Montag, 9. Oktober 2017

Buch: Zombie

Ich mag Zombies, jedoch nerven mich die üblichen Zombie-Filme, weil es immer gleich abläuft.






Als ich in der Bücherei die Flohmarktecke durchstöberte, fiel mir vor einigen Tagen das Buch Zombie auf. Es war dünn, gebunden, sah nicht nach einem Action-Buch aus und ich besah es mir nicht weiter. Freitag war ich wieder dort, es stand noch immer da. Die Aufmachung, gerade weil es eher wie ein Klassiker aussah, machte mich dann doch neugierig und so las ich den Klappentext, der verriet das es nicht um Hirn fressende Zombies geht, sondern ein kleiner süßer Psychopath sich mit Hilfe von einer Lobotomie einen menschlichen Zombie erschaffen möchte, der ihm hörig ist.

Lobotomie ist die Methode, mit der man unter das Augenlied, am Augapfel vorbei ins Hirn vordringt, um einige Dinge abzuschwächen, wie zb Ängste, Zwangszustände, Emotionen und so weiter. Im Grunde ein sehr interessantes Thema! Hmm vielleicht was zu ekelig für manche, ich gehe nicht weiter ins Detail.

Das Buch ist wirklich sehr kurz, schade eigentlich, denn es hat nicht einmal ein richtiges Ende, irgendwie hört es statt dessen mitten drin auf.

Der Schreibstil ist sehr interessant! Q.P. (der Psychopath) spricht von sich in der 3. Person bzw finde ich eher es gibt ihn als Psychopath und die Hülle die andere sehen, von der er in der 3. Person spricht, aber eher weil er sich mit der Hülle, also seinem Erscheinungsbild nicht identifiziert, das ist nicht er selber.

Einige Stellen sind sehr pikant, da Q.P. schwul ist und sexuelle Handlungen sehr kalt und brutal beschreibt, ebenso benennt er die meisten Frauen mit einem Schimpfwort das ich hier nicht schreiben möchte.

Mich faszinierte am meisten der Schreibstil, die Kälte und Abgebrühtheit, wie logisch Q.P. handelt aus seiner Sicht und wie seltsam er alle anderen wahrnimmt.
Die Autorin hat es wirklich sehr gut umgesetzt und bis auf das fehlende Ende, ist es ein sehr gutes Buch das ich nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Bücher mit solchen psychischen Abgründen mag ich gerne, noch lieber wenn sie dann noch realistisch geschrieben werden und einen Einblick in ein Leben geben, das man selber nie führen kann, nie führen möchte, es aber dennoch spannend ist, mal in diese Rolle zu schlüpfen.

Absolut lesenswert 😊




Samstag, 7. Oktober 2017

Schlampen-Tag

Also vorab, das Wort Schlampe hat ja einen ursrünglichen Sinn, der vielen nicht mehr so geläufig ist, aber meist wieder in die Erinnerung zurück findet, indem man Schlampermäppchen als Beispiel erwähnt, oder einfach einfach noch, das Verb schlampig.

Mein Schlampen-Tag ist genau so gemeint, also vergesst mal schmutzige und unmoralische Dinge, die könnt ihr gedrost abschminken, wobei das Rosenstolz Lied "Die Schlampen sind müde" wirklich nicht übel ist, vor allem in der Karibik-Version!

So nun aber zurück zum Thema.

Wenn man anstrengende Tage hatte, oder keinen Bock, oder am herumkränkeln ist, oder oder oder, dann tut ein Schlampen-Tag einfach gut!

Fertiges Essen bestellen, oder nur was in den Ofen schieben müssen. Mal den Haushalt ruhen lassen, er läuft ja nicht weg. Einfach mal nichts produktives tun und herum gammeln!



Hey ich bekam sogar Unterstützung!
Musste nicht einsam herum vegetieren, sondern gemeinsam 😄😸

TV schauen ist super, etwas Hörbuch hören und dabei eindösen auch, jedoch lesen schon hart an der Grenze!

Gut das es Schlampen-Bücher gibt.



Wobei das Schlampenbuch mir ehrlich gesagt bisher nicht so dolle gefiel *schaut betröppelt*

Aber das Schlampen Yoga finde ich klasse und ich habe noch ein Hörbuch von ihr, das ich mir aber beiseite legte, weil ich erst einmal mein jetziges fertig hören möchte. Kleiner Spoiler: Es schrieb ein Verwandter von Gandhi.

Auch gut ist eine heiße Schokolade dabei, mit Sahne oben drauf und Minimarshmallows *jammi* oh und eine heiße Wanne, die geht bekanntlich ja immer!

Oder auch schön, auf dem Balkon sitzen, wenns kalt ist mit Decke eingewickelt wie ein Wrap.

Ach man kann soooo viele schöne Dinge machen und zu anderen, die einen in die Aktivität zwingen wollen, einfach mal Arsch lecken sagen 😆

Ich wünsche allen viel Freude bei ihrem Schlampen-Tag!


Donnerstag, 5. Oktober 2017

Ich musste sie mal wieder ordentlich benutzen!

Emma, meine Nähmaschine ist gemeint 😄

Eigentlich wollte ich nur mal eben ein paar Stulpen nähen.

Sind sie nicht süß? Ok meine Hände sehen darin aus wie die eines Kindergartenkindes, aber egal, ich liebe sie!




Naja und wenn Emma schon einmal benutzt wird, kann man ja gleich weiter machen.

Ich hoffe mein bester Freund wird nicht böse, aber ich habe ein neues Körnerkissenüberzügchen genäht, seines dafür beiseite gelegt.

Der Stoff wurde mir mal von meiner Schwester geschenkt, es ist originaler aus den 70iger Jahren, total schön 💖




Auf dem Band steht Prinzessin mit Krönchen drauf und so.



Hinten wird es doppelt gelegt (wie beim originalen Überzug) und so ein Verschluss gebildet 😊

War eigentlich total easy, man nimmt ein langes Stück Stoff, oder näht mehrere aneinander.
Die schmalen Seiten umnähen, das machte ich mit einem Sternchen-Stich, weil man es später sieht.

Dann überlappend zusammen legen, rechts auf rechts natürlich und die langen Seiten zusammen nähen, jedoch habe ich die Stellen wo es überlappt doppelt genäht, damit es nicht beim etwas strapazierten rein stopfen des Körnchenkissens, direkt auf geht oder so.

Schon fertig!


Mittwoch, 4. Oktober 2017

Glück kann unglücklich machen





Ich war wirklich lange unglücklich in meiner Ehe, sehr lange.

Hmm 15 Jahre fast bis ich ihn endgültig raus schmiss und unglücklich *grübelt* eigentlich schon nach wenigen Monaten, aber ich bin ein Mensch der Fehler bei mir sucht, nicht glauben möchte das der andere einfach ein Arsch ist oder dergleichen.

Als ich dann auf einem Gutachten das Wort Narzisst las, hatte ich natürlich wie viele andere auch ein gewisses Bild im Kopf, aber als ich, und das erschreckt mich selber, erst vor einer Woche oder so auf die Idee kam mal zu suchen ob es heilbar ist und begann darüber wirklich zu lesen, wurde mir die ganze Tragweite bewusst.

Man findet schnell heraus das ich mich vor langer Zeit hätte trennen müssen und dann ärgert es mich, so viele Jahre vergeudet zu haben und dann denke ich an meinen Seelenbuddy mit dem ich nun glücklich zusammen bin, so ungemein glücklich zusammen bin und es ist so einfach, so leicht, so natürlich, so perfekt, das es mir unheimlich ist!

Wenn man 15 Jahre kämpfte, scheiterte, sich aufrappelte, von vorne begann, zum Scheitern verurteilt war und es nicht glauben möchte, dann vergisst man wie Glück sich anfühlt und hat einfach Angst es wieder verlieren zu können, wenn man es doch gefunden hat.

Mein Partner, Liebster, Schatz, Held, wie auch immer, hat auch keinen leichten Weg hinter sich bringen müssen und immer wenn ich mich gerade ärgere viele Jahre an einen Narzissten verschwendet zu haben, kommt mir in den Sinn das es dennoch der perfekte und einzige Zeitpunkt war, denn hätte ich meinen Liebsten sonst kennen gelernt?

Wir trafen uns in einem Chat, in dem ich zig Jahre nicht war und nur einige Wochen zuvor wieder öfter rein ging und er war nicht weniger oft drin. In einem Chat, in dem man nichts sucht, nichts finden möchte, in dem viele hm sagen wir freundlich Fakes herum laufen und man sich eher belustigen, als wirklich unterhalten kann und dennoch wechselten wir wenige Worte und merkten beide, das da mehr ist, gingen uns beide nicht mehr aus dem Kopf, trafen uns am nächsten Tag wieder dort und glaubten aneinander, an das zwischen uns und es wäre gut möglich gewesen das wir uns nie über den Weg gelaufen wären, obwohl wir nicht einmal weit voneinander entfernt wohnen. Ja ich glaube an Karma und es bestätigte sich einmal mehr.

Dennoch sitzt man dann regelmäßig da, nach einer Phase in der man einfach genoss was man hat und fragt sich, warum man auf einmal traurig wird. Weil man es nicht fassen kann?
Nicht fassen kann was man nun hat?
Wie schön das Leben auf einmal wieder sein kann und wie leicht?

Narzissten kann man praktisch nicht heilen, bzw nur sehr selten unter sehr schweren Voraussetzungen und umso mehr ich darüber las, umso mehr öffnete es mir die Augen, weil genau die Maschen beschrieben werden, mit denen mein noch Mann mich zurück bekam und immer wieder fiel ich darauf rein. Es ärgert mich jedoch immer weniger, denn ich war ich und ich blieb ich, auch meine naive Art, die ich aber eigentlich gerne mag, denn selbst wenn man damit auf die Nase fällt, möchte ich an das Gute glauben können, auch und vor allem in Menschen. Wieso hat es ein anderer weniger verdient ihm zu vertrauen, nur weil jemand zuvor das Vertrauen missbrauchte? Das wäre unfair und sicher hätte ich viele Menschen sonst nicht kennen lernen dürfen.
Man muss manchmal riskieren um zu gewinnen 😊

Und dennoch sitze ich manchmal noch da und werde traurig, denke an die Jahre, denke dann an mein jetziges Glück, kann es kaum fassen und möchte einfach nur ein wenig vor Glück weinen, weil ich mich jetzt so gut fühlen darf, weil da jetzt jemand ist, der auf mich achtet, der möchte das es mir gut geht und etwas dafür tut, dem es Freude bereitet wenn es mir gut geht und der es mir sagt und zeigt das es ihm auch gut tut.


