Donnerstag, 4. Mai 2023

Möge die Macht mit Dir sein

 



Da ich einen kleinen großen Star Wars Fan zuhause sitzen habe, wollte ich ihm heute natürlich eine Freude machen und habe ihm ein Bild gemalt!

Willkommen zurück, zu einem winzig kleinen Blogeintrag, denn das Wetter ist umwerfend und nach fast fünf Tagen Migräne, möchte ich gleich raus :)

Isser nich nüüüdlüüüüch?!?!???!?!?

Ja, niedlich ist er.

Heute ist, falls es noch keinem aufgefallen ist, Star Wars Tag!!!!



Und Grogu ist immer schön als Motiv und dann gemischt mit der Leseratte, ein dankbares Werk, schlicht, einfach, eine wahre Freude war es!

Mittwoch, 3. Mai 2023

Malen = Liebe

 

So sieht mein aktueller Malplatz aus

Sei gegrüßt :) und heute lade ich Dich nicht auf mein virtuelles Sofa ein, nein, denn heute geht es um die bunte Ecke in meinem Leben! 

Um Farben, malen, zeichnen, Kreativität, Tagebücher mit Zeichnungen und Collagen, Urban Sketching, für was auch immer Du gerne mal gezeichnet hättest, malen würdest und wenn es nur ist, dass Du gerne Bilder von Anderen ansiehst.

Ich denke ja, dass wirklich jeder gerne malen können würde und ja, es gibt x-verschiedene Bücher mit dem Titel, dass auch jeder, wirklich jeder malen und zeichnen kann und jaaahaaa, das stimmt auch!

Aber mal von vorne!

Als Kind haben wir alle gemalt und gebastelt und eine riesige Freude dabei gehabt. In einem (wahrscheinlich auch mehreren) meiner Zeichenbücher steht drin, man hatte als Kind ein Bild, was quasi das Standardrepertoire war und immer wieder zeichnete. Bei den meisten beinhaltete es unter anderem ein Haus, vielleicht mit Schornstein, Fenster, Türe? Ein Busch davor? Blümchen und Schmetterlinge? Ein paar Wolken? Vögel die wie geschwungene V´s aussahen? Ihr  versteht was ich meine? Und dann sollte man sein Bild von damals nochmal malen.

Ehrlich, ich hatte so einen Spaß dabei!

Macht das mal. Nehmt euch die Zeit und malt das Bild von damals :)

Was auch dort beschrieben stand war, dass wir irgendwann die Lust am zeichnen verlieren, meistens aus Frust, weil wir irgendwann realistischer zeichnen wollen und das nicht mehr so gut funktioniert, oder aus anderen Gründen. Egal, wir hören jedenfalls auf. Nicht alle, manche halten durch und die werden dann als Talente bezeichnet und haben ordentlich was auf dem Kasten, aber zum Thema Talent gleich mehr.

So, wir haben alle gerne mal gemalt. 

In Wellen kommt der Wunsch auch wieder. Irgendwann mit 20 zum Beispiel und irgendwann bei 40 oder 50 nochmal und dazwischen usw., je nachdem, wie man sein Leben lebt.

Aber im Alltag, ich bin da nicht die einzige Person!, hegt man doch auch immer wieder den Wunsch, dass man zeichnen könnte.

Übrigens, ich trenne malen und zeichnen nicht. Wenn ich male, muss ich vorher eine Skizze, also eine Zeichnung anfertigen und ich finde es ohnehin seltsam, dass man beides getrennt hat. Es ist irgendwie die gleiche Sache. Eine Münze, mit zwei Seiten.

Mit Anfang 20 wollte ich dann gerne Mangas zeichnen lernen und hatte synchron mit einem Manga Zeichenbuch noch ein normales Zeichenbuch gelesen und viel geübt. Das Problem vieler Bücher ist, dass sie einem eine Sache beibringen.

"Hier ist eine Rose. So malt man diese Rose Schritt für Schritt."

"Hier ist nun eine Obstschale. So malt man diese Obstschale Schritt für Schritt."

Irgendwann hörte ich einfach wieder auf und dachte mir, wie so viele andere Menschen auch, dass ich es eben nicht kann und fertig.

Wir kritzeln viel herum, zum Beispiel, wenn wir telefonieren, Konferenzen haben und ähnliche Situationen. Der Wunsch bleibt also.

