Mittwoch, 20. Dezember 2017

Kranke Jugend

Gestern saß ich im Bus und wurde auf ein Gespräch aufmerksam. Naja eigentlich blickte ich mich suchend um, weil irgendwo im Bus ein seltsamer Hund bellte, bis ich bemerken musste, das es eigentlich ein Mädchen im Alter von geschätzt hmm 16 Jahren war.
Sie saß eine Sitzreihe auf der gegenüberliegenden Seite vor mir und redete hysterisch lachend mit ihrer nicht minder lachenden Freundin.

Ehrlich ich wollte sie nicht belauschen, allerdings waren sie voll in Fahrt und nicht gerade leise und als ich dann erst einmal mitbekam worüber sie sich lustig machten, lauschte ich mit hoch rotem Kopf vor Wut!


Vorab, beide Gören (ihr werdet noch verstehen warum ich sie so bezeichne) waren gestylt, geschminkt, aufgetakelt und wie aus einem Hochglanzmagazin, leider seelisch ebenso zweidimensional wie eben so ein Foto.

Aus dem Gespräch ging hervor das eine ihrer Freundinnen eine Schwester hat, die ja schon immerhin 15 Jahre alt ist und taub stumm und blind.

Vermutlich haben viele Menschen die schwanger waren schon mal durchdacht was es bedeutet wenn ein Kind behindert zur Welt kommt, wie schrecklich das für alle sein muss. Stellt euch mal vor, ihr seht nichts, hört nichts und könnt nicht kommunizieren. Schrecklich genug!

Nun sitzen diese beiden A****geigen da und erzählen von diesem behinderten Mädchen, aber nicht traurig betroffen, sondern laut lachend. Die Hundelaute zum Beispiel macht sie, wenn sie sich erschreckt und beide wieherten los. Wenn man ihr eine Hand schnell vors Gesicht schlägt, ohne sie zu berühren, zuckt sie zusammen und macht auch diese Bellgeräusche, wobei danach abermals beide losprusteten vor lachen.

Man könne mit diesem Mädchen nichts anfangen, wenn man sie denn wenigstens in eine Ecke stellen könnte, damit man seine Ruhe hat, aber nein das ginge ja auch nicht, denn dann würde sie ja herum zappeln und klar, danach lachten sie wieder.

Ich saß da und ehrlich, ich platzte fast vor Wut!

Mehrfach ging mir durch den Kopf das ich sie einfach mal fragen sollte, wenn die ganze Menschheit blind wäre, wie sie dann noch rüber kommen würden und wodurch sie dann noch bestechen könnten, denn eigentlich sind sie nur hübsche Hüllen und innen verdammt hohl, aber ganz ehrlich, was hätte das gebracht?
Leider hätten sie mich wohl auch ausgelacht, sich lustig gemacht und es wäre nichts hängen geblieben.

Null Empathie, null Mitgefühl, null Ahnung.

Anstatt das sie froh sind gesund zu sein, nein sie müssen sich ihr Maul zerreißen!

Ich weiß es bringt nichts, das ich nun hier darüber schreibe, aber erstens muss das einfach mal raus und zweitens macht bitte nicht solche Fehler wie scheinbar die Eltern der Mädchen und reißt euren Kindern den Kopf ab, falls ihr das mal mitbekommt. Das geht doch mal gar nicht!

Ich weiß das meine Kinder anders ticken und so nicht reden oder auch nur denken würden, ansonsten hätte ich einfach mal mit ihnen darüber gesprochen. Vielleicht gibt es ja dem ein oder anderen einen Denkanstoß für ein Gespräch und vor allem für Dankbarkeit, Dankbarkeit für die eigene Gesundheit und die Gesundheit der geliebten Menschen um einen herum!

Schöne Festtage vorab und feiert schön miteinander <3



Samstag, 25. November 2017

Selbstständigkeit

Ich sitze genau während ich das schreibe im Chocofini, meinem Lieblingscafe in Leverkusen.
Es dudelt leise angenehme Musik im Hintergrund, ein paar Menschen am Nebentisch plaudern und lachen leise, hinter dem Thresen klimpert Besteck, die Kaffeemaschine rödelt herum und ich sitze auf einem weichen bequemen Sessel, schlürfe eine verdammt leckere heiße Schokolade und plane ein wenig meine Zukunft, schweife mit den Gedanken auch hier und da hin ab und bin entspannt, zufrieden und glücklich.





Wenn man chronisch krank ist, regelmäßig an seine Wohnung gebunden und man nie weiß, ob man mal wieder ins Krankenhaus muss (wobei ich dieses Jahr richtig Glück hatte, toi toi toi), ja dann ist ein regulärer Job schon naaaaja. Wenn man dann allerdings noch einige andere Probleme hat, wie zum Beispiel nicht lange sitzen können, nicht schwer heben dürfen und und und, dann ist es schon fast unmöglich.

Meine Idee mich in einer Art Home Office selbstständig zu machen, wurde deshalb gut und verständlich aufgenommen. Ich bekam einen neuen Berater, der mich etwas aufklärte was ich jetzt machen muss, worauf es ankommt und wie das ablaufen würde.

Unter anderem muss ich einen Businessplan erstellen und dort beginnen übrigens auch schon meine ersten Probleme.
Eröffnet man ein Restaurant, oder Imbiss, dann ist es eigentlich easy genügend Vorlagen und ähnliches zu finden, jedoch wenn man keine Lokalität benötigt, keine Investitionen braucht und ähnliches, dann wird es kompliziert, obwohl es genau genommen einfacher sein sollte... oder ich mache es mir lediglich selber schwer.


Wie auch immer, mein Partner ist mir auch hierbei eine total liebe Stütze - einen riesen Dank an dieser Stelle - und so sitze ich nun hier, schreibe Stichpunkte für meinen Businessplan nieder, nippe ab und an an meiner soooo leckeren heiße Schokolade und genieße die Zeit.

Wenn man von der Arbeitslosigkeit in die Selbstständigkeit wechseln möchte, finde ich es ganz toll das man auf diesem Weg vom Amt begleitet und unterstützt wird. Man muss sich nicht sorgen zu verhungern, indem man weiterhin seine Leistungen zum Teil erhält. Genau genommen wird es daraus berechnet, was man vorher angibt verdienen zu wollen. Nimmt man mehr ein, muss man es nach der Ablauffrist von sechs Monaten zurück zahlen,  wird es weniger, bekommt man danach das Geld ausgezahlt bzw würde man nicht mehr genug haben um leben zu können, kann man es auch zwischenzeitlich neu berechnen lassen.

Das bedeutet nun also einen Businessplan schreiben, den Antrag für die Selbstständigkeit ausfüllen, wodurch dieser lediglich für meinen Sachbearbeiter ist, denn man trägt dabei ein was man gedenkt zu verdienen und erkennt ob es realisierbar und realistisch ist, sowie sich überhaupt lohnt.

Schön daran ist vor allem, man kann es mit einem Laptop überall machen! Und so sitze hier, genieße meine Zeit, sortiere und ordne meine Gedanken und überlege womit ich genau meinen Verdienst zusammen stückeln werde.


Viel Spaß allen Lesern in der schönen Vorweihnachtszeit!


Donnerstag, 16. November 2017

Sex-Shop Mangelerscheinung

So mal unter uns Hübschen, ich wuchs in einer Kleinstadt auf, in der es meines Wissens zwar einen Puff gab, auch einen Stripladen und es wohnte sogar eine Zeit lang eine Prostituierte neben uns, aber das kam ans Licht und im gut bürgerlichen Wohnkomplex war das nicht erlaubt, also war sie bald auch wieder weg, jedoch war sie wirklich eine nette und weise Frau!

Nicht so toll war, nur mal am Rande, wenn es klingelte, man auf drückte unten und die Türe offen stehen ließ und statt einem Kumpel, plötzlich ein Freier herein spaziert kam, aber ich glaube das war dem dann peinlicher als uns.





Jedoch weiter im Thema und keine Sorge, allzu versaut wird es nicht.

Also Fakt war, meines Wissens gab es keinen Sex-Shop! Internet war auch in meiner Jugend noch recht frisch und unbedarft, nahezu jungfräulich und mal ehrlich, wenn man einen Dildo noch nie in der Hand hatte, einen bestellen wäre eh doof.

Als ich dann weg zog Richtung Köln, war das ja kein Thema mehr. Dort gibt es x Läden! Ich ging mal in einen großen Orion, mal in Dr. Müller (stimmt es das der weg ist?!?) und es gibt sogar einen nur für Frauen, außer ich glaube donnerstags, da dürfen auch Männer rein.

Es gibt unter anderem ganz spezielle mit Fetischklamotten und so Sachen, wie auf einem anderen Planeten fühlt man sich dort. (Irgendwie bereue ich es gerade da nicht dies und das anprobiert zu haben, einfach um es mal getan zu haben, wie wenn man Klamotten shoppen geht, anprobiert, obwohl man sie sich nicht leisten kann, oder sie zu lustig sind, nur um Spaß zu haben und zu lachen)

Wie auch immer, so lange man eine kaputte schnöde Ehe hat, wendet man sich ja eher ab von solchen Dingen, bei mir war es jedenfalls so, aber interessant fand ich die Läden immer und dabei meine ich noch nicht einmal wirklich die Ware, sondern das Ambiente, die Atmosphäre, das Klientel, alles zusammen, die Stimmung einfach. Andere gehen wandern, oder setzen sich in den Biergarten oder besteigen Berge, ich finde (langsam allerdings auch immer weniger) Sex-Shops spannend.

So und nun war ich jüngst immer mal wieder in verschiedenen Geschäften, auch bis nach Bonn hat es uns verschlagen *lacht*

Hier nun mein Fazit, nüchtern, trocken und mit einem Zwinkern:

Im reinen Frauenladen sind natürlich auch nur Frauen, das kann man natürlich als angenehm empfinden und die Beratung ist eine andere, aber wenn man in Ruhe schauen möchte, oder einfach etwas kaufen will, da fand ich es schon etwas hmm nervig, weil irgendwie scheinbar erwartet wird das man eine Beratung wünscht und geredet wird ohne Ende, selbst wenn man weiß was man möchte und sucht. Ich kam mir irgendwie so männlich vor! Männer klagen immer über das Mundwerk von Frauen das nie Pause macht und so ging es mir auch.
Die Einrichtung  ist vollkommen anders, eher plüschig / warm und mit Spitze und Quaddeln (ich glaube ich meine Quasten?) quasi, wobei man sich wie in einem Klischee fühlt. Hmm ich fand es nicht gerade wohlig, eher surreal. Die Auswahl ist eine vollkommen andere und vieles gab es einfach mal so rein gar nicht.

