher nicht in dem Ausmaße usw.

Ich hatte damals selber eine riesige Angst bekommen, denn vor der Untersuchung, mit dem Durchfall und Blut im Stuhl, da hatte ich selber schon gedacht, ich hätte vielleicht Krebs und so ging ich dann eine Woche später oder so, ins Krankenhaus. Das war im Oktober 2010.

Ich kam morgens hin, auf die Station und mich sprach direkt eine ältere Krankenschwester an. Schwester D. wohnte, weil ich selber direkt neben dem Krankenhaus wohnte, nur ein Haus weiter und kannte mich vom Sehen her und meine Kinder.

Sie hakte mich unter und zog mich über den Flur in mein Zimmer und erklärte dabei ohne Punkt und ohne Komma, wie man das Abführmittel einnehmen muss und ehe ich es mich versah, saß ich auf meinem Krankenhausbett, mit der berühmten Kanne und dem Glas auf meinem Schränkchen und war sehr erleichtert, denn sie ließ mir keine Wahl.

Kurze Zeit später ging Schwester D. in Rente und x Jahre später sprachen die Schwesterschülerinnen noch von ihr und ich musste immer grinsen und sagen: "Ich fand sie ganz toll als Krankenschwester!" und bis ich im Sommer umzog sah ich sie regelmäßig und ich war jedes mal noch dankbar für diesen einen Moment, in dem sie mir keine Wahl, keine Zeit für Gedanken ließ und mich ins Zimmer zerrte.

Dort saß ich, total verstört, totale Panik vor der kommenden Nadel, vor allem anderen und vor dem Krankenhaus als solches, was mich nur an das lange Leiden meiner sterbenden Mutter und den Verlust erinnerte und mir Angst machte, weil mein Vater immer sagte, man kommt kränker raus, als man rein ging.

Ich nahm artig mein Abführmittel und die Nadel kam und ja, sie war schrecklich trotz Beruhigungsmittel und allem, aber ich hatte das Abführmittel runter gewürgt, ich hatte diese riesige Angst vor dem Krebs im Kopf und meine Kinder im Kindergartenalter, da konnte ich das eine mal wirklich nicht anders und das war mein großes Glück!

Über die Nadel wurde mir Blut abgenommen und sie blieb drin für die Untersuchungen und für das Blut für den Gen-Test, denn als ich die Darmspiegelung hatte, wurde ich etwas zu früh wach, konnte den Monitor sehen und die vielen Polypen. Ich sah keine normale Schleimhaut, ich sah nur Polypen und wurde regelrecht hysterisch und bekam dann nochmal eine Dosis und schlief wieder ein.

Ein Gen-Test wird auch dann gemacht, wenn man weiss das es in der Familie Darmkrebs gibt usw.

Ich hatte einige OPs, ich hatte viele Krankenhausaufenthalte, ich hatte viele Blutabnahmen, so viele, dass meine Armbeuge eine Kraterlandschaft ist.

Nur am Rande. Ich musste den Gen-Test abwarten, was sechs Wochen dauerte, dann hatte ich direkt die Kolektomie, also bekam meinen Dickdarm entfernt und dabei entdeckte man, dass sich ein Adenom schon am Verändern war und wäre ich nur eine oder zwei Wochen später dran gewesen, hätte ich Krebs gehabt, mit dem gesamten Rattenschwanz, um den ich so gerade noch herum kam :)


Irgendwann entdeckte ich Emla Pflaster!
Das sind Pflaster mit Salbe darauf die betäubt. Eigentlich für Kinder, aber egal!

Damit kam ich gut klar!
Wieder ein riesen Glück, denn dadurch lernte ich mit meiner Phobie umzugehen :)
Ich klatschte mir etwa eine Stunde vorher das Pflaster auf die Stelle, wo gepiekst werden sollte und ich hatte noch immer Panik und konnte nicht schlafen für mind. eine Woche vorher, aber es ging, ich konnte so mit Tränen und viel gutem Zureden Blutabnehmen und Zugänge legen lassen.

Es funktionierte so gut, dass ich mich irgendwann traute, wenn ich nur Blut abgenommen bekam, es mal ohne zu versuchen und war meistens richtig stolz, weil es funktionierte und ich hatte dann nicht mehr eine Woche lang schlaflose Nächte, sondern nur noch eine und später nur noch eine unruhige Nacht mit weniger Schlaf :)

Im Krankenhaus hatten sie auf meinen üblichen Stationen immer einen Stapel Emla Pflaster liegen :)

Einmal ging eine Naht auf und ich drohte zu verbluten und ich heulte und litt höllisch, weil keine Zeit für das Pflaster blieb und ich so gepiekst werden musste und ich war so außer mir, dass sogar die Ärztin weinte und immer wieder beteuerte, wie ungerne sie es macht, aber wie wichtig es ist, denn ich stammelte weiter: "Ich habe aber doch einen Zugang, einer muss doch reichen!" und sie hielt dagegen: "Wenn es schnell gehen muss, ist einer zu wenig."
Aber auch das hielt ich durch, zwar nicht tapfer, aber ich schaffte es irgendwie.

Es wurde besser, immer ein wenig besser.

Leider hatte ich dann auch akute Erkrankungen und musste in die Notaufnahme und ohne Emla einen Zugang legen lassen und mal lief es fast schmerzfrei, mal tat es höllisch weh, aber ich lernte, es geht auch ohne, es sind nur Schmerzen, Himmel es sind nur Schmerzen und da hatte ich schon sehr viel schlimmeres erlitten!

Durch meine Übung von der Therapeutin wurde ich auch nicht mehr ohnmächtig und hatte immer mehr das Gefühl Kontrolle über die Situation zu bekommen.

Ich sagte vorher, dass ich eine Nadelphobie habe und kein Blut sehen kann. Sehr oft wird man dann nicht ernst genommen und bekommt zu hören, man soll halt weg sehen und die Panik wird nicht erwähnt. Dann erklärte ich, dass ich früher immer ohnmächtig wurde, aber eine Übung beherrsche um es zu vermeiden, dennoch möchte ich bitte liegen. Ein kalter Waschlappen auf der Stirn hilft auch ein wenig, aber das nur am Rande. Danach muss ich immer noch ein wenig liegen bleiben und gut ist :)

Mir ist es egal, ob andere meine Angst nicht ernst nehmen, man darf es nicht an sich heran lassen auf Unverständnis zu stoßen, denn es ist nur Ahnungslosigkeit.


Heute bin ich ein Vollprofi! Zwar sage ich noch immer dass ich eine Nadelphobie habe, aber ich brauche kein Emla Pflaster mehr, ich bin noch immer furchtbar nervös und rede unmöglichen Stuß dabei, aber ich lege mich hin und lasse es über mich ergehen, auch fluchend und schimpfend, aber das ist mein Weg damit umzugehen.

Ich habe mittlerweile aber nicht nur unendlich viele Spritzen bekommen und Zugänge, nein, ich habe Akupunktur Nadel im Kopf gehabt, weil ich Migräne mit Aura hatte und die Symptome nicht alle weg gingen und, Trommelwirbel, mein persönliches Highlight!!!! Ich ließ mir Nervenwasser aus der Wirbelsäule abnehmen und da hatte ich sehr, sehr, sehr, sehr viel Angst vor, denn man hört so Horrorgeschichten und ich hatte keine Sedierung, nur ein Beruhigungsmittel, bekam alles mit und durfte mich keinen Millimeter bewegen und ich habe es geschafft! Ich war stolz wie, ach ich kanns nicht beschreiben!

Meine Mama hatte auch eine Nadelphobie und ich dachte in dem Moment an sie und wie stolz sie wäre, hätte sie es erfahren und ja, ich habe heute noch Pipi in den Augen.

Einerseits bin ich so stolz auf mich und was ich hinter mir habe und dann werden aus den Freudentränen schnell Trauertränen, denn man musste diesen Weg gehen und es ist so unendlich traurig, weil man es musste.

Ich wäre gerne gesund. Ich war nie eine von denen, die ihre Gesundheit nicht schätzten, weil meine Mutter erkrankte als ich etwa 8 Jahre alt war und mit 12 Jahren erfuhr ich, dass ich es auch haben könnte und ab da lebte die Angst in mir, diese nagende permanente Angst, der Krebs könnte still und leise in mir wachsen und ich würde, wie meine Mutter, wie meine Oma und viele andere Verwandte einfach am scheiß Krebs sterben.

Ich war andauernd damit beschäftigt, mit dieser Angst zu leben, nicht in die Zukunft zu schauen und nur überall den Krebs wachsen zu hören und ja, ich ging dennoch nicht zur Vorsorge, aus Angst vor der Nadel im Arm.

Und heute?

Ich habe gerade meine letzte Vorsorge hinter mir. Kein Krebs :) Eine Entzündung im Pouch (Dünndarmsack der den Mastdarm ersetzt) und ein abheilendes Magengeschwür und muss einen geschwollenen Lymphknoten in der Brust checken lassen, aber das schaffe ich auch noch, so wie ich alles bisher schaffte, all das, was ich nie schaffen wollte, weil ich gerne gesund gewesen wäre.


