Meine Jüngste (Himmel, so jung ist sie auch nicht mehr, wie die Zeit doch vergeht...) wollte ihre Häkeljacke nun doch nicht mit billiger, kratziger Bravo-Wolle machen, also haben wir ihr was besseres bestellt und da freuten nicht nur wir uns drüber, sondern auch unser Fellwollmonster.
Wir freuen uns über den Inhalt, das Fellknäul über die Verpackung :D
Mach es Dir doch gemütlich und lies ein wenig über meine Hobbys.
Donnerstag, 13. August 2015
Montag, 13. Juli 2015
Das böse Wort mit K
Irgendwie ist gerade wieder so eine Phase, in der man überall "Diagnose Krebs" liest.
Hat man einmal Krebs, hat man immer Krebs sagte mein Vater immer und meist hat er Recht damit. Viele bekommen den Krebs los, machen Chemo's und Bestrahlungen, manchmal nur ein paar Monate, manchmal Jahre später ist er wieder da.
Ich selber hatte keinen Krebs, war nur kurz, sehr kurz davor, so kurz davor das meine Ärztin die ich damals kaum kannte Pipi in den Augen hatte.
Mein Krebsrisiko ist durch die permanent wachsenden Polypen im Dünndarm erhöht und sowieso hat man mit FAP bei allen Verdauungsorganen eine Risikoerhöhung und als Frau auch noch in der Gebärmutter und bei den Eierstöcken. Ich bin sehr froh, dass ich nur noch einen Eierstock habe, aber die Angst bleibt.
Der Dünndarm kann ja nicht komplett gespiegelt werden, sondern nur ein Stück von unten, ein Stück von oben und man hofft, dass man schön weit rein kommt.
Vor meiner FAP Diagnose hatte ich ein normales Leben und ging so gut wie nie zum Arzt, außer es war was ernstes.
Krankenhäuser waren mein persönlicher Begriff von Horror und meine Nadelphobie war so ausgeprägt, dass ich lieber verblutet wäre, als dass ich mich hätte pieksen lassen, aber das war für mich in Ordnung, gab ja kaum einen Grund, weshalb jemand seine Nadel in mich rammen wollte.
Bis mit der Diagnose mein persönlicher Horrorfilm begann, ich dem ich leben musste.
Nicht missverstehen, ich bin dankbar das ich lebe, ich bin froh das ich die Diagnose noch rechtzeitig bekam, aber für jemanden der wirklich Angst vor Krankenhäuser, Behandlungen und Co hatte, hat es mich voll erwischt.
Naja das Gute daran ist, ich habe keine Angst mehr. Heißt es wieder das eine OP ansteht, ist es mir fast egal. Heißt es, ich muss gepiekst werden, habe ich zwar Angst, halte aber still und ertrage es. Muss ich mal wieder zum Arzt, bin ich genervt, habe keinen Bock, mache es aber.
Aber man stellt sich sein Leben ja schon was anders vor, als alles mögliche durchmachen zu müssen, vor dem man totale Panik hatte.
Immer wenn ich mich was entspannen will und auf einen anderen Lebensbereich mich stürzen möchte, kommt wieder was dazwischen. Wenn ich jetzt wieder das Bedürfnis habe, ist mein 2. Gedanke: "Was passiert diesmal, das es verhindert?"
Wenn ich gefragt werde, ob ich mal wieder da und da hin komme, zum Besuch in eine andere Stadt, sage ich lieber ab, weil ich Angst habe, dass zum Beispiel wieder ein Darmverschluss kommt und ich dann nicht in irgendeinem Krankenhaus landen möchte, wo man meine Vorgeschichte nicht kennt.
Urlaub fahren? Ich möchte nicht... zum einen wegen unserer Katze, die lange brauchte um sich einzugewöhnen, aber auch, weil ich Angst habe dort dann krank zu werden.
Und jetzt gerade, wo man wieder überall Krebs liest, wo alle in den Urlaub fahren und unbeschwert sind, da fällt es mir mal wieder so richtig auf.