Bei mir kam er intensiv auf, als ich öfter bei meiner Leseratte zu Terminen mitfuhr und die Gegend erkundete. Immer wieder sah ich Häuser und Dinge die ich zwar fotografierte, mir aber dachte, wie schön es wäre, wenn ich mich hinsetzen und sie mit meinen Augen zeichnen könnte, so wie ich sie wirklich sehe. Wie ich sie sehe!

Leseratte fand meine Idee toll und unterstützt mich seit dem intensiv. Ich sehr viel entdeckt auf dem weg seit damals!

Instagram hielt ich für eine Plattform für Möchtegern-Models und Beauty-Influencer, statt dessen fand ich dort die tollsten Künstler, die ich liebe und vergöttere und teilweise nicht einmal wirklich bekannt sind!

Durch den Austausch mit anderen Anfängern habe ich das Betty Buch (durch den Link verdiene ich kein Geld) gefunden und ich kann nur eins sagen: Spart euch viel Geld und holt euch das Buch, arbeitet es in kurzer Zeit einmal durch und ihr habt alle Grundlagen und könnt hinterher malen und zeichnen. Alle anderen Bücher die das behaupten lügen, oder bauen auf diesem auf, ohne daran herankommen zu können. Kein Scherz!

Und damit kommen wir zum eigentlichen Thema!

Malen ist Liebe. Selbstliebe.

Das habe ich wirklich gelernt und man lernt, neben dem eigentlichen Malen, so so soooo viel mehr, vor allem über sich selber!

Kurz zu dem Buch. Es ist recht wissenschaftlich für ein Zeichenbuch und erklärt wie das Gehirn arbeitet und weshalb wir welche Fehler machen und wie wir diese dann umgehen können durch kleine Tricks und Kniffe, die kaum Übung brauchen, aber sofort funktionieren. Es steckt also voller Aha! Momente :) Man hat direkte Erfolge und staunt über sein Können. Talent?!? Pah! Talent ist überbewertet :)

Ehrlich gesagt bin ich nicht mit viel Selbstwert und Selbstliebe gesegnet, weshalb ich immer daran arbeite und wenn ich dann ein Bild fertig habe, ist es immer eine Überraschung, denn im Flow malt man eher automatisch und nicht unbedingt willentlich, wodurch das Ergebnis immer auch etwas zufällig ist. Manchmal schaue ich es an und bin hellauf begeistert und das bleibt und ich bin stolz wi Bolle und ich schaue es mir noch hunderte male an und bleibe stolz und manchmal schaue ich es mir an und will es zerreißen. Ok, ab und an zerreiße ich auch wirklich was.

Wichtig ist, dass man sein Werk immer erst einmal zur Seite legt, Abstand nimmt und später nochmal schaut, das ist mir nämlich aufgefallen. Wie bei einem 3D Bild, bei dem man so komisch drauf schauen muss, bis man das Bild hinter dem Bild sieht, schaut man auf sein eigenes Stück Kunst und denkt sich oft direkt nach dem Abschluss, dass es totaler Müll ist und wenn man etwas Zeit verstreichen lässt und nochmal drauf schaut, sieht man es erst, wie Andere es wahrnehmen! Vor allem, wenn Perspektive im Spiel ist, denke ich direkt danach oft, dass ich die voll verhunzt habe und wenn ich später drauf schaue merke ich erst, dass es eigentlich richtig war.

Das wird auch gut im Betty Buch erklärt :)

Ich habe gelernt, dass ich viel zu kritisch mit mir bin. 

Dass ich lockerer werden muss. 

Dass ich nicht alles ausmalen muss, damit die Betrachter mit ihrer eigenen Fantasie noch etwas selber ausfüllen können.

Dass mir anschauen von Bildern Anderer so viel Spaß macht, als dass ich Stunden damit verbringen kann und dabei sogar noch etwas lerne und wenn ich jedem ein kleines Like oder Herz dalasse, sie sich geschätzt fühlen und sich freuen.

Dass ich mich mehr lieben sollte, damit meine Bilder besser werden können, denn dann kann ich kreativer sein und mehr fließen.

Dass Fehler manchmal schöne Anlässe sind, um einen anderen Weg einzuschlagen und daraus ein anderes, vielleicht sogar noch viel besseres Bild entstehen kann.

Dass man die Grundlagen immer wieder üben muss, auch wenn es keinen Spaß macht, damit man dann die schwierigeren Sachen einfacher hinbekommen kann.