Und am Schluß was lustiges, damit man nicht mit trüben Gedanken in die Welt geht.

Ich lese also dieses Buch (egal welches, ich werde davon noch berichten) und da muss eine Frau Untersuchungen über sich ergehen lassen.

Nur am Rande, ich habe einmal im Jahr ein MRT, hatte auch schon ein CT und dann lese ich, wie schrecklich und schlimm diese Untersuchungen sind, der reinste Horror! Auch höre ich das öfter von anderen, wie schlimm diese Untersuchungen sind.
Ernsthaft?
Ok, wenn man kleine, enge Räume nicht erträgt, kein Thema, verstehe ich, aber was immer wieder genannt wird, sind die Geräusche.
Die Geräusche?!?
Es hämmert, es klopft, mehr nicht. Ich meditiere dabei gerne, kein Scherz, es ist herrlich! Man hat Kopfhörer auf, manchmal Ohropax darunter und hört halt ein Rattern, lauter als wenn der Nachtbar bohrt, aber man weiss ja, dass es nur eine Maschine ist und einem nichts passieren kann.

Ich würde gerne allen die Angst nehmen, denn es ist wirklich, wirklich nicht schlimm, höchstens nervig, dass man sich nicht bewegen darf und meine Zehen zucken dann total gerne herum, auch wenn ich es nicht möchte, aber sie tun es. Zehen sind meist ok, wenn man kein Fuß MRT bekommt.

Stellt euch vor, es sei Techno Mucke ;) Nimmt es mit Humor!

So und im Buch bekommt sie dann auch eine Lumbalpunktion (Nervenwasser Entnahme) und da liege ich so in der Wanne und lese wie viel Angst sie hat und wie schlimm es für sie ist und denke mir: "Ja und das hatte ich trotz meiner Phobie! Und ich habs geschafft und weniger gememmt!!!"

Es geht, wenn man muss.
Der Ansporn muss nur groß genug sein.
Und wenn man denkt, dass man etwas nie schaffen wird, dann ist der Druck noch nicht groß genug, denn man wächst an seinen Anforderungen und wenn man keine Wahl hat, denn Aufgeben ist keine Option!

Man darf weinen, man darf schimpfen, man darf leiden, aber man schafft es, egal wie und egal mit welchem Vokabular und wie viel Angst, man kommt da durch, denn die Erde dreht sich immer weiter und weiter und weiter...





Montag, 4. November 2019

Buchvorstellung: Dunkelsprung

Dunkelsprung ist ein Fantasy Krimi, mit Humor und wirklich viel Fantasie!







Wir steigen in das Buch durch eine Zaubershow ein, die so fantastisch beschrieben wird, dass wir uns fragen: Es war nicht immer alles real, oder etwa doch?

Danach schauen wir durch Julius Birdwells Augen. Groß geworden ist er unter Gaunern, dann hat er aber einen eigenen, ehrlichen Lebensweg gefunden über seinen Flohzirkus und dadurch trat er an sein anderes großes Talent heran, er wurde ein Goldschmied!

Da Julius seinen kleinen Flohakrobaten allerhand aus Gold zusammen gebaut hat, (eigentlich für seine Aufführungen) entdeckte er, was er mit seinen filigranen Fingern alles anfertigten kann und zauberte und erschuf nach und nach einzigartige Schmuckstücke.
Wir erleben allerdings direkt einen riesigen Schicksalsschlag, denn Julius wird auf dem Heimweg von Ganoven aus seiner Vergangenheit aufgehalten und ihm passiert dadurch ein unverzeihliches Missgeschick. Er vergißt im Gefühlschaos draußen in der Kälte seine Flöhe, die dann leider verendeten und von dieser Trauer geplagt, taumelt er durch die Stadt und fällt ungeschickt in den Fluß, wo er von etwas gerettet wird. Einfach so? Nein. Er musste ein Versprechen geben. Aber wer war sie, die ihn rettete? Was für ein Versprechen gab er?

Seine Erinnerungen sind getrübt und unter der Trauer um seine Flöhe droht er zu zerbrechen, weshalb er versucht auf andere Gedanken zu kommen und den Schwur erst einmal zu ignorieren und so nimmt alles seinen Lauf...

Später lernen wir allerhand Getier kennen und noch mehr Schurken und einen Detektiv und viele andere einzigartige Persönlichkeiten mehr.



Eigentlich mag ich keine Krimis, allerdings sind so viele schöne Details und Ideen eingeflochten, als dass jeder trotzdem Spaß am Buch finden kann.
Alleine schon für die Beschreibung über verfluchte Edelsteine lohnt es sich!

Ok kleiner Spoiler:
Verfluchte Steine sind nicht verflucht, sondern fluchende Steine, die wahlweise Unglück, Ungeschicke und allgemeines Pech verbreiten, weil sie so mürrisch und wütend sind. Julius Vermutung ist, dass die Steine Licht nicht mögen und wie er damit umgeht und diese Steine handhabt, könnt ihr selber lesen :)

Es gibt viel zu entdecken im Buch und wird nicht langweilig!




*Das hier ist Werbung für ein Buch, aber der Link ist ein ganz normaler, an dem ich nichts verdiene

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Bücherwust



Es ist schrecklich!
Wir gingen nun mehrfach jede Woche zur Bücherhalle, dort bekommt man gebrauchte Bücher für 3 Euro das Kilo und Himmel ist es schwer nicht alles mitzunehmen, was man gerne möchte!

Dann hatte Thalia mal wieder so eine x-Bücher-für-kaum-was-an-Euro-Aktion und wir waren noch in anderen Buchläden und immer muss mind. eins, eher zehn mit!

Zum Haareraufen!

Die auf dem Bild oben sind etwa von zwei Wochen und nur meine, da sind die von der geliebten Leseratte nicht einmal dabei und die Hörbücher und E-books auch nicht, weil Amazon ja dauernd so 50% reduziert bla Angebote hat.

Ich glaube mittlerweile habe ich so viele Bücher, dass ich sie wirklich mein Lebtag lang nicht gelesen bekomme, außer meine Augen werden nie schlechter und ich mind 99 Jahre alt!

Aber man nimmt sich eins, liest den Buchrücken, findet es vielleicht ganz interessant, liest dann noch den Anfang, kann nicht mehr aufhören, liest weiter und merkt: "Oh, das ist aber eine interessante Welt/Geschichte/Person/was auch immer und da muss ich weiter lesen!!! Das Buch wird mir nicht mehr aus dem Kopf gehen sonst!"

Tja und nun könnte ich eine eigene Buchhandlung in unserer Wohnung eröffnen, was ich natürlich nicht machen werde, da mir jedes einzelne am Herzen liegt.

Ach und es ist aber auch immer so schön in Buchhandlungen bzw der Bücherhalle. Da sitzt man in einem Sessel, oder auf einem Sofa und findet nette Gesprächspartner, bekommt Komplimente, hört über ein Buch etwas, was man sonst vielleicht nicht mitbekommen hätte, weil man es nicht angefasst hätte.

Ich sitze meistens mit ein bis drei Büchern da, schaue die mir an und meine Leseratte wuselt herum und bringt mir Stapelweise Bücher für ihn, für mich, skurrile oder mit Unterschrift des Autors, oder oder oder und in der Zeit, in der eine weitere Runde dreht, schaue ich mir an, was er gebracht hat und unterhalte mich ggf. Letztens erzählte ich ihm gerade von einem Buch was ich lese, in dem beschrieben wird, dass Edelsteine nicht verflucht sind, sondern fluchen und dadurch Dinge beeinflussen, so dass zum Beispiel immer schlechtes Wetter herrscht, wenn es getragen wird, oder der Träger eine Rechtschreibschwäche bekommt, oder andere kleine Flüche und das der, der Goldschmied ist und es in dem Buch erklärt, vermutet, dass die Steine nur nicht gerne dem Licht ausgesetzt werden und lieber in einer dunklen Schachtel verweilen, jedenfalls erklärte ich das ausführlicher und überschwänglich begeistert und ein Mann neben mir: "Oh, das haben Sie aber schön vorgelesen!" (nein, ich hatte es erzählt, aber egal) und so kamen wir ins Gespräch.

Naja, ich lese zu langsam, zu wenig, zu selten, dass geht so nicht, wenn man die Verantwortung für solche Bücherhaufen hat!

Man muss sich dem also bewusst werden und sie mehr respektieren und huldigen und mehr lesen, vielleicht nicht schneller, denn wer schnell liest, liest nicht ordentlich, also öfter lesen, länger lesen und darin versinken.

In dem Sinne, wann warst Du zuletzt in einem Buchladen? Wird's nicht mal wieder Zeit?



Sonntag, 6. Oktober 2019

Philosophisch im Wald unterwegs

Ich war im Wald unterwegs und sammelte fröhlich Blätter ein und konnte in Ruhe nachdenken und dachte so bei mir:





Freitag, 20. September 2019

Buchvorstellung: Obsessed + Possessed

Passend zum Wochenende!