Wenn man hingegen in andere Sex-Shops geht, trifft man Frauen maximal hinter der Kasse?!?
Kein Scherz! Ich war in den letzten Monaten in einigen Läden (später mehr dazu warum ich da war) und ich habe bis auf eine einzige Frau die mit ihrem Freund da war, keine andere außer hinter der Kasse erblicken können.

Der große Orion Laden am Hansaring zum Beispiel, ist in allem rund herum ausgestattet und hat kein spezielles Thema. Er ist offen und hell, auch gut für Frauen geeignet und hat eine ausgewogene Auswahl. Beratung bekommt man, aber auch keine, wenn man keine wünscht und hat dann seine Ruhe.

Ich kaufe nicht gerne etwas im Internet, was ich vorher nicht in der Hand haben konnte und bevor sich jetzt jeder hier wunder was denkt, was ich so shoppe, nein meistens kaufte ich gar nichts. Sorry falls das nun enttäuschen sollte, ich hatte früher einfach nicht die Möglichkeit dazu und umso spannender finde ich es jetzt, außerdem kann man auch schöne Sachen entdecken, die ästhetisch aussehen, oder einfach lustig sind.
Zeitschriften und Filme interessieren mich zb null, irgendwie sind die meistens echt ekelig aufgemacht und ich vermute das man sie eher auch heimlich im Internet kaufen kann, ohne das man einen mühsamen Weg hat und direkt streamen  gibt es doch auch noch als Möglichkeit, mit gigantischer Auswahl, aber egal.

Interessant ist auch, das sich irgendwie in jedem Shop andere Kundschaft aufhält und nein ich beobachte die nicht, wobei  ich grinsen muss beim Schreiben. Ist man als Frau dort, wird man fast komplett ignoriert, höchstens wenn sie sich unbeobachtet fühlen, wird ein verstohlener Blick rüber geworfen und ansonsten habe ich den Eindruck als das sie froh sind, wenn man sie auch nicht beachtet, denn irgendwie ist es fast jedem unangenehm, dabei sind alle aus einem gewissen Grund dort, der genau genommen vereinen könnte.

Vollgestopft erscheinen die meisten Geschäfte, die zu keiner Kette gehören. Der Markt ist überfüllt und man möchte scheinbar möglichst jedem Kunden genau das passende bieten, wobei es genau genommen stellenweise keine Variationen sind, sondern irgendwie immer das selbe mit kaum irgendwelchen Unterschieden, außer dem Markennamen und dem Preis.

Kleine Randbemerkung, lustig finde ich den Markennamen Ouch! für BDMS Toys, ich musste herzlich lachen.

Meiner Beobachtung nach sind die kleinen rammelvollen Stores im Tante-Emma-Laden Stil am beliebtesten.  Meist ist es, obwohl es sich um die selben Sachen handelt, dort belebter und kruschteliger. Der geheimnisvolle Scheuklappenkäufer der hier allgemein ein und aus geht, kann sich zwischen den eng aneinandergereihten Regalen verstecken und fühlt sich weniger beobachtet.

Blöde Sprüche sind auch nicht so beliebt, wie mir scheint, sah ich doch einen riesigen Faustdildo mit Arm dran, sogar ein wenig übergroß, am Ende vom Arm mit Haltegriff, alles aus Vollgummi(?) und brachte in mir den Wunsch hervor diesen doch einfach zu kaufen, nur um damit einen Einbrecher oder ähnliches mal erschlagen zu können. Und direkt manifestierte sich schon die Szene realistisch genau in meinem Kopf!

Ich höre nachts alleine ein komisches Geräusch in meiner Wohnung! Voller Angst schnappe ich mir den Fisting-Superarm mit Haltegriff, gefühltes Gewicht 1,5 Tonnen, leicht schwabbelwabbelig und gehe auf die Pirsch um denjenigen zu finden, der das Geräusch macht und dann erblicke ich ihn auch schon! Ich schwinge demonisch grinsend den überdimensionierten Gummiarm hoch, drehe mich drei mal um meine eigene Achse und *FLATSCH* klatsche ihm das Teil voll in die Fresse sein Gesicht! Der Klang des Aufpralls, er hat sich schon vollkommen in meinem Hirn festgesetzt, als ich zu meinem Freund sagte: "Das Teil würde ich gerne mal jemanden so richtig knüppelhart um die Ohren hauen!" aber er grinste nicht einmal, ein anderer Käufer schaute eher entsetzt und somit ließ ich solche Scherze lieber weg.

Es gibt sogar Discount Sex-Shops im Aldi Style irgendwie, ne wobei eher oldschool Aldi-Style, weil Aldi sich ja nun schon stark verändert hat, muss ich zugeben.

Dort fanden wir einen Emoji-Knebel, sehr funny. Der Knebelball war als einer von mehreren typischen Emojis bedruckt. Leider wurde der Rest davon vergleichweise billig umgesetzt, schade eigentlich, sonst hätte man ihn scherzhaft verschenken können, zu Weihnachten, so stille Nacht mäßig.

Doof ist auch, wenn da so Toys herumstehen, zum testen und begrabbeln, die extra auf einer Ladestation (wenn sie Akku betrieben werden) warten, nur damit man sie mal an macht und wenn man sich dann überwindet undd traut, es in die Hand zu nehmen, sich nicht vorstellen mag was da womöglich für Mikroben und Bakterien dran haften und es dann nicht einmal funktioniert! Spricht nicht gerade für Qualität, hmm wie Antiwerbung eigentlich *seufzt*

Man muss ja auch noch die Läden erwähnen, die ein Kino dabei haben, wobei ich da noch nie drin war. Ich stelle mir das irgendwie sehr ekelig vor, brauche da auch keine anschauliche Studie für, meine Fantasie reicht mir vollkommenaus. Jedenfalls, im Zeitalter von YouPorn und RedTube (gibts die noch?!?) sterben solche Etablissements nicht aus? Oder?
Verstehe ich irgendwie auch nicht so ganz, denn theoretisch kann man sich ja überall mal ebenso auf dem Handy ein Video rein pfeifen, aber getraut mal einen zu fragen, der in so ein Kino rein stiefelt, mit gesenktem beschämten Kopf, habe ich mich dann doch auch nicht. Vielleicht äußert sich ja mal wer anonym dazu, es würde mich interessieren was der Beweggrund dahinter ist. Aber für mich in der jetzigen Zeit ist das ein Phänomen.

Genau genommen gibt es irgenwie quasi unaufgeschriebene Verhaltensregeln für Sex-Shops wie mir scheint. Sie ähneln den Notfallregeln, wenn man einem wilden Tier gegenüber steht:

- nicht ansprechen
- nicht ansehen
- keine lauten Geräusche
- keine dummen Sprüche
- bloß nicht lachen
- erst recht nicht lachen und wen ansehen
- auch nicht wen ansehen und die Nase rümpfen oder Augenbraue heben


So in etwa glaube ich müssten sie klingen.

An die Frauen sei gesagt, man muss keine Angst haben alleine rein zugehen, ehrlich nicht! Man ist dort eher das letzte Einhorn und wird höchstens bestaunt, als das irgendwer was sagen würde! Den Kerlen ist es spürbar unangenehm, als das sich niemals wer trauen würden auch nur laut zu atmen!

Einer fand plötzlich nicht einmal mehr den Ausgang und tapste mehrfach unbeholfen daran vorbei und als die ältliche Verkäuferin fragte ob er Hilfe benötigte, konnte ich mir ein Lachen kaum verkneifen.

Auch irgendwie ironisch ist, jeder hat das Bedürfnis, die meisten haben in irgendeiner Form Sex und dennoch ist es allen peinlich.

Naja egal, ich finde es weiterhin spannend und habe zwar glaube ich in Köln alle Läden durch, aber es gibt ja noch sooo viele andere Städte, wie zb in Bonn, wobei man bei einem der Shops aufpassen sollte. Als wir uns vor Ort befanden, war im Keller gerade eine Gangbang Veranstaltung zugange, wobei ich es auch nur mitbekam, weil das Stöhnen welches ich hörte, irgendwie nicht mit dem Porno auf dem Bildschirm synchron wirkte. Ich glaube ich wäre nicht rein, hätte ich das vorher gewusst, hingegen das Sortiment war wirklich schön! Ich meine das im wahrsten Sinne des Wortes, denn es gibt auch hübsche Sachen, zb aus Glas oder Stahl, die schon irgendwie künstlerisch anmuten.

Egal, ich schweife aus.

Traut Euch einfach mal, es gibt immer was zu entdecken und zu erfahren :)

Nur Mut!



Dienstag, 7. November 2017

Für Sockendstrickjunkies

Ich hatte mich mit einer netten Dame, die ich in der Bücherei kennen gelernt hatte, über stricken und häkeln unterhalten. Wir kamen so richtig schön ins Fachsimpeln und sie erklärte, bei großen Tüchern, benutzt sie für die Anleitungen Klarsichthüllen und kritzelt darauf herum.

Also machte ich eine Liste mit den Abnahmen für die zwei bei mir üblicken Socken-Kappen fertig und bat meinen Liebsten diese doch auszudrucken und zu laminieren.



Dann kann man mit einem Folienstift darauf herum kritzeln, es danach wieder verwenden und muss nicht ( so machte ich es bisher ) alles auf einen Zettel krakeln und das immer und immer wieder, sobald sich eine Socke dem Ende neigt.

Vorsicht, wenn der Stift lange drauf bleibt und je nach Laminierfolie, kann es passieren das nicht alles wieder 100% weg geht.

Ansonsten wünsche ich allen gutes Gelingen beim Nachbasteln!



Montag, 9. Oktober 2017

Buch: Zombie

Ich mag Zombies, jedoch nerven mich die üblichen Zombie-Filme, weil es immer gleich abläuft.






Als ich in der Bücherei die Flohmarktecke durchstöberte, fiel mir vor einigen Tagen das Buch Zombie auf. Es war dünn, gebunden, sah nicht nach einem Action-Buch aus und ich besah es mir nicht weiter. Freitag war ich wieder dort, es stand noch immer da. Die Aufmachung, gerade weil es eher wie ein Klassiker aussah, machte mich dann doch neugierig und so las ich den Klappentext, der verriet das es nicht um Hirn fressende Zombies geht, sondern ein kleiner süßer Psychopath sich mit Hilfe von einer Lobotomie einen menschlichen Zombie erschaffen möchte, der ihm hörig ist.