Dass ein Hobby verbindet.

Dass ich zu unempathisch zu mir bin, während ich bei allen anderen total gelassen bleibe und die positiven Seiten hervor heben kann. 

Und ich kann die Liste noch ewig weiter führen. Das habe ich alles beim Thema zeichnen erfahren und erlebt. Immer und immer wieder. Eine stetige, schöne, gelebte Erinnerung.

Auch habe ich entdeckt, dass das sammeln von Zeichenbüchern und das lernen mit Zeichenbüchern, zwei vollkommen unterschiedliche Hobbys sind!

Zeichenbücher können so schön sein! Vollkommen egal, ob man es lernen möchte oder nicht, sind sie einfach schön. Ich habe so viele mittlerweile und oft mache ich nur ein paar Seiten darin, aber ich schaue mir so gerne die Bilder an.

Mein allerliebster Oberliebling ist und bliebt Danny Gregory. Schaut mal Bücher von ihm an, oder Videos bei YouTube, oder sonstwas, egal was, er malt einfach toll und hat eine wundervolle Lebenserfahrung und kürzlich hat er ein mega niedliches Video veröffentlicht. Eine Sekunde... Das ist ein kleiner Film über einen Mann, der nicht zeichnen kann, bis er von einem Mädchen, einen Zauberstift geschenkt bekommt. Sehr süß und lehrreich ;) Er hat auf seinem YouTube Kanal viele tolle Videos!

Wer englisch kann, ist klar im Vorteil. Es gibt für wenig Geld immer sehr günstige E-Books. Auch Videos sind bei YouTube unendlich viele verfügbar. 

Grundsätzlich kann man, indem man übt, übt, übt, wirklich zeichnen lernen. Jeder. Weil Talent kein Thema ist. Ich würde dennoch sagen, man braucht vorab das Betty Buch, weil es einem erklärt wie das Gehirn funktioniert und wie man es austrickst. 

Dann noch ein gutes für die Grundlagen über Perspektive, wenn einem Gebäude wichtig sind. 

Alle anderen sind Spaß und Freude, weitere Tipps, Inspiration, kreativer Einfluss und Stuppser. 



Für mein Sofa habe ich einen Schmincke Aquarellkasten und einige Aquapinsel. Ich sprach ihn kürzlich noch an, weil er auf mein kleines Bambustablett passt. Damit kann ich auf dem Sofa gemütlich zeichnen, ohne eine Sauerei zu veranstalten. 

Bei DM und Rossmann gibt es so kleine Zerstäuber für Parfum, die man selber befüllen kann, mit etwas Wasser kann man die auch benutzen, um seinen Aquarellkasten zu befeuchten :)

Das Tablett finde ich so praktisch, weil es einen hohen Rand hat, so dass man seine Stifte darauf legen kann und sie nicht wegrollen und verschwinden können. 

Alles passt schön drauf und ich kann auf dem Sofa nebenher eine Serie schauen und es mir gemütlich machen. Im Schränkchen daneben hat alles seinen Platz und seine Ordnung, falls mich die Lust überkommt und schon ist alles griffbereit.




Die meisten Skizzenblöcke sind DIN A5 oder kleiner und genügen ja und wenn es mal größer wird, dann habe ich noch immer meinen richtigen Arbeitsplatz. 

Der variiert immer etwas. Also wie was angeordnet ist und was so dazu kommt. 

Ich habe die kleinste unbenutzte Ecke in der Wohnung immer kritisch gesehen, weil ich keine Platzverschwendung mag und dann hatte ich einen kleinen Schreibtisch hingestellt. Kurz darauf, ich glaube wirklich an Karma, suchte ein ausziehbarer Tisch, im Nettwerk, einen neuen Besitzer. Er war handgefertigt und hatte die perfekten Maße für meine Ecke! Massivholz und durch die Möglichkeit, dass er eben ausgezogen werden kann, bot er die perfekte Möglichkeit!



Wegen der Türe rechts, darf er eben nicht so tief sein, aber weil ich ihn einfach rein und raus schiebe, ist das somit egal und im Normalfall, habe ich dann darunter auch direkt die Aquarellfarben versteckt!

Mittlerweile hat sich mein Platz aber arg verändert. Die Skadis Platte ist auch perfekt dafür!




