Donnerstag, 17. August 2017

Schuldgefühle wegen fehlendem Trennungsschmerz

Liebe ist ja ein sehr spezielles Thema finde ich immer. Ab wann ist es Liebe, ab wann hat man jemanden lieb, ab wann liebt man jemanden und so weiter, alles Gefühle die ineinander übergehen und oft auch Unverständnis ernten.

Ich bekam als Kind eine Puppe geschenkt, meine Annemarie und vergötterte sie. Ich war die aaaaaaaaallerbeste Puppenmutti die man sich vorstellen konnte und so passierte es, dass ich zum nächsten Geburtstag von einer Freundin der Familie eine ähnliche Puppe geschenkt bekam, etwas kleiner, aber ähnliche Frisur und so weiter. Ich heulte Rotz und Wasser!

Alle rätselten herum was der Grund sein könnte, was los ist, bis ich wimmernd aufklärte: "Ich habe meine Annemarie sooooo lieb, so lieb kann ich keine andere haben und dann tut mir die neue Puppe leid."

Auf mich wurde mit Engelszungen eingeredet das es ja die kleine Schwester von Annemarie sein könnte und das alle Eltern ihre Kinder gleich lieb haben und so weiter, allerdings war es vergeben. Für mich stand fest, es gibt nur Annemarie und daneben keinen Platz für eine andere Puppe.

Eigentlich hielt sich das quasi in meinen Beziehungen auch immer. Wenn ich jemanden hatte, war der meine Nummer eins und an fremd gehen oder dergleichen war nicht zu denken.

Selbst in meiner 15 jährigen kaputten Ehe hatte ich keine Augen für jemand anderen, egal wie sehr ich meinen noch Mann verabscheute und wie wenig ich für ihn empfand, er war dennoch mein Mann.

Einmal überredete mich eine Freundin zu einem Date mit jemand anderen, ein sehr netter Mensch und wir tranken Kaffee zusammen und mehr ging nicht, obwohl ich innerlich von meinem Mann schon getrennt war. Ich konnte einfach nicht. Wir haben noch Kontakt und er sagte im Nachhinein mal das ich sehr kalt und distanziert rüber gekommen wäre. Klar, ich fühlte mich auch unwohl und erzählte meinem Mann hinterher davon.

Wie auch immer, ich war sehr loyal und einschienig unterwegs.

Ich weiß ja nicht in welchen Kreisen sich andere bewegen, ich kenne Leute die nicht monogam leben, also nicht fremd gehen, sondern offene Beziehungen führen und eigentlich war ich immer ein Mensch der das akzeptieren kann, aber wusste das das nie was für mich ist.

Nachdem ich meinen Mann allerdings heraus geworfen hatte, jetzt etwas länger als ein Jahr her, stand ich da und überlegte wie es weiter gehen soll. Ich meine man steht nach 15 Jahren da, hat die Welt offen und kann machen was man möchte!
Möchte man überhaupt eine feste Beziehung? Doch lieber etwas lockeres? Oder eine Freundschaft plus? Wie mir gesagt wurde hat die Jugend eher lauter Freundschaften plus... man hat die freie Wahl! Das ist wundervoll, aber auch verwirrend.

In meinem Leben spielen Zufälle immer eine große Rolle und diese große Rolle schenke ich ihnen auch gerne, ich warte also manchmal ab was in mein Leben geschwemmt wird und was man damit anfangen kann.

Also ging ich in einen Chat, in dem ich lange nicht mehr drin war, eigentlich um einen bestimmten Menschen zu finden und ein wenig zu quatschen, dabei schrieb mich jemand anderes an und eigentlich antwortete ich keinem, jedoch war das so plump (sorry falls Du das liest und Dich wieder erkennst, Du weißt ich schätze Dich sehr wohl!) als das ich mich gezwungen sah etwas blödes zurück zu schreiben und daraus wurde mehr, etwas lockeres, etwas fluffiges, angenehmes, perfektes für den Moment und ich schaue noch immer sehr gerne darauf zurück, schütze diese Erinnerungen in einem Schatzkästchen und bin froh das ich sie habe.

Danach schwappte mir der Zufall jemanden ins Leben am  Tag und Monat meiner Lieblingszahl. Jemand der genau das wollte von dem ich Jahre träumte und es gab noch so viele andere Übereinstimmungen. Ein Jahr lang waren wir nun zusammen, planten mehr, planten ein gemeinsames Leben, planten, planten, planten, aber nebenher war unsere Beziehung recht vergiftet, recht geschädigt. Wir stritten dauernd, heftig, ausgiebig. Es war genau genommen keine so gute Beziehung wie sie hätte sein können, sein sollen, leider.

Wir hatten hier und da eine kleine Trennung und einmal eine längere, in der ich jemanden besonderen kennen lernte. Der kleine Seelenfänger liest das hoffentlich nicht *lacht* und dieser Mensch ist nicht monogam, sagte es direkt und stellte mich vor eine Aufgabe, denn nicht nur das Thema monogam und so weiter stand auf einmal im Raum, sondern alleine auch die Tatsache, das ich so frisch nach einer Trennung von einem Menschen den ich wirklich liebte, jemand neuen so toll finden konnte machte mir zu schaffen!

Ich hatte für mich entdeckt, selbst wenn man einen Menschen wirklich liebt, kann man Gefühle für jemand anderen hegen und schlimmer noch, ich war nicht einmal eifersüchtig, wenn der andere nicht monogam ist. Was war da los?

Vielleicht wird man einfach toleranter und offener umso älter man wird? Ich weiß es nicht.
Nach der Trennung kamen wir dann wieder zusammen und ich bekam Vorwürfe zu hören alá "Wie konntest Du, Du hast mich nicht richtig geliebt!" und ähnliches.

Ist das so?

Nö!
Man kann jemanden lieben, jemand anderen kennen lernen und auch für den Gefühle entwickeln, wenn man offen bleibt, wenn man ein offenes Herz hat, wenn man es quasi nicht kategorisch verschließt, sondern begriffen hat, man kann nur gewinnen!

Ein Freund der auch nicht monogam lebt sagte mal dazu: "Es ist ein tolles Gefühl, wenn sie zu Dir zurück kehrt, freiwillig, weil sie Dich liebt und Du sie nicht festhalten musst, was Du eh nicht kannst."
Der Seelenfänger sagte mal: "Bitte pass auf das Du mich nicht erdrückst."

Man muss quasi open minded sein, verstehen das man einen geliebten Menschen nicht festhalten kann und umso mehr man jemanden fest hält, ihn umso eher verliert, weil man ihn erdrückt.
Man muss begriffen haben, das man andere ohnehin nicht fest halten kann und wenn jemand sich zu jemand anderen hingezogen fühlt, ihn nicht aufhalten kann. Nicht umsonst gehen so viele Leute fremd, da ist es mir doch lieber mein Gegenüber geht offen damit um, vertraut mir, sagt es mir und wenn er mir zb nicht mehr genug Gefühle für mich übrig hat, tja dann habe ich doch im Grunde das selbe, als wenn man sich so oder so trennt, weil man sich weiter entwickelt hat, in verschiedene Richtungen. Da ist mir Offenheit und Ehrlichkeit lieber, als das man mir ins Gesicht lügt und etwas vor gaukelt.

Naja, nun haben wir uns wieder getrennt und es ist ok, ich wollte es selber so, ich sah keine mögliche Zukunft mehr. Klar weint man anfangs und leidet, aber wie lange? Das ist doch sehr individuell. Man kann doch nicht an einer Heulphase aus machen, wie sehr man jemanden liebte.

