Montag, 19. September 2011

Frankensteins Nähmaschine


Wie ich schonmal schrieb (oder?!? Hab heute Alzheimer... nicht wundern, fühle mich verkatert, auch ohne Alkohol.) habe ich für ein Geburtstagskind Filzpuschen gestricktfilzt, da oben sieht man sie. Ok ok meine Schrift ist nicht schön und eigentlich hätte ich gerne noch etwas dran genäht, so nen gestricktfilzten Schmetterling oder sowas, aber dafür war keine Zeit. Wir erfuhren erst kurz vorher vom Geburtstag und bis ich alles zusammen hatte, konnte ich sie nur noch an einem Tag stricken und filzen (kamen um 23:30 aus der Maschine) und dann trocknen, am nächsten Tag die ABS-Paste drauf, keine 24h trocknen, ab in die Verpackung und auf die Reise, also alles sehr sehr knapp. Aber dafür finde ich sie ganz hübsch!

So nun aber zum Titel dieses Post. Ich bin auf dem Kriegsfuß mit meiner Nähmaschine!!!!!!!!
Vor vielen, vielen Jahren, ich glaube es waren so etwa hmmm 3-4 in etwa, bekam ich von meiner Schwiegermutter (jaja darin sehe ich einen Grund des Übels) meine Nähmaschine geschenkt. Ursprünglich hatte ich nur etwas nähen in der Schule gehabt und das ging auch eher schlecht als recht, aber da ich mir ja selber im Nachhinein das Stricken bei brachte, nahm ich an, das geht auch mit nähen!
Glaube ich übrigens immernoch und hab ich teilweise auch bestätigt, aber (Himmel schreibe ich heute oft aber, aber heute ist ja Montag morgen, da darf man das!) sie hat so einige Macken.
Freihhandnähen kann sie nicht, sie gibt vor es zu können, in Wahrheit kann sie es aber nicht, weil sie eine böse Eigenschaft hat, sie zieht immer den Stoff zum Unterfaden runter, eigentlich sagte ich gestern, sie hat ein zu großes Loch, aber das klang pervers...
Das macht sie auch, wenn man mal kurz vor und zurück näht, wie man es ja am Anfang und Ende einer Naht machen sollte, wenn man Pech hat, zieht sie dann wieder den Stoff runter, weil die Nadel den rein drückt.
Einmal brach sogar meine Nadel ab, weil mein Mann die falsch einsetzte und dann sprang das abgebrochene Stück heraus, genau 1cm unterhalb von meinem Auge!!!! Also sie hat es wirklich auf mich abgesehen, aber nun zum Geschehen am Wochenende.
Samstag und Sonntag saß ich abends dran, ich wollte mir Stulpen nähen. Meine Erkältung macht das ich eisekalte Hände habe, mein Mann hatte meine Alpacastulpen (selbst gestrickt) in der Maschine gewaschen und so wollte ich auf die schnelle eben mal welche nähen.
Bei Farbenmix.de habe ich diese Anleitung gegönnt und wollte via Fleece, ein paar schöne Stulpen machen. Mir war aber der rosane Stoff zu öde, also nähte ich noch was grünen dran und um die hässliche Naht noch aufzupeppen, was Webband drüber, sah hübsch aus, aber das Endprodukt dann doch nicht. Zu eng, der eine Daumen geht, der andere kommt net durch... ARG!!!!! Also Tochter geschenkt, da geht der Daumen auch nicht durch, aber da ist die Länge so lang, das er eh nicht durch schauen könnte.
Gestern wollte ich dann die Variante Wendestulpen machen! Die Stulpenanleitung war sehr sehr sehr einfach, da dachte ich mir die Wendestulpen schaffste mit links!
Falsch gedacht!
Wenn man die Naht für die Öffnungen wo die Finger raus schauen und die, wo der Arm rein geht machen will, bekommt man aggressive Zustände, ehrlich!
Ich habe eine Nadelphobie, dennoch nähe ich, das ist ja schonmal was, aber dann mit Stecknadeln arbeiten ist mir eh ein Graus, nur diese Methode des umnähens, also ne mal langsam jetzt.
Man faltet die Nahtzugaben nach innen, zueinander, dann greift man zwischen den Stoff (diese Beschreibung davon gibts gratis bei den Wendestulpen und der dort angegebenen Jacke, also ich verrate nichts was man käuflich erwerben muss) und hällt beide Nahtzugaben fest. STOPP!!!! Ich war ja ganz ordentlich, ich habe die Nahtzugaben mit Stecknadeln fest gesteckt, damit sie nicht beim ineinander schieben verrutschen, nun greife ich dazwischen, hab mich mind. einmal gestochen dabei, eher öfter, halte die Nahtzugaben fest, löse die fiese Stecknadel, stülpe die Nahtzugaben um, wie dort beschrieben, stecke wieder eine Stecknadel drauf, damit das ja net verloren geht, stülpe wieder um, um noch ein Stück fertig zu bekommen, piekse mich nun aber an der eben eingesteckten Stecknadel und an der, die die Nahtzugaben an Ort und Stelle hällt... ICH BIN DOCH NICHT MASOCHISTISCH!
Also da bekam ich Zustände, ehrlich!!! Aber es funktionierte...
Nun kommts aber ganz dicke!
Wenn man das an der Naht wo die Finger heraus schauen gemacht und genäht hat, schon super genervt davon ist, muss man das nochmal machen, an der Stelle, wo der Arm rein geht!!! Und zusätzlichen Streß haben, weil es noch viel komplizierter gestülpt werden muss!!!!!
Da gab ich auf, dachte mir, hach das machste mal schnell so, du weißt ja wie die aufeinander liegen sollten in etwa und das dauerte statt 1h, nur 5min, aber, leider, dooferweise, hab ich dadurch einen Möbiusring gezaubert.... hätte vorher erst kontrollieren müssen, wie der Daumen beidseitig liegt und so....


So das wars, ich habe dann den zweiten nur zusammen gelegt wie er aussehen sollte, ein Foto gemacht und in die Ecke geschmissen, dann wars nämlich schon 0:30 und ich war kurz vorm heulen, weil einfach aaaaaalles schief ging. Erst die Wendeöffnung vergessen, dann hatte sich, keine Ahnung wie, der Faden bei der Nähmaschine rausgewunden und Frankensteinnähte gezaubert, dann die Fingerpiekserei... das war einfach zuviel für mich...
Keine Stulpen erstmal!

Kommentare:

  1. hihi... für mich wär die knoddelei auch nix :-)
    sieht aber hübsch aus!

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  2. Ich weiss schon, warum das Handarbeiten nicht so meins ist.

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  3. Ich gestehe: Ich habe mir meine Nähmaschine selbst gekauft, aber unser Verhältnis ist keine bisschen anders oder besser als eures.
    Ansonsten versuche ich gerade den Knoten wieder aus meinem Hirn zu bekommen, der sich ergab als ich deinen "Nähnweisungen" folgte ...

    Verhedderte Grüße
    Pia

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