Montag, 1. August 2011

Ramadan-Spezial-Teil-1

Sodala, nun ist Ramadan und weil ich allgemein andere Kulturen interessant finde, versuche ich (keine Ahnung wie lange es klappt) jeden Tag, um die passende Zeit, ein Ramadan-Spezial zu machen, jedesmal etwas anderes, immer aber etwas muslimisches. Die Zeit kann man hier finden: Islam.de einfach Namen der Stadt eingeben und die Magreb Gebetszeit anschauen. Heute ist das 21:22.
Eigentlich bin ich ja in der buddhistischen Ecke zuhause und kenne mich mit indischen Dingen viel besser aus, aber gerade das sehe ich als Herausforderung!

Heute gibt es direkt ein Hörbuchvorschlag!




Es handelt sich um einen Jungen, der gerade seine Sexualität entdeckt und da der Vater ein oller Knauserich ist und er keine Frau bzw Mädchen in seinem Alter abbekommt, auf Damen in der paradiesischen Straße (frei übersetzt) zurück greifen möchte, denn die machen es für Geld, aber woher nehmen, wenn nicht stehlen?
Für das erste mal, schlachtet er sein Sparschwein, aber nun möchte er regelmäßig hin!
Jeden Tag bekommt er von seinem Vater ein wenig Geld, mit dem er eine Dose als Essen kaufen muss, die gibt es gegenüber beim Araber zu kaufen. Ein Mann, der stoisch immer auf seinem Stuhl sitzt, sich nicht bewegt und nichts anderes groß macht, als nebenher Sachen zu verkaufen.
Moses beginnt nun jeden zweiten Tag nur eine Dose zu bezahlen und jeden zweiten Tag eine Dose zu klauen, das Geld legt er auf die Seite, um sich wieder eine Dame kaufen zu können, jedoch bleibt es nicht unbemerkt!
Wer nun denkt, der Junge muss sich vor Polizisten rechtfertigen, irrt sich, nein der muslimische Verkäufer freundet sich vielmehr mit ihm an, gibt ihm Tipps, wie er günstiger Essen machen kann für seinen Vater (Hundefutter zum Beispiel) um dadurch Geld zu sparen und nicht klauen zu müssen!
Der Verkäufer Monsieur Ibrahim lebt seine muslimische Seite aus, ist in den Schriften des Koran bewandert und gibt darüber immer wieder kleine Wissensteile weiter.

Es ist ein sehr philosophisches Buch/Hörbuch, auch sehr tragisch, aber man lernt über alle Themen des Lebens viel und bekommt neue Blickwinkel.
Die Ansichten von beiden sind immer sehr interessant!
Es ist nur eine CD die etwa 2h geht, also garnichtmal sooo viel von der Zeit her gesehen, aber der Inhalt ist sehr intensiv und regt zum Nachdenken an und vermittelt viel über die muslimische Denkweise.
Ich habe es sehr gerne angehört und werde es bald wieder machen!

Brauche ich auch eine Karte


oder fahre ich schwarz?

Ramadan macht traurig...

So spät bin ich noch wach und warum? Ab jetzt ist Ramadan, früher interessierte es mich nicht, also jaein interessant fand ich es schon immer, aber es kümmerte mich nicht weiter, doch jetzt habe ich eine beste Freundin und die fastet fleißig mit, an Ramadan und dann ist sie müde, miesepetrig, schlaff und hat Kopfweh tagsüber und nachts, da mampft sie und ist müde und schlaff und erschöpft vom essen, was den Tag über fehlte und so bleibt sie schön vermummelt und verschanzt in ihrem Bettchen liegen und schaut Fern.

Also nichts gegen Fern sehen, bei dem bescheidenem Wetter ist das ne gute Alternative, aber ich fand es interessant, das es extra Ramadan Programm im Fernsehen gibt! Da kommen anscheinend extra viele super tolle Filme, für die Leute die fasten und deswegen eher mal ne Pause machen und nicht so aktiv sind, ich kündigte schon an extra arabisch zu lernen, damit ich auch tolle Filme von morgens bis abends schauen kann!

Heute Abend waren wir extra nochmal lange weg, zum Abschied quasi, weil wir uns ja nun nicht fast jeden morgen zum gemeinsamen frühstücken treffen und abends zum quatschen, Kaffee trinken und Kuchen mampfen beim MC Cafe mit der unmöglichsten, unfreundlichsten Bedienung, die es gibt, nein das fällt nun erstmal aus... und ich? Ich werde mit fasten, Freundinfasten, da ich ja auf diese verzichten muss und mitleiden dadurch.

Ich als chronisch Kranke müsste ja nichtmal fasten... aber so muss ich gefühlsfasten...

Der Abend war sehr sehr lustig, aber gerade das macht es ungemein viel schwerer, weil man so nochmal richtig spürt, wie sehr sie einem nun fehlen wird, aber wie sangen de bläck Fööss so schön, niemals geht man so ganz.