Ein gaaaanz lieber Freund *wink zu Chrischan rüber* dem ich auch diesen Beitrag aus ganz vielen Gründen widme, fragte mich wie es mir geht. Und was soll ich sagen, ich sehe diese Frage nicht als Phrase, sondern antworte so gut es geht ehrlich. In dem Moment war es ein: "Erschreckend gut!"
Ich fand es wirklich erschreckend, das es mir gut ging, wenige Tage nach einer Trennung von einem Menschen, den ich wirklich und wahrhaftig liebte. Ich saß da und bekam Schuldgefühle. Darf es einem gut gehen?
Er kennt mich, weiß wie ich ticke und sagte: "Hey, es darf Dir gut gehen! Du hast Dich getrennt, nicht ohne Grund und wenn man sich trennt aus Gründen, dann ist es doch normal das es einem danach besser geht, man erleichtert ist und es einem gut geht, also genieße es! Himmel genieße es einfach!" Sinngemäß wiedergegeben jedenfalls.

Seit dem habe ich das im Ohr, immer wenn ich da sitze, es mir gut geht und ich denke: "Man das ist nun x Tage her, eigentlich müsstest Du leiden?" Nein, warum denn?
Klar ist es traurig wenn man jemanden liebt und entdeckt das es aus guten Gründen nicht weiter geht, das man sich nicht gut tut und nicht glücklich ist und die ganze Beziehung nur noch besteht, weil beide darum kämpfen, ein Kampf der manchmal aussichtslos ist. Aber es gibt ja Gründe für eine Trennung und klar geht es einem dann besser, wenn diese Gründe weg fallen.

Es ist wie eine Achterbahn, es geht einem gut, im nächsten Moment liegt man mal wieder am Boden seelisch gesehen, auch das ist normal, ok dann dreh Dich auf den Rücken und schau in den Himmel, wenn ich mir das vorstelle geht es mir auch schon wieder besser und ich habe Freunde, ich laaaaaaaabere alle voll, tut mir leid Jungs, aber tausend, nein millionenfacher Dank das ihr für mich da seid! Ich habe den besten Trupp Menschen um mich herum, den man sich vorstellen kann und immer jemanden der für mich da ist, mir den Kopf hoch hält, wenn ich gerade zu schwach bin und mir den Weg weiter zeigt und so gehe ich ihn, nicht alleine, nicht einsam, nicht immer glücklich, aber doch immer zufrieden, denn ich habe es richtig gemacht, ich bin glücklicher als vorher, es geht mir besser, jeden Tag besser und  ich bin so dankbar für alles.

Riesen Danke  an alle die für mich da sind! Ich kann es nicht in Worte fassen wie viel mir das bedeutet, fühlt Euch mega doll gedrückt!



Kinofilm: The Limehouse Golem

Ich war heute in guter Begleitung in der Sneak-Preview.

Nur am Rande, eine Sneak-Preview bedeutet man zahlt weniger, weiß allerdings nicht was für ein Film kommt, jedoch einer der erst in frühestens einer Woche ins Kino kommen wird.

Es ist ja immer so eine Glückssache was man erwischt und dieses mal war ich sehr positiv überrascht!

Was mir bis dahin nichts sagte ist der Film

The Limehouse Golem


Er spielt im London der 1880 Jahre, die Kleidung ist gerade bei den wohlhabenderen Damen ein Hingucker!
Also angepriesen wird er als Horror-Thriller, ich hätte eher Krimi mit ein paar gruseligen Szenen gesagt, aber gut das ist eigentlich unwichtig, er ist wirklich gut aufgebaut.

Meine Kinobegleitung fand ihn etwas zerfetzt, ich mag aber gerade Filme mit Nebensträngen und vielen Zeitsprüngen.
Er beginnt quasi am Ende, jedenfalls wird das in der ersten Szene gesagt, allerdings stimmt das eigentlich nicht wirkich, denn es wird ein ganzes Leben nacherzählt, nämlich das von Elizabeth, die als Segelflickerin aufgezogen wird, erst von einem Mann, dann ihrer Mutter missbraucht bzw misshandelt wird und eine Karriere als  Komödiantin hin legt, bis sie heiratet.

Durch den Film führt ein Inspektor  Kildaire, der eine Mordserie untersucht. Der Mörder nennt sich selber Golem und ich mochte gerne die Effekte, wenn er mal wieder jemanden verhörte, einen Text vorlas, den der Verdächtige dann abschreiben musste, um das Schriftbild vergleichen zu können, denn der Inspektor liest mit seiner Stimme, zeitgleich hört man auch den der schreibt, ein toller Effekt.

Es bleibt bis zum Schluss spannend, hat viele Verwirrungen, so dass man sich nie sicher ist, wer es sein könnte und für Gesprächsstoff sorgt.

Wenn Filme schöne Bilder beinhalten, finde ich sie umso besser und das ist in diesem hier auch der Fall, wirklich schöne Effekte tolle Bildführung und Schnitte.

Absolut sehenswert!

Ich weiß nicht ob er sehr bekannt ist im Moment, aber ich hoffe er wird es, denn er hat echt was zu bieten.

Einen Dank auch an meine bezaubernde Begleitung, zwar zeitweise ein wenig ablenkend, aber nur auf die best mögliche Art, danke für die sehr hmm reizende Zeit *lacht* es war wirklich schön und sollte unbedingt wiederholt werden :)
Ich konnte nicht nur seelisch etwas auftanken und fühle mich großartig!

Viel Spaß beim Film schauen und ich hoffe er gefällt anderen ebenso gut wie mir :)



Mittwoch, 16. August 2017

Die Schönheit des Individuums

Letztens teilte ich auf Facebook folgendes Foto:




Unter dem originalem Beitrag hatte jemand geschrieben "... oder Dummheit."

Das hat mich in der Kombination eines Menschen in meinem näheren Umfeld beschäftigt.

Manche Menschen sind leider sehr oberflächlich, sie geben sich nicht einmal die Mühe einen Menschen zu sehen, sie blicken nur auf das Erscheinungsbild und fällen ihr Urteil, wobei es genau genommen ihre eigene Schwäche und ihr Unvermögen zeigt.

Im Grunde machen mich solche Menschen traurig, sie erkennen ihre Schwäche nicht, interpretieren statt dessen wie bei einem Spiegel, genau diese Schwäche in das Gegenüber hinein und übersehen dabei die wundervolle facettenreiche innere Schönheit anderer Menschen.

Im Grunde verpassen sie sehr viel.

Ich zb schenke jedem den ich kennen lerne erst einmal ein Paket Vertrauen, wenn er das gut behandelt, schützt und schätzt, kann er es wachsen lassen, größer werden und die Früchte nach und nach ernten, aber er kann es verkümmern lassen, ausnutzen, niedertrampeln und immer wieder darauf einschlagen, dann ist es irgendwann kaputt und weg.

Es ist doch jedem selber überlassen welchen Platz er im Leben eines anderen einnimmt, er wählt es durch sein Verhalten.

Ich bin sehr froh das ich nicht die Hautfarbe, Konfektionsgröße, Narben oder andere Merkmale sehe, sondern erpicht darauf bin die Seele zu finden, zu erkennen, zu streicheln, zu halten und zu verwöhnen. So viele schöne Menschen wie ich dadurch erleben durfte, es ist ein Segen und ich halte daran fest und schaue nicht skeptisch aufs Äußere, wühle in der Vergangenheit wer wie war und ob ich das Verhalten abermals erkenne, natürlich gerne das Negative und stempel denjenigen direkt ab.

Ja mir wurde gesagt es sei naiv, blauäugig und ähnliches, mag sein das manch einer sogar Dummheit dazu sagen würde, allerdings habe ich schon so viele einzigartige Momente dadurch erleben dürfen, habe Freunde gefunden und viele Schätze mein nennen dürfen,  als das es Dummheit wäre, wenn ich anders handeln würde.

Ich bleibe dabei, ich suche gerne das schöne im Menschen und wenn ich mal auf die Schnauze falle, na und? Dann habe ich daraus ein Stück Erfahrung ziehen können, dennoch etwas erlebt und dafür kann der nächste nichts, den ich kennen lerne, er bekommt deshalb sein neues Paket Vertrauen und einen Blick in ihn hinein, statt nur auf seine Schale, sein Äußeres :)

P.S.