Lobotomie ist die Methode, mit der man unter das Augenlied, am Augapfel vorbei ins Hirn vordringt, um einige Dinge abzuschwächen, wie zb Ängste, Zwangszustände, Emotionen und so weiter. Im Grunde ein sehr interessantes Thema! Hmm vielleicht was zu ekelig für manche, ich gehe nicht weiter ins Detail.

Das Buch ist wirklich sehr kurz, schade eigentlich, denn es hat nicht einmal ein richtiges Ende, irgendwie hört es statt dessen mitten drin auf.

Der Schreibstil ist sehr interessant! Q.P. (der Psychopath) spricht von sich in der 3. Person bzw finde ich eher es gibt ihn als Psychopath und die Hülle die andere sehen, von der er in der 3. Person spricht, aber eher weil er sich mit der Hülle, also seinem Erscheinungsbild nicht identifiziert, das ist nicht er selber.

Einige Stellen sind sehr pikant, da Q.P. schwul ist und sexuelle Handlungen sehr kalt und brutal beschreibt, ebenso benennt er die meisten Frauen mit einem Schimpfwort das ich hier nicht schreiben möchte.

Mich faszinierte am meisten der Schreibstil, die Kälte und Abgebrühtheit, wie logisch Q.P. handelt aus seiner Sicht und wie seltsam er alle anderen wahrnimmt.
Die Autorin hat es wirklich sehr gut umgesetzt und bis auf das fehlende Ende, ist es ein sehr gutes Buch das ich nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Bücher mit solchen psychischen Abgründen mag ich gerne, noch lieber wenn sie dann noch realistisch geschrieben werden und einen Einblick in ein Leben geben, das man selber nie führen kann, nie führen möchte, es aber dennoch spannend ist, mal in diese Rolle zu schlüpfen.

Absolut lesenswert 😊




Samstag, 7. Oktober 2017

Schlampen-Tag

Also vorab, das Wort Schlampe hat ja einen ursrünglichen Sinn, der vielen nicht mehr so geläufig ist, aber meist wieder in die Erinnerung zurück findet, indem man Schlampermäppchen als Beispiel erwähnt, oder einfach einfach noch, das Verb schlampig.

Mein Schlampen-Tag ist genau so gemeint, also vergesst mal schmutzige und unmoralische Dinge, die könnt ihr gedrost abschminken, wobei das Rosenstolz Lied "Die Schlampen sind müde" wirklich nicht übel ist, vor allem in der Karibik-Version!

So nun aber zurück zum Thema.

Wenn man anstrengende Tage hatte, oder keinen Bock, oder am herumkränkeln ist, oder oder oder, dann tut ein Schlampen-Tag einfach gut!

Fertiges Essen bestellen, oder nur was in den Ofen schieben müssen. Mal den Haushalt ruhen lassen, er läuft ja nicht weg. Einfach mal nichts produktives tun und herum gammeln!



Hey ich bekam sogar Unterstützung!
Musste nicht einsam herum vegetieren, sondern gemeinsam 😄😸

TV schauen ist super, etwas Hörbuch hören und dabei eindösen auch, jedoch lesen schon hart an der Grenze!

Gut das es Schlampen-Bücher gibt.



Wobei das Schlampenbuch mir ehrlich gesagt bisher nicht so dolle gefiel *schaut betröppelt*

Aber das Schlampen Yoga finde ich klasse und ich habe noch ein Hörbuch von ihr, das ich mir aber beiseite legte, weil ich erst einmal mein jetziges fertig hören möchte. Kleiner Spoiler: Es schrieb ein Verwandter von Gandhi.

Auch gut ist eine heiße Schokolade dabei, mit Sahne oben drauf und Minimarshmallows *jammi* oh und eine heiße Wanne, die geht bekanntlich ja immer!

Oder auch schön, auf dem Balkon sitzen, wenns kalt ist mit Decke eingewickelt wie ein Wrap.

Ach man kann soooo viele schöne Dinge machen und zu anderen, die einen in die Aktivität zwingen wollen, einfach mal Arsch lecken sagen 😆

Ich wünsche allen viel Freude bei ihrem Schlampen-Tag!


Donnerstag, 5. Oktober 2017

Ich musste sie mal wieder ordentlich benutzen!

Emma, meine Nähmaschine ist gemeint 😄

Eigentlich wollte ich nur mal eben ein paar Stulpen nähen.

Sind sie nicht süß? Ok meine Hände sehen darin aus wie die eines Kindergartenkindes, aber egal, ich liebe sie!




Naja und wenn Emma schon einmal benutzt wird, kann man ja gleich weiter machen.

Ich hoffe mein bester Freund wird nicht böse, aber ich habe ein neues Körnerkissenüberzügchen genäht, seines dafür beiseite gelegt.

Der Stoff wurde mir mal von meiner Schwester geschenkt, es ist originaler aus den 70iger Jahren, total schön 💖




Auf dem Band steht Prinzessin mit Krönchen drauf und so.



Hinten wird es doppelt gelegt (wie beim originalen Überzug) und so ein Verschluss gebildet 😊

War eigentlich total easy, man nimmt ein langes Stück Stoff, oder näht mehrere aneinander.
Die schmalen Seiten umnähen, das machte ich mit einem Sternchen-Stich, weil man es später sieht.

Dann überlappend zusammen legen, rechts auf rechts natürlich und die langen Seiten zusammen nähen, jedoch habe ich die Stellen wo es überlappt doppelt genäht, damit es nicht beim etwas strapazierten rein stopfen des Körnchenkissens, direkt auf geht oder so.

Schon fertig!


Mittwoch, 4. Oktober 2017

Glück kann unglücklich machen





Ich war wirklich lange unglücklich in meiner Ehe, sehr lange.

Hmm 15 Jahre fast bis ich ihn endgültig raus schmiss und unglücklich *grübelt* eigentlich schon nach wenigen Monaten, aber ich bin ein Mensch der Fehler bei mir sucht, nicht glauben möchte das der andere einfach ein Arsch ist oder dergleichen.

Als ich dann auf einem Gutachten das Wort Narzisst las, hatte ich natürlich wie viele andere auch ein gewisses Bild im Kopf, aber als ich, und das erschreckt mich selber, erst vor einer Woche oder so auf die Idee kam mal zu suchen ob es heilbar ist und begann darüber wirklich zu lesen, wurde mir die ganze Tragweite bewusst.

Man findet schnell heraus das ich mich vor langer Zeit hätte trennen müssen und dann ärgert es mich, so viele Jahre vergeudet zu haben und dann denke ich an meinen Seelenbuddy mit dem ich nun glücklich zusammen bin, so ungemein glücklich zusammen bin und es ist so einfach, so leicht, so natürlich, so perfekt, das es mir unheimlich ist!

Wenn man 15 Jahre kämpfte, scheiterte, sich aufrappelte, von vorne begann, zum Scheitern verurteilt war und es nicht glauben möchte, dann vergisst man wie Glück sich anfühlt und hat einfach Angst es wieder verlieren zu können, wenn man es doch gefunden hat.

Mein Partner, Liebster, Schatz, Held, wie auch immer, hat auch keinen leichten Weg hinter sich bringen müssen und immer wenn ich mich gerade ärgere viele Jahre an einen Narzissten verschwendet zu haben, kommt mir in den Sinn das es dennoch der perfekte und einzige Zeitpunkt war, denn hätte ich meinen Liebsten sonst kennen gelernt?

Wir trafen uns in einem Chat, in dem ich zig Jahre nicht war und nur einige Wochen zuvor wieder öfter rein ging und er war nicht weniger oft drin. In einem Chat, in dem man nichts sucht, nichts finden möchte, in dem viele hm sagen wir freundlich Fakes herum laufen und man sich eher belustigen, als wirklich unterhalten kann und dennoch wechselten wir wenige Worte und merkten beide, das da mehr ist, gingen uns beide nicht mehr aus dem Kopf, trafen uns am nächsten Tag wieder dort und glaubten aneinander, an das zwischen uns und es wäre gut möglich gewesen das wir uns nie über den Weg gelaufen wären, obwohl wir nicht einmal weit voneinander entfernt wohnen. Ja ich glaube an Karma und es bestätigte sich einmal mehr.

Dennoch sitzt man dann regelmäßig da, nach einer Phase in der man einfach genoss was man hat und fragt sich, warum man auf einmal traurig wird. Weil man es nicht fassen kann?
Nicht fassen kann was man nun hat?
Wie schön das Leben auf einmal wieder sein kann und wie leicht?

Narzissten kann man praktisch nicht heilen, bzw nur sehr selten unter sehr schweren Voraussetzungen und umso mehr ich darüber las, umso mehr öffnete es mir die Augen, weil genau die Maschen beschrieben werden, mit denen mein noch Mann mich zurück bekam und immer wieder fiel ich darauf rein. Es ärgert mich jedoch immer weniger, denn ich war ich und ich blieb ich, auch meine naive Art, die ich aber eigentlich gerne mag, denn selbst wenn man damit auf die Nase fällt, möchte ich an das Gute glauben können, auch und vor allem in Menschen. Wieso hat es ein anderer weniger verdient ihm zu vertrauen, nur weil jemand zuvor das Vertrauen missbrauchte? Das wäre unfair und sicher hätte ich viele Menschen sonst nicht kennen lernen dürfen.
Man muss manchmal riskieren um zu gewinnen 😊

Und dennoch sitze ich manchmal noch da und werde traurig, denke an die Jahre, denke dann an mein jetziges Glück, kann es kaum fassen und möchte einfach nur ein wenig vor Glück weinen, weil ich mich jetzt so gut fühlen darf, weil da jetzt jemand ist, der auf mich achtet, der möchte das es mir gut geht und etwas dafür tut, dem es Freude bereitet wenn es mir gut geht und der es mir sagt und zeigt das es ihm auch gut tut.


Ich bin Dir so dankbar, ich hoffe das weißt Du und ich liebe Dich, mein persönlicher Held 😙






Samstag, 16. September 2017

Sei Du selbst, oder doch lieber nicht...