Wie war es früher, davor... wie ist es jetzt...
Danke das ich leben darf, schade das ich es nicht so kann, wie ich gerne gewollt hätte.
Schade das einem nichts erspart geblieben ist und man so abgestumpft wurde.
Ich wünsche dennoch allen anderen schöne Urlaubstage und genießt Eure Zeit :)
Hat man einmal Krebs, hat man immer Krebs sagte mein Vater immer und meist hat er Recht damit. Viele bekommen den Krebs los, machen Chemo's und Bestrahlungen, manchmal nur ein paar Monate, manchmal Jahre später ist er wieder da.
Ich selber hatte keinen Krebs, war nur kurz, sehr kurz davor, so kurz davor das meine Ärztin die ich damals kaum kannte Pipi in den Augen hatte.
Mein Krebsrisiko ist durch die permanent wachsenden Polypen im Dünndarm erhöht und sowieso hat man mit FAP bei allen Verdauungsorganen eine Risikoerhöhung und als Frau auch noch in der Gebärmutter und bei den Eierstöcken. Ich bin sehr froh, dass ich nur noch einen Eierstock habe, aber die Angst bleibt.
Der Dünndarm kann ja nicht komplett gespiegelt werden, sondern nur ein Stück von unten, ein Stück von oben und man hofft, dass man schön weit rein kommt.
Vor meiner FAP Diagnose hatte ich ein normales Leben und ging so gut wie nie zum Arzt, außer es war was ernstes.
Krankenhäuser waren mein persönlicher Begriff von Horror und meine Nadelphobie war so ausgeprägt, dass ich lieber verblutet wäre, als dass ich mich hätte pieksen lassen, aber das war für mich in Ordnung, gab ja kaum einen Grund, weshalb jemand seine Nadel in mich rammen wollte.
Bis mit der Diagnose mein persönlicher Horrorfilm begann, ich dem ich leben musste.
Nicht missverstehen, ich bin dankbar das ich lebe, ich bin froh das ich die Diagnose noch rechtzeitig bekam, aber für jemanden der wirklich Angst vor Krankenhäuser, Behandlungen und Co hatte, hat es mich voll erwischt.
Naja das Gute daran ist, ich habe keine Angst mehr. Heißt es wieder das eine OP ansteht, ist es mir fast egal. Heißt es, ich muss gepiekst werden, habe ich zwar Angst, halte aber still und ertrage es. Muss ich mal wieder zum Arzt, bin ich genervt, habe keinen Bock, mache es aber.
Aber man stellt sich sein Leben ja schon was anders vor, als alles mögliche durchmachen zu müssen, vor dem man totale Panik hatte.
Immer wenn ich mich was entspannen will und auf einen anderen Lebensbereich mich stürzen möchte, kommt wieder was dazwischen. Wenn ich jetzt wieder das Bedürfnis habe, ist mein 2. Gedanke: "Was passiert diesmal, das es verhindert?"
Wenn ich gefragt werde, ob ich mal wieder da und da hin komme, zum Besuch in eine andere Stadt, sage ich lieber ab, weil ich Angst habe, dass zum Beispiel wieder ein Darmverschluss kommt und ich dann nicht in irgendeinem Krankenhaus landen möchte, wo man meine Vorgeschichte nicht kennt.
Urlaub fahren? Ich möchte nicht... zum einen wegen unserer Katze, die lange brauchte um sich einzugewöhnen, aber auch, weil ich Angst habe dort dann krank zu werden.
Und jetzt gerade, wo man wieder überall Krebs liest, wo alle in den Urlaub fahren und unbeschwert sind, da fällt es mir mal wieder so richtig auf.
Wie war es früher, davor... wie ist es jetzt...
Danke das ich leben darf, schade das ich es nicht so kann, wie ich gerne gewollt hätte.
Schade das einem nichts erspart geblieben ist und man so abgestumpft wurde.