Das fand ich eben beim Handybilder ausmisten und stammt aus dem Buch Seelengevögelt, sehr lesenswert, aber Geschmackssache


Freitag, 11. August 2017

Buch: Einen Scheiß muss ich

Muss man eigentlich, wenn man einen Amazonlink rein stellt, an dem man nichts verdient, auch dazu schreiben das es ein Amazonlink ist, oder muss man das nur, wenn man was daran verdient?

Also hier der Link zum Buch und nein, ich verdiene nichts daran.


Eigentlich habe ich es ja als Hörbuch gehört, jaaa ich und meine Hörbücher, aber der Sprecher ist wirklich klasse, macht viel Spaß!

Ein nicht sehr ernst gemeinter Ratgeber, den man aber doch ernst nehmen sollte, irgendwie *grübel*

Mal so unter uns, ich bin ja auch kein Mensch der soooo locker ist, mein Muss-Monster hat mich auch gut im Griff, siehe Sport, gute Ernährung und ein paar andere Dinge, aber dieses Buch liefert genug Gründe und Argumente, das Muss-Monster einfach zu verjagen und man denkt sich wirklich öfter Esmi! Esmi steht für "einen Scheiß muss ich..."

Das Buch beginnt mit einer lustigen Geschichte wie Sean Brummel in den Knast kam, seine Frau nicht einsah ihm ein paar Cent vorbei zu bringen für die Kaution und er somit eine Nacht dort verbringen musste und seine Erleuchtung hatte, naja und auch die Scheidung und ein paar andere lebensverändernden Dinge.
Alle Argumente und Begründungen hinken sehr, sind Fadenscheinig, lustig und eher schlecht als recht zumzusetzen, aber!!! sie weisen einem eine neue Einstellung, einen neuen Blickwinkel auf Dinge und darum geht es, denke ich.

Der Einführung folgen dann verschiedene Themen, wo die meisten Menschen ein großes Muss-Monster haben, wie zb Umweltschutz, Tierschutz, gesellschaftliche Verpflichtungen und vieles mehr.

In der fiktiven Welt von Herrn Brummel gibt es tolle Charaktere wie zb  sein einbeiniger Vogel legless Larry und andere Menschen, deren Namen immer auch ihre Eigenschaft beschreiben. Anhand von vielen Beispielen wird einem einfach und spaßig gezeigt, das man die Welt nicht so ernst nehmen sollte, das Leben ist schön, auch wenn man nicht alle Ziele erreicht, keine hat oder sie vermasselt. Es geht immer weiter und wenn man in seinem Freundeskreis Leute hat, wie zb Veganer die einen damit nerven, liefert es eben auch Gründe, warum man nicht vegan leben muss und das auf eine so humorvolle Art, als das andere einem nicht einmal böse sein können, sondern mir lachen werden.

Mir half es jedenfalls indem ich viel lachen musste, einiges lockerer sehe und auch oft genug jemanden anlächle und mir denke: "Esmi...."

Auf alle Fälle ein Erlebnis, es schadet nicht, selbst wenn man wenig daraus zieht, lachen wird man so oder so!


Mittwoch, 9. August 2017

Alleinerziehend, Jobsuche und chronisch krank

So mal unter uns, als das Leben verteilt wurde, stand ich scheinbar in der ersten Reihe und brüllte: "Ich will bitte das komplizierteste!!!" oder so ähnlich...

Alleinerziehend sein ist nicht so schwer, dachte ich mir immer, denn in einer normalen Familie geht mindestens der Vater arbeiten und wenn der eh den ganzen Tag bei der Arbeit ist, ist ja jede normale Frau schon fast alleinerziehend hm?

Irgendwann fiel mir dann auf, da war ich noch nicht getrennt, das nicht jeder Mann morgens um 7 oder so aus dem Haus geht und nicht vor 22 Uhr wieder zurück kommt, sondern durchaus auch früher mal zurück ist und zu Abendbrot mit am Tisch sitzt.

Noch ein Denkfehler waren Wochenenden und Ferien, sowie Feiertage, auch dann sind Väter meist Zuhause je nach Beruf. Problem war eher das einfach mein Mann was gaaaaaaanz besonderes war/ist, denn es machte kaum einen Unterschied ob er da war oder nicht, bis auf das das Dreckpensum der Wohnung stieg oder fiel.

War er bei der Arbeit, saß er eben nicht auf der Couch mit Kopfhörer auf den Ohren und dem Laptop auf dem Schoß, denn wirklich im Haushalt half er nicht wirklich viel, im Gegenteil, wenn er abwesend war, gab es weniger zu tun, was er bis heute abstreitet.

Als ich ihn dann raus warf wurde vieles leichter, manches schwerer. Er verdiente nun einmal das Geld und hatte uns ernährt, jedenfalls als er noch gesund war, wie er sagen würde. Ich sage lieber, als er seinen Arsch noch hoch bekam. An dieser und anderen Stellen möchte ich nicht ins Detail gehen was er hat, nur so viel: Ja es gibt psychische Krankheiten wie zb Depressionen, Burn-out und ähnliches, aber ja es gibt noch viele mehr und nur weil man meint man habe etwas davon, bedeutet das noch lange nicht, das man sich darauf ausruhen kann, zumal wenn einem kein Arzt die Krankheit bestätigt hat. Also böse Zungen könnten ihn mit einem Menschen vergleichen der meint er kann nicht mehr gehen, deshalb im Rollstuhl sitzt, am Besten einen E-Rolli, dabei ist er schlicht nur zu faul zum Gehen.
Nochmal, ja es gibt leider diese Krankheiten, es liegt nicht an meinem glauben bzw nicht glauben daran!

So jedenfalls verdiente er ursprünglich mal das Geld, bzw kümmerte sich irgendwie bis kurz vor Schluss darum und das fiel dann ja weg, blopp. Ich bin also zum Arbeitsamt und dort erklärte ich, was ich körperlich in etwa habe und was ich nicht darf, denn eine meiner größten Ängste war es, dass ich etwas machen muss was meinen Bauch weiter kaputt macht.

Durch die OP's darf ich zb nicht mehr als 5kg heben, selbst joggen darf ich eigentlich nicht, also zählte ich es grob auf und wurde erst einmal in eine Maßnahme gesteckt, in der körperlich und geistig kranke Menschen unter anderem von Ärzten getestet werden was sie können, dann wird am Ende von 6 Wochen ausgefüllt was geht und was nicht geht.

In der ersten der 6 Wochen hat man Gespräche mit Ärzten, man bringt auch seine Arztbriefe mit die gecheckt werden, man kann auch mal Fragen stellen, man bekommt zu üblichen Themen Informationen wie zb Bandscheibenvorfall, wie entsteht er, wie behandelt man ihn und so weiter, oder wodurch entsteht Stress, wie vermeidet man ihn, wie rutscht man nicht ins Burn-out, aber auch die Bewerbungsunterlagen werden mal durchgeschaut und überarbeitet. Ja man macht sogar einen Intelligenztest!

Jedenfalls nach der ersten Woche werden einem Grundlagen vom PC, Internet und Co erklärt und lauter andere Dinge. Bereits in der ersten Woche langweilte ich mich, ich war unterfordert und begann den anderen am PC zu helfen, sagte meiner zugewiesenen Therapeutin (jeder bekam eine) das es mich langweilt und sie wollte mir Extraaufgaben heraus suchen. Hm ich bekam statt dessen im Büro einen Praktikumsplatz für die nächsten 5 Wochen und war ganz zufrieden, noch immer unterfordert, aber zufrieden. Leider bekam ich die Stelle nicht, Kommentar vom Chef: "Sie sind unterfordert, es würde Sie nicht auf Dauer glücklich machen, Sie müssen etwas finden das Sie mehr beansprucht, machen Sie weiter Schule, holen Sie mehr aus sich heraus."