Bei Facebook und in Ratgebern steht immer häufiger das man man selber sein soll und machen soll wozu man Lust hat, das es das eigene Leben ist und man selber die Konsequenzen tragen muss, für sein Handeln und das es somit keinen anderen etwas an gehen würde.

Richtig?

Gaaaaanz viele Leute teilen das super gerne!

So und nun nehmen wir mal die Theorie und setzen sie real in die Praxis um und siehe da, es ist doch nicht erwünscht, außer in einem gesellschaftlich vorgegebenen Rahmen, der gleichzusetzen ist mit "Klar darfst Du Du selber sein, so weit wie wir es Dir erlauben." also genau genommen ein Widerspruch in sich ist.

Mal sah ich eine Dame mit zwei verschiedenen Overknee Strümpfen die blöd angeschaut wurde, mal sah ich eine junge Frau mit Halsband an dem eine kleine Plakette dran war, wie die Namensgravurdinger von Hunden, die unfreundlich beobachtet wurde, mal sah ich im Supermarkt einen Kerl in Shorts und Bademantel wie der Dude, der unbeachtet ob er seine Zutaten für einen white russian kaufte, betrachtet wurde, als wäre er geistesgestört, mal waren es Nackte auf einer Wiese in der Sonne, mal schaukelnde Erwachsene, mal ... mal ganz ehrlich, jeder kennt selbst genug Beispiele und wie reagierst Du?

Was machst Du, wenn Dir so jemand entgegen kommt?

Sei bitte ehrlich zu Dir selber, Deine eigene Antwort geht nur Dich etwas an, aber überdenke sie objektiv und gnadenlos ehrlich bitte.

Ich lächle so Menschen an, versuche zu zeigen das ich es gut finde was sie machen, egal was es ist und freue mich über den Mut anderer!

Denn ist es nicht genau das, wonach wir im Grunde alle streben?

Akzeptiert werden wie wir sind.

Akzeptiert mit unseren Marotten und Eigenarten, mit unseren ganz eigenen speziellen Dingen, die vielleicht nicht alltäglich sind, uns aber doch gerade dadurch zum Individuum machen.

Wie scheinheilig so viele Menschen diese Meinung zu vertreten scheinen und dann, wenn es darauf an kommt, vollkommen anders reagieren.

Hey, einfach mal offener sein, einfach mal open minded :)

Euch will keiner etwas tun, es schadet Euch nicht und tut nicht weh, aber es tut anderen gut, wenn sie merken das es in Ordnung ist, wenn sie sind wie sie sind, also einfach mal andere glücklich machen und nicht verurteilen, denn dann wenn man andere glücklich macht, bekommt man ein Stück vom Glück mit ab und es geht einem gut.

Also einfach mal akzeptieren das wir nicht alle gleich sind und leben was wir so auf Facebook und Co teilen und nicht nur so tun als ob :)

Einfach mal leben und leben lassen, locker lassen, gelassen sein und genießen das es so eine Vielfalt in der Menschheit gibt und das es einem gut tut, wenn man sich selber auch mal traut etwas zu machen, wonach einem der Sinn steht und merken wenn andere es auch bei einem selber akzeptieren.

So würde es allen besser gehen, alle würden ein schöneres Leben haben und alle wären etwas glücklicher.

Ist das nicht ein schönes Ziel?





Samstag, 9. September 2017

Nächtlicher Spaziergang

Zwar kein Wochenende, aber egal, schön wars.

Ich mag Perspektive, Licht und wenn dann noch Regen im Spiel ist, einfach schön.

Zwar ist es keine Kunst oder dergleichen, aber ich selber fand die Bilder schön, vielleicht geht es ja dem ein oder anderen auch so :)






























Donnerstag, 7. September 2017

Billige Wolle, gegen Zahnspangenlangeweile

Meine Damen bekamen heute ihre festen Zahnspangen eingesetzt, was bedeutet, das wir laaaaaaange herum saßen.

Meine Jüngste meinte auf einmal ihr sei kalt, wobei mich das nicht wunderte, saß sie bei Herbstwetter mit einem Ventilator vor der Nase im T-Shirt auf dem Behandlungsstuhl, also ging ich kurzer Hand in den Kik direkt unter der Praxis, kaufte ihr einen dünnen Pulli, eine Art Strickjacke vorne offen und entdeckte dabei Wolle.

Eigentlich mag ich Billigwolle nicht, gar nicht, null! Ich gebe ein Vermögen für Wolle aus, weil ich mir denke, wenn man viel Zeit in etwas investiert, soll es lange halten, also gebe ich lieber mehr Geld aus und hoffe das es dadurch nicht so schnell kaputt geht.

Hmm die Wolle fühlte sich ganz flauschig an und hmm kostete ja quasi nichts und *seufzt* mal eben aus so dicker Wolle eine Mütze häkeln geht doch auch super schnell... falls die nicht lange hält ist das doch auch ok?

Also nahm ich zwei Knäule je 1,99 Cent, dazu ein Doppelpack Häkelnadeln zu 0,99 Cent und ging wieder hoch.



Erst zog ich meine kleine Maus an, die sich riesig freute weil ich ihren Geschmack traf und ihr beide Teile gut gefielen und dann setzte ich mich hin und überlegte.
Ich wollte keine schnöde öde Häkelmütze machen, kein aufwendiges Muster und als ich bei Pinterest ein wenig herum stöberte, fiel mir eine Mütze ins Auge, für die man im Grunde keine Anleitung braucht.




Ich machte einen Magic Ring, darin glaube ich sechs halbe Stäbchen und ab dann in Spiralrunden halbe Reliefstäbdchen.

Die übliche Mützenformel:

1. Runde jede Masche verdoppeln
2. Runde jede 2. Masche verdoppeln
3. Runde jede 3. Masche verdoppeln

und so weiter.

Eine schöne allgemeine Mützenrezeptanleitung für Häkelmützen findet man beim Ribbelmonster.

Besonders schön finde ich, das es im Prinzip eine Wendemütze wird und von innen aussieht wie gestrickt, von außen schön die Spirale, dank der Spiralrunden erkennbar bleiben

Also einmal von außen:






 und nun von innen:





Für geübte Häklerinnen ist das quasi schon eine Anleitung genug, wer noch Fragen hat, immer gerne her damit!


Mittwoch, 6. September 2017

Sonne braucht der Mensch und Liebe...

... der Rest ist dann unwichtig *schmunzelt glücklich*



Das Bild ist vor hmm sechs Wochen etwa entstanden, in einem Wald, liegend, auf einer Picknickdecke. Ein schöner Moment, ein schöner Tag, in sich vollkommen und besonders.

Man sollte ekelige Gedanken immer mit guten wieder aufwiegen, oder?

Gestern war ein seltsamer Tag, vormittags so schön und wundervoll, nachmittags total wääääh!

Vormittags eine schöne Zeit mit meinem Partner gehabt, nachmittags war ich bei meiner Anwältin und hatte nur blöde Info's bekommen, danach Einkaufsstress und abends gemischt. Die Telefonate mit meinem Partner waren die Ruheinseln, dazwischen nervte mich wieder was ich bei der Anwältin erfahren hatte.

Wenn man sich scheiden lässt und der andere bekommt seinen Arsch nicht hoch und macht nichts, kann es nach dem Trennungsjahr zusätzlich noch zwei Jahre dauern, bis man geschieden wird.

Toll oder?!?

Ausnahme?

Man erwartet ein Kind oder möchte wieder heiraten.

Naja, was solls, kann man nicht ändern, man sollte sich allerdings auch nicht seine Lebenszeit von so etwas vergiften lassen.

Schauen wir lieber das Sonnenwaldlichterbild oben an, ein schöner Moment, ein ruhiger und friedvoller, viel besser als an irgendwelche Menschen zu denken die einem das Leben schwer machen.

Ich bin glücklich, ich ruhe in mir, mir geht es gut. Das ist viel wichtiger, als etwas was man nicht ändern kann, an sich heranzulassen.

Gedanken über den Speiseplan der nächsten Tage, weil meine Kinder ihre festen Zahnspangen bekommen und dann nicht so gut kauen können, das ist auch ein schöner Gedanke. Man kann durch Essen so viel Liebe ausdrücken und zeigen, wie zb einen Nudelsalat machen, weil man weiß das seine Liebste ihn mit ihrer fehlenden Mutter verknüpft hat, um ihr etwas Gutes zu tun.

Ich glaube, wenn man aufrichtig liebt und geliebt wird, kann einem nichts mehr richtig etwas anhaben, weil man weiß das der andere da ist, immer da ist, egal was da kommt und das einem dieses gemeinsame Sein nicht genommen werden kann und so ist alles andere hmm vielleicht nicht unwichtig, jedoch ungefährlich und ein Stück weit egal.

Was solls wegen der Scheidung, ich habe so viel mehr als mein gerade noch so Mann und ich bin so zufrieden und glücklich, das kann er mir nicht nehmen, nicht zerstören, also egal.

*schaut nochmal das Waldlichtersonnenbild an, erinnert sich an den Moment und ist happy*



Samstag, 2. September 2017

2h können alles verändern

Ich hatte eine on/off Beziehung, es war ein ewiges hin und her und ganz ehrlich, man muss zugeben das man bei jeder Trennung etwas dazu gelernt hatte, sich etwas entwickelt hatte und einen Schritt weiter kam, jedoch folgt irgendwann der Punkt wo man merkt, das geht so nicht, das macht jetzt beide kaputt und es bringt zu wenig, es kann so nicht weiter gehen.

An dem Punkt rissen wir einen Schlussstrich.

Wenn ich jetzt versuche zu rekonstruieren was dann nach etwa zwei Wochen passierte, scheitere ich ein ums andere mal. Ich bekomme es nicht in Worte gefasst.

Wenn man diese komischen Muster ansieht, hinter denen sich ein 3D Bild verbirgt das man nur erkennt, wenn man ein wenig schielend darauf starrt und jemanden das erklären möchte, jedoch der andere nichts kapiert, so in etwa würde es mir gehen.

Er kam auf mich zu, er hackte auf meine Seele ein und im Prinzip waren es doch nur wenige Kleinigkeiten die dann eine riesen Welle los brachen.

"Weißt Du eigentlich wie sehr ich Dich liebe?"
 Wenn das jemand sagt, mit dem man das gesamte letzte Jahr praktisch durch stritt, kommt man schon ins Grübeln. Wie sehr muss man jemanden lieben, als das man sich die Mühe macht und viel Leid auf sich nimmt, nur um eine Beziehung zu führen, die genau genommen zu dem Zeitpunkt nicht einmal wirklich eine war?