Ich wünsche dennoch allen anderen schöne Urlaubstage und genießt Eure Zeit :)
Montag, 22. Juni 2015
Die Pummel meiner Jüngsten
Eigentlich begann es damit, dass meine Jüngste (derzeit 9,5 Jahre) zunehmenst mehr Angst vor Spinnen bekam. Sah sie irgendwo eine, rannte sie kreischend weg und betrat den Raum nicht mehr.
Bei einer dieser Aktionen kam ich auf die Idee, wenn sie eine Vogelspinne als Haustier haben würde, würde sie die Spinne nicht mehr als Monster sehen, sondern als Haustier und *schwupp* wird sich ihre Fürsorge entwickeln und so weiter.
Als erstes schlug ich ihr vor, dass sie eine Vogelspinne als Haustier bekommen soll und sie war wenig begeistert, aber interessiert. Sie lieh sich Vogelspinnenbücher aus der Bibliothek aus und schaute im Internet, welche sie gerne hätte und was man alles braucht und wie sie gehalten werden muss.
Dann gingen wir in unser Gartencenter mit Terraristikabteilung und verschiedenen Reptilien und schauten uns verschiedene Spinnen an und informierten uns.
Ende Mai war hier eine Reptilienbörse, dort schauten wir auch verschiedene Spinnen an und ließen uns beraten. Vom Gedanken bis hier hin waren gut und gerne 3 Monate oder mehr vergangen und meine Tochter brannte darauf endlich ihre eigene Vogelspinne zu bekommen und wenn wir an einer normalen Spinne vorbei kamen oder in der Wohnung hatten, schaute sie fasziniert das Netz und die Spinne an und hatte keine Panik mehr. Die Vogelspinnen die wir anschauten fand sie toll, hübsch, niedlich :)
Dann war es nun endlich so weit, sie bekam ihre Pummel, eine noch kleine und junge Vogelspinne für sich und kümmert sich auch wunderbar darum, hat keine Angst, will gerne noch eine bekommen und auch freilaufende Spinnen sind kein Thema mehr *freu
Aber mal unter uns, sie ist auch wirklich eine Schönheit :)
Davor hatte ich selber keine Ahnung von Vogelspinnen, aber umso mehr ich darüber gelesen habe, umso interessanter fand ich sie, kann ich nur empfehlen!
Bei einer dieser Aktionen kam ich auf die Idee, wenn sie eine Vogelspinne als Haustier haben würde, würde sie die Spinne nicht mehr als Monster sehen, sondern als Haustier und *schwupp* wird sich ihre Fürsorge entwickeln und so weiter.
Als erstes schlug ich ihr vor, dass sie eine Vogelspinne als Haustier bekommen soll und sie war wenig begeistert, aber interessiert. Sie lieh sich Vogelspinnenbücher aus der Bibliothek aus und schaute im Internet, welche sie gerne hätte und was man alles braucht und wie sie gehalten werden muss.
Dann gingen wir in unser Gartencenter mit Terraristikabteilung und verschiedenen Reptilien und schauten uns verschiedene Spinnen an und informierten uns.
Ende Mai war hier eine Reptilienbörse, dort schauten wir auch verschiedene Spinnen an und ließen uns beraten. Vom Gedanken bis hier hin waren gut und gerne 3 Monate oder mehr vergangen und meine Tochter brannte darauf endlich ihre eigene Vogelspinne zu bekommen und wenn wir an einer normalen Spinne vorbei kamen oder in der Wohnung hatten, schaute sie fasziniert das Netz und die Spinne an und hatte keine Panik mehr. Die Vogelspinnen die wir anschauten fand sie toll, hübsch, niedlich :)
Dann war es nun endlich so weit, sie bekam ihre Pummel, eine noch kleine und junge Vogelspinne für sich und kümmert sich auch wunderbar darum, hat keine Angst, will gerne noch eine bekommen und auch freilaufende Spinnen sind kein Thema mehr *freu
Aber mal unter uns, sie ist auch wirklich eine Schönheit :)
Davor hatte ich selber keine Ahnung von Vogelspinnen, aber umso mehr ich darüber gelesen habe, umso interessanter fand ich sie, kann ich nur empfehlen!