Ich habe links daneben einen Rollwagen stehen und an der rechten Seite hängen kleine Behälter für Pinsel und Stifte. Unter dem Tisch ist noch ein Holzcontainer mit allerhand Skizzenbüchern, Farben und was man sonst so braucht. Da ich ja nur am Tisch sitze, wenn er ausgezogen ist, stört er nicht und bietet enorm viel Platz :) Wenn ich mag, kann ich ihn rausziehen und neben mich stellen und habe eine weitere Ablagefläche!
Immer wichtig, eine Sprühflasche mit Wasser, um den Aquarellkasten zu befeuchten, um eventuell eine große Fläche Papier direkt nass zu machen und dafür habe ich auch eine kleine Flasche mit spitzem Ausguss und Deckelchen, mit der ich dann kleine Pfützen in die Palette oder aufs Bild machen kann. 
Ach und Make-Up Wattestäbchen sind praktisch wegen ihrer Form! Die stehen auch immer auf meinem Tisch, so wie verschiedene Schwämmchen und Make-Up Eier.

Der Tisch ist so toll robust und ein kleines Meisterstück! Ich liebe ihn sehr!

Unser Flur ist groß und wie ich finde, nimmt er viel Wohnraum weg, der sonst ungenutzt bleiben würde. Auf diese Art, haben wir ein Stück zurückgewonnen :)

Einerseits denke ich, wenn Du wirklich etwas kannst, dann reicht schon ein Bleistift von Ikea und ein Stück Papier und Du kannst ein Kunstwerk darauf malen, andererseits rate ich jedem: hole Dir am Anfang teure Sachen, denn nun bist Du ein Künstler und Du bist es Dir wert!

Ach und vergiss die Bilderrahmen nicht, denn Kunst gehört eingerahmt!


 

Montag, 1. Mai 2023

Mr. Frogtail auf einer Mission

 


Mr. Frogtail war mit mir bei den Kirschblüten!

Denn dort ums Eck, bei meinem Termin, waren nicht nur die Kirschblüten, sondern auch noch die Puppenklinik!

Aber erst einmal herzlich Willkommen zurück :) Fühl Dich wohl, mach es Dir gemütlich und nimm eine kleine Pause von dem hektischen Leben da draußen.




In der Puppenklinik in Bonn werden nicht nur Puppen, Teddys und andere Plüschies geheilt, sondern sie haben eine tolle Auswahl an Puppen, Plüschies, Kleidung an Accessoires! Also schnappte ich mir Mr. Frogtail und dachte mir, dass wir vielleicht dort ein paar schöne Sachen für ihn und andere Build a Bear Minis finden können.
Auf dem Weg haben wir tolle Sachen entdeckt.


In erster Linie werden viele Motive mit Kirschblüten in der Heerstr. in Bonn verkauft. Ein Geschäft, leider habe ich mir den Namen nicht gemerkt und es auch nicht bei Google Maps gefunden, aber ich werde nochmal schauen gehen, sobald ich die Gelegenheit habe, macht aus alltäglichen Gegenständen und Müll neue und andere Sachen, das hat mich sehr beeindruckt und da muss ich nochmal hin. Leider hatte es geschlossen. Die Geschäfte in der Straße haben ungewöhnliche Öffnungszeiten. denn dass sie zum Beispiel erst ab 15 Uhr öffnen, kommt auch vor.

Schön ist, dass ein Bistro Kunst anbietet und Snacks, Kaffee Spezialitäten und nette Gespräche. Wir waren vorletztes Jahr dort, wenn ich mich nicht irre, und hatten eine tolle Unterhaltung, die schönsten Postkarten, eine Stofftasche von einem Künstler bekommen und vieles mehr! 

Wer also nicht weiß, warum man überhaupt wegen ein paar Kirschblüten nach Bonn fahren soll, denn so dachte ich auch früher auch, es ist nicht nur wegen der Blüten alleine, es ist das gesamte Viertel dort, was recht alternativ unterwegs ist und daraus ein riesen Event macht! An einem Wochenende gibt es auch einen Kunsthandwerkermarkt und einem Food Markt. Das kann man auf einem eigenem Blog nachlesen: https://www.kirschbluete-bonn.de/



Mr. Frogtail und ich hatten uns gefragt, ob da wirklich so ein Auto drin ist, oder ein vollkommen anderes, aber wir hatten keine Zeit zu warten, bis sich das Tor öffnet.