Ganz ehrlich? Eigentlich hat er so gesehen Recht, aber ich war dort glücklich und wäre gerne noch etwas geblieben um dann, wenn ich keinen Spaß mehr habe, weiter zu schauen.

Gebracht hatte es mir dennoch was, denn ich habe nun schriftlich was ich beruflich machen darf, welche Gegebenheiten mein Job braucht, welche er nicht haben darf und so weiter, das ist viel wert, denn selbst ich berücksichtigte nicht alles. Zb Berufe wo es dauerhaft warm ist, sind für mich nicht geeignet, ich könnte nicht genug trinken, bzw müsste dann wieder mehr auf die Toilette und würde eh nicht genug Flüssigkeit aufnehmen.

In der Zwischenzeit kam noch ein Reizdarm hinzu, eine chronische Magenschleimhautentzündung die mal aktiv ist, mal nicht, aber auf Stress reagiert und das ich weniger bis kein Eisen aufnehme.

So und jetzt?

Ich will arbeiten, ich bin keiner dieser Menschen die gerne Daheim herum sitzen, Däumchen drehen und nichts tun, wobei ich das ohnehin nie tue. Klar stricke, häkle, nähe oder sticke ich immer irgendwas, lese und halte mein Hirn so gut es geht fit, derzeit lese ich zb meine liebste Romanreihe in englisch, weil sie nicht komplett übersetzt wurde, ich aber gerne alle lesen würde.

So mit 17 wurde ich Mama, gewollt und glücklich, nicht missverstehen bitte, aber eine Ausbildung machte ich nie. Ich wollte von klein auf immer Mama sein, wollte immer viiiiiiiiieeeeeeeeeele Kinder, gaaaaaaaaaanz viiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeele Kinder, aber gut als ich dann erfahren habe das ich diesen blöden Gen-Defekt habe und ihn zu 50% vererbe, nahm ich Abstand von viiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeelen Kindern. Beruflich habe ich mich immer viel extrem vieles interessiert.

Bei der Maßnahme machte man unter anderem einen Test, für welche Themen man sich interessiert und für welche man sich auch eignet. Problem war, bei mir kam quasi fast alles raus, es grenzte lediglich technische Berufe aus, für die ich mich wirklich nicht eigne oder interessiere, nur brachte es mich einfach nicht weiter.

Tja und etwas mehr als ein Jahr später, mit etwas vielen Krankheitsphasen bin ich so gesehen keinen Schritt weiter im Grunde.

Meine Scheidung läuft schleppend, wobei mich das gerade wenig interessiert, denn geschieden oder nicht ist nicht sooo der riesen Unterschied und da ich es nicht beeinflussen kann, ist es ok wie es ist. Ausbaufähig, aber ok.

Gesundheitlich geht es mir gerade nicht soo toll, habe wieder im Bauch alles entzündet, gereizt, genervt und müsste mehr auf meine Ernährung achten, aber diese Disziplin hmm. Dafür halte ich nach wie vor mein Gewicht! Habe also weiterhin in etwa 14kg minus und mein persönliches Idealgewicht von 64kg bei 164 Körpergröße und mache weiterhin Sport!

In der Liebe ist auch alles gut, ich bin glücklich mit ihm, nun ein Jahr und möchte ihn nicht mehr missen, er ist ein Stück von mir geworden, trotz einiger Widrigkeiten.

Ich habe sehr großes Glück mit meinen Damen, sie sind einfach spitze, perfekt, kleine Zaubermäuse, wobei klein nicht wörtlich ist, denn die eine überholt mich cm mäßig gerade!
Sie sind so lieb, geben sich riesige Mühe, sind einfach fantastische Menschen, liebenswert, fürsorglich, empathisch und immer füreinander da. Sie sind offen und herzlich, fleißig und ganz ehrlich, ich frage mich täglich womit ich sie verdient habe und wie sie so toll werden konnten, ich bin wirklich sehr sehr froh sie zu haben. Sie sind eine tägliche Bereicherung.

Tja beruflich hm das ist so ein Ding. Einerseits würde ich gerne von Zuhause aus arbeiten, andererseits bin ich auch sehr gerne unter Menschen. Zuhause kann ich aber auch krank sein, gerade eine bauchtechnisch miese Phase haben und arbeiten, andererseits, welche Jobs kann man denn von Zuhause aus machen?

Ich bekam nun erklärt das ich zu 15 Stunden Beratung über Berufe gehen kann, da bekommt man 15 Stunden mit einem Menschen (nicht am Stück, aufgeteilt!) mit dem man erarbeiten kann, was man arbeiten möchte. Klingt gut oder? Ich glaube das mache ich :)

Naja und ich spiele doch noch mit dem Gedanken das alleinige Sorgerecht zu beantragen, jetzt wo mein gerade noch so Mann sich nicht mehr meldet, selbst bei seinen Kindern nicht ans Handy geht oder bei Whats App antwortet und das zum xten mal, die xte Woche. Er schadet ihnen nur noch, sieht aber nur sein "Leid" was keines ist und holt sich nicht einmal Hilfe. Ich denke das es an der Zeit ist, einfach mal den Kindern zu zeigen, er ist nun raus aus der Geschichte, er hat den Weg selber gewählt und muss nun mit den Konsequenzen klar kommen.

Immer höre ich von den Müttern, die den Umgang zum Vater erschweren oder sogar verbieten, aber wer redet/schreibt denn bitte mal über die Väter, die sich nicht kümmern, ihre Kinder hängen lassen und kein Interesse zeigen?
Aufregen bringt da aber auch wenig, es ist wie es ist, es ist/war seine Entscheidung, ok dann gehen wir den weiteren Weg ohne ihn, ich denke für ihn ist es ein größerer Verlust als für uns und bis vor wenigen Wochen rannte ich ihm noch hinterher, zwang ihn Zeit mit seinen Kindern zu verbringen, aber in Wahrheit saß er dann auch hier wieder nur am PC und die Kinder blieben größtenteils in ihrem Zimmer.

Traurig, aber das Leben geht ohne ihn weiter, vielleicht sogar einfacher und besser :)



Sonntag, 30. Juli 2017

Fantasie Urlaub

Aus verschiedenen Gründen kann nicht jeder in Urlaub fahren. In einem Buch:  99 gratis Ideen las ich den Tipp #15 Machen Sie Urlaub im eigenen Schlafzimmer

Darin wird beschrieben wie man sich überlegt wohin man reisen möchte, das man das passende Essen besorgen soll, Bilder aufhängen von den Sehenswürdigkeiten und so weiter.

Diese Idee ist süß, aber ausbaufähig!

Wie wäre es denn, wenn man ein Urlaubstagebuch führt? Wenn man jeden Tag beschreibt was man erlebt hat? Wie das Wetter war? Man sich das passende landesspezielle Essen besorgt? Sich an den Rechner setzt, Bilder schaut, teilweise als Foto ausdruckt bzw wer kann, sich sogar rein retouchiert?

Aber hauptsächlich, sich eben ausmalt wie es wäre, indem man sich für eine bestimmte Zeit hin setzt, Bilder schaut und ein imaginäres Tagebuch führt, man sich vollkommen mit der eigenen Fantasie hinein versetzt und darin auf geht?

Gerade für Kinder kann das eine schöne Option sein, oder? Zumal keine Grenzen gesetzt sind!


Meine Mittlere meinte zb: "Ich würde ja gerne nach Rom, aber da ist es sicherlich überfüllt."

Ich: "Hmm meinst Du? Bestimmt hättest Du genug Geld und könntest Dir alles für einen Tag reservieren lassen, so dass es leer ist."

Sie: "Stimmt eigentlich..."

Ich: "Gehen wir einen Schritt weiter, Petrus ist Dein Kumpel, Du kannst Dir Wetter bei ihm bestellen!"

Sie: "Cool, ich lasse es hageln, dann ist eh alles leer und ich spare mir das Geld."