Mittwoch, 17. Juni 2015
Erinnerungsbruchstücke
Gerade saßen wir noch zusammen und aßen Abendbrot und ich erzählte von klein Nici.
Ich heiße Nicole, als Kind nannte mich jeder Nici, also kam es so nach und nach, dass klein Nici das Pseudonym für meine Kindheit wurde.
Klein Nici hat sich ständig barfuß irgendwelche Schnitte zugezogen. Einmal weigerte sich klein Nici das der Bademeister Jod auf eine tiefe Schnittwunde gießen durfte, der dann die riesen Notfallrettungsaxt von der Wand nahm und beteuerte, er würde damit meinen Fuß abhacken, wenn da kein Jod drauf kommt.
Mir wurde das erste mal bewußt, dass klein Nici starb, als meine Mutter ihre erste Krebsdiagnose bekam und sagte das auch gerade am Essenstisch, als das Telefon klingelte.
Ein sehr passender Moment, als würde irgendwo ein Regisseur sitzen der schon länger genau auf diesen Augenblick wartete.
Es gibt Tage, wo man schon ewig vorher weiß das sie kommen, sogar in etwa wann sie kommen und wenn sie dann kommen, ist es trotzdem schrecklich und so ein Tag ist das nun geworden.
Meine Mutter starb, ich war mit 12 Jahren die Jüngste und es gab zig Entscheidungen zu fällen, Entscheidungen die lang in die Zukunft reichen.
Wie soll man denn entscheiden, wie lange man das Grab mieten soll?
Wir saßen alle zusammen und diskutierten. 20 Jahre? Was? So kurz?
Ehrlich, es kam mir vor, als hätte man gesagt, eine Woche!
20 Jahre, dabei wollte ich das das Grab ewig bestehen bleibt, aber meine Geschwister und mein Vater meinten nur: "Wer soll sich denn so lange darum kümmern?"
Ja ich natürlich!!!
Jaja, wer weiß wo Du in 20 Jahren lebst...
Na hier natürlich!!! Ich werde nie wegziehen! Ihr könnt von mir aus alle abhauen, ich bleibe hier!!!
Das sagte ich nicht nur, das meinte ich auch so, zu 100% und ich war mir sicher, ich hätte alles darauf geschworen.
Die einzige Person die weg zog war.... ich selber, etwa 6 Jahre später und ich meine nicht ein paar Kilometer weg, sondern halb Deutschland weit weg.
Ein Grab ist scheinbar für viele Menschen sehr wichtig. Sie gehen hin, kümmern sich um die Blumen und den Grabstein so, als würden sie sich um die verstorbene Person kümmern, wahrscheinlich sogar noch besser als zu der Zeit, als die Person noch lebte, aber nach und nach habe ich gelernt den Tod, eine Leiche und dergleichen mit anderen Augen zu sehen.
Wenn jemand stirbt, dann ist er nicht länger in dem Körper. Jeder der eine bekannte verstorbene Person sieht, meint das der Leichnam leer aussieht, irgendwie nicht mehr, wie die lebende Person.
Wenn ich am Grab meiner Mutter stand, dann dachte ich eigentlich nicht so sehr an sie, als viel mehr an die Beerdigung, oder die traurige Zeit davor und danach, jedenfalls nichts schönes und nichts gutes, auch nicht, wenn ich ernsthaft versuchte mir auszumalen die die Gebeine meiner Mutter da unter der Erde liegen klappte das.
Die Beerdigung war schön, sagten alle, ich weiß es nicht, denn es war meine erste. Ich erinnere mich an den Streß davor. Wie man zusammen sitzt und unendlich viele Entscheidungen treffen soll, die alle ewig in die Zukunft reichen sollten.