Ich bin Dir so dankbar, ich hoffe das weißt Du und ich liebe Dich, mein persönlicher Held 😙






Samstag, 16. September 2017

Sei Du selbst, oder doch lieber nicht...

Bei Facebook und in Ratgebern steht immer häufiger das man man selber sein soll und machen soll wozu man Lust hat, das es das eigene Leben ist und man selber die Konsequenzen tragen muss, für sein Handeln und das es somit keinen anderen etwas an gehen würde.

Richtig?

Gaaaaanz viele Leute teilen das super gerne!

So und nun nehmen wir mal die Theorie und setzen sie real in die Praxis um und siehe da, es ist doch nicht erwünscht, außer in einem gesellschaftlich vorgegebenen Rahmen, der gleichzusetzen ist mit "Klar darfst Du Du selber sein, so weit wie wir es Dir erlauben." also genau genommen ein Widerspruch in sich ist.

Mal sah ich eine Dame mit zwei verschiedenen Overknee Strümpfen die blöd angeschaut wurde, mal sah ich eine junge Frau mit Halsband an dem eine kleine Plakette dran war, wie die Namensgravurdinger von Hunden, die unfreundlich beobachtet wurde, mal sah ich im Supermarkt einen Kerl in Shorts und Bademantel wie der Dude, der unbeachtet ob er seine Zutaten für einen white russian kaufte, betrachtet wurde, als wäre er geistesgestört, mal waren es Nackte auf einer Wiese in der Sonne, mal schaukelnde Erwachsene, mal ... mal ganz ehrlich, jeder kennt selbst genug Beispiele und wie reagierst Du?

Was machst Du, wenn Dir so jemand entgegen kommt?

Sei bitte ehrlich zu Dir selber, Deine eigene Antwort geht nur Dich etwas an, aber überdenke sie objektiv und gnadenlos ehrlich bitte.

Ich lächle so Menschen an, versuche zu zeigen das ich es gut finde was sie machen, egal was es ist und freue mich über den Mut anderer!

Denn ist es nicht genau das, wonach wir im Grunde alle streben?

Akzeptiert werden wie wir sind.

Akzeptiert mit unseren Marotten und Eigenarten, mit unseren ganz eigenen speziellen Dingen, die vielleicht nicht alltäglich sind, uns aber doch gerade dadurch zum Individuum machen.

Wie scheinheilig so viele Menschen diese Meinung zu vertreten scheinen und dann, wenn es darauf an kommt, vollkommen anders reagieren.

Hey, einfach mal offener sein, einfach mal open minded :)

Euch will keiner etwas tun, es schadet Euch nicht und tut nicht weh, aber es tut anderen gut, wenn sie merken das es in Ordnung ist, wenn sie sind wie sie sind, also einfach mal andere glücklich machen und nicht verurteilen, denn dann wenn man andere glücklich macht, bekommt man ein Stück vom Glück mit ab und es geht einem gut.

Also einfach mal akzeptieren das wir nicht alle gleich sind und leben was wir so auf Facebook und Co teilen und nicht nur so tun als ob :)

Einfach mal leben und leben lassen, locker lassen, gelassen sein und genießen das es so eine Vielfalt in der Menschheit gibt und das es einem gut tut, wenn man sich selber auch mal traut etwas zu machen, wonach einem der Sinn steht und merken wenn andere es auch bei einem selber akzeptieren.

So würde es allen besser gehen, alle würden ein schöneres Leben haben und alle wären etwas glücklicher.

Ist das nicht ein schönes Ziel?





Samstag, 9. September 2017

Nächtlicher Spaziergang

Zwar kein Wochenende, aber egal, schön wars.

Ich mag Perspektive, Licht und wenn dann noch Regen im Spiel ist, einfach schön.

Zwar ist es keine Kunst oder dergleichen, aber ich selber fand die Bilder schön, vielleicht geht es ja dem ein oder anderen auch so :)






























Donnerstag, 7. September 2017

Billige Wolle, gegen Zahnspangenlangeweile

Meine Damen bekamen heute ihre festen Zahnspangen eingesetzt, was bedeutet, das wir laaaaaaange herum saßen.

Meine Jüngste meinte auf einmal ihr sei kalt, wobei mich das nicht wunderte, saß sie bei Herbstwetter mit einem Ventilator vor der Nase im T-Shirt auf dem Behandlungsstuhl, also ging ich kurzer Hand in den Kik direkt unter der Praxis, kaufte ihr einen dünnen Pulli, eine Art Strickjacke vorne offen und entdeckte dabei Wolle.

Eigentlich mag ich Billigwolle nicht, gar nicht, null! Ich gebe ein Vermögen für Wolle aus, weil ich mir denke, wenn man viel Zeit in etwas investiert, soll es lange halten, also gebe ich lieber mehr Geld aus und hoffe das es dadurch nicht so schnell kaputt geht.

Hmm die Wolle fühlte sich ganz flauschig an und hmm kostete ja quasi nichts und *seufzt* mal eben aus so dicker Wolle eine Mütze häkeln geht doch auch super schnell... falls die nicht lange hält ist das doch auch ok?

Also nahm ich zwei Knäule je 1,99 Cent, dazu ein Doppelpack Häkelnadeln zu 0,99 Cent und ging wieder hoch.



Erst zog ich meine kleine Maus an, die sich riesig freute weil ich ihren Geschmack traf und ihr beide Teile gut gefielen und dann setzte ich mich hin und überlegte.
Ich wollte keine schnöde öde Häkelmütze machen, kein aufwendiges Muster und als ich bei Pinterest ein wenig herum stöberte, fiel mir eine Mütze ins Auge, für die man im Grunde keine Anleitung braucht.




Ich machte einen Magic Ring, darin glaube ich sechs halbe Stäbchen und ab dann in Spiralrunden halbe Reliefstäbdchen.

Die übliche Mützenformel:

1. Runde jede Masche verdoppeln
2. Runde jede 2. Masche verdoppeln
3. Runde jede 3. Masche verdoppeln

und so weiter.

Eine schöne allgemeine Mützenrezeptanleitung für Häkelmützen findet man beim Ribbelmonster.

Besonders schön finde ich, das es im Prinzip eine Wendemütze wird und von innen aussieht wie gestrickt, von außen schön die Spirale, dank der Spiralrunden erkennbar bleiben

Also einmal von außen:






 und nun von innen:





Für geübte Häklerinnen ist das quasi schon eine Anleitung genug, wer noch Fragen hat, immer gerne her damit!


Mittwoch, 6. September 2017

Sonne braucht der Mensch und Liebe...

... der Rest ist dann unwichtig *schmunzelt glücklich*



Das Bild ist vor hmm sechs Wochen etwa entstanden, in einem Wald, liegend, auf einer Picknickdecke. Ein schöner Moment, ein schöner Tag, in sich vollkommen und besonders.

Man sollte ekelige Gedanken immer mit guten wieder aufwiegen, oder?

Gestern war ein seltsamer Tag, vormittags so schön und wundervoll, nachmittags total wääääh!

Vormittags eine schöne Zeit mit meinem Partner gehabt, nachmittags war ich bei meiner Anwältin und hatte nur blöde Info's bekommen, danach Einkaufsstress und abends gemischt. Die Telefonate mit meinem Partner waren die Ruheinseln, dazwischen nervte mich wieder was ich bei der Anwältin erfahren hatte.

Wenn man sich scheiden lässt und der andere bekommt seinen Arsch nicht hoch und macht nichts, kann es nach dem Trennungsjahr zusätzlich noch zwei Jahre dauern, bis man geschieden wird.

Toll oder?!?

Ausnahme?

Man erwartet ein Kind oder möchte wieder heiraten.

Naja, was solls, kann man nicht ändern, man sollte sich allerdings auch nicht seine Lebenszeit von so etwas vergiften lassen.

Schauen wir lieber das Sonnenwaldlichterbild oben an, ein schöner Moment, ein ruhiger und friedvoller, viel besser als an irgendwelche Menschen zu denken die einem das Leben schwer machen.

Ich bin glücklich, ich ruhe in mir, mir geht es gut. Das ist viel wichtiger, als etwas was man nicht ändern kann, an sich heranzulassen.

Gedanken über den Speiseplan der nächsten Tage, weil meine Kinder ihre festen Zahnspangen bekommen und dann nicht so gut kauen können, das ist auch ein schöner Gedanke. Man kann durch Essen so viel Liebe ausdrücken und zeigen, wie zb einen Nudelsalat machen, weil man weiß das seine Liebste ihn mit ihrer fehlenden Mutter verknüpft hat, um ihr etwas Gutes zu tun.

Ich glaube, wenn man aufrichtig liebt und geliebt wird, kann einem nichts mehr richtig etwas anhaben, weil man weiß das der andere da ist, immer da ist, egal was da kommt und das einem dieses gemeinsame Sein nicht genommen werden kann und so ist alles andere hmm vielleicht nicht unwichtig, jedoch ungefährlich und ein Stück weit egal.

Was solls wegen der Scheidung, ich habe so viel mehr als mein gerade noch so Mann und ich bin so zufrieden und glücklich, das kann er mir nicht nehmen, nicht zerstören, also egal.

*schaut nochmal das Waldlichtersonnenbild an, erinnert sich an den Moment und ist happy*



Samstag, 2. September 2017

2h können alles verändern

Ich hatte eine on/off Beziehung, es war ein ewiges hin und her und ganz ehrlich, man muss zugeben das man bei jeder Trennung etwas dazu gelernt hatte, sich etwas entwickelt hatte und einen Schritt weiter kam, jedoch folgt irgendwann der Punkt wo man merkt, das geht so nicht, das macht jetzt beide kaputt und es bringt zu wenig, es kann so nicht weiter gehen.