50 Shades of Grey war zu harmlos?
Ok ok genau genommen versuchte Anastasia immer nur ihn davon zu überzeugen, dass er kein "Perverser" ist und normal sein kann, aber das ist Wort wörtlich eine andere Geschichte ;)

Obsessed ist der erste Teil eines Zweiteilers und als E-Book bei Amazon erhältlich für wenig Geld, bzw umsonst, wenn man unlimited hat und als Taschenbuch für knapp 15 Euro.

Die Sprache ist schon recht derbe und hart, aber wem das nichts ausmacht, kann in die etwas krank-perverse Welt von Mr. Rush und seinem "Opfer" Olivia eintauchen.
Interessant fand ich die Wahl des Namens Olivia bereits, da es ja "Die Geschichte der O" gibt, bei der es nur heißt, die devote Dame heiße mit Vornamen O., aber nie gesagt wird, wie er voll heißt. Vielleicht eine kleine Anspielung?

Olivia hat einen kleinen Sohn, Riley, der durch einen Unfall sein Bein verloren hat. Sie kann sich keine Prothese leisten, lebt in einer Bruchbude, im Drogen und Stricher Viertel, hat aber ihre beste Freundin und treue Seele über sich leben, die auf ihren Sohn aufpasst und auf das Fellmonster von Hund, wenn Olivia arbeiten gehen muss. Sie hat mehrere Jobs, wobei immer ein Augenmerk darauf ist, dass beide recht sexistisch sind, der eine aber auch verrucht und versaut, also weiß man, Olivia mag es gerne, als Frau angesehen zu werden.

Mr. Rush wird auf sie aufmerksam und will sie haben! Er beschattet sie, spioniert sie aus, ein komplett irrer Voyeur, der von ihr besessen scheint, aber ihr nur Gutes tun will, oder?

Seine Welt ist schwarz, dunkel, hart, gemein, schmerzhaft, unfair, versaut und schlimmeres!
Wie wird Olivia also auf den großen, starken, intensiven und mächtigen Mr. Rush reagieren?

Es wird heiß, sooo heiß und sexy. Sehr spannend und man wird zwischen den Gefühlen hin und her geworfen!




 Beide Bücher sind in zwei Perspektiven geschrieben, einmal Olivia, einmal Mr. Keaton Rush.
In beiden geht es um sehr intensive und starke Gefühle, in alle Richtungen. Man hasst Keaton, man liebt Keaton, man will ihn umbringen und mit ihm ins Bett, teilweise zeitgleich. Ja das geht!

Wobei im zweiten Band, wollte ich teilweise nicht mehr lesen, weil ich mich wirklich fragte, warum Olivia noch mit ihm zusammen bleibt und doch beantwortet es sich im Buch und man bewundert ein wenig, dass sie bei ihm bleiben will. Es ist sehr, sehr vermischt und man ist etwas verstört und durcheinander beim Lesen.
So oder so, beide sind spannend und man kann es kaum weglegen!
Danach hingegen braucht man eine kleine Pause, hat das Bedürfnis durchzuatmen, denn seine Ansage, er würde Olivia alle, wirklich ALLE Gefühle die das Spektrum so bereit hält durchleben lassen, stimmt und das ist anstrengend, für Olivia und die Leser auch.

Es ist aber eben doch ein riesen Erlebnis!
Man muss es lesen, aber wenn man zart besaitet ist, Liebesschnulzen mag und so leicht Porno mäßige Dinge nicht gerne liest, sollte man es lieber sein lassen.

50 Shades of Grey ist ein Dreck dagegen, denn: "Oh, tue mir das Schlimmste an, was Du kannst!" und er haut ihr mit dem Gürtel 3x auf den Arsch, ist wirklich rein gar nichts dagegen, sorry.

Weh tun, richtig weh tun, kann es nicht körperlich, sondern tief in der Seele und wie verkraftet man es, wenn der Liebste vor den eigenen Augen, eine sehr heiße Nummer mit einer anderen schiebt, wenn man zusehen muss und nichts dagegen tun kann und wie geht es nach so einer Aktion überhaupt weiter? Kann es weiter gehen?

Selber lesen, unbedingt!


Mittwoch, 18. September 2019

Kiwis, keine Früchte



Alles begann letztes Jahr in Paris, als ich den kleinen Kiwi dort, ein Schlüsselanhänger übrigens, in Paris entdeckte und natürlich unter dem Vorwand, er sei ein Andenken, mitnehmen musste.

Dann brauchte ich einen kleinen Talisman und bestellte einen mittelgroßen bei Amazon und dann, vor hmm keine Ahnung zwei Monaten oder sowas, entdeckte ich einen gößeren beim Shoppen und weil ich sooooo unbedingt dringend wollte, schenkte mir meine geliebte Leseratte einen, aber ich musste mich zwischen zweien entscheiden.




Schwierig! Der eine ist was hmm unförmig, gedrungen, der andere schaut eher stolz und hat eine gute Körperform. Entschieden habe ich dann über den Popo! Denn der eine hat eine Arschritze!!!





Dann waren wir gestern wieder da und Mayersche, wo ich mich damals entscheiden musste, hatte 30% bzw mit Kundenkarte 50% Rabatt auf viele Dinge und da saß er wieder, mein zurückgelassener Kiwi!

Ich konnte nicht anders!!!!





Der kleine ist immer an meinem Rucksack, der mittlere ist in meiner Lese- und Handarbeitsecke und die zwei großen in meinem Bett und ich hab sie alle lieb und mag keinen missen :)




Dienstag, 17. September 2019

Produktdesign

Also es gibt ja solche und solche Produkte, die einen sind extra schön gemacht und dann gibt es noch ganz andere!

An einem Tag kamen mir zwei besondere beider Kategorien unter, die ich gerne teilen wollte.





Was hat dieser heldenhaft schauende Bademantelträger denn dabei im Kopf gehabt?
Er schaut wie ein Actionheld, auf einem Kinoplakat, oder?

Seine kränkliche Blässe, gepaart mit den nicht retuschierten Augenringen, gnadenlos ehrlich und ernüchternd.

Es geht übrigens um einen elektrischen Rasierer und Trimmer, aber betrachtet man seine Haare, kann er nichts damit zu tun haben, weder mit denen auf dem Kopf, noch mit denen am hmm im Gesicht? Ist das ein 3-Tage-Bart? Bin mir nicht sicher, er hat da eher sowas, wie es 13 Jährige im Gesicht haben.

Aber der Blick, der ist einmalig! Aus dem Kerl wird mal was, irgendwann... ich weiß nicht was, aber mit dem Blick erreicht man was im Leben, da bin ich mir sicher!

Aufgenommen habe ich es in einem Kiosk, in dem es allerhand Schundzeugs gab.




Später waren wir in einem asiatischem Laden. Eigentlich wollte ich nur ein Paar Räucherstäbchen kaufen, vielleicht noch ein, zwei Ramen.
Aber schaut euch das mal an!




Zwar kann ich es nicht lesen, aber vermutlich ist Eistee darin. Ich werde nochmal (regelmäßig) vorbei schauen und mir immer eine einverleiben und dann gerne berichten.
Die sind doch ein Hingucker!
Wahrscheinlich haben die Tiere und der Mond mehr Symbolik, aus der Kultur heraus, die mir leider nicht bekannt ist. Da hat sich sicher jemand was bei gedacht, Mühe gegeben und kleine Kunstwerke erschaffen.


Mal schauen, was mir sonst noch so über den Weg schwirrt :)



Montag, 16. September 2019

Teestube




Ich habe in meinem schönen Buch über Plätze in Bonn eine Teestube gefunden und war so begeistert!

Beim Tee Gschwendner in Bonn ist im ersten Stock ein kleines Tee Cafe quasi, mit allen Tees, die man auch unten bekommt und einem schnuckeligem Ambiente.

Dort kann man auch sehr feinen Kuchen naschen und frische Waffeln zubereitet bekommen. Die Bedienung war sehr nett und herzlich und auch die Gäste machten einen ausgeglichenen, freundlichen Eindruck.

Wenn man Tee mag, ist das in jedem Fall eine super Adresse und ein kleiner Ruhepol mitten in der lauten, stressigen Innenstadt.

Auf jedem Tisch steht nicht nur Zucker bereit, sondern man bekommt immer ein kleines Kännchen Tee, das dann auf ein Stövchen gestellt wird, so kann man sich schön viel Zeit lassen!

Toiletten sind auch vorhanden und man kann im Anschluss unten den eben noch getrunkenen Tee für zuhause mitnehmen und vielleicht das eine oder andere Pralinchen!

Wer in Bonn ist oder zu Besuch kommt, sollte da unbedingt mal vorbei gucken :)



Sonntag, 15. September 2019

Ehrentag (mit ein wenig FAP Geschwafel)

Wie so viele andere auch, werde ich einmal im Jahr älter. Ok, es fühlt sich wesentlich öfter an, aber auf dem Papier wird man eben nur einmal im Jahr älter und bei mir war es vor kurzem auch mal wieder so weit.

Nein, ich zeige nicht meine Geschenke, was ich übrigens eher als Prahlerei ansehe und deshalb gerne außen vor lasse :)


Wir waren lecker essen!