Oh wie soll der Sarg aussehen, was soll man meiner Mutter anziehen, auch wenn man den Sarg verschlossen halten wird, weil sie leider unansehnlich wurde. Was für Blumen wählt man, welche Schrift soll das Holzkreuz bekommen, das auf dem Grab steht, bis es sich gesenkt hat und wie soll man das alles finanzieren?
Da wird die wichtigste Person einer ganzen Familie aus dem Leben gerissen und man muss sich um diese Dinge Gedanken machen, dabei sollte man einfach in Ruhe trauern können und dürfen.
Ich fand das schon damals wirklich schrecklich!
Mir war es auch eigentlich egal, das einzige Thema das mich interessierte war der Grabstein. Der war mir wichtig, da wollte und durfte ich mit reden und mit entscheiden.
Wir drei Kinder sahen ihn und wußten das ist der Stein, der meine Mutter symbolisiert. Ein rosa Marmor, wunderschön und je nach Lichteinwirkung und Wetterlage sah er anders aus, mal traurig grau, mal strahlend weiß, mal herzlich rosa. Er war nicht eckig, sondern alles war abgerundet und auf der Oberseite war eine kleine Kuhle, dort sollten zwei Spatzen sitzen, denn wenn es Regnet, würde sich dort Wasser sammeln und es solle aussehen, als würden sie daraus trinken.
Wissen Sie wie teuer ein rosaner Marmor ist?
Ich weiß es nicht, ich sah nur die Sorgenfalten meines Vaters, dem es das Herz zerbrach, als er erklären musste, das es finanziell einfach nicht drin sei, aber wir protestierten, rebellierten und bekamen unseren Stein.
Aus heutiger Sicht tut es mir für meinen Vater leid, es war wirklich hart so viel Geld aufzutreiben, aber dennoch bin ich dafür bis heute dankbar. Gerne hätte er am Sarg oder dergleichen sparen können, einzig der Grabstein war mir wichtig, denn den starrt man die nächsten Jahrzehnte an.
Immer wenn ich zum Grab ging, dachte ich an die Zeit vor und nach der Beerdigung, an die Beerdigung selber, den Tod, die schlimme Phase einfach und ich wollte eigentlich bos wieder weg.
Ich fand es schade als ich weg zog, aber hatte damals schon gemerkt, die schönen Erinnerungen habe ich im Alltag und nicht auf dem Friedhof, der zieht mich nur runter.
Heute halte ich nicht mehr viel von Gräbern, denn es ist ein Platz wo man leere Körper verbuddelt, aber nichts schönes.
Nehmen wir mal Tabitha meine Hündin, sie ist ein herrliches Beispiel für das was ich meine.
Wir ließen damals ihren leblosen Körper bei der Tierärztin und ich fand das Einschläfern schrecklich, aber es fiel mir nicht schwer, den leeren Körper dort zu lassen, statt dessen haben wir Erinnerungsstücke, Lieblingsstücke, Leckerlie, Briefe an sie und dergleichen in eine Kiste gepackt und sie an der Stelle vergraben, wo wir oft mit ihr spazieren waren, verweilten und Spaß hatten.
Heute denke ich nicht daran wie sie auf dem Tisch tod beim Tierarzt lag, sondern wo ihre Erinnerungskiste ist, wie schön die Zeit mit ihr zusammen dort war und auch heute noch kommen wir öfter an der Stelle vorbei und freuen uns und sind dankbar für die Zeit, die wir mit ihr hatten, aber bei einem Friedhof, muss ich nur an die bescheuerten Entscheidungen denken, an das viele Geld das beschafft werden musste, an die vielen weinenden Menschen und dergleichen und lebendig wird meine Mutter, bei Gesprächen mit meinen Kindern oder in anderen Augenblicken, in denen ich an sie denke, die mal schön, mal lustig und auch mal traurig sind. Das gibt mir viel mehr.