Es muss nicht immer teuer sein, man kann sich durch Fantasie, anderes Essen und schönen Ausflügen in die Umgebung auch einen schönen Urlaub Daheim gestalten und mal ganz ehrlich, ich finde das Fantasie und die Förderung dadurch sehr wichtig ist!

Viel Spaß beim mit/nachmachen 😊


Mittwoch, 26. Juli 2017

Hörbuch: Kopfsache schlank

Eigentlich wollte ich kein Abnehmbuch lesen bzw hören, aber bei: Kopfsache schlank sprang mir ins Auge, weil es von einer Neurochirurgen geschrieben wurde, die dann als Psychiaterin in einer Klinik arbeitete und ich neugierig darauf wurde, wie sie das anpackt, beschreibt, Dinge erkennt und so weiter.

Ganz ehrlich? Es könnte ein so trockenes Thema sein, aber durch ihre lustige lebensbejahende Art, ist es sehr nah am Leben aller geschrieben, leicht anwendbar und umsetzbar, ohne Kosten und oder viel Mühe. Sie erklärt die Vorgänge im Gehirn genau mit den Neuronen, Botenstoffe und so weiter. Sie erklärt warum wir wann essen, wie wir unser Gehirn programmiert haben und wie wir es auch wieder umgeschrieben bekommen. Sie erklärt wie wir verdauen, was unseren Blutzucker hoch treibt und so schnell fallen lässt, dass wir Heißhunger entwickeln und besser noch, wie wir es vermeiden können.

Ich habe es sehr gerne gehört, auch mit ihrem süßen Akzent und fand das Thema sehr interessant, weil eben nicht nur das Hirn oder nur die Verdauung angesprochen wird, sondern beides komplett durchleuchtet wird, weil erklärt wird wie sie es in ihrem Leben anwendet und wie es jeder kann.

Ob man nun Gewichtprobleme hat oder nicht, ob man abnehmen möchte oder nicht, ich finde das sollte jeder einmal gelesen/gehört haben, um seinen Körper besser zu verstehen, um die Vorgänge einmal genau erklärt zu bekommen und ein wenig Wissen zu tanken, was keinem schadet.

Also schaut mal, wenn Ihr Zeit und Lust habt, ob das Thema nicht was für Euch sein könnte :)



Dienstag, 25. Juli 2017

Guten letzten Flug, kleine Amsel

Als ich glaube ich 13 war oder so, starb mein geliebtes Meerschweinchen auf meiner Brust nach langer Krankheit, es war schrecklich für mich. Als wir es begraben wollten und ich auf dem Weg dahin den Schuhkarton tragen musste, war ich mir auf einmal sicher, das es sich darin bewegt hat, furchtbar... jedenfalls konnte ich danach keine toten Tiere mehr anfassen, selbst so kleine Falter oder von unserer Vogelspinne tote Heimchen nicht.

Heute auf meinem Heimweg durch den Wald saß eine Amsel auf dem Weg, eigentlich wollte ich sie erst einfach zur Seite setzten, damit sie was geschützter ist und nicht überfahren werden würde, allerdings wehrte sie sich nicht, sondern entspannte und döste ein, auf dem Weg war sie noch wach.

Sie war eigentlich unverletzt, fror etwas, weil es extrem schüttete und irgendwie schon Herbst ist. Also lehnte ich sie an meinen Superpulli an, der mega warm gibt (ist so ein spezielles hyper modernes Material) und fragte bei der Tierhilfe nach, was ich machen solle. Sie würden vorbei kommen.

Ich war mit dem Rad unterwegs, stand da im Regen, Kapuze über den Kopf so weit vorne, als das die Amsel auch geschützt wird und schaute ob sie atmet, wie ihr Herzchen schlägt, schrieb mit meinem Partner.

Nach keine Ahnung etwa 20min kamen zwei Anwohner, einer brachte mir sogar einen Schirm vorbei, sie sagten wie toll sie es fänden, machten mir Mut und gingen wieder. Fand ich sehr lieb.

Leider starb sie in meiner Hand, bevor die Tierhilfe ankommen konnte, wobei ich anrief und sie sagten, sie kämen dennoch. Ich glaube ich stand da insgesamt 35min, 10min davon mit einer toten Amsel im Arm. Ich hatte meinen Partner angerufen, weil ich ruhig bleiben wollte, weil ich die Zeit überstehen wollte, ohne sie ins Gebüsch zu legen, weil ich mir auch denke das es ein wenig Zeit braucht, bis die Seele den Körper verlassen hatte. Er stand mir bei und wir schafften die Zeit ruhig zu überstehen.

Mein Bester Freund meinte lieb zu mir, das die kleine Seele so wenigstens in den letzten Minuten nicht alleine war, ein schöner Gedanke und sie konnte entspannen, anders als bibbernd auf dem Weg.

Auch machte sie nicht den Eindruck zu leiden oder Schmerzen gehabt zu haben, eigentlich war alles ganz ruhig und nicht so schlimm, eigentlich, aber dennoch nimmt es mich mit.

Naja, ich versuche nun die guten Seiten zu sehen. Sie hatte Ruhe, ging nicht alleine, wurde gehalten und beschützt und ich kann dadurch ein wenig lernen, das es nicht schlimm ist, ein totes Tier zu halten.

Gute Reise kleine Amsel, ich hoffe ich konnte Dir wenigstens beistehen.





P.S. sie lebte auf dem Bild noch, ich schickte es meinem Partner
 

Montag, 24. Juli 2017

Scheidung ist doch nicht so einfach

Hm vermutlich war ich zu blauäugig und naiv, als ich so bei mir dachte: "Mein noch Mann ist mit der Scheidung einverstanden, wir streiten nicht, wollen dem anderen nichts nehmen, alles friedlich regeln, also geht das schnell und einfach..."

Die nackte Wahrheit ist irgendwie ein wenig verdrehter.

Fangen wir mal von vorne an!

Offiziell sind wir glaube ich seit dem 1.5.16 getrennt und da begann auch unser Trennungsjahr. Damals ging ich zu einer Beratungsstelle, bekam einen Laufplan was ich wie wo zu tun habe, arbeitete ihn innerhalb von einer Woche ab samt Anwältin und und und.

Dann bekam ich im April diesen Jahres Post meiner Anwältin, das wir es nun angehen, das wir nun mit der Scheidung starten und ich nahm an, kein Witz, das wir das in ein paar Wochen durch haben werden und ich freute mich bereits, plante eine kleine Feier, happy ohne Ende, aber was dann kam war nicht gerade soooo toll, aber ich hatte ja mein Ziel vor Augen!

Lauter Papierkram, immer und immer wieder nachdem ich sagte: "Ah nun bin ich so gut wie geschieden, nun fehlt nur noch der Gerichtstermin!" kam mit der Post kein Termin, sondern nur neue leere Fragebögen die ich füllen musste und schlimmer noch, mein noch Mann bekommt die auch und muss die auch ausfüllen, aber er ist ja soooo krank und ihm geht es ja sooooo schlecht, soooooo schlecht das er nicht einmal das Fenster beim Rauchen mehr öffnen kann, weil es soooooo weit weg ist und dann soll er es schaffen Papiere auszufüllen? Per Hand? Einfach so? Unmöglich! Wie können sie ihm das nur zumuten?!?

Jedenfalls verzögert sich alles immer weiter und immer länger und ja, ich sage mal wieder (ich weiß nicht wie oft schon zuvor) nun ist es so weit, ich habe alles ausgefüllt, abgeschickt, jetzt warte ich nur noch auf den Gerichtstermin! Und eine kleine leise Stimme in meinem Kopf flüstert murmelig: "Oder auf noch mehr Fragebögen..."


Freitag, 30. Juni 2017

Wunschbaum am Schloss

Bei einem späten Spaziergang am Schloss Morsbroich, entdeckte ich einen Wunschbaum, aber schaut selber 😄




























Sonntag, 30. April 2017

AchtNacht

AchtNacht von Sebastian Fitzek liegt ja schon auffällig überall herum, nicht nur in Bücherläden, auch in Supermärkten und Co.