Schau uns in die Augen, Kleine!

Und scheinbar ist es so ein Ding, dass jeder gerne Häuser, Wände, Fassaden, Tore usw. in Bonn bemalt, denn ich sah bisher nirgendwo so tolle, große und wirklich gelungene Werke wie hier. Mr. Frogtail wollte auch mit drauf. 

Er fand leider nichts in der Puppenklinik. Entweder war er zu klein, oder zu dick. Dann war depressiv und fühlte sich fett. Nun werde ich ihm doch was selber machen. Kann ja nicht sein, dass er, nur weil er aus dem Adventskalender kommt und Weihnachtsmotive hat, er auch winterliche Sachen tragen muss!

Dem werden wir Abhilfe schaffen.

So beeindruckend! Leider sah ich bisher nie, wie so etwas entstanden ist. Vielleicht mache ich mal eine Radtour und suche noch mehr davon. Das waren nicht einmal alle die ich sah! Dann sollte ich mich den Korb setzen und Mr. Frogtail strampeln, damit er in Klamotten passt...


Samstag, 29. April 2023

Verblühte Bonner Kirschblüte

 


Ich hatte durch einen Zufall einen Termin in der Bonner Innenstadt, direkt ums Eck von den berühmten Kirschblüten und da ich es dieses Jahr verpasst hatte, bei der vollen Pracht vorbeizuschauen,  dachte ich mir so, dann schlendere ich eben lieber spät als nie durch!

Aber nun erst einmal zu den Formalitäten! Schön Dich zu sehen! Ich hoffe, Dir gefallen meine Bilder heute :)

Leider war das Wetter an dem Tag regnerisch, windig, sehr ungemütlich, eher zum daheim bleiben und Tee trinken, deshalb war die Straße auch sehr leer!

Was nun kommt, ist unbezahlte Werbung!



Eigentlich wollte ich in meine kleine Sketching Tasche, die ich gerne mit ins Museum nehme, weil sie sooo klein ist, dass sie nicht verboten werden kann, meinen Aquapinsel von Faber-Castell reinpacken und dabei ist mir aufgefallen, dass er einen Riss hat :( obwohl er nicht alt und nahezu unbenutzt war.

Nachdem ich eine Mail zu Faber-Castell geschrieben hatte, bekam ich nicht nur eine liebe Antwort, sondern ein Paket mit einem Ersatzpinsel und noch etwas mehr!

Unter anderem einen Bleistift!

Aber Moment kurz, ich möchte etwas zu meiner Aquapinselidee sagen. Wenn man nicht viel dabei haben kann, dann ist es eine schöne Idee, wenn man mit einem Bleistift skizziert und dann einem Füller umrandet und dann mit einem Aquapinsel Akzente setzen kann, oder schattieren, oder was auch immer, indem man die Tinte verwischt, fließen lässt, mal intensiver, oder verdünnter aufträgt und so wundervolle Effekte zaubern kann! Selbst bei einer Ausstellung, bei der Fotos verboten sind und man eben etwas abzeichnen möchte :)



Ich bekam als, unter anderem, diesen tollen Bleistift dazu und muss gestehen, dass ich ja so einiges von Faber-Castell habe und alles ausnahmslos empfehlen kann.

Schon mal die Aquarell Bleistifte probiert, die sich vermalen lassen? Auch eine tolle Sache!

Also direkt damit meine Kirschblüten Szene gekritzelt und mich gefreut, wie gut man ihn radieren kann.


So in etwa sieht es aus, was ich für meine Arbeit auf dem Sofa nutze. Aber dazu schreibe ich ein anderes mal mehr. Das passt auf eine Fläche von einem Din A4 Blatt. 


Was ich am Malen besonders mag ist, dass man sich alles genau ansehen muss. Man nimmt seine Umgebung (wenn man live vor Ort malt) ganz anders wahr und wenn man etwas abmalt, schaut man auch ganz genau hin und betrachtet jedes Detail und sieht so viel mehr! Man entdeckt seine Umgebung, wie ein kleines Kind ganz anders und nimmt nicht mehr alles für selbstverständlich hin.



Eigentlich hatte ich Urban Sketching lernen wollen, damit ich einfach meinen Umgebung zeichnen kann, wann immer ich möchte und nun habe ich x Bücher über Perspektive und kann noch immer keine Gebäude zeichnen, aber ich übe noch und übe und übe! Ich gebe nicht auf :)
Und bis dahin, muss man eben meine Versuche "ertragen". Ich mag meine Werke wie sie sind!