Als meine Schwester dann heute anrief und sagte das im Februar 2016 das Grab eingeebnet wird, war es keine Überraschung, wir hatten es immerhin 20 Jahre gemietet, dann sind 22 Jahre um und ich wußte das der Tag kommen wird und obwohl ich das Grab nicht mag, den Grabstein jedoch sehr, war es ein riesen schlag ins Herz, mitten rein.
Ich bat darum, einen Teil des Grabsteines zu bekommen, bevor er im Müll landet, ich möchte ein Herz daraus schleifen lassen, das ich an einer Kette immer um den Hals tragen möchte. Ich bat darum etwas mehr vom Stein zu bekommen, so dass ich die Kette notfalls mal verlieren kann und Ersatz habe. Ich möchte genug haben, um mit einem Herz aus rosanem Marmor um den Hals selber beerdigt zu werden.
Der Grabstein steht für vieles, für den Zusammenhalt zwischen uns Kindern, weil wir gemeinsam dafür kämpften und sehr wenig gemeinsam taten und weil er so ist, wie unsere Mutter war und weil er das einzige ist, was bleibt.
Ich heiße Nicole, als Kind nannte mich jeder Nici, also kam es so nach und nach, dass klein Nici das Pseudonym für meine Kindheit wurde.
Klein Nici hat sich ständig barfuß irgendwelche Schnitte zugezogen. Einmal weigerte sich klein Nici das der Bademeister Jod auf eine tiefe Schnittwunde gießen durfte, der dann die riesen Notfallrettungsaxt von der Wand nahm und beteuerte, er würde damit meinen Fuß abhacken, wenn da kein Jod drauf kommt.
Mir wurde das erste mal bewußt, dass klein Nici starb, als meine Mutter ihre erste Krebsdiagnose bekam und sagte das auch gerade am Essenstisch, als das Telefon klingelte.
Ein sehr passender Moment, als würde irgendwo ein Regisseur sitzen der schon länger genau auf diesen Augenblick wartete.
Es gibt Tage, wo man schon ewig vorher weiß das sie kommen, sogar in etwa wann sie kommen und wenn sie dann kommen, ist es trotzdem schrecklich und so ein Tag ist das nun geworden.
Meine Mutter starb, ich war mit 12 Jahren die Jüngste und es gab zig Entscheidungen zu fällen, Entscheidungen die lang in die Zukunft reichen.
Wie soll man denn entscheiden, wie lange man das Grab mieten soll?
Wir saßen alle zusammen und diskutierten. 20 Jahre? Was? So kurz?
Ehrlich, es kam mir vor, als hätte man gesagt, eine Woche!
20 Jahre, dabei wollte ich das das Grab ewig bestehen bleibt, aber meine Geschwister und mein Vater meinten nur: "Wer soll sich denn so lange darum kümmern?"
Ja ich natürlich!!!
Jaja, wer weiß wo Du in 20 Jahren lebst...
Na hier natürlich!!! Ich werde nie wegziehen! Ihr könnt von mir aus alle abhauen, ich bleibe hier!!!
Das sagte ich nicht nur, das meinte ich auch so, zu 100% und ich war mir sicher, ich hätte alles darauf geschworen.
Die einzige Person die weg zog war.... ich selber, etwa 6 Jahre später und ich meine nicht ein paar Kilometer weg, sondern halb Deutschland weit weg.
Ein Grab ist scheinbar für viele Menschen sehr wichtig. Sie gehen hin, kümmern sich um die Blumen und den Grabstein so, als würden sie sich um die verstorbene Person kümmern, wahrscheinlich sogar noch besser als zu der Zeit, als die Person noch lebte, aber nach und nach habe ich gelernt den Tod, eine Leiche und dergleichen mit anderen Augen zu sehen.
Wenn jemand stirbt, dann ist er nicht länger in dem Körper. Jeder der eine bekannte verstorbene Person sieht, meint das der Leichnam leer aussieht, irgendwie nicht mehr, wie die lebende Person.