Das ich die Acht besonders gerne mag, viel mir bereits in der Grundschule auf und zog sich immer weiter durch mein Leben, also konnte ich natürlich ausgerechnet dieses Buch nicht aussparen, sondern musste es lesen, zumal ich Herr Fitzek in anderen Werken bereits lieben lernte.

Wer "The Purge" kennt, erkennt schnell Zusammenhänge, wobei das gewollt ist, denn durch den Film und weitere Gedankenspiele entstand das Buch, wie man spätestens auf den letzten Seiten selber finden wird.

Es ist wirklich spannend bis zum Ende, man kann es zwischenzeitig nur schwer aus der Hand legen und leidet, wie glaube ich sehr häufig, mit den Protagonisten mit.

Ben und eine Arezu wurden für die AchtNacht ausgewählt und wer sie innerhalb von 12h umbringt, würde angeblich 10 Millionen Euro gewinnen, aber daran zweifeln nicht wenige, was der Jagt jedoch keinen Abbruch tut.

Es gibt viele Richtungswechsel und Überraschungen, selbst wenn man meint, man wüsste wie es weiter geht, kommt etwas anderes und genau deshalb macht das Lesen ja so viel Spaß!

Alleine schon was veröffentlicht wird, damit ein größerer Hass der Meute auf Ben fällt, gibt einem zu denken, wie schnell es doch gehen kann, das unschuldige Menschen glaubhaft in ein anderes Licht gerückt werden, nur weil die Menschen immer leichtgläubiger werden und weniger selber denken, leider.

Also absolut lesenswert und zu Recht ein Bestseller :)


Freitag, 28. April 2017

Marie Curry

Ich habe mir da mal was gegönnt!



Darf ich vorstellen? Marie Curry von und zu Rumpelstielzchen


Eine kleine Goldhamsterdame in drei Farben :)




Ich bin begeistert und verliebt :)




Bin gespannt wie sie uns noch zum Lachen bringt *freu*



Freitag, 7. April 2017

Anleitung: Socken größer machen bzw kleiner

Ich habe mal geschaut, aber auf die Schnelle keine Anleitung gefunden um bei der Technik: Zwei Socken gleichzeitig auf einer Rundstricknadel stricken, die Socken zu vergrößern bzw zu verkleinern, wenn sie eigentlich schon fertig waren und doch nicht passen, also habe ich mich mal ans Werk gemacht :)

Wie immer viele Bilder und ich hoffe ich habe alle Fehler die passieren können, mit abgedeckt.

Fragen? Super! Einfach drunter schreiben, die Antworten können immer auch anderen helfen.


Kleine Anmerkung noch. Wichtig ist wo die Wolle dran hängt, wenn sich jemand unsicher ist, einfach zum 11. Bild runter scrollen und es dort abschauen, oder es direkt nochmal in einem seperaten Fenster öffnen, wenn man nicht scrollen möchte. Gutes Gelingen zusammen :)

Los gehts!




Bild zu klein?
Klick drauf :)

1A)   Also wir nehmen unsere unpassenden, aber wunderschönen Socken und die hoffen das wir noch was von der Wolle haben, zwei Maschenmarkierer Eurer Wahl, man kann auch einfach eine Büroklammern nehmen, Sicherheitsnadel, egal!
Die Passende Nadel mit Seil und eine Schere.





1B)   Für Notfälle, nochmal eine Rundstricknadel (muss nicht lang sein) und eine Häkelnadel, egal welcher Stärke, bereit legen.




2)   Wir schneiden vorne ein Stückchen ab, denn da haben wir den Faden vernäht, verknotet, sonst was, egal, weg damit!





3)   Wir ribbeln nun auf, bis dahin wo wir für die Spitze Maschen abgenommen haben, zur Not wenn man sich nicht sicher ist, auch ein wenig mehr. Wenn man kürzen möchte, dann natürlich so viel weg, bis man die Gewünschte Länge hat, plus etwas weniger.
Die Länge sollte etwa gleich sein, aber es gibt bekanntlich pedantische Strickerinnen, die können von der Ferse ab zählen, wie viele Reihen man bei der einen ribbelte und es bei der anderen mit Maschenmarkierer zb exakt gleich tun.
Wenn man die Wolle schön aufwickelt, kann man damit auch weiter stricken.




4)   Wir schauen, wenn man sie aufribbelt, dass man an einer Seite aufhört , so dass man wie zuvor wieder in etwa die selben Maschen auf den Nadeln hat und nicht die Spitze verrutscht zur Ferse gestrickt wird :)
Erst einmal ist auch egal wie bescheuert hässlich und verdreht die aufgefangenen Maschen aussehen, zb nicht komplett erwischte Fäden kann man beim späteren abstricken wieder schön aufsammeln.
Wichtig ist, das man genau die halbe Maschenzahl einer Socke aufnimmt!!!




5)   Fällt eine Masche runter? Fallmaschenalarm? Egal! Einfach irgendwie eine auffangen und später mit einer Häkelnadel durch die Masche darunter, den Faden von der Reihe darüber, der da gespannt ist, nehmen und...



6)   ...durch ziehen, so bringt man jedenfalls rechte Maschen die gefallen sind wieder schön hoch und linke? Eigentlich genau so, nur dass man die Arbeit herum dreht *lach*




7)   Wir schupsen also die halbe Socke auf die Nadel bis ans andere Ende durch, machen einen Maschenmarkierer drauf und hoffen das wir sie passen geribbelt und aufgefädelt haben, so dass die Wolle nicht am falschen Ende sitzt und man später nicht weiter stricken kann.




8) Falls es Euch doch passiert und die Wolle am falschen seitlichen Teil sitzt, wie zb auf dem Foto oben, kann man zb eine halbe Socke einfach mit der zweiten Rundstricknadel schnell stricken und ordentlich wieder auffädeln. (notfalls scrollt mal runter bis Bild 11)




9)   Damit wir nicht durcheinander kommen zwei Dinge die wichtig sind.

Erstens: die Wolle der ersten Socke sollte gegenüber der Nadel enden, schaut mal das Bild genau an. Wir Spannen ja immer die Wolle, wenn wir eine Socke in dieser Art Stricken, beim Rundenbeginn von der gegenüber liegenden Seite, darauf achten bitte.

Zweitens: Behaltet die Nadel, mit der ihr Eure Maschen aufnehmt am Besten in der Hand, oder merkt sie Euch, damit nichts durcheinander kommt, denn wir fädeln alle Maschen mit einer Nadel auf, damit die Reihenfolge später stimmt.

So wir verfahren im Prinzip mit der anderen Socke ebenso, wir fädeln wieder die halbe Maschenzahl auf, so dass wir an einer der Seiten sind. Achtet darauf das die Wolle an der letzten Masche dran ist, also von der zweiten Hälfte, letzte Masche!



10)   So sollte es also nach der ersten Hälfte der zweiten Socke aussehen.




11)   Alles fertig und sortiert? Dann müsste es so aussehen. Schaut genau hin wo welche Wolle liegt!

Dann könnt Ihr nun ein Stück dran stricken, oder beim Kürzen eben nach einer oder zwei Runden die Spitze wieder beginnen :)

Ich hoffe es war so genau, dass es gut verständlich ist.


Viel Spaß!

 

 

 



Samstag, 1. April 2017

Folter bringt doch was!



Nach nun 3x Eiseninfusion und 2 von 10x Vitamin B12 muss ich sagen, es wird besser!

Beim Treppen steigen bin ich nicht sofort außer Puste und ich war diese Woche 3 mal nordic walken, wobei ich versehentlich ein Training aus meiner App gelöscht habe, ich Schusselchen, aber egal!

