Donnerstag, 28. Mai 2020

Buch: Königskinder



Ich wollte zur Corono-Hochzeit dem Buchladen meines Vertrauens eine kleine Finanzspritze geben und somit bestellten wir uns ein paar Bücher. Unter anderem wollte ich gerne ein Überraschungsbuch und gab grob an, was mir so vorschwebt und was ich nicht mag.

Vor der persönlichen Lieferung bekam ich die Frage, ob es auch zwei sein dürfen, da ich einen Preis angegeben hatte, der zwei ermöglichte, nicht nur eins. Darüber freute ich mich ja schon ein wenig mehr sogar :)
Super gerne habe ich die Bücher im kleinen Format, was ich auch bekam und dann noch Königskinder.

Das Cover passt meiner Meinung nach so rein gar nicht.
Der Titel auch nicht, offen gestanden.

Das Cover sieht total schnöde öde langweilig aus, zeigt zwei Menschen die nicht im Buch vorkommen, eine Situation die nicht vorkommt und wenn man es im Laden sehen würde, würde man ihm keinen zweiten Blicken würdigen, oder es gar in die Hand nehmen. Schade.

Der Titel passt nicht wirklich, weil es nur ganz am Rande um den französischen König geht und nur minimal mehr, um seine Tochter, also eigentlich schon gar nicht um die Mehrzahl, Kinder. Außerdem vermutet man dann eher ein Märchen, oder irgendwas das in einem Schloß spielt und auch das ist nicht der Fall. Der Titel klang für mich auch nicht einladend, aber ich vertraute dem Urteil meiner Buchhändlerin und der Klappentext las sich interessant.


In dem Moment mochte ich gerne ruhige Bücher und es ist ruhig, ohne langweilig zu sein.

Ein etwas in die Jahre gekommenes Ehepaar bleibt auf einem Berg in der Schweiz im Schnee stecken. Eigentlich nicht schlimm, wäre er nicht abgesperrt gewesen und hätten sie Handyempfang, so aber sitzen sie im Auto bei um die null Grad fest und es schneit weiter.

Wir lernen beide ein wenig kennen, ihre Marotten und da es schon spät abends ist, beginnt er für sie eine Geschichte zu erzählen, damit sie leichter in den Schlaf findet. Erfrieren würden sie eher nicht, dafür ist es nicht kalt genug, denn das Auto funktioniert ein wenig wie ein Iglu.

Die Geschichte, sagt er, soll wahr sein und sich am Berg gegenüber abgespielt haben, denn dort lebte ein Kuhjunge, der zu einem Kuhhirten heranwuchs. Als er eines Tages wieder die Kühe für den Winter ins Dorf bringt, zum Bauern, dem sie gehören, erblickt er dessen Tochter und sie auch ihn und es knistert gewaltig zwischen ihnen!
Da wendet sich die Frau des Erzählers sofort Bedenken ein, ob sich das wirklich genau so abgespielt hat.

Diese Erzählform macht das Buch wirklich charmant!
Man liest, ist voll im Bergdörfchen drin und zack, sind wir wieder in der Gegenwart, im zugeschneitem Auto.
Alleine dieser Wechsel macht schon Spaß :)

Hauptsächlich befinden wir uns in der Schweiz und Frankreich, im 18. Jahrhundert und immer wieder werden der Kuhhirte und die Bauerntochter getrennt, dennoch bleibt ihre Liebe bestehen.

Ein wenig Spannung, viel Liebe, sehr viel Loyalität und Gefühle.
Ich las es gerne, es war eine Entspannung vorm Alltag und doch nicht so aufreibend, als dass es einen irgendwie belastet. Total angenehm und gemütlich einfach :)

Ich mochte es, immer wieder aus der Geschichte herausgerissen zu werden :)

Es bestärkte mein Vertrauen in meine Bücherhändlerin :) Das werde ich noch öfter machen!

Wenn man so etwas mag, ist es absolut lesenswert und ob die Gesichte wahr ist wüßte ich gerne, bin mir aber nicht sicher und glaube sie einfach mal so, weil es eine schöne Vorstellung ist :)



Der Link ist nicht kommerziell, sondern eine einfache Amazon Verlinkung ohne dass ich etwas dafür bekomme

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