An dem Punkt rissen wir einen Schlussstrich.

Wenn ich jetzt versuche zu rekonstruieren was dann nach etwa zwei Wochen passierte, scheitere ich ein ums andere mal. Ich bekomme es nicht in Worte gefasst.

Wenn man diese komischen Muster ansieht, hinter denen sich ein 3D Bild verbirgt das man nur erkennt, wenn man ein wenig schielend darauf starrt und jemanden das erklären möchte, jedoch der andere nichts kapiert, so in etwa würde es mir gehen.

Er kam auf mich zu, er hackte auf meine Seele ein und im Prinzip waren es doch nur wenige Kleinigkeiten die dann eine riesen Welle los brachen.

"Weißt Du eigentlich wie sehr ich Dich liebe?"
 Wenn das jemand sagt, mit dem man das gesamte letzte Jahr praktisch durch stritt, kommt man schon ins Grübeln. Wie sehr muss man jemanden lieben, als das man sich die Mühe macht und viel Leid auf sich nimmt, nur um eine Beziehung zu führen, die genau genommen zu dem Zeitpunkt nicht einmal wirklich eine war?

Denn ich dachte nach, dachte viel nach. Ich musste mich entscheiden zwischen einer neuen Weggabelung des Lebens. Auf der einen Seite er, der ein Jahr um mich kämpfte und etwas in mir sah, wo ich selber nicht wusste was es war und einem Neubeginn.
Ich wusste ganz genau, wenn ich die eine Richtung einschlage, gibt es kein zurück, wenn ich die andere einschlage ebenso wenig.

Ich hasse Entscheidungen.

Ich kam aus einer 15 Jahre langen zerrütteten, kaputten Ehe. Es haben sich sehr viele Trigger (Auslöser) eingeschlichen in mein Denken. Mein "Neuer" hatte keine wirkliche Chance von mir bekommen, dauernd sah ich in seinem Verhalten meinen noch Mann und fühlte mich erinnert, dauernd griff ich vor, hatte ihn in meinem Denken schon vorab abgestempelt und reagierte dementsprechend, allerdings sah ich es nicht selber, kein Stück! Er warf es mir vor und auch darin erkannte ich nur meinen noch Mann, der mir an allem die Schuld gab. Es war, als hätte ich ein Bild vor Augen, als das ich meinte ihn zu sehen, aber er stand dahinter, vor mir verborgen.

Dadurch das er auf meine Seele einhackte, aber gleichzeitig sagte "Weißt Du eigentlich wie sehr ich Dich liebe?" stieß er etwas an in mir. "Warum macht er sich die Mühe? Warum lässt er sich das so lange gefallen? Warum ist er dennoch da und versucht mich zu überzeugen das er der Richtige ist? Nur mal angenommen, er liebt mich wirklich so sehr..." und so kam eines zum anderen und ich habe in 2h alles durchdachte, wichtige Situationen die aus meinem damaligen Blickwinkel komplett falsch liefen. Ich schrieb ihm bei Whats App meine Gedanken, wollte nicht das er antwortet oder so, einfach nur hmm ich wollte meine Gedanken mitteilen während ich sie denke, etwas das keiner sieht oder hört sichtbar, hörbar machen, ging alles nach und nach durch und begriff dabei: "Wow! Eigentlich hat er Recht gehabt?!? Kann das sein? All die Monate lag ich so falsch?"

Es öffnete mir die Augen.

Auf einmal erschien alles in einem vollkommen anderen Licht und ergab auch noch Sinn!

Naja, das löste allgemein viel, ich kam sogar dahinter worin die wirklichen Auslöser bestanden und konnte und kann alles objektiv betrachten.

Mir geht es nun so viel besser, als hätte sich ein riesiger Pfropfen in mir  gelöst, als wäre dadurch eine gigantische Sickergrube leer gelaufen und hat mich frei denken, frei fühlen lassen, alles viel klarer, reiner und intensiver.

Es löste auch nicht in mir alleine etwas, auch bei meinem Partner (ab wann schreibt man Lebensgefährte?) entstand eine Entwicklung und wo wir uns von Anfang an sicher waren, füreinander perfekt zu sein, wo wir uns immer fragten, warum es Himmel noch eins dennoch nicht funktioniert, ist nun alles perfekt, fügte sich alles so ineinander, wie es immer hätte sein müssen, wie es quasi unsere Bestimmung ist und man sieht auf einmal auch andere Lebensbereiche neu und anders.

Ich bin entspannt wie unendlich lange nicht mehr. Früher sagte meine Schwester zu mir: "Ich weiß gar nicht wie Du das machst? Nichts bringt Dich aus der Ruhe." das zb ist komplett zurück, ich bin die Ruhe in Person, bin auch nicht mehr bereit mich zu belasten mit Dingen, die umgänglich wären. Warum soll ich meinen inneren Frieden stören lassen?

Ich habe mein Leben komplett entschleunigt und bereinigt, bin noch immer dabei und wo ich vorher mit Input auf mein Hirn einhämmerte, genieße ich nun die Ruhe und Stille, merke direkt wenn es mir zu hektisch und laut wird und gehe zurück, bis ich wieder meine Ruhe und Stille empfinde. Es ist mir wichtig und mit nichts aufzuwiegen.

Ich habe die schönste, vollkommenste Beziehung die man sich wünschen, denken, ausdenken und vorstellen kann. Ich habe meinen Seelen-Buddy gefunden *lach*

Ich bin einfach glücklich, zufrieden und auch wenn ich dennoch andere Probleme habe, so sind sie nun unwichtig geworden, weil ich weiß wie gut es mir mit meinem Mr. Perfect geht. Was kann mir von außen passieren, wenn ich innerlich strahle und weiß ich stehe nicht alleine da?

Wir haben so ein schweres Jahr hinter uns, er war dennoch immer für mich da, was soll noch passieren, was kann noch kommen, was könnte uns noch mehr schade, als meine vorherige Blindheit? Nichts :) und das beruhigt mich persönlich ungemein.

Ich liebe Dich umso mehr und sehe Dich klarer denn je und bin Dir unendlich dankbar, weil Du mich schon immer erkannt hast und nicht aufgeben wolltest.

Es tut mir um die Monate leid, um das was ich Dir dabei zumutete und antat, aber es führte uns da hin, wo wir nun stehen und ich möchte es nicht ungeschehen machen :)

Danke das Du da warst, da bist, da sein wirst!


Mittwoch, 30. August 2017

Nackedei -> Flitzer -> Nudist

Die Wharheit über Nacktheit

Dieser Text prodelt schon recht lange in mir, dennoch ist es genau genommen ein heikles Thema über das ich mit nicht wenigen Menschen sprach, viele Meinungen hörte und ja, sie fächern sich außeinander in alle Richtungen.

"Warum fühlen sich manche Leute von nackten Menschen gestört? Wären wir angezogen zur Welt gekommen, könnte ich es vielleicht noch verstehen..."

Tja das dachte ich mir als ich mehrfach in der Zeitung bzw bei Facebook Artikel sah, über Personen die in der öffentlichkeit nackelig herum irren, denn so wie es sich liest, haben sie kein Ziel.

Das Thema Nackheit ist für mich zu einer Art Muse geworden über einige Jahre, weil es hier und da aufpopt und mich ein ums andere mal verwirrt.

Nicht missverstehen, ich muss nicht nackt durch die Gegend laufen, das kann machen wer es möchte, es ist nicht mein Bedürfnis, aber ich verstehe den Anstoß daran nicht!

Wir kommen nackt zur Welt.

Nochmal!

Wir kommen nackt zur Welt!

Das ist natürlich, es ist normal!

Als Babys sind wir nackt putzig und niedlich und wir dürfen auch bis zu einem gewissen Alter weiterhin nackig herum spielen, machen und tun. Ab wo ist denn bitte der Schnitt? Ab wann darf man es nicht mehr?

Scheinbar ist die Zeitspanne in meinen Jahren auf der Erde ohnehin geschrumpft, denn auch jetzt sind die Kleinsten schon immer angezogen.

Nein ich sehe Kinder nicht gerne nackt, es ist mir schlicht und einfach egal, das ist nicht der Punkt.

Als ich klein war, war es normal das man bis weit ins Kindergartenalter nackig schwimmen ging, es gab einen FKK Bereich am See, der war umzäunt, da gab es Gucklöcher in der Hecke, natürlich auf Augenhöhe von Kindern, die da interessiert und neugierig durchschauten und ja, ich kann mich selber davon nicht frei sprechen.

FKK gibt es hier z.B. meines Wissens nicht bzw wird von ein paar geheimen Ecken gemunkelt. Obwohl, nein eigentlich stimmt das so nicht, eigentlich ist ja jede Sauna ein FKK Bereich und ich gehe gerne in die Sauna und nein, nicht wegen der Hitze und dem Wasserdampf, sondern zum einen wegen der Ruhe (keine blökenden Kinder) und zum anderen hmm *schmunzelt vor sich hin* bist Du mal nackt geschwommen? Dann kennst du meinen wahren Grund. Oder stell Dich mal nackt in den Sonnenschein, spüre den Wind auf der Haut, die Wärme. Es ist einfach ein intensives und angenehmes Gefühl. Es ist nichts sexuelles, nichts erotisches, sondern zu tiefst natürliches und somit sind Leute die meinen "Igitt! Das geht ja mal gar nicht!" Die wahren Ferkel, denn die haben ihre dreckigen Gedanken, wenn sie so reden, nicht ich!

Oft wird auch angeführt das Kinder das nicht sehen sollten. Warum? Daheim laufen nach wie vor die Eltern nackt vom Bad ins Schlafzimmer, oder gehen in eine Sammelumkleide und ja, der verkappt perverse Ort (vorsicht Ironie) Schwimmbad ist ohnehin ein wahrer Sündenpfuhl! Nicht nur eine Sammelumkleide wird dort geboten, die früher nicht einmal geschlechtsgetrennt war, heute jedoch schon, sondern manche ziehen auch noch unter der Dusche blank!

Aber mal im ernst, wir erziehen im Grunde die Kinder dahin, das sie es als unnatürlich und ekelig ansehen. Klar haben sie ab einem gewissen Alter ein Schamgefühl, aber vorsicht, selbst das ist genau genommen anerzogen, wie andere Kulturen beweisen.