Denn ich dachte nach, dachte viel nach. Ich musste mich entscheiden zwischen einer neuen Weggabelung des Lebens. Auf der einen Seite er, der ein Jahr um mich kämpfte und etwas in mir sah, wo ich selber nicht wusste was es war und einem Neubeginn.
Ich wusste ganz genau, wenn ich die eine Richtung einschlage, gibt es kein zurück, wenn ich die andere einschlage ebenso wenig.

Ich hasse Entscheidungen.

Ich kam aus einer 15 Jahre langen zerrütteten, kaputten Ehe. Es haben sich sehr viele Trigger (Auslöser) eingeschlichen in mein Denken. Mein "Neuer" hatte keine wirkliche Chance von mir bekommen, dauernd sah ich in seinem Verhalten meinen noch Mann und fühlte mich erinnert, dauernd griff ich vor, hatte ihn in meinem Denken schon vorab abgestempelt und reagierte dementsprechend, allerdings sah ich es nicht selber, kein Stück! Er warf es mir vor und auch darin erkannte ich nur meinen noch Mann, der mir an allem die Schuld gab. Es war, als hätte ich ein Bild vor Augen, als das ich meinte ihn zu sehen, aber er stand dahinter, vor mir verborgen.

Dadurch das er auf meine Seele einhackte, aber gleichzeitig sagte "Weißt Du eigentlich wie sehr ich Dich liebe?" stieß er etwas an in mir. "Warum macht er sich die Mühe? Warum lässt er sich das so lange gefallen? Warum ist er dennoch da und versucht mich zu überzeugen das er der Richtige ist? Nur mal angenommen, er liebt mich wirklich so sehr..." und so kam eines zum anderen und ich habe in 2h alles durchdachte, wichtige Situationen die aus meinem damaligen Blickwinkel komplett falsch liefen. Ich schrieb ihm bei Whats App meine Gedanken, wollte nicht das er antwortet oder so, einfach nur hmm ich wollte meine Gedanken mitteilen während ich sie denke, etwas das keiner sieht oder hört sichtbar, hörbar machen, ging alles nach und nach durch und begriff dabei: "Wow! Eigentlich hat er Recht gehabt?!? Kann das sein? All die Monate lag ich so falsch?"

Es öffnete mir die Augen.

Auf einmal erschien alles in einem vollkommen anderen Licht und ergab auch noch Sinn!

Naja, das löste allgemein viel, ich kam sogar dahinter worin die wirklichen Auslöser bestanden und konnte und kann alles objektiv betrachten.

Mir geht es nun so viel besser, als hätte sich ein riesiger Pfropfen in mir  gelöst, als wäre dadurch eine gigantische Sickergrube leer gelaufen und hat mich frei denken, frei fühlen lassen, alles viel klarer, reiner und intensiver.

Es löste auch nicht in mir alleine etwas, auch bei meinem Partner (ab wann schreibt man Lebensgefährte?) entstand eine Entwicklung und wo wir uns von Anfang an sicher waren, füreinander perfekt zu sein, wo wir uns immer fragten, warum es Himmel noch eins dennoch nicht funktioniert, ist nun alles perfekt, fügte sich alles so ineinander, wie es immer hätte sein müssen, wie es quasi unsere Bestimmung ist und man sieht auf einmal auch andere Lebensbereiche neu und anders.

Ich bin entspannt wie unendlich lange nicht mehr. Früher sagte meine Schwester zu mir: "Ich weiß gar nicht wie Du das machst? Nichts bringt Dich aus der Ruhe." das zb ist komplett zurück, ich bin die Ruhe in Person, bin auch nicht mehr bereit mich zu belasten mit Dingen, die umgänglich wären. Warum soll ich meinen inneren Frieden stören lassen?

Ich habe mein Leben komplett entschleunigt und bereinigt, bin noch immer dabei und wo ich vorher mit Input auf mein Hirn einhämmerte, genieße ich nun die Ruhe und Stille, merke direkt wenn es mir zu hektisch und laut wird und gehe zurück, bis ich wieder meine Ruhe und Stille empfinde. Es ist mir wichtig und mit nichts aufzuwiegen.

Ich habe die schönste, vollkommenste Beziehung die man sich wünschen, denken, ausdenken und vorstellen kann. Ich habe meinen Seelen-Buddy gefunden *lach*

Ich bin einfach glücklich, zufrieden und auch wenn ich dennoch andere Probleme habe, so sind sie nun unwichtig geworden, weil ich weiß wie gut es mir mit meinem Mr. Perfect geht. Was kann mir von außen passieren, wenn ich innerlich strahle und weiß ich stehe nicht alleine da?

Wir haben so ein schweres Jahr hinter uns, er war dennoch immer für mich da, was soll noch passieren, was kann noch kommen, was könnte uns noch mehr schade, als meine vorherige Blindheit? Nichts :) und das beruhigt mich persönlich ungemein.

Ich liebe Dich umso mehr und sehe Dich klarer denn je und bin Dir unendlich dankbar, weil Du mich schon immer erkannt hast und nicht aufgeben wolltest.

Es tut mir um die Monate leid, um das was ich Dir dabei zumutete und antat, aber es führte uns da hin, wo wir nun stehen und ich möchte es nicht ungeschehen machen :)

Danke das Du da warst, da bist, da sein wirst!


Mittwoch, 30. August 2017

Nackedei -> Flitzer -> Nudist

Die Wharheit über Nacktheit

Dieser Text prodelt schon recht lange in mir, dennoch ist es genau genommen ein heikles Thema über das ich mit nicht wenigen Menschen sprach, viele Meinungen hörte und ja, sie fächern sich außeinander in alle Richtungen.

"Warum fühlen sich manche Leute von nackten Menschen gestört? Wären wir angezogen zur Welt gekommen, könnte ich es vielleicht noch verstehen..."

Tja das dachte ich mir als ich mehrfach in der Zeitung bzw bei Facebook Artikel sah, über Personen die in der öffentlichkeit nackelig herum irren, denn so wie es sich liest, haben sie kein Ziel.

Das Thema Nackheit ist für mich zu einer Art Muse geworden über einige Jahre, weil es hier und da aufpopt und mich ein ums andere mal verwirrt.

Nicht missverstehen, ich muss nicht nackt durch die Gegend laufen, das kann machen wer es möchte, es ist nicht mein Bedürfnis, aber ich verstehe den Anstoß daran nicht!

Wir kommen nackt zur Welt.

Nochmal!

Wir kommen nackt zur Welt!

Das ist natürlich, es ist normal!

Als Babys sind wir nackt putzig und niedlich und wir dürfen auch bis zu einem gewissen Alter weiterhin nackig herum spielen, machen und tun. Ab wo ist denn bitte der Schnitt? Ab wann darf man es nicht mehr?

Scheinbar ist die Zeitspanne in meinen Jahren auf der Erde ohnehin geschrumpft, denn auch jetzt sind die Kleinsten schon immer angezogen.

Nein ich sehe Kinder nicht gerne nackt, es ist mir schlicht und einfach egal, das ist nicht der Punkt.

Als ich klein war, war es normal das man bis weit ins Kindergartenalter nackig schwimmen ging, es gab einen FKK Bereich am See, der war umzäunt, da gab es Gucklöcher in der Hecke, natürlich auf Augenhöhe von Kindern, die da interessiert und neugierig durchschauten und ja, ich kann mich selber davon nicht frei sprechen.

FKK gibt es hier z.B. meines Wissens nicht bzw wird von ein paar geheimen Ecken gemunkelt. Obwohl, nein eigentlich stimmt das so nicht, eigentlich ist ja jede Sauna ein FKK Bereich und ich gehe gerne in die Sauna und nein, nicht wegen der Hitze und dem Wasserdampf, sondern zum einen wegen der Ruhe (keine blökenden Kinder) und zum anderen hmm *schmunzelt vor sich hin* bist Du mal nackt geschwommen? Dann kennst du meinen wahren Grund. Oder stell Dich mal nackt in den Sonnenschein, spüre den Wind auf der Haut, die Wärme. Es ist einfach ein intensives und angenehmes Gefühl. Es ist nichts sexuelles, nichts erotisches, sondern zu tiefst natürliches und somit sind Leute die meinen "Igitt! Das geht ja mal gar nicht!" Die wahren Ferkel, denn die haben ihre dreckigen Gedanken, wenn sie so reden, nicht ich!

Oft wird auch angeführt das Kinder das nicht sehen sollten. Warum? Daheim laufen nach wie vor die Eltern nackt vom Bad ins Schlafzimmer, oder gehen in eine Sammelumkleide und ja, der verkappt perverse Ort (vorsicht Ironie) Schwimmbad ist ohnehin ein wahrer Sündenpfuhl! Nicht nur eine Sammelumkleide wird dort geboten, die früher nicht einmal geschlechtsgetrennt war, heute jedoch schon, sondern manche ziehen auch noch unter der Dusche blank!

Aber mal im ernst, wir erziehen im Grunde die Kinder dahin, das sie es als unnatürlich und ekelig ansehen. Klar haben sie ab einem gewissen Alter ein Schamgefühl, aber vorsicht, selbst das ist genau genommen anerzogen, wie andere Kulturen beweisen.

Der Vater meiner Kinder und die Kinder waren mal Eis essen, kamen zurück und ich fragte wie es denn war.
Mein Sohn war hm ich weiß es nicht mehr genau, etwa 10 Jahre alt und

er erzählte: Mama da war eine nackt!
ich fragte: Oh war sie wenigstens hübsch?
er antwortete: Nö, sie hatte viel zu kurze Beine.

Daran erkennt man wunderbar die Unschuld eines Kindes, denn er wurde nicht rot, er schämte sich nicht, er hatte sich scheinbar ihre Beinlänge eher gemerkt, als ihre Brüste, denn Kinder sind nicht verdorben, sie sehen nicht überall Sexualmerkmale, sondern Natur, so wie es eigentlich und ursprünglich auch sein sollte, also warum behaupten dann Erwachsene das Kinder so etwas nicht sehen dürfen?

Wir reden hier von normalen nackten Menschen, ohne Errektion, ohne Intimpiercings, die warum auch immer meinten z.B. nackt spazieren zu gehen und dann von der Polizei aufgegriffen wurden.

Was ist denn an der Natürlichkeit genau das Verbrechen?