Ok, auch irgendwie eine Form von Prahlerei, aber eine die ich angemessen finde, ich meine, schaut euch mal den Burger an!
Ja, es ist ein Burger, einer ohne Bun, dafür mit Shrimps und einem Hack-Pattie und einem Hühnchenfilet und salatigem Zeug, BBQ Soße usw.

Dazu einen leckeren Eistee *jammy!


Meine Kinder haben mir wie jedes Jahr einen Kuchen gebacken, wobei ich mir sonst einen Zwiebelkuchen wünsche und dieses Jahr hatten sie freie Hand.





Ja, er war so lecker wie er aussieht :)


Ich gehe nun streng auf die 40 zu und das löst einiges aus, da meine Mutter mit 40 Jahren an Darmkrebs verstarb. Eines meiner Ziele war es, da ich damals 12 Jahre alt war, kein Kind jünger zu hinterlassen, sondern wesentlich älter und das habe ich schon erreicht, alle sind nun über 14!

Dann ist ein weiteres Ziel mind. 40+ Jahre zu werden, was ich, wie es aussieht, auch schaffen werde :)


Meine Mama wollte immer ihre Kinder aufwachsen sehen. Ich bin die Jüngste und war, wie gesagt 12, als sie starb. Als ich Kinder bekam, dachte ich oft an sie und wie viel Freude sie an ihren Enkeln hätte.

Es ist sehr traurig, wenn ein Mensch nur kleine Wünsche hat und selbst diese nicht erfüllt werden, aber andererseits denke ich auch, wenn man tot ist, bekommt man nichts mehr mit. Es ist, wie wenn man schläft, traumlos schläft.

Als ich während einer OP mal fast hops gegangen wäre, wachte ich auf und es war, wie bei jeder anderen OP auch. Ich hätte nichts gemerkt, nichts mitbekommen.

Umso wichtiger ist es das Leben zu leben, so lange man kann! Es auszukosten, auszusaugen, alles mitzunehmen, nichts zu bereuen, alles zu machen, worauf man Lust hat, denn irgendwann kommt der Zeitpunkt, dann geht es nicht mehr, also macht! Lebt! Tut es einfach!

So versuche ich es täglich umzusetzen und leben wirklich in den Tag hinein und im Moment, jeden Moment auskostend :)

Ich möchte nicht irgendwann sagen müssen: "Oh, da hätte ich mich gerne anders entschieden und es doch gemacht!"
Ok, manchmal ist man hinterher schlauer und weiss es erst dann besser, aber ich  meine die täglichen Möglichkeiten, Entscheidungen und Genüsse.

Haut rein und lasst euch nicht aufhalten!


Wie beim Lied vom Film Spirit:

Hier bin ich,mein Tag bricht an,

ein Tag der mir alles bringen kann.

Wild und frei,

eins mit der Welt,

die alles verspricht und alles hält!

Ein neuer Morgen,

ein neues Leben,

ein junges Herz,

ungezügelt und verwegen.

Weite Felder,

weite Wälder,

alles wartet auf mich,

hier bin ich!



Dienstag, 27. August 2019

Letzter Ferientag

Wobei das mit einem lachendem und einem weinenden Auge geschrieben wird.

Es ist so schön, wenn alle um einen herum sind und man wenig zu tun hat, aber man geht sich auch schnell auf den Keks und genießt die gemeinsame Zeit womöglich weniger, als wenn es nur mal ein Wochenende ist, an dem alle frei haben.


Erst ging ich einen Kaffee trinken und las meinen Hausfrauen-Porno weiter, ich werde demnächst hier mal eine Empfehlung schreiben, und genoß die Ruhe und freie Zeit, die ich hatte, bis er fertig war und mich einsammelte.





Die Ferien verlangen den Eltern einiges ab, finde ich, vorallem wenn es Teenager sind, mit Wankelaune und Fähnlein-im-Wind-Syndrom!
Dann einfach mal alleine sitzen, für sich sein, keiner will was von einem, ist unbezahlbar!

Morgen gehen sie also in eine neue Schule, in einer neuen Stadt, zu neuen Menschen die sie nicht kennen. Wow! Was für ein Schritt! Wir sind alle gespannt und nervös und etwas gereizt.

Umso mehr genoss ich diesen Moment mit mir selber und nur mit mir selber.

Etwa eine Stunde? Oder zwei? Später kam meine Leseratte und wir fuhren in die Stadt und ich bekam DAS zu essen!!!!





Ein saftiges Steak, mit Rosmarinkartöffelchen und Grilgemüse. Es war so lecker, wie es aussah!


Dann ein wenig Bücher bummeln und ein wenig herum gammeln, weil man noch nicht zurück in die Teenie-Höhle möchte, aber da ihr erster Schultag direkt mit einem Picknick in der xten Stunde startet, musste ja auch noch was vorbereitet werden und so mussten wir doch wieder heim ;)

Sie waren aber total cool in unserer Abwesenheiten, hatten den Geschirrspüler freiwillig ohne ein Wort von uns ausgeräumt und das Wohnzimmer nach ihrer PS4 VR Session in den ursprünglichen Zustand zurück versetzt :)
Mein Mamaherz schlägt höher :)

Morgen wird spannend und ich bin mind. so aufgeregt wie die Kinder und meine geliebte Lesseratte erst!

Ich wünsche ihnen so sehr, dass sie Anschluß finden, Freundschaften schließen, die Lehrer für sich einnehmen und eine ganz tolle, erfolgreiche Zeit haben!



Sonntag, 25. August 2019

Es ist so schön...

... wenn man nicht mehr alleine ist.


Heute wachte ich mit Migräne auf, habe nicht mehr die guten Tabletten, nehme also Aspirin, was hilft, aber nicht so gut und meine Laune war wirklich mies und mein Kopf schwummrig und mir war schlecht und schwindelig und matschig und bäh, einfach bäh!

Also kämpfte ich mich durch das Frühstück, meine Teenie Kids sind momentan alles andere als freudestrahlende Honigkuchenpferde und das bekomme ich hart zu spüren.

Dann legte ich mich total erschöpft kurz hin und mein Handy vibrierte x mal, ich schaute nicht darauf, ich wollte doch nur meine Ruhe!

Dann kam das Kind, was auch die Nachrichten geschickt hatte, störte mich, weckte mich, nervte mich und ich explodierte und ging wutentbrannt ins Bett, samt Türe knallen und aufs Bett werfen und meine geliebte Leseratte kam hinterher und ich stieß ihn verbal weg, wollte nur meine Ruhe und keinen sehen und er ging auch, nachdem er signalisiert hatte, dass er mir nicht böse ist und ich schlief ein.







Nicht wenige Stunden später wurde ich wach und er begrüßte mich mit seinen Heldentaten. Er hatte die Wäsche gemacht, die Küche aufgeräumt und Pizza bestellt!

Ich werde also wach, der Haushalt ist fertig und es gibt Pizza!

Ersthaft?

Ich bin im Himmel!

Und so so sooooooooo dankbar!!!

Ich liebe Dich!!!!!

Den geb' ich nicht mehr her!


Samstag, 24. August 2019

Geburtstags-Elvie!

Meine geliebte Leseratte hatte Geburtstag und neben normalen Geschenken, gibts immer auch etwas ganz besonderes und dieses Jahr ist es Elvie von Stranger Things, weil wir die Serie zusammen schauen und er sie gerne mag :)





Ich liebe ihren bösen Blick!





Ich habe eine theoretische Anleitung gehabt, aber praktisch das meiste massiv verändert, damit es passt und gut aussieht :)


Man bin ich froh fertig zu sein und nun gibts einige Tage Fingerurlaub!





Mittwoch, 21. August 2019

Sommergedanken



Ich trage ein leichtes, luftiges Sommerkleid, auf dem Weg zum Bäcker.
Die Sonne scheint mir schön ins Gesicht, es ist ein traumhaftes Wetter.
Beim Bäcker suche ich mir leckere Brötchen aus und die Verkäuferin ist nett zu mir, wünscht mir einen schönen Tag.
Auf dem Rückweg komme ich am Bücherschrank vorbei und ich schaue kurz rein.
Der Heimweg ist voller blühender Schönheiten, wohin ich sehe.
Daheim angekommen, freue ich mich auf ein schönes Frühstück und ein schönes Beisammensein.











Die Sonne scheint, es wird bestimmt wieder viel zu heiß.
Beim Bäcker gibt es unsere Lieblingsbrötchen nicht und die Verkäuferin steht dauernd vor den Brötchen, so dass ich nicht richtig schauen kann.
Der Bücherschrank ist überfüllt und nichts gutes ist darin.
Mein Rücken tut weh, mein Bauch auch etwas und ich muss schon wieder aufs Klo.
Der Metzger, bei dem ich so gerne eine Frikadelle für meine geliebte Leseratte gekauft hätte, hat natürlich zu.