Der Vater meiner Kinder und die Kinder waren mal Eis essen, kamen zurück und ich fragte wie es denn war.
Mein Sohn war hm ich weiß es nicht mehr genau, etwa 10 Jahre alt und

er erzählte: Mama da war eine nackt!
ich fragte: Oh war sie wenigstens hübsch?
er antwortete: Nö, sie hatte viel zu kurze Beine.

Daran erkennt man wunderbar die Unschuld eines Kindes, denn er wurde nicht rot, er schämte sich nicht, er hatte sich scheinbar ihre Beinlänge eher gemerkt, als ihre Brüste, denn Kinder sind nicht verdorben, sie sehen nicht überall Sexualmerkmale, sondern Natur, so wie es eigentlich und ursprünglich auch sein sollte, also warum behaupten dann Erwachsene das Kinder so etwas nicht sehen dürfen?

Wir reden hier von normalen nackten Menschen, ohne Errektion, ohne Intimpiercings, die warum auch immer meinten z.B. nackt spazieren zu gehen und dann von der Polizei aufgegriffen wurden.

Was ist denn an der Natürlichkeit genau das Verbrechen?

Ich lese gerade das Buch: Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden (was für ein Titel!) und auch darin heißt es, er war kastenlos und trug keine Kleidung, nur die die in Kasten geboren waren trugen welche.
Man liest es, es ist normal, dort ist das so, man akzeptiert es, keiner nimmt Anstoß daran.

Hier ist es pervers, ekelig, gehört sich nicht, all das für eine Sache die die Natur vorgesehen hat. Wow!

Auch ich sah hier und da jemanden nackt herum laufen, auch in der Stadt, einfach so, oder beim Spaziergang unterwegs, oder oder oder.
Man grüßt, lächelt normal, geht weiter.

Wenn er meint er möchte nackt sein, dann ist es für ich genau das selbe, als wenn er meint er müsse einen feinen Anzug tragen, oder Frauenklamotten, oder eine Jeans oder einen Blaumann.

Wer bin ich, als das ich über die Kleidung bzw das Fehlen der Kleidung zu urteilen habe?

Möchte ich das andere über mich, über mein Leben urteilen?

Beanspruche ich nicht selber auch, das andere mich mein Leben leben lassen?

Kann ich dann nicht auch weg schauen, wie wenn jemand etwas an hat das ich nicht mag und nicht ansehen möchte?

Oder ist es nicht viel mehr so, als das sich die gestört fühlen, die es selber am interessantesten finden, es ihnen dadurch massiv schwer fällt wegzusehen und sie sich alleine schon durch genau diese Tatsache so gestört fühlen, weil sie sich eingestehen müssten, hinsehen zu wollen? Womöglich sogar neidisch sind, weil der andere etwas macht, den Mut hat und sie selber nicht?

Interessanter Blickwinkel oder?


Donnerstag, 17. August 2017

Schuldgefühle wegen fehlendem Trennungsschmerz

Liebe ist ja ein sehr spezielles Thema finde ich immer. Ab wann ist es Liebe, ab wann hat man jemanden lieb, ab wann liebt man jemanden und so weiter, alles Gefühle die ineinander übergehen und oft auch Unverständnis ernten.

Ich bekam als Kind eine Puppe geschenkt, meine Annemarie und vergötterte sie. Ich war die aaaaaaaaallerbeste Puppenmutti die man sich vorstellen konnte und so passierte es, dass ich zum nächsten Geburtstag von einer Freundin der Familie eine ähnliche Puppe geschenkt bekam, etwas kleiner, aber ähnliche Frisur und so weiter. Ich heulte Rotz und Wasser!

Alle rätselten herum was der Grund sein könnte, was los ist, bis ich wimmernd aufklärte: "Ich habe meine Annemarie sooooo lieb, so lieb kann ich keine andere haben und dann tut mir die neue Puppe leid."

Auf mich wurde mit Engelszungen eingeredet das es ja die kleine Schwester von Annemarie sein könnte und das alle Eltern ihre Kinder gleich lieb haben und so weiter, allerdings war es vergeben. Für mich stand fest, es gibt nur Annemarie und daneben keinen Platz für eine andere Puppe.

Eigentlich hielt sich das quasi in meinen Beziehungen auch immer. Wenn ich jemanden hatte, war der meine Nummer eins und an fremd gehen oder dergleichen war nicht zu denken.

Selbst in meiner 15 jährigen kaputten Ehe hatte ich keine Augen für jemand anderen, egal wie sehr ich meinen noch Mann verabscheute und wie wenig ich für ihn empfand, er war dennoch mein Mann.

Einmal überredete mich eine Freundin zu einem Date mit jemand anderen, ein sehr netter Mensch und wir tranken Kaffee zusammen und mehr ging nicht, obwohl ich innerlich von meinem Mann schon getrennt war. Ich konnte einfach nicht. Wir haben noch Kontakt und er sagte im Nachhinein mal das ich sehr kalt und distanziert rüber gekommen wäre. Klar, ich fühlte mich auch unwohl und erzählte meinem Mann hinterher davon.

Wie auch immer, ich war sehr loyal und einschienig unterwegs.

Ich weiß ja nicht in welchen Kreisen sich andere bewegen, ich kenne Leute die nicht monogam leben, also nicht fremd gehen, sondern offene Beziehungen führen und eigentlich war ich immer ein Mensch der das akzeptieren kann, aber wusste das das nie was für mich ist.

Nachdem ich meinen Mann allerdings heraus geworfen hatte, jetzt etwas länger als ein Jahr her, stand ich da und überlegte wie es weiter gehen soll. Ich meine man steht nach 15 Jahren da, hat die Welt offen und kann machen was man möchte!
Möchte man überhaupt eine feste Beziehung? Doch lieber etwas lockeres? Oder eine Freundschaft plus? Wie mir gesagt wurde hat die Jugend eher lauter Freundschaften plus... man hat die freie Wahl! Das ist wundervoll, aber auch verwirrend.

In meinem Leben spielen Zufälle immer eine große Rolle und diese große Rolle schenke ich ihnen auch gerne, ich warte also manchmal ab was in mein Leben geschwemmt wird und was man damit anfangen kann.

Also ging ich in einen Chat, in dem ich lange nicht mehr drin war, eigentlich um einen bestimmten Menschen zu finden und ein wenig zu quatschen, dabei schrieb mich jemand anderes an und eigentlich antwortete ich keinem, jedoch war das so plump (sorry falls Du das liest und Dich wieder erkennst, Du weißt ich schätze Dich sehr wohl!) als das ich mich gezwungen sah etwas blödes zurück zu schreiben und daraus wurde mehr, etwas lockeres, etwas fluffiges, angenehmes, perfektes für den Moment und ich schaue noch immer sehr gerne darauf zurück, schütze diese Erinnerungen in einem Schatzkästchen und bin froh das ich sie habe.

Danach schwappte mir der Zufall jemanden ins Leben am  Tag und Monat meiner Lieblingszahl. Jemand der genau das wollte von dem ich Jahre träumte und es gab noch so viele andere Übereinstimmungen. Ein Jahr lang waren wir nun zusammen, planten mehr, planten ein gemeinsames Leben, planten, planten, planten, aber nebenher war unsere Beziehung recht vergiftet, recht geschädigt. Wir stritten dauernd, heftig, ausgiebig. Es war genau genommen keine so gute Beziehung wie sie hätte sein können, sein sollen, leider.

Wir hatten hier und da eine kleine Trennung und einmal eine längere, in der ich jemanden besonderen kennen lernte. Der kleine Seelenfänger liest das hoffentlich nicht *lacht* und dieser Mensch ist nicht monogam, sagte es direkt und stellte mich vor eine Aufgabe, denn nicht nur das Thema monogam und so weiter stand auf einmal im Raum, sondern alleine auch die Tatsache, das ich so frisch nach einer Trennung von einem Menschen den ich wirklich liebte, jemand neuen so toll finden konnte machte mir zu schaffen!

Ich hatte für mich entdeckt, selbst wenn man einen Menschen wirklich liebt, kann man Gefühle für jemand anderen hegen und schlimmer noch, ich war nicht einmal eifersüchtig, wenn der andere nicht monogam ist. Was war da los?

Vielleicht wird man einfach toleranter und offener umso älter man wird? Ich weiß es nicht.
Nach der Trennung kamen wir dann wieder zusammen und ich bekam Vorwürfe zu hören alá "Wie konntest Du, Du hast mich nicht richtig geliebt!" und ähnliches.

Ist das so?

Nö!
Man kann jemanden lieben, jemand anderen kennen lernen und auch für den Gefühle entwickeln, wenn man offen bleibt, wenn man ein offenes Herz hat, wenn man es quasi nicht kategorisch verschließt, sondern begriffen hat, man kann nur gewinnen!

Ein Freund der auch nicht monogam lebt sagte mal dazu: "Es ist ein tolles Gefühl, wenn sie zu Dir zurück kehrt, freiwillig, weil sie Dich liebt und Du sie nicht festhalten musst, was Du eh nicht kannst."
Der Seelenfänger sagte mal: "Bitte pass auf das Du mich nicht erdrückst."

Man muss quasi open minded sein, verstehen das man einen geliebten Menschen nicht festhalten kann und umso mehr man jemanden fest hält, ihn umso eher verliert, weil man ihn erdrückt.
Man muss begriffen haben, das man andere ohnehin nicht fest halten kann und wenn jemand sich zu jemand anderen hingezogen fühlt, ihn nicht aufhalten kann. Nicht umsonst gehen so viele Leute fremd, da ist es mir doch lieber mein Gegenüber geht offen damit um, vertraut mir, sagt es mir und wenn er mir zb nicht mehr genug Gefühle für mich übrig hat, tja dann habe ich doch im Grunde das selbe, als wenn man sich so oder so trennt, weil man sich weiter entwickelt hat, in verschiedene Richtungen. Da ist mir Offenheit und Ehrlichkeit lieber, als das man mir ins Gesicht lügt und etwas vor gaukelt.