Ich lese gerade das Buch: Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden (was für ein Titel!) und auch darin heißt es, er war kastenlos und trug keine Kleidung, nur die die in Kasten geboren waren trugen welche.
Man liest es, es ist normal, dort ist das so, man akzeptiert es, keiner nimmt Anstoß daran.

Hier ist es pervers, ekelig, gehört sich nicht, all das für eine Sache die die Natur vorgesehen hat. Wow!

Auch ich sah hier und da jemanden nackt herum laufen, auch in der Stadt, einfach so, oder beim Spaziergang unterwegs, oder oder oder.
Man grüßt, lächelt normal, geht weiter.

Wenn er meint er möchte nackt sein, dann ist es für ich genau das selbe, als wenn er meint er müsse einen feinen Anzug tragen, oder Frauenklamotten, oder eine Jeans oder einen Blaumann.

Wer bin ich, als das ich über die Kleidung bzw das Fehlen der Kleidung zu urteilen habe?

Möchte ich das andere über mich, über mein Leben urteilen?

Beanspruche ich nicht selber auch, das andere mich mein Leben leben lassen?

Kann ich dann nicht auch weg schauen, wie wenn jemand etwas an hat das ich nicht mag und nicht ansehen möchte?

Oder ist es nicht viel mehr so, als das sich die gestört fühlen, die es selber am interessantesten finden, es ihnen dadurch massiv schwer fällt wegzusehen und sie sich alleine schon durch genau diese Tatsache so gestört fühlen, weil sie sich eingestehen müssten, hinsehen zu wollen? Womöglich sogar neidisch sind, weil der andere etwas macht, den Mut hat und sie selber nicht?

Interessanter Blickwinkel oder?


Donnerstag, 17. August 2017

Schuldgefühle wegen fehlendem Trennungsschmerz

Liebe ist ja ein sehr spezielles Thema finde ich immer. Ab wann ist es Liebe, ab wann hat man jemanden lieb, ab wann liebt man jemanden und so weiter, alles Gefühle die ineinander übergehen und oft auch Unverständnis ernten.

Ich bekam als Kind eine Puppe geschenkt, meine Annemarie und vergötterte sie. Ich war die aaaaaaaaallerbeste Puppenmutti die man sich vorstellen konnte und so passierte es, dass ich zum nächsten Geburtstag von einer Freundin der Familie eine ähnliche Puppe geschenkt bekam, etwas kleiner, aber ähnliche Frisur und so weiter. Ich heulte Rotz und Wasser!

Alle rätselten herum was der Grund sein könnte, was los ist, bis ich wimmernd aufklärte: "Ich habe meine Annemarie sooooo lieb, so lieb kann ich keine andere haben und dann tut mir die neue Puppe leid."

Auf mich wurde mit Engelszungen eingeredet das es ja die kleine Schwester von Annemarie sein könnte und das alle Eltern ihre Kinder gleich lieb haben und so weiter, allerdings war es vergeben. Für mich stand fest, es gibt nur Annemarie und daneben keinen Platz für eine andere Puppe.

Eigentlich hielt sich das quasi in meinen Beziehungen auch immer. Wenn ich jemanden hatte, war der meine Nummer eins und an fremd gehen oder dergleichen war nicht zu denken.

Selbst in meiner 15 jährigen kaputten Ehe hatte ich keine Augen für jemand anderen, egal wie sehr ich meinen noch Mann verabscheute und wie wenig ich für ihn empfand, er war dennoch mein Mann.

Einmal überredete mich eine Freundin zu einem Date mit jemand anderen, ein sehr netter Mensch und wir tranken Kaffee zusammen und mehr ging nicht, obwohl ich innerlich von meinem Mann schon getrennt war. Ich konnte einfach nicht. Wir haben noch Kontakt und er sagte im Nachhinein mal das ich sehr kalt und distanziert rüber gekommen wäre. Klar, ich fühlte mich auch unwohl und erzählte meinem Mann hinterher davon.

Wie auch immer, ich war sehr loyal und einschienig unterwegs.

Ich weiß ja nicht in welchen Kreisen sich andere bewegen, ich kenne Leute die nicht monogam leben, also nicht fremd gehen, sondern offene Beziehungen führen und eigentlich war ich immer ein Mensch der das akzeptieren kann, aber wusste das das nie was für mich ist.

Nachdem ich meinen Mann allerdings heraus geworfen hatte, jetzt etwas länger als ein Jahr her, stand ich da und überlegte wie es weiter gehen soll. Ich meine man steht nach 15 Jahren da, hat die Welt offen und kann machen was man möchte!
Möchte man überhaupt eine feste Beziehung? Doch lieber etwas lockeres? Oder eine Freundschaft plus? Wie mir gesagt wurde hat die Jugend eher lauter Freundschaften plus... man hat die freie Wahl! Das ist wundervoll, aber auch verwirrend.

In meinem Leben spielen Zufälle immer eine große Rolle und diese große Rolle schenke ich ihnen auch gerne, ich warte also manchmal ab was in mein Leben geschwemmt wird und was man damit anfangen kann.

Also ging ich in einen Chat, in dem ich lange nicht mehr drin war, eigentlich um einen bestimmten Menschen zu finden und ein wenig zu quatschen, dabei schrieb mich jemand anderes an und eigentlich antwortete ich keinem, jedoch war das so plump (sorry falls Du das liest und Dich wieder erkennst, Du weißt ich schätze Dich sehr wohl!) als das ich mich gezwungen sah etwas blödes zurück zu schreiben und daraus wurde mehr, etwas lockeres, etwas fluffiges, angenehmes, perfektes für den Moment und ich schaue noch immer sehr gerne darauf zurück, schütze diese Erinnerungen in einem Schatzkästchen und bin froh das ich sie habe.

Danach schwappte mir der Zufall jemanden ins Leben am  Tag und Monat meiner Lieblingszahl. Jemand der genau das wollte von dem ich Jahre träumte und es gab noch so viele andere Übereinstimmungen. Ein Jahr lang waren wir nun zusammen, planten mehr, planten ein gemeinsames Leben, planten, planten, planten, aber nebenher war unsere Beziehung recht vergiftet, recht geschädigt. Wir stritten dauernd, heftig, ausgiebig. Es war genau genommen keine so gute Beziehung wie sie hätte sein können, sein sollen, leider.

Wir hatten hier und da eine kleine Trennung und einmal eine längere, in der ich jemanden besonderen kennen lernte. Der kleine Seelenfänger liest das hoffentlich nicht *lacht* und dieser Mensch ist nicht monogam, sagte es direkt und stellte mich vor eine Aufgabe, denn nicht nur das Thema monogam und so weiter stand auf einmal im Raum, sondern alleine auch die Tatsache, das ich so frisch nach einer Trennung von einem Menschen den ich wirklich liebte, jemand neuen so toll finden konnte machte mir zu schaffen!

Ich hatte für mich entdeckt, selbst wenn man einen Menschen wirklich liebt, kann man Gefühle für jemand anderen hegen und schlimmer noch, ich war nicht einmal eifersüchtig, wenn der andere nicht monogam ist. Was war da los?

Vielleicht wird man einfach toleranter und offener umso älter man wird? Ich weiß es nicht.
Nach der Trennung kamen wir dann wieder zusammen und ich bekam Vorwürfe zu hören alá "Wie konntest Du, Du hast mich nicht richtig geliebt!" und ähnliches.

Ist das so?

Nö!
Man kann jemanden lieben, jemand anderen kennen lernen und auch für den Gefühle entwickeln, wenn man offen bleibt, wenn man ein offenes Herz hat, wenn man es quasi nicht kategorisch verschließt, sondern begriffen hat, man kann nur gewinnen!

Ein Freund der auch nicht monogam lebt sagte mal dazu: "Es ist ein tolles Gefühl, wenn sie zu Dir zurück kehrt, freiwillig, weil sie Dich liebt und Du sie nicht festhalten musst, was Du eh nicht kannst."
Der Seelenfänger sagte mal: "Bitte pass auf das Du mich nicht erdrückst."

Man muss quasi open minded sein, verstehen das man einen geliebten Menschen nicht festhalten kann und umso mehr man jemanden fest hält, ihn umso eher verliert, weil man ihn erdrückt.
Man muss begriffen haben, das man andere ohnehin nicht fest halten kann und wenn jemand sich zu jemand anderen hingezogen fühlt, ihn nicht aufhalten kann. Nicht umsonst gehen so viele Leute fremd, da ist es mir doch lieber mein Gegenüber geht offen damit um, vertraut mir, sagt es mir und wenn er mir zb nicht mehr genug Gefühle für mich übrig hat, tja dann habe ich doch im Grunde das selbe, als wenn man sich so oder so trennt, weil man sich weiter entwickelt hat, in verschiedene Richtungen. Da ist mir Offenheit und Ehrlichkeit lieber, als das man mir ins Gesicht lügt und etwas vor gaukelt.

Naja, nun haben wir uns wieder getrennt und es ist ok, ich wollte es selber so, ich sah keine mögliche Zukunft mehr. Klar weint man anfangs und leidet, aber wie lange? Das ist doch sehr individuell. Man kann doch nicht an einer Heulphase aus machen, wie sehr man jemanden liebte.

Ein gaaaanz lieber Freund *wink zu Chrischan rüber* dem ich auch diesen Beitrag aus ganz vielen Gründen widme, fragte mich wie es mir geht. Und was soll ich sagen, ich sehe diese Frage nicht als Phrase, sondern antworte so gut es geht ehrlich. In dem Moment war es ein: "Erschreckend gut!"
Ich fand es wirklich erschreckend, das es mir gut ging, wenige Tage nach einer Trennung von einem Menschen, den ich wirklich und wahrhaftig liebte. Ich saß da und bekam Schuldgefühle. Darf es einem gut gehen?
Er kennt mich, weiß wie ich ticke und sagte: "Hey, es darf Dir gut gehen! Du hast Dich getrennt, nicht ohne Grund und wenn man sich trennt aus Gründen, dann ist es doch normal das es einem danach besser geht, man erleichtert ist und es einem gut geht, also genieße es! Himmel genieße es einfach!" Sinngemäß wiedergegeben jedenfalls.