Von 40-55min war ich nun unterwegs und es macht Spaß, aber laufen (joggen) ist wieder und immer noch mein Ziel, bzw dahin kommen, wo ich bereits war und noch viel weiter :)

Aber Schritt für Schritt, immer langsam. Erst einmal möchte ich meine 1,5h am Stück ohne Probleme mit den Stöcken durch die Gegend latschen können in einer vernünftigen Zeit, bevor ich wieder richtig los lege. Muskelaufbau ist wichtig, wenn man den Bauch so kaputt hat, aber es ist alles wieder in Sicht und darauf kommt es an.

Zwar ist die Aussicht nun alle 3-6 Monate 3x Eisen und Vitamin B12 zu bekommen nicht gerade prickelnd, aber die Lebensqualität steigt so ungemein an, das ich es durchaus gerne mache :)

Steck nicht den Kopf in den Sand, sonst treten Dich die Kamele in den Hintern!


Mittwoch, 22. März 2017

Hamsterbacke

Ich hasse Sachen stopfen, ehrlich! Nach einigen Anleitungen kann ich selbstgestricktes noch immer nicht ordentlich stopfen, also versuchte ich mein Glück und fragte meine Jüngste (derzeit 11 Jahre jung) ob sie es mir stopfen kann. Hmmm ich glaube drei Socken und einen Stulpenhandschuh oder so was in der Art bot ich und fragte was sie möchte. Erst lehnte sie komplett ab, jedoch kam mir in den Sinn, sie wünschte sich einen Häkelhamster!

Irgendwo kam mir mal die gratis Anleitung von kuema unter und meine  Tochter hatte sich schockverliebt in das depressiv schauende kleine Vieh.


Ich rede mit Engelszungen auf sie ein, aber sie wollte keine fröhliche happy Variante, sie wollte das Suizid gefährdet aussehende Glubschi unbedingt haben, also bekam sie es!

Zuvor hatte sie, wie abgesprochen meine Sachen gestopft und wisst ihr was? Meine erste Reaktion war: "Gut, Du hast Dir echt Mühe gegeben, ich mache den Hamster so wie die gestopften Sachen aussehen, wird also eine Zombiehamsterbacke mit herausgefallenem Auge und Stumpf statt Bein!" Sie fand es nicht so lustig wie ich, sorry ich liebe Zombies, also bekam sie ihn exakt so, wie sie ihn sich wünschte und nun begleitet er sie schon ein paar Wochen und beide sind happy, auch wenn Mr. Hamsterbacke nie so ausschaut *lach

P.S. stopfen tue ich meine Sachen wieder selber, zwar sieht es nie gut aus, jedoch besser als wenn sie es macht, aber das bleibt bitte unter uns!

Dienstag, 21. März 2017

2 x warme Füße

Mein Freund, Partner, Schnuckipupsi, wie auch immer man seinen Liebsten nennen möchte, hat sich von mir Socken gewünscht, also bekommt er die!

Seine ersten sollten mit Glitzer sein, sind sie auch *freu*

Wie soll man einem Mann auch den Wunsch abschlagen, den er so herzlich vorbrachte: "Ich bin männlich genug für Glitzersocken, also strick mir bitte welche die glitzern!"

Gesagt, getan :)



Zu meiner Schande muss ich gestehen das er sie bereits zu Nikolaus bekam und ich es nur nicht veröffentlicht habe, wie so einiges andere auch nicht.

Seine anderen Socken waren leider etwas zu klein, weil ich die Spitze korrekt gemacht habe, davor aber einen Fehler eingebaut, den vielleicht die ein oder andere Strickerin auch kennt. In der Tabelle steht zb 4x in jeder 3. Runde abnehmen. Die 3. Runde bedeutet ja das man es 2 Runden nicht macht und dann abnimmt in der 3. Runde. Dummerweise hat dabei mein Hirn einen Knoten, so dass ich oft in der 4. Runde abnehme und 3 Runden ohne mache. Glückssache war beim 1. Paar das sie dadurch passten, beim 2. Paar machte ich es richtig und dadurch waren sie zu klein *seufz* Also mache ich die Tage ein Tutorial wie man sie länger machen kann.


Ach und einer meiner lieben Freunde der Fotograf ist, schenkte mir einen wundervollen Kalender, als Dank bekam er unter anderem auch ein paar warme Füße geschenkt, wie immer mit viel Liebe, denn mal ehrlich, wenn man nicht gerade eine Akkord Strickerin ist, ist immer viel Liebe drin!






Sonntag, 19. März 2017

Wenn Du denkst...

... das eigentlich alles gut sein könnte, kommen neue Probleme und noch ein paar und noch mehr und wäääääääääh.

Kennen leider sicherlich zu viele Leute *seufzel*

Hmm ich würde sagen, es begann so Ende Juli, Anfang August 2016, damit das es mir nicht mehr so dolle ging. Beim Laufen (joggen) bekam ich keine Steigerung mehr hin und dann kamen Schmerzen im Bauch, weshalb ich pausierte und nicht mehr wirklich in Schwung kam.

Keine Puste, wenig Motivation und dauernde Bauchschmerzen machten es mir nicht einfacher und so baute ich auch noch immer weiter ab.

Im Februar diesen Jahres kamen dann anhaltende Bauchschmerzen dazu, an einer Stelle wo sowohl meine bekannte Engstelle im Darm ist, als auch mein letzter süßer kleiner Eierstock, so dass meine Hausärztin überfordert war und mich mal eben ins Krankenhaus schickte. Dort angekommen wurde eine Zyste im Eierstock vorgefunden und da dort damals ein gutartiger Tumor war, wurde es kontrolliert via CT und Punktierung. Eine Woche Krankenhausaufenthalt und kein Deut schlauer, außer das meine Engstelle im Darm schüchtern ist, wenn sie nicht gerade herum spackt und nicht erkennbar war und die Zyste wohl diesmal anständig ist und von alleine abhaut.

Die Zyste ging, die Schmerzen blieben leider dennoch, aber ohnehin stand meine jährliche Magen und Dünndarmkontrolle an (an Ermangelung eines Dickdarms wird nur der dünne Darm gespiegelt) und das kam mir gelegen, denn nicht nur die Schmerzen blieben, auch stellten sich neue Probleme ein. Ich vertrage weniger Essen und Trinken, mein Darmabschnitt (es ist quasi der erste Teil des Dünndarms) der Eisen und Vitamin B12 aufnehmen soll, stellte seine Arbeit ein und so fiel mein HB Wert immer weiter und ich bin auf Eiseninfusionen und Vitamin B12 Spritzen angewiesen. Für viele wohl kein Problem, für mich mit meiner Nadelphobie der reinste Horror, ich könnte kotzen, sorry.

Aber ich hatte echt noch Hoffnung das sie bei den Spiegelungen was finden was alles erklärt und alles würde super gut werden! Die Hoffnung stirbt zu letzt, oder?



Hey hier in Leverkusen im Klinikum bekommt man nun keine schicken roten Bänder, aber immerhin weiße...

So also angekommen und Tag eins gab es eine schöne Magenspiegelung, die üblichen und für FAPler normalen Drüsenkörperzysten im Magen, die harmlos sid und vollkommen egal und im oberen Dünndarm alles wie immer, kleine Polypen und Polypenknospen die abgeknipst werden, fertig.
Tag zwei, Dünndarmspiegelung von oben, weiter rein als am Vortag und nicht nur Polypelchen gefunden, nein ein bescheuertes tubuläres Adenom.
Nochmal zur Erklärung: PAK ist meine Eselsbrücke: aus einem Polyp wird ein Adenom, aus einem Adenom ein Karzinom. Also die Vorstufe zu Krebs, dabei wurde letztes Jahr noch besprochen ob es nicht alle drei Jahre genügen würde, hmm ist nun vom Tisch und meine Sicherheit das die Kontrollen reichen und ich keine Angst haben muss, ist direkt mit verflogen.