Das Moleskine ist ein allgemeines Skizzenbuch und nicht speziell für Aquarellbilder, daher ist es glatt und man kann auch andere Stifte gut benutzen. Leider läuft die Farbe dann gerne etwas über das Ziel hinaus, das muss ich mir unbedingt merken!
Das Ergebnis ist doch aber schön, finde ich.
Vielleicht mache ich es nochmal, anders, wer weiß? Mal sehen :)
Kirschblüten sind ein schönes Motiv. Schade, dass sie schon weg sind. Nicht nur in der Innenstadt gibt es die berühmten Straßen, sondern auch in der Rheinaue und vereinzelt überall Kirschbäume und wie ich finde, stehen Magnolienblüten den Kirschblüten um nichts nach, ganz im Gegenteil, sie sind mindestens ebenso wunderschön! 

Was ich noch in der Ecke zu tun hatte und wer mich begleitet hat, das schreibe ich im nächsten Eintrag!


Freitag, 21. April 2023

Tassofant und Gänseblümchen Delikatesse

 Schön, dass Du mein virtuelles Wohnzimmer besuchst. Ich hoffe, dass Dir mein heutiger Eintrag gefällt und Du Freude beim Lesen hast.



Leseratte muss manchmal fürchterlich früh morgens aus dem Haus und wenn ich dann ausschlafen kann, decke ich ihm am Abend vorher den Frühstückstisch. Ein paar Dinge sind mir dabei recht wichtig. Die Wahl seiner Serviette Zum Beispiel und dass gewaschenes Gemüse bereit steht, samt Brettchen, Messer und einem Salzstreuer und bisher auch immer einen kleinen Brief, mit einer frohen Botschaft und als mir partout nichts einfallen wollte, was ich schreiben könnte, zeichnete ich ihm einfach etwas. 

Offen gestanden, ich weiß nicht mehr was mein erstes Werk war, aber ab da versuchte ich öfter ein kleines Kekritzel dazuzulegen. Dieses mal war es ein Tassofant!

Mir fiel ein Bild von einem niedlichen Baby Elefanten ein, was ich kürzlich sah. (Wie nennt man eigentlich einen Baby Elefanten? Elefantenwelpen eher nicht, Elefantenküken auch nicht, Elefantenkitz, Elfetantenquappe, Elefantenfrischling? Muss ich später unbedingt nachschlagen) Also googelte ich Bilder von Elefantenfohlen und weil das niedlichste Bild keinen Unterteil hatte, kam das niedliche Ding in eine Tasse rein!

Tassen kann ich einfach nicht malen, aber egal! Steht zu eurem Unvermögen und präsentiert es stolz der Welt, damit auch andere sich nicht scheuen, ihre Fehler und Schwächen zeigen zu können. Keiner ist perfekt.

Nachdem ich mit der Bleistiftskizze fertig war, was wirklich total schnell ging, obwohl ich sonst ewig herumkriddele, habe ich schnell mit dem Grashüpfer alles umrandet und dann mit einem Aquapinsel verwischt und verwuschelt. Fertig!!!

Das ganze dauerte so etwa 15 min. 



Und im Moment gibt es wieder Neles liebste Delikatesse: Gänseblümchen!

Keine Ahnung warum, aber Nele mampft sie wirklich gerne, wie man gut erkennen kann. Sie legt sich auf die Wiese und köpft eines nach dem anderen, einzeln ab. schmatzt genüsslich vor sich und dann das nächste bitte.

Heute war das Wetter aber auch so wunderbar und warm!

Ach und vormittags hat mein Sohn seine erste Abi Prüfung abgelegt. Man kann nicht in Worte fassen, wie stolz ich bin! Nächstes Jahr ist meine Tochter dran. 

Mir ist es egal, wie gut der Schnitt und die einzelnen Noten werden, auch wenn sie bisher sehr gut waren. In erster Linie müssen sie glücklich sein. Was bringen gute Noten, wenn es ihnen nicht gut geht?