Naja, nun haben wir uns wieder getrennt und es ist ok, ich wollte es selber so, ich sah keine mögliche Zukunft mehr. Klar weint man anfangs und leidet, aber wie lange? Das ist doch sehr individuell. Man kann doch nicht an einer Heulphase aus machen, wie sehr man jemanden liebte.

Ein gaaaanz lieber Freund *wink zu Chrischan rüber* dem ich auch diesen Beitrag aus ganz vielen Gründen widme, fragte mich wie es mir geht. Und was soll ich sagen, ich sehe diese Frage nicht als Phrase, sondern antworte so gut es geht ehrlich. In dem Moment war es ein: "Erschreckend gut!"
Ich fand es wirklich erschreckend, das es mir gut ging, wenige Tage nach einer Trennung von einem Menschen, den ich wirklich und wahrhaftig liebte. Ich saß da und bekam Schuldgefühle. Darf es einem gut gehen?
Er kennt mich, weiß wie ich ticke und sagte: "Hey, es darf Dir gut gehen! Du hast Dich getrennt, nicht ohne Grund und wenn man sich trennt aus Gründen, dann ist es doch normal das es einem danach besser geht, man erleichtert ist und es einem gut geht, also genieße es! Himmel genieße es einfach!" Sinngemäß wiedergegeben jedenfalls.

Seit dem habe ich das im Ohr, immer wenn ich da sitze, es mir gut geht und ich denke: "Man das ist nun x Tage her, eigentlich müsstest Du leiden?" Nein, warum denn?
Klar ist es traurig wenn man jemanden liebt und entdeckt das es aus guten Gründen nicht weiter geht, das man sich nicht gut tut und nicht glücklich ist und die ganze Beziehung nur noch besteht, weil beide darum kämpfen, ein Kampf der manchmal aussichtslos ist. Aber es gibt ja Gründe für eine Trennung und klar geht es einem dann besser, wenn diese Gründe weg fallen.

Es ist wie eine Achterbahn, es geht einem gut, im nächsten Moment liegt man mal wieder am Boden seelisch gesehen, auch das ist normal, ok dann dreh Dich auf den Rücken und schau in den Himmel, wenn ich mir das vorstelle geht es mir auch schon wieder besser und ich habe Freunde, ich laaaaaaaabere alle voll, tut mir leid Jungs, aber tausend, nein millionenfacher Dank das ihr für mich da seid! Ich habe den besten Trupp Menschen um mich herum, den man sich vorstellen kann und immer jemanden der für mich da ist, mir den Kopf hoch hält, wenn ich gerade zu schwach bin und mir den Weg weiter zeigt und so gehe ich ihn, nicht alleine, nicht einsam, nicht immer glücklich, aber doch immer zufrieden, denn ich habe es richtig gemacht, ich bin glücklicher als vorher, es geht mir besser, jeden Tag besser und  ich bin so dankbar für alles.

Riesen Danke  an alle die für mich da sind! Ich kann es nicht in Worte fassen wie viel mir das bedeutet, fühlt Euch mega doll gedrückt!



Kinofilm: The Limehouse Golem

Ich war heute in guter Begleitung in der Sneak-Preview.

Nur am Rande, eine Sneak-Preview bedeutet man zahlt weniger, weiß allerdings nicht was für ein Film kommt, jedoch einer der erst in frühestens einer Woche ins Kino kommen wird.

Es ist ja immer so eine Glückssache was man erwischt und dieses mal war ich sehr positiv überrascht!

Was mir bis dahin nichts sagte ist der Film

The Limehouse Golem


Er spielt im London der 1880 Jahre, die Kleidung ist gerade bei den wohlhabenderen Damen ein Hingucker!
Also angepriesen wird er als Horror-Thriller, ich hätte eher Krimi mit ein paar gruseligen Szenen gesagt, aber gut das ist eigentlich unwichtig, er ist wirklich gut aufgebaut.

Meine Kinobegleitung fand ihn etwas zerfetzt, ich mag aber gerade Filme mit Nebensträngen und vielen Zeitsprüngen.
Er beginnt quasi am Ende, jedenfalls wird das in der ersten Szene gesagt, allerdings stimmt das eigentlich nicht wirkich, denn es wird ein ganzes Leben nacherzählt, nämlich das von Elizabeth, die als Segelflickerin aufgezogen wird, erst von einem Mann, dann ihrer Mutter missbraucht bzw misshandelt wird und eine Karriere als  Komödiantin hin legt, bis sie heiratet.

Durch den Film führt ein Inspektor  Kildaire, der eine Mordserie untersucht. Der Mörder nennt sich selber Golem und ich mochte gerne die Effekte, wenn er mal wieder jemanden verhörte, einen Text vorlas, den der Verdächtige dann abschreiben musste, um das Schriftbild vergleichen zu können, denn der Inspektor liest mit seiner Stimme, zeitgleich hört man auch den der schreibt, ein toller Effekt.

Es bleibt bis zum Schluss spannend, hat viele Verwirrungen, so dass man sich nie sicher ist, wer es sein könnte und für Gesprächsstoff sorgt.

Wenn Filme schöne Bilder beinhalten, finde ich sie umso besser und das ist in diesem hier auch der Fall, wirklich schöne Effekte tolle Bildführung und Schnitte.

Absolut sehenswert!

Ich weiß nicht ob er sehr bekannt ist im Moment, aber ich hoffe er wird es, denn er hat echt was zu bieten.

Einen Dank auch an meine bezaubernde Begleitung, zwar zeitweise ein wenig ablenkend, aber nur auf die best mögliche Art, danke für die sehr hmm reizende Zeit *lacht* es war wirklich schön und sollte unbedingt wiederholt werden :)
Ich konnte nicht nur seelisch etwas auftanken und fühle mich großartig!

Viel Spaß beim Film schauen und ich hoffe er gefällt anderen ebenso gut wie mir :)



Mittwoch, 16. August 2017

Die Schönheit des Individuums

Letztens teilte ich auf Facebook folgendes Foto:




Unter dem originalem Beitrag hatte jemand geschrieben "... oder Dummheit."

Das hat mich in der Kombination eines Menschen in meinem näheren Umfeld beschäftigt.

Manche Menschen sind leider sehr oberflächlich, sie geben sich nicht einmal die Mühe einen Menschen zu sehen, sie blicken nur auf das Erscheinungsbild und fällen ihr Urteil, wobei es genau genommen ihre eigene Schwäche und ihr Unvermögen zeigt.

Im Grunde machen mich solche Menschen traurig, sie erkennen ihre Schwäche nicht, interpretieren statt dessen wie bei einem Spiegel, genau diese Schwäche in das Gegenüber hinein und übersehen dabei die wundervolle facettenreiche innere Schönheit anderer Menschen.

Im Grunde verpassen sie sehr viel.

Ich zb schenke jedem den ich kennen lerne erst einmal ein Paket Vertrauen, wenn er das gut behandelt, schützt und schätzt, kann er es wachsen lassen, größer werden und die Früchte nach und nach ernten, aber er kann es verkümmern lassen, ausnutzen, niedertrampeln und immer wieder darauf einschlagen, dann ist es irgendwann kaputt und weg.

Es ist doch jedem selber überlassen welchen Platz er im Leben eines anderen einnimmt, er wählt es durch sein Verhalten.

Ich bin sehr froh das ich nicht die Hautfarbe, Konfektionsgröße, Narben oder andere Merkmale sehe, sondern erpicht darauf bin die Seele zu finden, zu erkennen, zu streicheln, zu halten und zu verwöhnen. So viele schöne Menschen wie ich dadurch erleben durfte, es ist ein Segen und ich halte daran fest und schaue nicht skeptisch aufs Äußere, wühle in der Vergangenheit wer wie war und ob ich das Verhalten abermals erkenne, natürlich gerne das Negative und stempel denjenigen direkt ab.

Ja mir wurde gesagt es sei naiv, blauäugig und ähnliches, mag sein das manch einer sogar Dummheit dazu sagen würde, allerdings habe ich schon so viele einzigartige Momente dadurch erleben dürfen, habe Freunde gefunden und viele Schätze mein nennen dürfen,  als das es Dummheit wäre, wenn ich anders handeln würde.

Ich bleibe dabei, ich suche gerne das schöne im Menschen und wenn ich mal auf die Schnauze falle, na und? Dann habe ich daraus ein Stück Erfahrung ziehen können, dennoch etwas erlebt und dafür kann der nächste nichts, den ich kennen lerne, er bekommt deshalb sein neues Paket Vertrauen und einen Blick in ihn hinein, statt nur auf seine Schale, sein Äußeres :)

P.S.

Das fand ich eben beim Handybilder ausmisten und stammt aus dem Buch Seelengevögelt, sehr lesenswert, aber Geschmackssache


Freitag, 11. August 2017

Buch: Einen Scheiß muss ich

Muss man eigentlich, wenn man einen Amazonlink rein stellt, an dem man nichts verdient, auch dazu schreiben das es ein Amazonlink ist, oder muss man das nur, wenn man was daran verdient?

Also hier der Link zum Buch und nein, ich verdiene nichts daran.


Eigentlich habe ich es ja als Hörbuch gehört, jaaa ich und meine Hörbücher, aber der Sprecher ist wirklich klasse, macht viel Spaß!

Ein nicht sehr ernst gemeinter Ratgeber, den man aber doch ernst nehmen sollte, irgendwie *grübel*

Mal so unter uns, ich bin ja auch kein Mensch der soooo locker ist, mein Muss-Monster hat mich auch gut im Griff, siehe Sport, gute Ernährung und ein paar andere Dinge, aber dieses Buch liefert genug Gründe und Argumente, das Muss-Monster einfach zu verjagen und man denkt sich wirklich öfter Esmi! Esmi steht für "einen Scheiß muss ich..."

Das Buch beginnt mit einer lustigen Geschichte wie Sean Brummel in den Knast kam, seine Frau nicht einsah ihm ein paar Cent vorbei zu bringen für die Kaution und er somit eine Nacht dort verbringen musste und seine Erleuchtung hatte, naja und auch die Scheidung und ein paar andere lebensverändernden Dinge.
Alle Argumente und Begründungen hinken sehr, sind Fadenscheinig, lustig und eher schlecht als recht zumzusetzen, aber!!! sie weisen einem eine neue Einstellung, einen neuen Blickwinkel auf Dinge und darum geht es, denke ich.