An Tag drei gab es eine Überraschung, die Ärztin fand meinen HB Wert blöd mit 9,0 und wollte nochmal die Blutwerte. Ich sagte das ich schon die erste Eiseninfusion bekommen hatte und es nur eine Frage der Zeit ist, bis er besser wird, aber das war ihr egal, also ich mit meiner schönen Nadelphobie wieder Blut abgenommen bekommen und hui, kurz darauf kam die selbe Dame wieder und musste nochmals Blut abnehmen, es wurden einige Werte vergessen! Ich wäre ihr sehr gerne an den Hals gesprungen, begnügte mich aber mit der Androhung eine Voodoo Puppe zu basteln und der Bitte um eine Haarsträhne von ihr, wobei sie fluchtartig lachend den Raum verlies... ihr Glück. Wobei, ich sagte ihr das ich weiß es sei nicht ihre Schuld, keine Sorge... ich bin da schon human und nett, auch wenn ich viel fluche, schimpfe und zetere.

Danach kam die Dünndarmspiegelung von unten dran, dort wurde bisher nie etwas gefunden, diesmal auch nicht, außer das mein Pouch leider vernarbt ist. Ich frage mich warum, ob vom falschen Essen, oder den Spiegelungen. Muss ich bei Gelegenheit mal nachfragen.

Blutwerte ergaben das mein Eisenspeicher wieder voll ist, aber dadurch das Vitamin B12 aus geht... siehe oben.

So mein Fazit:
Es hat sich mal wieder bestätigt das bei so Untersuchungen immer neue böse Überraschungen ans Licht kommen *schimpf* dabei hatte ich davor schon die Schnauze voll!

Mir wurde erklärt, als ich erfahren hatte das auch in meinem Dünndarm Polypen wachsen und ich die totale Panik schob, das im Dünndarm ein anderes Klima herrscht als im Dickdarm, weshalb die Polypen langsamer und weniger an der Zahl wachsen als im Dickdarm.

Als FAPler muss man im Schnitt alle drei Monate zur Kontrolle, damit sicher gestellt ist, das auch ein übersehener Polyp kein Krebs wird bis zur nächsten Untersuchung und so weiter. Im Dünndarm ist je nach Polypenbefall eine Kontrolle in ein bis drei Jahre Abstand ok, aber das in einem Jahr direkt so was wachsen kann, hat mich nun doch schon sehr geschockt. Mein bisschen Sicherheit das ich bisher hatte ist damit flöten gegangen.

Auch das Thema Pouch hatte ich mit viel Sicherheit belegt, ich kenne Leute deren Pouch über 20 Jahre alt ist, also dachte ich mir so in 30 Jahren frühestens müsste ich mir eventuell zum Thema Stoma Gedanken machen, aber als ich las das er vernarbt ist, dabei ist er keine vier Jahre alt... wow das beschleunigt auch ein Stoma meiner Meinung nach.

Ich glaube ich muss dringend mal wieder zu meiner Spezialistin und ihr ein paar Fragen stellen, die mir sonst keiner wirklich beantworten kann, bzw bekommt man regelmäßig auch Antworten die nicht unbedingt stimmen, weil Ärzte nicht zugeben möchten, keine Ahnung zu haben.

Also das muss ich nun erst einmal irgendwie verdauen.

Oft bekam ich geschrieben das ich so stark sei, das so toll hin nehme und so weiter, aber ich glaube der Schein trügt, denn es dauert eine Zeit bis man mit so Gedanken klar kommt und davor fließen viele Tränen, viele unschöne Gedanken und man zweifelt und denkt sich: Warum das denn nun auch noch?

Anderen mit FAP geht es anders, sie haben langsam wachsende Polypen, weniger oder sogar keine im Dünndarm.  Sie müssen viel seltener auf die Toilette als ich und brauchen keine Medikamente, Zusätze und sonstiges. Bitte nicht direkt meinen das es allen so ergeht. Jeder Körper ist anders, jeder FAPler hat es anders ausgeprägt und einen anderen Verlauf.

Keine Ahnung, da knabbere ich nun ein Weilchen dran herum, bis mir die Sonne wieder aus dem Arsch scheint, denn mal ehrlich, mit dem Eisen und dem Vitamin B12 sollte ich wenigstens in absehbarer Zeit fitter werden und endlich wieder Sport machen können!


Lebenszeichen... mal wieder

Vorab, heute geht es allgemein um mich, in den nächsten Tagen folgt ein Eintrag über meine verschissene Arschloch-Krankheit und genau das ist sie auch und dann noch einer oder so für die Damen die gerne stricken und so pfui bah Wörter verabscheuen, Entschuldigung, aber manchmal gibt es keine blumigen Ausdrücke die so eine Aussagekraft haben, jedenfalls gibt es für die was ich so geschaffen habe und ein Tutorial wie man zu kleine Socken größer bekommt.

So nun weiter im heutigen Text.

Mir wurde gesagt, ich erschaffe extra Probleme, um mich von meinen anderen abzulenken, lassen wir mal dahin gestellt was da dran ist, jedenfalls brachte es mich zum nachdenken, wie ich sonst mit meinen Problemen umgehe und was sich verändert hat, weil ich schlechter mit ihnen klar komme und mein erster Gedanke war: "Ich schrieb immer!"

Als Kind schrieb ich x Jahre Tagebuch und 2004 schenkte mir mein noch Mann meine erste eigene Domain, auf der ich ein Tagebuch veröffentlichte, der Inhalt ist egal, es existiert ohnehin nur noch in Archiven und nicht mehr im Web.

Damals gab es so etwas wie einen Blog nicht wirklich, deshalb nannte man es schön und schlicht Tagebuch, was ich bevorzuge, wenn es um persönliche Dinge geht.

Jedenfalls fiel mir auf, das ich nicht mehr wirklich schreibe, weniger mich selbst reflektiere und mich immer mehr zurück gezogen habe, was nicht so übel ist, wenn man zu viele Gefühls-Vampire im Leben hat.

Also werde ich mich wieder mehr öffnen, mehr an mich heran lassen und wieder mehr von mir geben.

Es ist schön zu zeigen was man herstellt (strickt, häkelt, näht, stickt und so weiter) und Bücher / Hörbücher zu teilen, wenn man schöne kennt und so weiter.

Eigentlich habe ich ziemlich viel Glück im Leben, immerhin habe ich mich im Guten von meinem noch Mann getrennt, das Jahr ist fast um, die Scheidung steht an und dennoch können wir normal miteinander umgehen. Seit über 7 Monaten bin ich mit meinem Traumpartner zusammen und jeden Tag so froh ihn zu haben. Wer kann so was schon von sich behaupten?

Leider überschatten dann bescheuerte Dinge mein Leben wie meine Krankheit und andere Wehwehchen die sich dazu gesellen, doch wie hörte ich letztens so süß? Schau lieber die Sonne an, dann fallen die Schatten hinter Dich. Sinngemäß jedenfalls, aber ich glaube es war irgendwie schöner verpackt, was solls, man versteht was es heißen soll :)

Ich habe gesunde Kinder, die sogar kochen und backen für sich entdeckt haben und ich sage Euch, das ist ein Genuss... naja ich bin die, die danach die Küche in Ordnung bringt, was solls, es schmeckt fantastisch! Ich bin mega stolz auf meine Damen :)

Bei den Tieren hat sich einiges verändert. Wir mussten uns leider von den Schnecken trennen und unsere Mäuse sind alle nach und nach altersgerecht verstorben, Luna unsere Katze wird langsam ein altes Mädchen mit 10+ Jahren, die Schlangen sind auch ausgezogen, jedoch haben wir auch Zuwachs bekommen. Zwei Meerschweinchenjungs sind die glücklichen neuen Mitbewohner und die ersten Jungs die hier wieder einziehen durften *lach unser Mädchenhaushalt ist so gesehen nun gemischt geschlechtlich :)

Eigentlich habe ich viele Gründe glücklich und zufrieden zu sein, einfach mal die Schatten vergessen und genießen was man hat, hm?