Natürlich ist es am Besten, wenn sie gute Noten haben und es ihnen gut geht :)

Ich sagte, er soll nun erst einmal feiern und Party machen, aber nein, bald gibt es doch schon die nächste Prüfung, war seine Antwort. Hmpf, es geht doch beides! Lernen ja, aber Pausen sind doch auch wichtig! Nein, er ließ sich nicht überzeugen... aber egal, ich bin so stolz!

Ich weiß schon, was ich morgen oder übermorgen schreibe, denn ich habe Post von Faber-Castell bekommen!!!




Mittwoch, 19. April 2023

Wohnzimmerbesuch

 Komm setz dich, nimm dir eine virtuelle Tasse Kaffee oder Tee, wenn es geht, noch besser, eine reale, denn wir haben mal zu reden. 


Mir ist aufgefallen, dass ich kaum noch in meinem Blog schreibe, weil es so viel einfacher ist, wenn man zum Beispiel bei Instagram postet und direkt einstellt, dass es auch bei Facebook erscheinen soll. Für die jüngere Generation wird wohl eher Tik Tok dabei sein. 

Wenn man mal darüber nachdenkt, ist es eigentlich total aus der Mode gekommen, sich für einzelne Menschen wirklich Zeit zu nehmen. Man geht lieber zu seinem Anbieter, bei mir ist das gerne Instagram oder eben Facebook, und scrollt da durch, was vorher für einen ausgewählt wurde. Man entscheidet nicht einmal mehr selber, was man zu sehen bekommt, geschweige denn, dass man sich zu den Personen Gedanken macht, die man nicht mehr auf der Timeline sieht!

Gedankenloses, hirnloses durchzappen, nur statt beim Fernsehen, bei Menschen. Jeder hinter seinem eigenen Display. 

Früher war das noch vollkommen anders. 

Ein Blog war wie ein Wohnzimmer!

"Komm, ich lade dich mal in meine Welt ein, setz dich, ich erzähle dir von meinem Tag, oder meiner Woche. Ich zeige dir was ich erlebt habe, ohne dir Ratschläge zu verpassen, oder dich belehren zu müssen. Klar kann ich dir mitteilen, was für Schlüsse ich zog, oder Tipps geben." Aber gefühlt gibt es heute nur noch verschiedene Kategorien und Themen von ratgebenden Personen zu verschiedenen Themen, Urlaubsfotografen, Beautytipps, Fitnessgurus usw.

Das Gefühl einer beste Freundin zu besuchen, indem  man einen Blog einer fremden Person liest, die einfach über ihren Alltag und vielleicht ihr Hobby schreibt, ist von der Bild(schirm)fläche verschwunden und dabei habe ich mich nun eben leider auch selber ertappt. 

Zunehmend oft hatte ich mich gefragt, warum ich meine Webseiten noch habe. Sie kosten Geld (nicht mal so wenig) und ich nutze sie kaum und zum größten Teil gar nicht. Ich poste fast nur noch bei Instagram und Facebook und das war’s!

Und dabei fiel mir auf, dass das Wohnzimmer-Gefühl weg ist. 

Ich habe hier ein Erinnerungsalbum wie meine Kinder aufwuchsen, wie ich meine Hobbys verfolgt habe und wie ich selber wuchs und stärker wurde, an meiner Krankheit und anderen Dingen. Und dann? Ging das Schreiben nach und nach verloren.

Und dieses Gefühl möchte ich nun retten und zurück bringen. 

Meine Kinder sind groß und ich denke, sie mögen es nicht mehr, wenn ich über sie schreibe, auch wenn ich hoffe, dass sie ihre Erlebnisse gerne noch nachlesen und so in Erinnerungen schwelgen können.


Kleine Bestandsaufnahme:


Luna begleitet uns noch immer :)


Nele kam noch dazu. Beides sind alte Damen.




Zusammen sind sie 25 Jahre alt!!!



Im Buddhismus finde ich, nach wie vor, Halt.


Ich male und zeichne mittlerweile sehr gerne.



Auch wenn ich nun wesentlich seltener und kürzer handarbeite, habe ich das nie aus den Augen verloren und bin nach wie vor sehr gerne noch mit Wolle zugange. Ich mache kleine Wollschweine für Freunde und Menschen die mir am Herzen liegen und jedes Stück ist immer voller Liebe und soll diese auch transportieren.

So und nun muss ich wirklich los, denn Nele hat eine Verabredung mit ihren Freunden und einem Ball und wenn wir da zu spät kommen, wird sie ernstlich böse, auch wenn man denkt, dass Hunde das nicht sein können... doch, das geht!