Der Einführung folgen dann verschiedene Themen, wo die meisten Menschen ein großes Muss-Monster haben, wie zb Umweltschutz, Tierschutz, gesellschaftliche Verpflichtungen und vieles mehr.

In der fiktiven Welt von Herrn Brummel gibt es tolle Charaktere wie zb  sein einbeiniger Vogel legless Larry und andere Menschen, deren Namen immer auch ihre Eigenschaft beschreiben. Anhand von vielen Beispielen wird einem einfach und spaßig gezeigt, das man die Welt nicht so ernst nehmen sollte, das Leben ist schön, auch wenn man nicht alle Ziele erreicht, keine hat oder sie vermasselt. Es geht immer weiter und wenn man in seinem Freundeskreis Leute hat, wie zb Veganer die einen damit nerven, liefert es eben auch Gründe, warum man nicht vegan leben muss und das auf eine so humorvolle Art, als das andere einem nicht einmal böse sein können, sondern mir lachen werden.

Mir half es jedenfalls indem ich viel lachen musste, einiges lockerer sehe und auch oft genug jemanden anlächle und mir denke: "Esmi...."

Auf alle Fälle ein Erlebnis, es schadet nicht, selbst wenn man wenig daraus zieht, lachen wird man so oder so!


Mittwoch, 9. August 2017

Alleinerziehend, Jobsuche und chronisch krank

So mal unter uns, als das Leben verteilt wurde, stand ich scheinbar in der ersten Reihe und brüllte: "Ich will bitte das komplizierteste!!!" oder so ähnlich...

Alleinerziehend sein ist nicht so schwer, dachte ich mir immer, denn in einer normalen Familie geht mindestens der Vater arbeiten und wenn der eh den ganzen Tag bei der Arbeit ist, ist ja jede normale Frau schon fast alleinerziehend hm?

Irgendwann fiel mir dann auf, da war ich noch nicht getrennt, das nicht jeder Mann morgens um 7 oder so aus dem Haus geht und nicht vor 22 Uhr wieder zurück kommt, sondern durchaus auch früher mal zurück ist und zu Abendbrot mit am Tisch sitzt.

Noch ein Denkfehler waren Wochenenden und Ferien, sowie Feiertage, auch dann sind Väter meist Zuhause je nach Beruf. Problem war eher das einfach mein Mann was gaaaaaaanz besonderes war/ist, denn es machte kaum einen Unterschied ob er da war oder nicht, bis auf das das Dreckpensum der Wohnung stieg oder fiel.

War er bei der Arbeit, saß er eben nicht auf der Couch mit Kopfhörer auf den Ohren und dem Laptop auf dem Schoß, denn wirklich im Haushalt half er nicht wirklich viel, im Gegenteil, wenn er abwesend war, gab es weniger zu tun, was er bis heute abstreitet.

Als ich ihn dann raus warf wurde vieles leichter, manches schwerer. Er verdiente nun einmal das Geld und hatte uns ernährt, jedenfalls als er noch gesund war, wie er sagen würde. Ich sage lieber, als er seinen Arsch noch hoch bekam. An dieser und anderen Stellen möchte ich nicht ins Detail gehen was er hat, nur so viel: Ja es gibt psychische Krankheiten wie zb Depressionen, Burn-out und ähnliches, aber ja es gibt noch viele mehr und nur weil man meint man habe etwas davon, bedeutet das noch lange nicht, das man sich darauf ausruhen kann, zumal wenn einem kein Arzt die Krankheit bestätigt hat. Also böse Zungen könnten ihn mit einem Menschen vergleichen der meint er kann nicht mehr gehen, deshalb im Rollstuhl sitzt, am Besten einen E-Rolli, dabei ist er schlicht nur zu faul zum Gehen.
Nochmal, ja es gibt leider diese Krankheiten, es liegt nicht an meinem glauben bzw nicht glauben daran!

So jedenfalls verdiente er ursprünglich mal das Geld, bzw kümmerte sich irgendwie bis kurz vor Schluss darum und das fiel dann ja weg, blopp. Ich bin also zum Arbeitsamt und dort erklärte ich, was ich körperlich in etwa habe und was ich nicht darf, denn eine meiner größten Ängste war es, dass ich etwas machen muss was meinen Bauch weiter kaputt macht.

Durch die OP's darf ich zb nicht mehr als 5kg heben, selbst joggen darf ich eigentlich nicht, also zählte ich es grob auf und wurde erst einmal in eine Maßnahme gesteckt, in der körperlich und geistig kranke Menschen unter anderem von Ärzten getestet werden was sie können, dann wird am Ende von 6 Wochen ausgefüllt was geht und was nicht geht.

In der ersten der 6 Wochen hat man Gespräche mit Ärzten, man bringt auch seine Arztbriefe mit die gecheckt werden, man kann auch mal Fragen stellen, man bekommt zu üblichen Themen Informationen wie zb Bandscheibenvorfall, wie entsteht er, wie behandelt man ihn und so weiter, oder wodurch entsteht Stress, wie vermeidet man ihn, wie rutscht man nicht ins Burn-out, aber auch die Bewerbungsunterlagen werden mal durchgeschaut und überarbeitet. Ja man macht sogar einen Intelligenztest!

Jedenfalls nach der ersten Woche werden einem Grundlagen vom PC, Internet und Co erklärt und lauter andere Dinge. Bereits in der ersten Woche langweilte ich mich, ich war unterfordert und begann den anderen am PC zu helfen, sagte meiner zugewiesenen Therapeutin (jeder bekam eine) das es mich langweilt und sie wollte mir Extraaufgaben heraus suchen. Hm ich bekam statt dessen im Büro einen Praktikumsplatz für die nächsten 5 Wochen und war ganz zufrieden, noch immer unterfordert, aber zufrieden. Leider bekam ich die Stelle nicht, Kommentar vom Chef: "Sie sind unterfordert, es würde Sie nicht auf Dauer glücklich machen, Sie müssen etwas finden das Sie mehr beansprucht, machen Sie weiter Schule, holen Sie mehr aus sich heraus."

Ganz ehrlich? Eigentlich hat er so gesehen Recht, aber ich war dort glücklich und wäre gerne noch etwas geblieben um dann, wenn ich keinen Spaß mehr habe, weiter zu schauen.

Gebracht hatte es mir dennoch was, denn ich habe nun schriftlich was ich beruflich machen darf, welche Gegebenheiten mein Job braucht, welche er nicht haben darf und so weiter, das ist viel wert, denn selbst ich berücksichtigte nicht alles. Zb Berufe wo es dauerhaft warm ist, sind für mich nicht geeignet, ich könnte nicht genug trinken, bzw müsste dann wieder mehr auf die Toilette und würde eh nicht genug Flüssigkeit aufnehmen.

In der Zwischenzeit kam noch ein Reizdarm hinzu, eine chronische Magenschleimhautentzündung die mal aktiv ist, mal nicht, aber auf Stress reagiert und das ich weniger bis kein Eisen aufnehme.

So und jetzt?

Ich will arbeiten, ich bin keiner dieser Menschen die gerne Daheim herum sitzen, Däumchen drehen und nichts tun, wobei ich das ohnehin nie tue. Klar stricke, häkle, nähe oder sticke ich immer irgendwas, lese und halte mein Hirn so gut es geht fit, derzeit lese ich zb meine liebste Romanreihe in englisch, weil sie nicht komplett übersetzt wurde, ich aber gerne alle lesen würde.

So mit 17 wurde ich Mama, gewollt und glücklich, nicht missverstehen bitte, aber eine Ausbildung machte ich nie. Ich wollte von klein auf immer Mama sein, wollte immer viiiiiiiiieeeeeeeeeele Kinder, gaaaaaaaaaanz viiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeele Kinder, aber gut als ich dann erfahren habe das ich diesen blöden Gen-Defekt habe und ihn zu 50% vererbe, nahm ich Abstand von viiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeelen Kindern. Beruflich habe ich mich immer viel extrem vieles interessiert.

Bei der Maßnahme machte man unter anderem einen Test, für welche Themen man sich interessiert und für welche man sich auch eignet. Problem war, bei mir kam quasi fast alles raus, es grenzte lediglich technische Berufe aus, für die ich mich wirklich nicht eigne oder interessiere, nur brachte es mich einfach nicht weiter.

Tja und etwas mehr als ein Jahr später, mit etwas vielen Krankheitsphasen bin ich so gesehen keinen Schritt weiter im Grunde.

Meine Scheidung läuft schleppend, wobei mich das gerade wenig interessiert, denn geschieden oder nicht ist nicht sooo der riesen Unterschied und da ich es nicht beeinflussen kann, ist es ok wie es ist. Ausbaufähig, aber ok.

Gesundheitlich geht es mir gerade nicht soo toll, habe wieder im Bauch alles entzündet, gereizt, genervt und müsste mehr auf meine Ernährung achten, aber diese Disziplin hmm. Dafür halte ich nach wie vor mein Gewicht! Habe also weiterhin in etwa 14kg minus und mein persönliches Idealgewicht von 64kg bei 164 Körpergröße und mache weiterhin Sport!

In der Liebe ist auch alles gut, ich bin glücklich mit ihm, nun ein Jahr und möchte ihn nicht mehr missen, er ist ein Stück von mir geworden, trotz einiger Widrigkeiten.

Ich habe sehr großes Glück mit meinen Damen, sie sind einfach spitze, perfekt, kleine Zaubermäuse, wobei klein nicht wörtlich ist, denn die eine überholt mich cm mäßig gerade!
Sie sind so lieb, geben sich riesige Mühe, sind einfach fantastische Menschen, liebenswert, fürsorglich, empathisch und immer füreinander da. Sie sind offen und herzlich, fleißig und ganz ehrlich, ich frage mich täglich womit ich sie verdient habe und wie sie so toll werden konnten, ich bin wirklich sehr sehr froh sie zu haben. Sie sind eine tägliche Bereicherung.