Seit dem habe ich das im Ohr, immer wenn ich da sitze, es mir gut geht und ich denke: "Man das ist nun x Tage her, eigentlich müsstest Du leiden?" Nein, warum denn?
Klar ist es traurig wenn man jemanden liebt und entdeckt das es aus guten Gründen nicht weiter geht, das man sich nicht gut tut und nicht glücklich ist und die ganze Beziehung nur noch besteht, weil beide darum kämpfen, ein Kampf der manchmal aussichtslos ist. Aber es gibt ja Gründe für eine Trennung und klar geht es einem dann besser, wenn diese Gründe weg fallen.

Es ist wie eine Achterbahn, es geht einem gut, im nächsten Moment liegt man mal wieder am Boden seelisch gesehen, auch das ist normal, ok dann dreh Dich auf den Rücken und schau in den Himmel, wenn ich mir das vorstelle geht es mir auch schon wieder besser und ich habe Freunde, ich laaaaaaaabere alle voll, tut mir leid Jungs, aber tausend, nein millionenfacher Dank das ihr für mich da seid! Ich habe den besten Trupp Menschen um mich herum, den man sich vorstellen kann und immer jemanden der für mich da ist, mir den Kopf hoch hält, wenn ich gerade zu schwach bin und mir den Weg weiter zeigt und so gehe ich ihn, nicht alleine, nicht einsam, nicht immer glücklich, aber doch immer zufrieden, denn ich habe es richtig gemacht, ich bin glücklicher als vorher, es geht mir besser, jeden Tag besser und  ich bin so dankbar für alles.

Riesen Danke  an alle die für mich da sind! Ich kann es nicht in Worte fassen wie viel mir das bedeutet, fühlt Euch mega doll gedrückt!



Kinofilm: The Limehouse Golem

Ich war heute in guter Begleitung in der Sneak-Preview.

Nur am Rande, eine Sneak-Preview bedeutet man zahlt weniger, weiß allerdings nicht was für ein Film kommt, jedoch einer der erst in frühestens einer Woche ins Kino kommen wird.

Es ist ja immer so eine Glückssache was man erwischt und dieses mal war ich sehr positiv überrascht!

Was mir bis dahin nichts sagte ist der Film

The Limehouse Golem


Er spielt im London der 1880 Jahre, die Kleidung ist gerade bei den wohlhabenderen Damen ein Hingucker!
Also angepriesen wird er als Horror-Thriller, ich hätte eher Krimi mit ein paar gruseligen Szenen gesagt, aber gut das ist eigentlich unwichtig, er ist wirklich gut aufgebaut.

Meine Kinobegleitung fand ihn etwas zerfetzt, ich mag aber gerade Filme mit Nebensträngen und vielen Zeitsprüngen.
Er beginnt quasi am Ende, jedenfalls wird das in der ersten Szene gesagt, allerdings stimmt das eigentlich nicht wirkich, denn es wird ein ganzes Leben nacherzählt, nämlich das von Elizabeth, die als Segelflickerin aufgezogen wird, erst von einem Mann, dann ihrer Mutter missbraucht bzw misshandelt wird und eine Karriere als  Komödiantin hin legt, bis sie heiratet.

Durch den Film führt ein Inspektor  Kildaire, der eine Mordserie untersucht. Der Mörder nennt sich selber Golem und ich mochte gerne die Effekte, wenn er mal wieder jemanden verhörte, einen Text vorlas, den der Verdächtige dann abschreiben musste, um das Schriftbild vergleichen zu können, denn der Inspektor liest mit seiner Stimme, zeitgleich hört man auch den der schreibt, ein toller Effekt.

Es bleibt bis zum Schluss spannend, hat viele Verwirrungen, so dass man sich nie sicher ist, wer es sein könnte und für Gesprächsstoff sorgt.

Wenn Filme schöne Bilder beinhalten, finde ich sie umso besser und das ist in diesem hier auch der Fall, wirklich schöne Effekte tolle Bildführung und Schnitte.

Absolut sehenswert!

Ich weiß nicht ob er sehr bekannt ist im Moment, aber ich hoffe er wird es, denn er hat echt was zu bieten.

Einen Dank auch an meine bezaubernde Begleitung, zwar zeitweise ein wenig ablenkend, aber nur auf die best mögliche Art, danke für die sehr hmm reizende Zeit *lacht* es war wirklich schön und sollte unbedingt wiederholt werden :)
Ich konnte nicht nur seelisch etwas auftanken und fühle mich großartig!

Viel Spaß beim Film schauen und ich hoffe er gefällt anderen ebenso gut wie mir :)



Mittwoch, 16. August 2017

Die Schönheit des Individuums

Letztens teilte ich auf Facebook folgendes Foto:




Unter dem originalem Beitrag hatte jemand geschrieben "... oder Dummheit."

Das hat mich in der Kombination eines Menschen in meinem näheren Umfeld beschäftigt.

Manche Menschen sind leider sehr oberflächlich, sie geben sich nicht einmal die Mühe einen Menschen zu sehen, sie blicken nur auf das Erscheinungsbild und fällen ihr Urteil, wobei es genau genommen ihre eigene Schwäche und ihr Unvermögen zeigt.

Im Grunde machen mich solche Menschen traurig, sie erkennen ihre Schwäche nicht, interpretieren statt dessen wie bei einem Spiegel, genau diese Schwäche in das Gegenüber hinein und übersehen dabei die wundervolle facettenreiche innere Schönheit anderer Menschen.

Im Grunde verpassen sie sehr viel.

Ich zb schenke jedem den ich kennen lerne erst einmal ein Paket Vertrauen, wenn er das gut behandelt, schützt und schätzt, kann er es wachsen lassen, größer werden und die Früchte nach und nach ernten, aber er kann es verkümmern lassen, ausnutzen, niedertrampeln und immer wieder darauf einschlagen, dann ist es irgendwann kaputt und weg.

Es ist doch jedem selber überlassen welchen Platz er im Leben eines anderen einnimmt, er wählt es durch sein Verhalten.

Ich bin sehr froh das ich nicht die Hautfarbe, Konfektionsgröße, Narben oder andere Merkmale sehe, sondern erpicht darauf bin die Seele zu finden, zu erkennen, zu streicheln, zu halten und zu verwöhnen. So viele schöne Menschen wie ich dadurch erleben durfte, es ist ein Segen und ich halte daran fest und schaue nicht skeptisch aufs Äußere, wühle in der Vergangenheit wer wie war und ob ich das Verhalten abermals erkenne, natürlich gerne das Negative und stempel denjenigen direkt ab.

Ja mir wurde gesagt es sei naiv, blauäugig und ähnliches, mag sein das manch einer sogar Dummheit dazu sagen würde, allerdings habe ich schon so viele einzigartige Momente dadurch erleben dürfen, habe Freunde gefunden und viele Schätze mein nennen dürfen,  als das es Dummheit wäre, wenn ich anders handeln würde.

Ich bleibe dabei, ich suche gerne das schöne im Menschen und wenn ich mal auf die Schnauze falle, na und? Dann habe ich daraus ein Stück Erfahrung ziehen können, dennoch etwas erlebt und dafür kann der nächste nichts, den ich kennen lerne, er bekommt deshalb sein neues Paket Vertrauen und einen Blick in ihn hinein, statt nur auf seine Schale, sein Äußeres :)

P.S.

Das fand ich eben beim Handybilder ausmisten und stammt aus dem Buch Seelengevögelt, sehr lesenswert, aber Geschmackssache


Freitag, 11. August 2017

Buch: Einen Scheiß muss ich

Muss man eigentlich, wenn man einen Amazonlink rein stellt, an dem man nichts verdient, auch dazu schreiben das es ein Amazonlink ist, oder muss man das nur, wenn man was daran verdient?

Also hier der Link zum Buch und nein, ich verdiene nichts daran.


Eigentlich habe ich es ja als Hörbuch gehört, jaaa ich und meine Hörbücher, aber der Sprecher ist wirklich klasse, macht viel Spaß!

Ein nicht sehr ernst gemeinter Ratgeber, den man aber doch ernst nehmen sollte, irgendwie *grübel*

Mal so unter uns, ich bin ja auch kein Mensch der soooo locker ist, mein Muss-Monster hat mich auch gut im Griff, siehe Sport, gute Ernährung und ein paar andere Dinge, aber dieses Buch liefert genug Gründe und Argumente, das Muss-Monster einfach zu verjagen und man denkt sich wirklich öfter Esmi! Esmi steht für "einen Scheiß muss ich..."

Das Buch beginnt mit einer lustigen Geschichte wie Sean Brummel in den Knast kam, seine Frau nicht einsah ihm ein paar Cent vorbei zu bringen für die Kaution und er somit eine Nacht dort verbringen musste und seine Erleuchtung hatte, naja und auch die Scheidung und ein paar andere lebensverändernden Dinge.
Alle Argumente und Begründungen hinken sehr, sind Fadenscheinig, lustig und eher schlecht als recht zumzusetzen, aber!!! sie weisen einem eine neue Einstellung, einen neuen Blickwinkel auf Dinge und darum geht es, denke ich.

Der Einführung folgen dann verschiedene Themen, wo die meisten Menschen ein großes Muss-Monster haben, wie zb Umweltschutz, Tierschutz, gesellschaftliche Verpflichtungen und vieles mehr.

In der fiktiven Welt von Herrn Brummel gibt es tolle Charaktere wie zb  sein einbeiniger Vogel legless Larry und andere Menschen, deren Namen immer auch ihre Eigenschaft beschreiben. Anhand von vielen Beispielen wird einem einfach und spaßig gezeigt, das man die Welt nicht so ernst nehmen sollte, das Leben ist schön, auch wenn man nicht alle Ziele erreicht, keine hat oder sie vermasselt. Es geht immer weiter und wenn man in seinem Freundeskreis Leute hat, wie zb Veganer die einen damit nerven, liefert es eben auch Gründe, warum man nicht vegan leben muss und das auf eine so humorvolle Art, als das andere einem nicht einmal böse sein können, sondern mir lachen werden.

Mir half es jedenfalls indem ich viel lachen musste, einiges lockerer sehe und auch oft genug jemanden anlächle und mir denke: "Esmi...."

Auf alle Fälle ein Erlebnis, es schadet nicht, selbst wenn man wenig daraus zieht, lachen wird man so oder so!


Mittwoch, 9. August 2017

Alleinerziehend, Jobsuche und chronisch krank

So mal unter uns, als das Leben verteilt wurde, stand ich scheinbar in der ersten Reihe und brüllte: "Ich will bitte das komplizierteste!!!" oder so ähnlich...