Bis dann... in meinem Wohnzimmer, auf eine schöne Tasse Tee, oder Kaffee, oder vielleicht einen Sekt?


Donnerstag, 2. Februar 2023

Museumsbesuch ohne Kamera

 


Heute waren wir im Museum!

Eigentlich wollten wir in eine andere Ausstellung, aber dann wurde es "Die Oper ist tot- Es lebe die Oper!" Fotos machen war verboten, aber der WDR durfte Bilder veröffentlichen, deshalb habe ich den Artikel verlinkt, außerdem hatte ich meine minimalistische Urban Sketching Tasche dabei und auf meine Nachfrage hin wurde mir bestätigt, dass man Notizen machen darf!

Nun denn, ich habe mir eine Gesichtsnotiz zu einem Bild gemacht, welches ich nun auch hier verlinke, wer es gerne vergleichen möchte. 

Ich habe mir große Mühe gegeben, in der knappen Zeit, die ich mir ließ, so etwa 10-15min.



Die Ausstellung selber bekam wirklich viel Lob! Ich selber kann da nicht so viel drüber sagen, weil es nicht so ganz meins war. Die Ausgestellten Kostüme waren fantastisch! Ehrlich! Aber dieses Mal fehlte mir so das "erleben". Sonst ist man mehr drin, kann es begreifen und nicht nur einfach dastehen und schauen und hören, sondern wirklich miterleben und das fehlte mir bei dieser Ausstellung leider und da wurde ich durch die Bundeskunsthalle mittlerweile wirklich verwöhnt. 

Üblicherweise sind die Ausstellungen ein Hochgenuss für wirklich alle Sinne!

Man geht als anderer Mensch raus und ist vollgepumpt von Eindrücken und hatte einen Seelenurlaub!

Aber, sorry, die Opernausstellung war schön und nicht schlecht, jedoch fehlte so das Highlight, der Kick, der besondere Touch. Es war hat eine Ausstellung...

Mich berührte sie nicht.

Wir hatten auch den Audioguide dabei, das wars also auch nicht. 

Vielleicht war es nicht mein Thema, wobei ich mich sonst auch für alle möglichen Dinge begeistern kann.

Was ich, ehrlich gesagt, besonders grauenhaft fand war, dass sie das gefühlt beste Stück, den lebensgroßen Parsifal, der einzigartige Kerl, mit diesem Gesichtsausdruck, der so beeindruckend ist, den man in den Arm nehmen und trösten möchte, diesen Parsifal haben sie so ausgeleuchtet, dass das Gesicht perfekt bestrahlt wird und der Rest vom Bild so glänzt, dass man kaum was erkennt, egal wie man drum herum läuft und ich habe wirklich einen Winkel gesucht.

Vielleicht bin ich zu klein? Vielleicht muss man ein Mindestmaß haben? Ich fand keine Entfernen, keinen seitlichen Winkel, aus dem ich etwas vom Bild erkennen konnte, außer das Gesicht, was nicht unkenntlich geglänzt hätte, außer wenn ich unmittelbar, in wenigen cm Abstand davor stand. Sehr traurig und schade.

Ja, dieses Mal habe ich über die Ausstellung leider gemeckert, tut mir leid.

Ach und noch so ein Punkt!

Ich fand keine einzige Postkarte mit einem schönen Motiv von der Ausstellung hinterher!

Es gab Opernhäuser, langweilige Bilder die uninteressant waren und das wars. Kein Parsifal, keine Kostüme, keine anderen Meisterwerke, nichts! Immer kaufe ich als Erinnerung an meinen Besuch Postkarten, dieses Mal fand ich keine passende. Nicht eine und sonst sind es zig!

Ein Buch kam dennoch mit, noch so eine Tradition. Wenigstens eine Kleinigkeit, naja große Freude für mich, also mehr als eine Kleinigkeit sogar.



Und diese Aussicht! Die ist auch immer wieder schön! Wow oder? Die Bundeskunsthalle mit ihren Türmchen und der Beleuchtung, mit ihrer Rutsche und ihrem Brunnen im Sommer, mit der ausgestellten Kunst draußen, wenn es welche gibt... wundervoll. 

Ich freue mich auf den nächsten Besuch, aber diesen einen, den werde ich schnell vergessen und es gibt genug andere, an die ich mich lieber erinnere!