Tja beruflich hm das ist so ein Ding. Einerseits würde ich gerne von Zuhause aus arbeiten, andererseits bin ich auch sehr gerne unter Menschen. Zuhause kann ich aber auch krank sein, gerade eine bauchtechnisch miese Phase haben und arbeiten, andererseits, welche Jobs kann man denn von Zuhause aus machen?

Ich bekam nun erklärt das ich zu 15 Stunden Beratung über Berufe gehen kann, da bekommt man 15 Stunden mit einem Menschen (nicht am Stück, aufgeteilt!) mit dem man erarbeiten kann, was man arbeiten möchte. Klingt gut oder? Ich glaube das mache ich :)

Naja und ich spiele doch noch mit dem Gedanken das alleinige Sorgerecht zu beantragen, jetzt wo mein gerade noch so Mann sich nicht mehr meldet, selbst bei seinen Kindern nicht ans Handy geht oder bei Whats App antwortet und das zum xten mal, die xte Woche. Er schadet ihnen nur noch, sieht aber nur sein "Leid" was keines ist und holt sich nicht einmal Hilfe. Ich denke das es an der Zeit ist, einfach mal den Kindern zu zeigen, er ist nun raus aus der Geschichte, er hat den Weg selber gewählt und muss nun mit den Konsequenzen klar kommen.

Immer höre ich von den Müttern, die den Umgang zum Vater erschweren oder sogar verbieten, aber wer redet/schreibt denn bitte mal über die Väter, die sich nicht kümmern, ihre Kinder hängen lassen und kein Interesse zeigen?
Aufregen bringt da aber auch wenig, es ist wie es ist, es ist/war seine Entscheidung, ok dann gehen wir den weiteren Weg ohne ihn, ich denke für ihn ist es ein größerer Verlust als für uns und bis vor wenigen Wochen rannte ich ihm noch hinterher, zwang ihn Zeit mit seinen Kindern zu verbringen, aber in Wahrheit saß er dann auch hier wieder nur am PC und die Kinder blieben größtenteils in ihrem Zimmer.

Traurig, aber das Leben geht ohne ihn weiter, vielleicht sogar einfacher und besser :)



Sonntag, 30. Juli 2017

Fantasie Urlaub

Aus verschiedenen Gründen kann nicht jeder in Urlaub fahren. In einem Buch:  99 gratis Ideen las ich den Tipp #15 Machen Sie Urlaub im eigenen Schlafzimmer

Darin wird beschrieben wie man sich überlegt wohin man reisen möchte, das man das passende Essen besorgen soll, Bilder aufhängen von den Sehenswürdigkeiten und so weiter.

Diese Idee ist süß, aber ausbaufähig!

Wie wäre es denn, wenn man ein Urlaubstagebuch führt? Wenn man jeden Tag beschreibt was man erlebt hat? Wie das Wetter war? Man sich das passende landesspezielle Essen besorgt? Sich an den Rechner setzt, Bilder schaut, teilweise als Foto ausdruckt bzw wer kann, sich sogar rein retouchiert?

Aber hauptsächlich, sich eben ausmalt wie es wäre, indem man sich für eine bestimmte Zeit hin setzt, Bilder schaut und ein imaginäres Tagebuch führt, man sich vollkommen mit der eigenen Fantasie hinein versetzt und darin auf geht?

Gerade für Kinder kann das eine schöne Option sein, oder? Zumal keine Grenzen gesetzt sind!


Meine Mittlere meinte zb: "Ich würde ja gerne nach Rom, aber da ist es sicherlich überfüllt."

Ich: "Hmm meinst Du? Bestimmt hättest Du genug Geld und könntest Dir alles für einen Tag reservieren lassen, so dass es leer ist."

Sie: "Stimmt eigentlich..."

Ich: "Gehen wir einen Schritt weiter, Petrus ist Dein Kumpel, Du kannst Dir Wetter bei ihm bestellen!"

Sie: "Cool, ich lasse es hageln, dann ist eh alles leer und ich spare mir das Geld."

Es muss nicht immer teuer sein, man kann sich durch Fantasie, anderes Essen und schönen Ausflügen in die Umgebung auch einen schönen Urlaub Daheim gestalten und mal ganz ehrlich, ich finde das Fantasie und die Förderung dadurch sehr wichtig ist!

Viel Spaß beim mit/nachmachen 😊


Mittwoch, 26. Juli 2017

Hörbuch: Kopfsache schlank

Eigentlich wollte ich kein Abnehmbuch lesen bzw hören, aber bei: Kopfsache schlank sprang mir ins Auge, weil es von einer Neurochirurgen geschrieben wurde, die dann als Psychiaterin in einer Klinik arbeitete und ich neugierig darauf wurde, wie sie das anpackt, beschreibt, Dinge erkennt und so weiter.

Ganz ehrlich? Es könnte ein so trockenes Thema sein, aber durch ihre lustige lebensbejahende Art, ist es sehr nah am Leben aller geschrieben, leicht anwendbar und umsetzbar, ohne Kosten und oder viel Mühe. Sie erklärt die Vorgänge im Gehirn genau mit den Neuronen, Botenstoffe und so weiter. Sie erklärt warum wir wann essen, wie wir unser Gehirn programmiert haben und wie wir es auch wieder umgeschrieben bekommen. Sie erklärt wie wir verdauen, was unseren Blutzucker hoch treibt und so schnell fallen lässt, dass wir Heißhunger entwickeln und besser noch, wie wir es vermeiden können.

Ich habe es sehr gerne gehört, auch mit ihrem süßen Akzent und fand das Thema sehr interessant, weil eben nicht nur das Hirn oder nur die Verdauung angesprochen wird, sondern beides komplett durchleuchtet wird, weil erklärt wird wie sie es in ihrem Leben anwendet und wie es jeder kann.

Ob man nun Gewichtprobleme hat oder nicht, ob man abnehmen möchte oder nicht, ich finde das sollte jeder einmal gelesen/gehört haben, um seinen Körper besser zu verstehen, um die Vorgänge einmal genau erklärt zu bekommen und ein wenig Wissen zu tanken, was keinem schadet.

Also schaut mal, wenn Ihr Zeit und Lust habt, ob das Thema nicht was für Euch sein könnte :)



Dienstag, 25. Juli 2017

Guten letzten Flug, kleine Amsel

Als ich glaube ich 13 war oder so, starb mein geliebtes Meerschweinchen auf meiner Brust nach langer Krankheit, es war schrecklich für mich. Als wir es begraben wollten und ich auf dem Weg dahin den Schuhkarton tragen musste, war ich mir auf einmal sicher, das es sich darin bewegt hat, furchtbar... jedenfalls konnte ich danach keine toten Tiere mehr anfassen, selbst so kleine Falter oder von unserer Vogelspinne tote Heimchen nicht.

Heute auf meinem Heimweg durch den Wald saß eine Amsel auf dem Weg, eigentlich wollte ich sie erst einfach zur Seite setzten, damit sie was geschützter ist und nicht überfahren werden würde, allerdings wehrte sie sich nicht, sondern entspannte und döste ein, auf dem Weg war sie noch wach.

Sie war eigentlich unverletzt, fror etwas, weil es extrem schüttete und irgendwie schon Herbst ist. Also lehnte ich sie an meinen Superpulli an, der mega warm gibt (ist so ein spezielles hyper modernes Material) und fragte bei der Tierhilfe nach, was ich machen solle. Sie würden vorbei kommen.

Ich war mit dem Rad unterwegs, stand da im Regen, Kapuze über den Kopf so weit vorne, als das die Amsel auch geschützt wird und schaute ob sie atmet, wie ihr Herzchen schlägt, schrieb mit meinem Partner.

Nach keine Ahnung etwa 20min kamen zwei Anwohner, einer brachte mir sogar einen Schirm vorbei, sie sagten wie toll sie es fänden, machten mir Mut und gingen wieder. Fand ich sehr lieb.

Leider starb sie in meiner Hand, bevor die Tierhilfe ankommen konnte, wobei ich anrief und sie sagten, sie kämen dennoch. Ich glaube ich stand da insgesamt 35min, 10min davon mit einer toten Amsel im Arm. Ich hatte meinen Partner angerufen, weil ich ruhig bleiben wollte, weil ich die Zeit überstehen wollte, ohne sie ins Gebüsch zu legen, weil ich mir auch denke das es ein wenig Zeit braucht, bis die Seele den Körper verlassen hatte. Er stand mir bei und wir schafften die Zeit ruhig zu überstehen.

Mein Bester Freund meinte lieb zu mir, das die kleine Seele so wenigstens in den letzten Minuten nicht alleine war, ein schöner Gedanke und sie konnte entspannen, anders als bibbernd auf dem Weg.

Auch machte sie nicht den Eindruck zu leiden oder Schmerzen gehabt zu haben, eigentlich war alles ganz ruhig und nicht so schlimm, eigentlich, aber dennoch nimmt es mich mit.

Naja, ich versuche nun die guten Seiten zu sehen. Sie hatte Ruhe, ging nicht alleine, wurde gehalten und beschützt und ich kann dadurch ein wenig lernen, das es nicht schlimm ist, ein totes Tier zu halten.

Gute Reise kleine Amsel, ich hoffe ich konnte Dir wenigstens beistehen.





P.S. sie lebte auf dem Bild noch, ich schickte es meinem Partner
 

Montag, 24. Juli 2017

Scheidung ist doch nicht so einfach

Hm vermutlich war ich zu blauäugig und naiv, als ich so bei mir dachte: "Mein noch Mann ist mit der Scheidung einverstanden, wir streiten nicht, wollen dem anderen nichts nehmen, alles friedlich regeln, also geht das schnell und einfach..."

Die nackte Wahrheit ist irgendwie ein wenig verdrehter.

Fangen wir mal von vorne an!

Offiziell sind wir glaube ich seit dem 1.5.16 getrennt und da begann auch unser Trennungsjahr. Damals ging ich zu einer Beratungsstelle, bekam einen Laufplan was ich wie wo zu tun habe, arbeitete ihn innerhalb von einer Woche ab samt Anwältin und und und.

Dann bekam ich im April diesen Jahres Post meiner Anwältin, das wir es nun angehen, das wir nun mit der Scheidung starten und ich nahm an, kein Witz, das wir das in ein paar Wochen durch haben werden und ich freute mich bereits, plante eine kleine Feier, happy ohne Ende, aber was dann kam war nicht gerade soooo toll, aber ich hatte ja mein Ziel vor Augen!