Man kann die Welt so, oder so sehen und man entscheidet selber, worauf man seinen Blick, seinen Fokus richtet und ob man schlechte, oder gute Laune hat, denn wenn man mit offenen Augen durchs leben geht, kann man überall Schönhnheit sehen, aber manchmal muss man sich bewusst dafür entscheiden.




Sonntag, 18. August 2019

Funny Spüli



Dieses Spülmittel ist das lustigste, das man bei DM kaufen konnte!
Nicht der Geruch ist bemerkenswert, oder das Design, nicht der Kakadu, oder die Ananas, nein es sind die kleinen, bunten Kügelchen darin!

Drauf steht zwar: Vitamin-E-Kügelchen, allerdings ist das ein Codewort! Ha! Auf diesen Hinterhalt kam ich anfangs nicht, aber wenn man es einige male benutzt, bekommt man es schnell mit. Die Kügelchen sind in Wahrheit dafür da, um mehr Waschmittel zu verkaufen.

Man kennt das doch, DM ist wie Ikea für Kleinscheiß. Man will eben Waschmittel kaufen und in Wahrheit kauft man noch die lustigen Taschentücher mit Unterhosen drauf, 3-4 Deo Flaschen, weil die ja limitiert sind, nach Gras duftendes Toilettenpapier, damit es ist, als würde man in den Wald scheißen machen, Grillanzünder in Herzform, und mindestens 23 Schampoos, Duschgels usw in Probiergröße.

So und genau das ist der Plan, weshalb in dem lustigen Spüli, kleine Vitamin-E-Kügelchen sind!

Man nimmt die Spüli Flasche, hält sie mit dem Kopf nach unten und drückt ein wenig, richtig? So ist doch der allgemeine Gebrauch.

Was passiert aber mit diesem Spüli?

Es ist ein Kügelchen an dem kleinen Löchlein verklebt, vom angetrocknetem Spüli sitzt es fest und nur eine minimale Teilöffnung läßt noch Spüli durch und durch diese minikleine Teilöffnung, schießt es 4 Meter weit, in irgendeine nicht erahnbare Richtung!

Oder noch besser!

Das Kügelchen sitzt mittig fest, dann spritzt das Spüli gleich in alle Richtungen! ALLE RICHTUNGEN! Wie so eine Spüli-Gülle-Sprenkler!

Man muss sich umziehen, die Kleidung muss gewaschen werden und jaaa richtig, man benutzt mehr Waschmittel, muss eher zum DM neues kaufen und genau da schließt sich dann der Kreis!

Geniale Marketing Idee oder?

Und man darf nicht vergessen, man vergisst es zwischendurch wieder und es passiert erneut und weil Frauen in meinem Alter zu Alzheimer neigen, passiert das immer und immer und immer wieder und am Ende der Spüliflasche (ist bei mir noch lange nicht in Sicht) ist man arm wie eine Kirchenmaus, hat einen Kredit aufgenommen, seine Kinder verpfändet oder in die Zwangsarbeit geschickt, Herr Zwegat ist schon auf dem Weg zu einem und in der örtlichen DM Filiale, im Pausenraum hängt ein Bild von einem, als Kunde des Monats, juchu!

So, ich gehe mal den Abwasch machen, nackig natürlich, so spare ich mir das Duschgel!



Samstag, 17. August 2019

Gastblogeintrag über: Michel Foucault

Heute wird es philosophisch!

Da ich meiner geliebte Leseratte eine Häkelpuppe schenken wollte, fragte ich vor Weihnachten, wen er denn ganz besonders schätzt und da ich nicht nur die fertige Puppe präsentieren wollte, hier nun sein Beitrag :)







Der französische Philosoph Michel Foucault gehört zu meinen Lieblingsphilosophen; zu Weihnachten bekam ich eine Foucault-Häkelpuppe – verbunden mit der Bitte, ihn in einem kleinen Gastbeitrag im Weblog vorzustellen. Diesem Wunsch komme ich gerne nach (wenn auch etwas verspätet):

Es ist üblich, das Schaffen Michel Foucaults in drei Phasen einzuteilen: die archäologische Phase, die im wesentlichen die sechziger Jahre umfaßt, die genealogische Phase der Siebziger und schließlich das Spätwerk der achtziger Jahre, das unter dem Rubrum »Ästhetik der Existenz« firmiert. Wodurch sind diese Phasen jeweils charakterisiert?

In der archäologischen Phase gilt Foucaults Interesse der Freilegung des „positiven Unbewußten des Wissens“, einer „Ebene, die dem Bewußtsein des Wissenschaftlers entgleitet und dennoch Teil des wissenschaftlichen Diskurses ist“. Als Feld dieser Freilegung wählt er die Humanwissenschaften. Wichtige Publikationen dieser Jahre sind „Die Ordnung der Dinge“ (1966) und „Die Archäologie des Wissens“ (1969). Die Freilegung der Strukturen, die unser (wissenschaftliches) Denken unterschwellig prägen, ist verknüpft mit einer radikalen Kritik der Subjektphilosophie, die in der berüchtigten These vom Tod des Menschen kulminiert: Das scheinbar überzeitliche Subjekt, conditio sine qua non etwa bei Kant, erweist sich in dieser Optik als kontingentes Produkt eines epistemologischen Strukturwandels.

In den siebziger Jahren gesellt sich der archäologischen Perspektive die genealogische hinzu: Die Umstände der Diskursformation treten in dem Blick; wie entstehen die Diskurse? Foucaults Antwort: durch Kontroll-, Selektions-, Organisations- und Kanalisationsmechanismen. Diese Mechanismen wirken nicht nur auf die Wissenschaftsdiskurse, sondern – durch diese vermittelt – auch auf die Gesellschaft: Die Wirkung umreißt der Philosoph mit dem Ausdruck „Macht“. In seinen genealogischen Arbeiten geht es Foucault um die Analyse dieser Macht, die die Menschen als Subjekte in spezifischer Hinsicht zurichtet, unterwirft. In „Überwachen und Strafen“ (1976) betrachtet er sie in ihrer Form als Disziplinarmacht und im „Willen zur Wahrheit“ (1976) sowie in den Vorlesungen der 70er Jahre, die nun nach und nach veröffentlicht werden, als Bio-Macht.

Die durch das letztgenannte Werk begonnene „Geschichte der Sexualität“ (so der französische Reihentitel, aus dem im Deutschen „Sexualität und Wahrheit“ wurde) fand 1984, kurz vor dem Tod des französischen Philosophen, ihre Fortsetzung in den beiden Bänden „Der Gebrauch der Lüste“ und „Die Sorge um sich“. In diesen Spätwerken verschiebt sich das Interesse Foucaults von den Machtpraktiken hin zu den Selbstverhältnissen des Individuums, wie sie sich in der griechischen und hellenischen Kultur entwickeln: Es geht ihm nunmehr um die „Künste der Existenz“, die „Selbsttechniken“ – oder genauer: um „die lange Geschichte jener Ästhetiken der Existenz“. (Manche Interpreten, vornehmlich die Kritiker des »frühen« Foucault, haben diese Verschiebung als Verabschiedung der archäologischen Diskursanalytik und genealogischen Machtanalytik interpretiert: Das in den 60ern verabschiedete Subjekt kehre in »alter Stärke« zurück. Diese Interpretation ist sicher voreilig. Foucault revidiert keineswegs sein Konzept von Macht; in der Antike findet er aber »Selbsttechniken« vor, die sich kategorial von den sie ablösenden Praktiken im Geiste der (christlichen) Pastoralmacht unterscheiden. Eine Aktualisierung dieser alternativen Form »praktischer« Subjektkonstitution verspräche, so die unterschwellige Hoffnung, Widerstandsmöglichkeiten innerhalb der von der Macht bestimmten „Kontrollgesellschaft“.)

Was mich an Foucault so reizt: Dass sein Denken sich durch das Durchdenken der 'Materialberge' immer auch selbst ändert; es ist fluide, beweglich.

Dienstag, 13. August 2019

Bücher-Dünen

Man geht mal zum Bücherladen, mal in die Bücherei, mal zum Bücherschrank, bekommt mal eins Geschenkt, nimmt mal eins mit, vielleicht sogar mit dem Gedanken, man könne es, wenn es nicht gefalle, wieder in einem Bücherschrank aussetzen, was man vielleicht auch so oder so nie tun wird.







Dann ist in jedem Raum, in einer Ecke, auf einem Tischchen, am Rand vom Sofa auf dem Boden, auf dem Nachtschränkchen, auf einer Kommode im Flur, auf dem Badezimmerkommödchen, auf dem Schreibtisch, auf dem Regal, eine Bücher-Düne. Eine Stelle, auf der einfach so, ohne Sinn, Verstand oder Grund, auf der sich dann ein paar Bücher sammeln und wo schon ein paar sind, wandert immer noch eins hin und man legt, gedankenlos noch eins drauf und wenn dann der Stapel fast umkippt, oder eine Höhe einnimmt, die man nicht mehr übersehen kann, dann wundert man sich wie das passieren konnte, schreitet durch die Wohnung und findet überall weitere Bücher-Dünen.