Alleinerziehend sein ist nicht so schwer, dachte ich mir immer, denn in einer normalen Familie geht mindestens der Vater arbeiten und wenn der eh den ganzen Tag bei der Arbeit ist, ist ja jede normale Frau schon fast alleinerziehend hm?

Irgendwann fiel mir dann auf, da war ich noch nicht getrennt, das nicht jeder Mann morgens um 7 oder so aus dem Haus geht und nicht vor 22 Uhr wieder zurück kommt, sondern durchaus auch früher mal zurück ist und zu Abendbrot mit am Tisch sitzt.

Noch ein Denkfehler waren Wochenenden und Ferien, sowie Feiertage, auch dann sind Väter meist Zuhause je nach Beruf. Problem war eher das einfach mein Mann was gaaaaaaanz besonderes war/ist, denn es machte kaum einen Unterschied ob er da war oder nicht, bis auf das das Dreckpensum der Wohnung stieg oder fiel.

War er bei der Arbeit, saß er eben nicht auf der Couch mit Kopfhörer auf den Ohren und dem Laptop auf dem Schoß, denn wirklich im Haushalt half er nicht wirklich viel, im Gegenteil, wenn er abwesend war, gab es weniger zu tun, was er bis heute abstreitet.

Als ich ihn dann raus warf wurde vieles leichter, manches schwerer. Er verdiente nun einmal das Geld und hatte uns ernährt, jedenfalls als er noch gesund war, wie er sagen würde. Ich sage lieber, als er seinen Arsch noch hoch bekam. An dieser und anderen Stellen möchte ich nicht ins Detail gehen was er hat, nur so viel: Ja es gibt psychische Krankheiten wie zb Depressionen, Burn-out und ähnliches, aber ja es gibt noch viele mehr und nur weil man meint man habe etwas davon, bedeutet das noch lange nicht, das man sich darauf ausruhen kann, zumal wenn einem kein Arzt die Krankheit bestätigt hat. Also böse Zungen könnten ihn mit einem Menschen vergleichen der meint er kann nicht mehr gehen, deshalb im Rollstuhl sitzt, am Besten einen E-Rolli, dabei ist er schlicht nur zu faul zum Gehen.
Nochmal, ja es gibt leider diese Krankheiten, es liegt nicht an meinem glauben bzw nicht glauben daran!

So jedenfalls verdiente er ursprünglich mal das Geld, bzw kümmerte sich irgendwie bis kurz vor Schluss darum und das fiel dann ja weg, blopp. Ich bin also zum Arbeitsamt und dort erklärte ich, was ich körperlich in etwa habe und was ich nicht darf, denn eine meiner größten Ängste war es, dass ich etwas machen muss was meinen Bauch weiter kaputt macht.

Durch die OP's darf ich zb nicht mehr als 5kg heben, selbst joggen darf ich eigentlich nicht, also zählte ich es grob auf und wurde erst einmal in eine Maßnahme gesteckt, in der körperlich und geistig kranke Menschen unter anderem von Ärzten getestet werden was sie können, dann wird am Ende von 6 Wochen ausgefüllt was geht und was nicht geht.

In der ersten der 6 Wochen hat man Gespräche mit Ärzten, man bringt auch seine Arztbriefe mit die gecheckt werden, man kann auch mal Fragen stellen, man bekommt zu üblichen Themen Informationen wie zb Bandscheibenvorfall, wie entsteht er, wie behandelt man ihn und so weiter, oder wodurch entsteht Stress, wie vermeidet man ihn, wie rutscht man nicht ins Burn-out, aber auch die Bewerbungsunterlagen werden mal durchgeschaut und überarbeitet. Ja man macht sogar einen Intelligenztest!

Jedenfalls nach der ersten Woche werden einem Grundlagen vom PC, Internet und Co erklärt und lauter andere Dinge. Bereits in der ersten Woche langweilte ich mich, ich war unterfordert und begann den anderen am PC zu helfen, sagte meiner zugewiesenen Therapeutin (jeder bekam eine) das es mich langweilt und sie wollte mir Extraaufgaben heraus suchen. Hm ich bekam statt dessen im Büro einen Praktikumsplatz für die nächsten 5 Wochen und war ganz zufrieden, noch immer unterfordert, aber zufrieden. Leider bekam ich die Stelle nicht, Kommentar vom Chef: "Sie sind unterfordert, es würde Sie nicht auf Dauer glücklich machen, Sie müssen etwas finden das Sie mehr beansprucht, machen Sie weiter Schule, holen Sie mehr aus sich heraus."

Ganz ehrlich? Eigentlich hat er so gesehen Recht, aber ich war dort glücklich und wäre gerne noch etwas geblieben um dann, wenn ich keinen Spaß mehr habe, weiter zu schauen.

Gebracht hatte es mir dennoch was, denn ich habe nun schriftlich was ich beruflich machen darf, welche Gegebenheiten mein Job braucht, welche er nicht haben darf und so weiter, das ist viel wert, denn selbst ich berücksichtigte nicht alles. Zb Berufe wo es dauerhaft warm ist, sind für mich nicht geeignet, ich könnte nicht genug trinken, bzw müsste dann wieder mehr auf die Toilette und würde eh nicht genug Flüssigkeit aufnehmen.

In der Zwischenzeit kam noch ein Reizdarm hinzu, eine chronische Magenschleimhautentzündung die mal aktiv ist, mal nicht, aber auf Stress reagiert und das ich weniger bis kein Eisen aufnehme.

So und jetzt?

Ich will arbeiten, ich bin keiner dieser Menschen die gerne Daheim herum sitzen, Däumchen drehen und nichts tun, wobei ich das ohnehin nie tue. Klar stricke, häkle, nähe oder sticke ich immer irgendwas, lese und halte mein Hirn so gut es geht fit, derzeit lese ich zb meine liebste Romanreihe in englisch, weil sie nicht komplett übersetzt wurde, ich aber gerne alle lesen würde.

So mit 17 wurde ich Mama, gewollt und glücklich, nicht missverstehen bitte, aber eine Ausbildung machte ich nie. Ich wollte von klein auf immer Mama sein, wollte immer viiiiiiiiieeeeeeeeeele Kinder, gaaaaaaaaaanz viiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeele Kinder, aber gut als ich dann erfahren habe das ich diesen blöden Gen-Defekt habe und ihn zu 50% vererbe, nahm ich Abstand von viiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeelen Kindern. Beruflich habe ich mich immer viel extrem vieles interessiert.

Bei der Maßnahme machte man unter anderem einen Test, für welche Themen man sich interessiert und für welche man sich auch eignet. Problem war, bei mir kam quasi fast alles raus, es grenzte lediglich technische Berufe aus, für die ich mich wirklich nicht eigne oder interessiere, nur brachte es mich einfach nicht weiter.

Tja und etwas mehr als ein Jahr später, mit etwas vielen Krankheitsphasen bin ich so gesehen keinen Schritt weiter im Grunde.

Meine Scheidung läuft schleppend, wobei mich das gerade wenig interessiert, denn geschieden oder nicht ist nicht sooo der riesen Unterschied und da ich es nicht beeinflussen kann, ist es ok wie es ist. Ausbaufähig, aber ok.

Gesundheitlich geht es mir gerade nicht soo toll, habe wieder im Bauch alles entzündet, gereizt, genervt und müsste mehr auf meine Ernährung achten, aber diese Disziplin hmm. Dafür halte ich nach wie vor mein Gewicht! Habe also weiterhin in etwa 14kg minus und mein persönliches Idealgewicht von 64kg bei 164 Körpergröße und mache weiterhin Sport!

In der Liebe ist auch alles gut, ich bin glücklich mit ihm, nun ein Jahr und möchte ihn nicht mehr missen, er ist ein Stück von mir geworden, trotz einiger Widrigkeiten.

Ich habe sehr großes Glück mit meinen Damen, sie sind einfach spitze, perfekt, kleine Zaubermäuse, wobei klein nicht wörtlich ist, denn die eine überholt mich cm mäßig gerade!
Sie sind so lieb, geben sich riesige Mühe, sind einfach fantastische Menschen, liebenswert, fürsorglich, empathisch und immer füreinander da. Sie sind offen und herzlich, fleißig und ganz ehrlich, ich frage mich täglich womit ich sie verdient habe und wie sie so toll werden konnten, ich bin wirklich sehr sehr froh sie zu haben. Sie sind eine tägliche Bereicherung.

Tja beruflich hm das ist so ein Ding. Einerseits würde ich gerne von Zuhause aus arbeiten, andererseits bin ich auch sehr gerne unter Menschen. Zuhause kann ich aber auch krank sein, gerade eine bauchtechnisch miese Phase haben und arbeiten, andererseits, welche Jobs kann man denn von Zuhause aus machen?

Ich bekam nun erklärt das ich zu 15 Stunden Beratung über Berufe gehen kann, da bekommt man 15 Stunden mit einem Menschen (nicht am Stück, aufgeteilt!) mit dem man erarbeiten kann, was man arbeiten möchte. Klingt gut oder? Ich glaube das mache ich :)

Naja und ich spiele doch noch mit dem Gedanken das alleinige Sorgerecht zu beantragen, jetzt wo mein gerade noch so Mann sich nicht mehr meldet, selbst bei seinen Kindern nicht ans Handy geht oder bei Whats App antwortet und das zum xten mal, die xte Woche. Er schadet ihnen nur noch, sieht aber nur sein "Leid" was keines ist und holt sich nicht einmal Hilfe. Ich denke das es an der Zeit ist, einfach mal den Kindern zu zeigen, er ist nun raus aus der Geschichte, er hat den Weg selber gewählt und muss nun mit den Konsequenzen klar kommen.

Immer höre ich von den Müttern, die den Umgang zum Vater erschweren oder sogar verbieten, aber wer redet/schreibt denn bitte mal über die Väter, die sich nicht kümmern, ihre Kinder hängen lassen und kein Interesse zeigen?
Aufregen bringt da aber auch wenig, es ist wie es ist, es ist/war seine Entscheidung, ok dann gehen wir den weiteren Weg ohne ihn, ich denke für ihn ist es ein größerer Verlust als für uns und bis vor wenigen Wochen rannte ich ihm noch hinterher, zwang ihn Zeit mit seinen Kindern zu verbringen, aber in Wahrheit saß er dann auch hier wieder nur am PC und die Kinder blieben größtenteils in ihrem Zimmer.

Traurig, aber das Leben geht ohne ihn weiter, vielleicht sogar einfacher und besser :)