Lauter Papierkram, immer und immer wieder nachdem ich sagte: "Ah nun bin ich so gut wie geschieden, nun fehlt nur noch der Gerichtstermin!" kam mit der Post kein Termin, sondern nur neue leere Fragebögen die ich füllen musste und schlimmer noch, mein noch Mann bekommt die auch und muss die auch ausfüllen, aber er ist ja soooo krank und ihm geht es ja sooooo schlecht, soooooo schlecht das er nicht einmal das Fenster beim Rauchen mehr öffnen kann, weil es soooooo weit weg ist und dann soll er es schaffen Papiere auszufüllen? Per Hand? Einfach so? Unmöglich! Wie können sie ihm das nur zumuten?!?

Jedenfalls verzögert sich alles immer weiter und immer länger und ja, ich sage mal wieder (ich weiß nicht wie oft schon zuvor) nun ist es so weit, ich habe alles ausgefüllt, abgeschickt, jetzt warte ich nur noch auf den Gerichtstermin! Und eine kleine leise Stimme in meinem Kopf flüstert murmelig: "Oder auf noch mehr Fragebögen..."


Freitag, 30. Juni 2017

Wunschbaum am Schloss

Bei einem späten Spaziergang am Schloss Morsbroich, entdeckte ich einen Wunschbaum, aber schaut selber 😄




























Sonntag, 30. April 2017

AchtNacht

AchtNacht von Sebastian Fitzek liegt ja schon auffällig überall herum, nicht nur in Bücherläden, auch in Supermärkten und Co.

Das ich die Acht besonders gerne mag, viel mir bereits in der Grundschule auf und zog sich immer weiter durch mein Leben, also konnte ich natürlich ausgerechnet dieses Buch nicht aussparen, sondern musste es lesen, zumal ich Herr Fitzek in anderen Werken bereits lieben lernte.

Wer "The Purge" kennt, erkennt schnell Zusammenhänge, wobei das gewollt ist, denn durch den Film und weitere Gedankenspiele entstand das Buch, wie man spätestens auf den letzten Seiten selber finden wird.

Es ist wirklich spannend bis zum Ende, man kann es zwischenzeitig nur schwer aus der Hand legen und leidet, wie glaube ich sehr häufig, mit den Protagonisten mit.

Ben und eine Arezu wurden für die AchtNacht ausgewählt und wer sie innerhalb von 12h umbringt, würde angeblich 10 Millionen Euro gewinnen, aber daran zweifeln nicht wenige, was der Jagt jedoch keinen Abbruch tut.

Es gibt viele Richtungswechsel und Überraschungen, selbst wenn man meint, man wüsste wie es weiter geht, kommt etwas anderes und genau deshalb macht das Lesen ja so viel Spaß!

Alleine schon was veröffentlicht wird, damit ein größerer Hass der Meute auf Ben fällt, gibt einem zu denken, wie schnell es doch gehen kann, das unschuldige Menschen glaubhaft in ein anderes Licht gerückt werden, nur weil die Menschen immer leichtgläubiger werden und weniger selber denken, leider.

Also absolut lesenswert und zu Recht ein Bestseller :)


Freitag, 28. April 2017

Marie Curry

Ich habe mir da mal was gegönnt!



Darf ich vorstellen? Marie Curry von und zu Rumpelstielzchen


Eine kleine Goldhamsterdame in drei Farben :)




Ich bin begeistert und verliebt :)




Bin gespannt wie sie uns noch zum Lachen bringt *freu*



Freitag, 7. April 2017

Anleitung: Socken größer machen bzw kleiner

Ich habe mal geschaut, aber auf die Schnelle keine Anleitung gefunden um bei der Technik: Zwei Socken gleichzeitig auf einer Rundstricknadel stricken, die Socken zu vergrößern bzw zu verkleinern, wenn sie eigentlich schon fertig waren und doch nicht passen, also habe ich mich mal ans Werk gemacht :)

Wie immer viele Bilder und ich hoffe ich habe alle Fehler die passieren können, mit abgedeckt.

Fragen? Super! Einfach drunter schreiben, die Antworten können immer auch anderen helfen.


Kleine Anmerkung noch. Wichtig ist wo die Wolle dran hängt, wenn sich jemand unsicher ist, einfach zum 11. Bild runter scrollen und es dort abschauen, oder es direkt nochmal in einem seperaten Fenster öffnen, wenn man nicht scrollen möchte. Gutes Gelingen zusammen :)

Los gehts!




Bild zu klein?
Klick drauf :)

1A)   Also wir nehmen unsere unpassenden, aber wunderschönen Socken und die hoffen das wir noch was von der Wolle haben, zwei Maschenmarkierer Eurer Wahl, man kann auch einfach eine Büroklammern nehmen, Sicherheitsnadel, egal!
Die Passende Nadel mit Seil und eine Schere.





1B)   Für Notfälle, nochmal eine Rundstricknadel (muss nicht lang sein) und eine Häkelnadel, egal welcher Stärke, bereit legen.




2)   Wir schneiden vorne ein Stückchen ab, denn da haben wir den Faden vernäht, verknotet, sonst was, egal, weg damit!





3)   Wir ribbeln nun auf, bis dahin wo wir für die Spitze Maschen abgenommen haben, zur Not wenn man sich nicht sicher ist, auch ein wenig mehr. Wenn man kürzen möchte, dann natürlich so viel weg, bis man die Gewünschte Länge hat, plus etwas weniger.
Die Länge sollte etwa gleich sein, aber es gibt bekanntlich pedantische Strickerinnen, die können von der Ferse ab zählen, wie viele Reihen man bei der einen ribbelte und es bei der anderen mit Maschenmarkierer zb exakt gleich tun.
Wenn man die Wolle schön aufwickelt, kann man damit auch weiter stricken.




4)   Wir schauen, wenn man sie aufribbelt, dass man an einer Seite aufhört , so dass man wie zuvor wieder in etwa die selben Maschen auf den Nadeln hat und nicht die Spitze verrutscht zur Ferse gestrickt wird :)
Erst einmal ist auch egal wie bescheuert hässlich und verdreht die aufgefangenen Maschen aussehen, zb nicht komplett erwischte Fäden kann man beim späteren abstricken wieder schön aufsammeln.
Wichtig ist, das man genau die halbe Maschenzahl einer Socke aufnimmt!!!




5)   Fällt eine Masche runter? Fallmaschenalarm? Egal! Einfach irgendwie eine auffangen und später mit einer Häkelnadel durch die Masche darunter, den Faden von der Reihe darüber, der da gespannt ist, nehmen und...



6)   ...durch ziehen, so bringt man jedenfalls rechte Maschen die gefallen sind wieder schön hoch und linke? Eigentlich genau so, nur dass man die Arbeit herum dreht *lach*




7)   Wir schupsen also die halbe Socke auf die Nadel bis ans andere Ende durch, machen einen Maschenmarkierer drauf und hoffen das wir sie passen geribbelt und aufgefädelt haben, so dass die Wolle nicht am falschen Ende sitzt und man später nicht weiter stricken kann.




8) Falls es Euch doch passiert und die Wolle am falschen seitlichen Teil sitzt, wie zb auf dem Foto oben, kann man zb eine halbe Socke einfach mit der zweiten Rundstricknadel schnell stricken und ordentlich wieder auffädeln. (notfalls scrollt mal runter bis Bild 11)




9)   Damit wir nicht durcheinander kommen zwei Dinge die wichtig sind.

Erstens: die Wolle der ersten Socke sollte gegenüber der Nadel enden, schaut mal das Bild genau an. Wir Spannen ja immer die Wolle, wenn wir eine Socke in dieser Art Stricken, beim Rundenbeginn von der gegenüber liegenden Seite, darauf achten bitte.

Zweitens: Behaltet die Nadel, mit der ihr Eure Maschen aufnehmt am Besten in der Hand, oder merkt sie Euch, damit nichts durcheinander kommt, denn wir fädeln alle Maschen mit einer Nadel auf, damit die Reihenfolge später stimmt.

So wir verfahren im Prinzip mit der anderen Socke ebenso, wir fädeln wieder die halbe Maschenzahl auf, so dass wir an einer der Seiten sind. Achtet darauf das die Wolle an der letzten Masche dran ist, also von der zweiten Hälfte, letzte Masche!



10)   So sollte es also nach der ersten Hälfte der zweiten Socke aussehen.




11)   Alles fertig und sortiert? Dann müsste es so aussehen. Schaut genau hin wo welche Wolle liegt!

Dann könnt Ihr nun ein Stück dran stricken, oder beim Kürzen eben nach einer oder zwei Runden die Spitze wieder beginnen :)

Ich hoffe es war so genau, dass es gut verständlich ist.


Viel Spaß!

 

 

 



Samstag, 1. April 2017

Folter bringt doch was!



Nach nun 3x Eiseninfusion und 2 von 10x Vitamin B12 muss ich sagen, es wird besser!

Beim Treppen steigen bin ich nicht sofort außer Puste und ich war diese Woche 3 mal nordic walken, wobei ich versehentlich ein Training aus meiner App gelöscht habe, ich Schusselchen, aber egal!

Von 40-55min war ich nun unterwegs und es macht Spaß, aber laufen (joggen) ist wieder und immer noch mein Ziel, bzw dahin kommen, wo ich bereits war und noch viel weiter :)

Aber Schritt für Schritt, immer langsam. Erst einmal möchte ich meine 1,5h am Stück ohne Probleme mit den Stöcken durch die Gegend latschen können in einer vernünftigen Zeit, bevor ich wieder richtig los lege. Muskelaufbau ist wichtig, wenn man den Bauch so kaputt hat, aber es ist alles wieder in Sicht und darauf kommt es an.

Zwar ist die Aussicht nun alle 3-6 Monate 3x Eisen und Vitamin B12 zu bekommen nicht gerade prickelnd, aber die Lebensqualität steigt so ungemein an, das ich es durchaus gerne mache :)

Steck nicht den Kopf in den Sand, sonst treten Dich die Kamele in den Hintern!