Manchmal nimmt man sich einer, oder gleich mehrerer Dünen an und hat ein Wundererlebnis, denn man nimmt die Papierwelten einzeln zur Hand, möchte sich eigentlich einen Platz dafür überlegen und entdeckt das Buch neu! Man blättert ein wenig darin und stöbert, fragt sich, warum man es bisher nur herum liegen gelassen hat und noch nicht gelesen hat und auf zauberhafte Weise, geht es einem mit fast jedem Buch so!

Bei mir ist es gerade wieder so weit. Ich habe einige Bücher-Dünen entdeckt. Auf dem Schränkchen im Wohnzimmer, auf der Sofalehne, auf drei Kommoden im Schlafzimmer, auf dem Schlüsselschränkchen im Flur und einige im Regal neben der Badewanne.

Zwei meiner Schätze wollte ich in die Welt schicken, als Blind-Date!

Das eine, weil ich es fertig habe und darin das Thema Bücher weitergeben und in die Welt entlassen als roter Faden dient, das andere, weil ich es gekauft habe und beim Bücherflohmarkt eine Ausgabe fand, die hübscher war, was genau genommen Geschmackssache ist, weil beide schön sind.

Die beiden  muß ich nun endlich mal in die Welt schicken.
An wen?
An jemanden der sie möchte :)

Möchtest Du eins?
Oder eine Freundin von Dir?
Oder eine Tante?
Oder eine Nachbarin?

Das eine ist etwas traurig, aber zauberhaft intensiv, das andere ist philosophisch angehaucht und Sinn suchend. Beide sind nicht sehr dick, leicht zu lesen und sehen aus wie neu :)

Schreibt mich einfach an, als Mail (lilafusselfee ääät gmail Pünktchen com) oder bei Facebook, oder wie auch immer. Ihr müßt mir keine Info geben, könnt aber. Es ist mir egal wer es bekommt, da ich an Karma glaube und es schon den richtigen Menschen finden wird.
Schreibt dazu, welches ihr wollt und ich fände es schön, was kein Muss ist, wenn es gelesen weiter wandern darf :) Aber das liegt nicht in meiner Entscheidungsgewalt.

Ich hatte mir überlegt sie irgendwo liegen zu lassen, damit sie so einen neuen Besitzer finden, aber dann dachte ich mir, nachher werden sie misshandelt oder landen im Müll, das möchte ich nicht, also versuche ich es mal auf diesen Weg :)

Schaut doch mal eure Bücher-Dünen durch, es macht so viel Spaß!



Montag, 12. August 2019

Lass uns mit dem Fahrrad fahren, hat er gesagt...

Es wird Spaß machen, hat er gesagt...
Wir werden an der frischen Luft sein, hat er gesagt...
Das Wetter ist so toll dafür, hat er gesagt...
Es wird uns gut tun, hat er gesagt...
Es wird totaaaal schön werden, hat er gesagt...

... dann fährt man schon 25min und sieht einen riesigen Anstieg vor sich und schiebt lieber und schiebt und schwitzt und schiebt und schiebt und flucht, schwitzt und schiebt...

... dann sieht man zwischen einem Gartenzaun, einen fantastischen Ausblick!





Bleibt stehen, schaut, schaut kurz auf das Handy, denn eigentlich wollte ich zu einer lieben Dame die Stoff verkaufte und ich hatte ihr geschrieben, es würde ein wenig später werden, da wir mit dem Fahrrad kommen und sie meinte nur: "Mutig!"

Da dachte ich noch: "Hahaha, die hat Humor, gefällt mir!" noch dachte ich es, jaaa...

... dann schoben wir noch ein Stück, fuhren ein minikleines Stück, mußten wieder schieben, weil es wieder mega steil wurde und so ging es weiter und weiter und weiter! Es wurde immer verwinkelter, die Wege schmaler, steiler, länger!

Total nass geschwitzt und außer Puste kamen wir an, ich bekam wirklich gaaanz tollen Stoff und ab da konnte es ja auch nur noch bergab gehen :)

Ich war so am Schimpfen und Fluchen, dass ein Mann aus dem Garten raus schaute, mitleidig die geliebte Leseratte ansah und ich grüßte lieb, denn was er nicht wußte war, dass es eigentlich gar nicht ernst gemeint war und ich es eher lustig meinte, aber die Situation einfach eine so bescheuerte war.

Wir fuhren dann schön abwärts, fanden einen sehr kleinen, aber sehr niedlichen Bücherschrank, fuhren zum Rhein runter und dort bei Sonnenuntergang herum.





Überall gibt es immer mehr Kaninchen, die sind ja auch total süß, jedoch irgendwie lebensmüde, denn dauernd sprangen sie einen vors Rad oder saßen fast auf dem Radweg und hoppelten auch nicht weg.





Wir fuhren an einem Kettcar Konzert vorbei ".. das Gegenteil von gut ist gut gemeint, in Empfindsamkeit vereint..." fuhren sogar langsamer, lauschten ein wenig, bestellten Pizza von unterwegs, für daheim, kamen 5min vor dem Boten an, aßen sie schmatzend beim Disney Klassiker Alice im Wunderland. Kommentar des Tochterkindes (noch 13 Jahre alt): "Das ist wie ein riesiger Drogentrip! Das kann man doch nur zeichnen, wenn man sonst was alles intus hat!"
Gut erkannt, junge Dame :)

So im Nachhinein betrachtet, es war wirklich schön, alles voller kleiner, hutzeliger Fachwerkhäuser und das Wetter war auch schön und die Luft tat auch gut, aber heute tut mir mein Hintern weh *lacht sich weg


Montag, 5. August 2019

Herzliches Einkaufsnetz

Bei Pinterest stieß ich zufällig auf ein Einkaufsnetz, was ich eigentlich gar nicht vorhatte zu machen, aber prompt verliebte und es direkt startete.




Die Farbe passt perfekt zu vielen meiner Sachen, aber eigentlich zu meinem Fahrrad! Muß mal ein Bild von meinem Fahrrad mit Einkaufsnetz machen, wenn ich mich wieder darauf schwinge, nur fahre ich im Moment nicht viel, seit ich einen üblen Sturz hatte :(

Reibekuchen über die gesamte Unterschenkelvorderseite, anderes Bein ein tiefer, dunkelblauer, nein schwarzer Fleck, ebenso groß und einige Monate später, ist die Haut noch nicht ganz unvernarbt, der Fleck ist weg, aber kleine Knubbel noch im Muskel und wenn man drauf drückt, tut es noch immer weh, also hmm ja, ich habe schiß vorm Fahrrad fahren!

Egal, also das super niedliche Einkaufsnetz hat einen Boden aus Herzen!!!




Es sieht vor dem ersten Gebrauch nicht so groß aus, dehnt sich aber sehr gut.

Die Anleitung ist sehr einfach zu verstehen und schnell  gehäkelt, da es sich ja um sehr viele Luftmaschen handelt.

Ich hatte keine 100gr verbraucht, glaube ich?





So in etwa sieht es gefüllt aus :)

Ein super last minute Geschenk und gerade in der heutigen umweltfreakfreundlichen Welt, kommt es sicher überall gut an!


Farben kann man natürlich andere nehmen, je nach Geschmack.

Ich habe die Anleitung minimal variiert. Beim Griff oben, habe ich unten und über dem Griff je eine extra Reihe fester Maschen gemacht und bei den Herzen unten, ließ ich beim Rundenbeginn die Luftmaschenkette weg, so dass ich ein Doppelherz unter den getrennten Herzen habe.

Es gibt eine schriftliche Anleitung: Einkaufsnetz mit Herzboden
Und ein Video: Einkaufsnetz mit Herzboden

Beides kostenlos, also vielen lieben Dank an die Erfinderin!!!


Viel Spaß beim Nachmachen und herzliche Grüße ;)



Sonntag, 4. August 2019

Liebe ist...

... wenn er eine Verabredung mit einem Freund hat, sich wünscht, dass man mitkommt und man ablehnt, selber eigentlich traurig darüber ist, aber etwas Größeres im Kopf hat.

Sobald er zur Türe raus ist, los legt und eilig Umzugskisten ausräumt und die, die man nicht ausräumen kann, unsichtbar verstaut, dann alles mögliche abputzt, verstaut, staubsaugt, wischt, bis alles blitzeblank ist und glänzt und strahlt, ebenso strahlt, wie die geliebte Leseratte, als er heim kommt und die Wohnung sieht!







Liebe ist...

.... wenn er einen morgens weckt mit: "Ich habe gerade den Kleiderschrank bestellt, er wird heute noch geliefert!" und wenn er dann da ist, man kaum etwas mit dem Aufbauen zu tun hat, anschließend aus dem Schlafzimmer verbannt wird und erst x Stunden später rein darf, wenn er alles eingeräumt, geordnet, sortiert und geputzt hat und man endlich wieder ein schönes, sauberes, ordentliches Schlafzimmer hat.


Liebe kann so schön und wertvoll sein.

Man macht eigentlich nur einen anderen Menschen glücklich und ist es dadurch ebenso.


Für strahlende Augen, war es das wert und macht man es gerne.

Ich liebe Dich, meine geliebte Leseratte!

Dienstag, 30. Juli 2019

Tolles Geschenk...

... nicht nur für Bücher-Fetischisten wie mich.


Dies schenkte ich meiner geliebten Leseratte zum Geburtstag letztes Jahr





Es steht im Flur, direkt gegenüber der Wohnungstüre und ist ein wunderschöner Blickfang!



Als dann im größten Umzugsstreß der beste Freund meiner Leseratte Geburtstag hatte, kam ich durch einen riesen Zufall auf die Idee, so etwas könnte ihm auch gefallen und schrieb direkt "Bücher falten Opladen" an und fragte nach passenden Motiven. 

Ich hatte totales





Denn ich war gerade in Leverkusen, sein Freund wohnt in meiner neuen Heimat, und sie hatte auf einem Sommerfest einen Stand und ich konnte direkt eins abholen!

Glück kann jeder gut gebrauchen dachte ich mir und es sieht so toll aus!




Wir kamen leider ein wenig zu spät beim Geburtstag an, da wir total verschwitzt und dreckig waren, noch duschen mußten und die Autobahn nicht gerade frei war, aber dann war es umso schöner und wir konnten uns nach x Tagen dass erste mal einfach nur da sitzen, nichts tun, bekamen lecker zu essen und trinken und konnten entspannen, hatten tolle Gesellschaft und eine wirklich schöne Zeit. Wie eine kleine Ruhe-Oase, denn danach am nächsten Tag, ging es von vorne los, so jedoch konnten wir ein wenig Energie tanken zwischendurch.

Das Geschenk kam super an und steht bei ihm auch, schöner Zufall, im Eingangsbereich, wo man direkt drauf blicken kann, wenn man rein kommt.

Die Bilder wurden bei uns zuhause gemacht, vorher... nicht bei ihm.

Samstag, 27. Juli 2019

(Kackolatorium) Sitzerleichterung





Ich weiß ja nicht wie es anderen mit Pouch und Dickdarm OP geht, aber wenn ich auf harten Sachen sitzen muss, tut mir nach kürzester Zeit (10min etwa) schon der Popo weh, wodurch ich mich dann zb krumm hinsetze, damit ich meinen Poppes etwas entlastet bekomme, was wiederum meinem Rücken schadet und so weiter, ein Teufelskreis. Fragt nicht, wie ich die meiste Zeit in meinem Leben sitze! Ne, stellt euch einfach eine Marionette vor, die man auf einen Stuhl pfeffert und liegen lässt... so in etwa.

Als Dauer-Ikea-Junkie habe ich nun eine tolle Lösung gefunden!

Es gibt ein Kissen, extra mit wassergeschütztem Bezug, an dem ein Gummibanddingens dran ist, mit dem man es zb am Rucksack befestigen kann! Sie müssen nur den Nippel durch die Lasche ziehn!!!





Einfach dran und los gehts, egal wohin und man kann sich weich setzen!
Heute habe ich es getestet unterwegs und man glaubt es nicht, weil es ja doch recht schlank erscheint, aber es ist mega bequem und dämpft perfekt!

Ich glaube das Kissen innen kostet vier Euro, der Bezug auch nochmal vier Euro und es gibt ihn in beige, anthrazit und blau.

Ich bin so begeistert und dankbar für so eine einfache Lösung :)



Montag, 15. Juli 2019

Menschliche Abgründe und Betrüger

Wer mich kennt weiß, ich helfe gerne und tue gerne anderen was gutes und wenn jemand Hilfe braucht und ich helfen kann, bin ich da.

Tja, aber wieso müssen solche Menschen von Arschlöchern immer, im übertragenem Sinne, eins aufs Maul bekommen?


Wer nach langer Zeit umzieht, entdeckt neue Abgründe der Menschlichkeit. Man steht fassungslos da und glaubt nicht, dass es solche Leute gibt und es ist zeitgleich so traurig, denn keiner will ein Arschloch sein, oder?
Ich mag nicht glauben, dass es Menschen wirklich komplett egal ist, wenn sie anderen schaden. Eher vermute ich, dass sie es verdrängen und in ruhigen Nächten schlaflos da liegen und sich für sich schämen, es aber nie zugeben würden.

Ich verlange für meine Sachen sehr wenig oder gar nichts. Das meiste wirklich für umsonst, hauptsache man macht jemanden glücklich, hilft, ermöglicht etwas, usw.

Ein Beispiel. Ich hatte viel Porzellan. Ehrlich gesagt sogar Markenporzellan was man vielleicht noch irgendwo los bekommen wäre, aber ich habe die Zeit nicht und dachte, dann steht es wieder in der neuen Wohnung herum und das muss ja nicht sein, also habe ich es inseriert für einen Polterabend!

Ich weiß ja nicht wie andere sind, aber wenn ich etwas geschenkt bekomme, bin ich dankbar. Erst einmal aus Prinzip, weil mir jemand etwas gibt, an mich gedacht hat, mir etwas gutes tun möchte, helfen möchte.

Wenn es dann auch noch etwas ist, was ich gebrauchen kann, hey klasse! Man sollte meinen, man freut sich noch ein wenig mehr.

Wenn die Person die verschenkt dann auch noch nett und höflich ist, liebe Worte hat, wow, was will man mehr?!?

Ja, so ist mein denken und ich bin vielleicht keine Ausnahme, aber scheinbar nicht der Durchschnitt!

Also freut sich eine angehende Braut, holt es ab und als ich das nächste mal vor die Türe komme, liegt da eine zerdepperte Zuckerdose.
Sie hat also das Porzellan liebend gerne mitgenommen, hups, da fällt was runter, ach lassen wir liegen, obwohl da Kinder und Hunde laufen, egal, wird schon jemand anderes richten.

HÄÄÄH?!?

Hätte mir das jemand erzählt, würde ich es nicht glauben wollen und das schlimmste, es ist mit der harmloseste Fall gewesen!

Es ist auch Standart, man verschenkt was bei Ebay Kleinanzeigen zb, ich bin nicht zuhause, sage aber das ich es vor die Türe stelle. Dann hört man nichts mehr. Man kommt heim, es ist weg, man denkt sich: "Oh, vielleicht hatte es doch jemand anderes mitgenommen? Vielleicht ist derjenige jetzt böse?" also schreibt man ihn/sie an und fragt nach und es kommt: "Ja, alles bestens."

Hmm wo ist da ein Danke?!?

Danke ist unüblich und wirklich eine Ausnahme. Ich bekomme etwas geschenkt, spare Geld, spare je nachdem die Suche danach, aber ein einziges Wort ist es mir nicht wert?!?

Fassungslosigkeit!

Auch super!
Ich hatte eine Spülmaschine, nahezu unbenutzt, weil sie falsch angeschlossen war und nicht lief und es mir einfach nur zu doof war und ich deshalb von Hand abgewaschen hatte.
So, ich ziehe also aus und inseriere sie. Na, ich bin immerhin eine ehrliche Seele und schrieb dazu, sie geht theoretisch und ich bin mir sehr sehr sicher, aber ich kann es nicht garantieren!

Schnell meldeten sich Leute und ich reservierte sie. Sie wird abgeholt und die Leute fragten natürlich was damit ist und ich erklärte, es liegt am Spülstopp. Der Mann direkt: "Das hat keinen Spülstopp!" und zeigt auf den Schlauch, also erkläre ich, darin in der Maschine, da ist aber einer. Etwas ungläubigkeit, die mitgekommene Dame stiert derweil in meinen Umzugskarton, der auf dem Tisch stand und ich erkläre wie es dazu kam. Sie nehmen also die Maschine mit und als ich das nächste mal raus ging, stand der Deckel bei meinem Sperrmüll.

Sie bekommen eine funktionierende Maschine geschenkt!!! und hinterlassen mir Müll!!!
In Leverkusen ist Sperrmüll limitiert. Man muss anmelden was man abgeholt haben möchte und wenn es zu viel ist, bleibt es stehen.
Na vielen Dank auch!

Dann bekam ich eine Nachricht von ihnen, ja die Maschine läuft super!
Auf meine Danksagung für den hinterlassenen Müll bekam ich natürlich keine Antwort!


Aber natürlich musste ich auch noch um richtig Geld betrogen werden. Einmal im Leben muss das wohl sein, damit man ja so misstrauisch wird, wie die Arschlöcher selber, damit man ja jegliches Vertrauen in die Menschheit verliert, was weiß ich.


Ich bin chronisch krank, hatte viele Bauch OPs und darf nicht schwer heben, höchstens 5kg. Nur zur Info, ein üblicher Wassereimer voll ist schwerer.

Also wollte ich meine geliebte Leseratte entlasten, denn bis jetzt musste er verdammt viel tragen und transportieren und als ich merkte, es ist einfach echt sehr sehr viel für uns, suchte ich Hilfe.

Ich suchte jemanden, der meine Küchenunterschränke abmontiert und mitnimmt (ich habe zu viel für den Sperrmüll der abgeholt wird und nur ein kleines Auto zur Verfügung), so wie einen Herd und einen Trockner. Einen Kleiderschrank abbauen und vor die Türe stellen, ein großes Eck-Schlafsofa und zwei Hochbetten.

Wir haben einen Preis ausgehandelt, ich bekam mehrere Angebote für den Preis, aber er war sympatisch und nach einer Aktion, als mein Wohnzimmerschrank abgeholt wurde und plötzlich 5 Typen in meiner Wohnung standen, achtete ich darauf, dass die Sprache wenigstens verständlich ist. Nur am Rande, die 5 Typen waren anständig, es wurde nichts geklaut oder so! Sie holten den Schrank, fertig. Waren sogar höflich! Aber Leseratte fühlte sich unwohl.

So also schrieb ich so ein wenig hin und her, meinte zb das ich danach putze, muss er alles nicht machen und er noch: "Nein, mach Dir keine Sorgen, ich hinterlasse alles total sauber, bla bla." und ich noch "Ach, dann gibts auch Trinkgeld bla sülz."

Also um 10 sollte er da sein, aber er meldete sich vorher, sein Auto ging kaputt. Ich bekundete mein Mitgefühl und schrieb noch das ich hoffe, es sei nichts großes bla und er kündigte an, mit dem Auto seiner Mutter zu kommen, schickte auch eine Beschreibung, damit man sicher sein konnte, es sei groß genug, aber er käme halt eineinhalb Stunden später. Kein Problem, wir haben genug in der Wohnung zu tun.

Leseratte traute dem Ganzen gar  gar nicht und wollte wissen ob er eigenes Werkzeug mitbringen würde. Antwort war: "Ne, das kommmt ja eh auf den Müll, ich mache es klein, fertig. Die Hochbetten könnten ein Problem sein, aber die verbiege er zur Not einfach." ok das kam wirklich lächerlich rüber, aber da dachte ich mir noch, was solls, es ist sein Problem, nicht meins.

Großer Fehler, es wurde zu meinem Problem!

Er kam dann auch, groß fett  kräftig und legte los. Keine fünf Minuten später: "Hast Du mir mal einen Schraubenzieher?"
Aus dem Schraubenzieher wurde ein Akkuschrauber, Hammer, bitte ein größerer Hammer, bitte eine Zange, bitte ein Messer... ich weiß nicht was noch alles, aber kein Thema, bekam er und vorab, nein, es wurde nichts geklaut!

Viel Lärm, er machte es wirklich größten Teils kaputt, viel Dreck, auch kein Thema. Dann eine Diskussion über die Betten, ich solle sie bei Ebay Kleinanzeigen rein stellen, jemand holt sie sicher ab! Wenn nicht nimmt, er sie gleich mit.

Er macht weiter, bringt Sachen raus, redet unten mit jemandem, obwohl er alleine kam?!?
Aber ok, ernsthaft, ich dachte noch: "Na, vielleicht war er mal wo, wo er unangenehm angesprochen wurde, weil er jemanden mitgebracht hatte, wie unser Erlebnis mit den fünf Typen...

Derweil kam Leseratte zurück, sein Misstrauen ließ ihn eine Stichsäge kaufen, damit wir zur Not die Betten und anderes, was nichts ins Auto passt, klein sägen können.
Er wollte nicht herum stehen und nahm das Sofa auseinander, nein nicht mit der Säge, mit einem Schraubendreher :)

Mr. Ich-kann-dicke-Stangen-biegen erklärte dann: "Ach das Sofa schafft er auch alleine runter zu bringen."

Ab da war für mich das Trinkgeld schon gestrichen.

Dann war die Küche leer, der Kleiderschrank weg, das Sofa machen wir ja selber und die Betten?
"Ach die!
Ja die wirst Du gaaaanz sicher noch verschenkt bekommen, wenn nicht, komme ich Dienstag vorbei und hole sie ab, versprochen, ganz ehrlich!"

Mit der Stichsäge im Hinterkopf dachte ich mir meinen Teil und sagte lieber nichts und hatte noch immer die Hoffnung, das er nicht lügt.

Er bekommt also sein Geld und nun kommts!

Er ist weg, ich will sauber machen, denn er hat wirklich alles verdreckt. Meine gesamte Wohnung wo er war, dann der Hausflur raus, den Aufzug, den Hausflur unten und dann sehe ich es, als ich raus gehe.

Kleine Erklärung. Wenn ich von oben raus schaue, kann ich nicht vor die Haustüre sehen, weil da ein Vordach ist. Stehe ich unten an der Treppe auch nicht, weil rechts die Briefkästen usw sind, also sehe ich, als ich raus gehe nicht nur die Verwüstung, nein auch fast alle Sachen stehen da, direkt vor meiner Türe, obwohl er sie mitgenommen haben wollte bzw den Herd bis an die Straße stellen wollte (das ist bei uns ein gutes Stück, wir wohnen nicht direkt an der Straße).

Wir mussten also alles erst einmal bis nach vorne schleppen (ich hatte ihm erklärt das ich nicht schwer tragen darf, weil ich krank bin...) und es ist viel mehr übrig geblieben. Er nahm den Trockner mit, fertig!

Ok er hat die Sachen runter gebracht und "abgebaut", aber dafür war das sehr viel zu viel Geld und Dienstag wird er auch nicht kommen.

Mein Glück ist, ich habe mehr Sperrmüll angemeldet, als was ich ihm sagte und habe so noch einen Puffer gehabt und werde den Rest selber auf die Deponie fahren müssen.

Meine Leseratte fühlt sich natürlich vollkommen bestätigt und läßt es mich dauernd spüren...

Dann bin ich wirklich heulend wie ein Schlosshund, weil ich noch an das Gute im Menschen geglaubt hatte, in die Nachbarschaftshilfe Gruppe und suchte Hilfe und was bekam ich?

Einige Leute hatten Verständnis und boten Hilfe an und waren lieb, es gibt sie also doch noch, gute Menschen, aber nicht gerade wenige schrieben x mal, warum ich ihm auch vorher Geld gab. Ich hatte erklärt, dass ich es nicht vorher gab und das ich es nicht einmal sehen konnte, wo er es hingestellt hatte, aber irgendwie lasen sie es nicht und waren nur da, um rumzustänkern?!?
Dann kam dem ein oder anderen komisch vor, dass ich vorher schon den Sperrmüll angemeldet hatte und trotzdem jemanden suchte, der mir hilft Sachen auf die Deponie zu bringen.

Ich finde der Fehler liegt schon darin, dass man sich erst einmal genau erkundigen möchte, warum jemand Hilfe braucht.

Wenn ich helfen kann und will, dann helfe ich, dann muss ich doch nicht erst noch herum bohren und hoffentlich ja bestätigt bekommen, dass derjenige selber schuld ist und ja gar keine Hilfe verdient hat, um vor mir selber zu rechtfertigen, warum ich dann doch nicht helfe, oder warum auch immer...

Dann zu schreiben: "Du bist ja selber schuld, wenn du dem vorher Geld gibst." hilft ja auch ungemein, aber ok, diese Menschen lasen ja schon gar nicht meine Erklärung und das ich ihm vorher nichts gab, zeigt also deutlich was sie im Kopf haben, nämlich anderen eher schaden zu wollen, garantiert nicht helfen. Was machen die in so einer Gruppe?!?

Naja, das Ende vom Lied, ich ging raus nachdem ich meine Meinung sagte.

Ich helfe gerne und oft, ich habe einiges in der Gruppe verschenkt und hier und da geholfen, immer gerne, aber ich bin nicht bereit eine Gruppe zu unterstützen, die dann solche Menschen drin hat...

So und heute kommt das Zeug nun für den Sperrmüll raus und der Rest auf die Deponie, ein Teil wird von einer ganz süßen Frau abgeholt und dann sollte ich ziemlich durch sein!

Ok putzen und renovieren noch, aber dann müsste sie leer sein!!!

Naja vielleicht bzw wahrscheinlich bekommen wir nicht heute alles auf die Deponie, aber egal, wir versuchen es.

Ach und man lernt trotz allem nette Menschen kennen. Nicht jeder ist so mies. Zwei Damen finde ich mega lieb und ich freue mich, dass ich ihnen Sachen schenken konnte und sie sie auch zu schätzen wissen.

Andere Dinge, die ich sonst noch verschenkt hätte, wandern nun erst einmal in den Müll, aber nicht weil ich aufgegeben habe und die Arschlöcher in der Welt gewinnen, sondern weil ich einfach gerade die Schnauze voll habe und nur noch fertig werden möchte und dann, wenn der Umzug überstanden ist, kann man wieder anders darüber denken.

Aber ich möchte nie mehr umziehen müssen!!!!

Alle denen man sagt, man ziehe gerade um, erzählen wie schlimm ihr Umzug war und wie dramatisch, schon interessant, denn das war mir davor nicht so bewußt, aber ich wohnte 15 Jahre dort und davor zog ich häufig um und hatte nicht viel. Aber jetzt, jetzt ist es richtig schlimm und furchtbar und ich würde das nächste mal (hoffentlich wird es nie eins geben!!!) vorher sparen, bis ich ein teures Umzugsunternehmen anheuern kann!

In dem Sinne, auf gehts...