Wenn ich am Grab meiner Mutter stand, dann dachte ich eigentlich nicht so sehr an sie, als viel mehr an die Beerdigung, oder die traurige Zeit davor und danach, jedenfalls nichts schönes und nichts gutes, auch nicht, wenn ich ernsthaft versuchte mir auszumalen die die Gebeine meiner Mutter da unter der Erde liegen klappte das.
Die Beerdigung war schön, sagten alle, ich weiß es nicht, denn es war meine erste. Ich erinnere mich an den Streß davor. Wie man zusammen sitzt und unendlich viele Entscheidungen treffen soll, die alle ewig in die Zukunft reichen sollten.
Oh wie soll der Sarg aussehen, was soll man meiner Mutter anziehen, auch wenn man den Sarg verschlossen halten wird, weil sie leider unansehnlich wurde. Was für Blumen wählt man, welche Schrift soll das Holzkreuz bekommen, das auf dem Grab steht, bis es sich gesenkt hat und wie soll man das alles finanzieren?
Da wird die wichtigste Person einer ganzen Familie aus dem Leben gerissen und man muss sich um diese Dinge Gedanken machen, dabei sollte man einfach in Ruhe trauern können und dürfen.
Ich fand das schon damals wirklich schrecklich!
Mir war es auch eigentlich egal, das einzige Thema das mich interessierte war der Grabstein. Der war mir wichtig, da wollte und durfte ich mit reden und mit entscheiden.
Wir drei Kinder sahen ihn und wußten das ist der Stein, der meine Mutter symbolisiert. Ein rosa Marmor, wunderschön und je nach Lichteinwirkung und Wetterlage sah er anders aus, mal traurig grau, mal strahlend weiß, mal herzlich rosa. Er war nicht eckig, sondern alles war abgerundet und auf der Oberseite war eine kleine Kuhle, dort sollten zwei Spatzen sitzen, denn wenn es Regnet, würde sich dort Wasser sammeln und es solle aussehen, als würden sie daraus trinken.
Wissen Sie wie teuer ein rosaner Marmor ist?
Ich weiß es nicht, ich sah nur die Sorgenfalten meines Vaters, dem es das Herz zerbrach, als er erklären musste, das es finanziell einfach nicht drin sei, aber wir protestierten, rebellierten und bekamen unseren Stein.
Aus heutiger Sicht tut es mir für meinen Vater leid, es war wirklich hart so viel Geld aufzutreiben, aber dennoch bin ich dafür bis heute dankbar. Gerne hätte er am Sarg oder dergleichen sparen können, einzig der Grabstein war mir wichtig, denn den starrt man die nächsten Jahrzehnte an.
Immer wenn ich zum Grab ging, dachte ich an die Zeit vor und nach der Beerdigung, an die Beerdigung selber, den Tod, die schlimme Phase einfach und ich wollte eigentlich bos wieder weg.
Ich fand es schade als ich weg zog, aber hatte damals schon gemerkt, die schönen Erinnerungen habe ich im Alltag und nicht auf dem Friedhof, der zieht mich nur runter.
Heute halte ich nicht mehr viel von Gräbern, denn es ist ein Platz wo man leere Körper verbuddelt, aber nichts schönes.
Nehmen wir mal Tabitha meine Hündin, sie ist ein herrliches Beispiel für das was ich meine.
Wir ließen damals ihren leblosen Körper bei der Tierärztin und ich fand das Einschläfern schrecklich, aber es fiel mir nicht schwer, den leeren Körper dort zu lassen, statt dessen haben wir Erinnerungsstücke, Lieblingsstücke, Leckerlie, Briefe an sie und dergleichen in eine Kiste gepackt und sie an der Stelle vergraben, wo wir oft mit ihr spazieren waren, verweilten und Spaß hatten.
Heute denke ich nicht daran wie sie auf dem Tisch tod beim Tierarzt lag, sondern wo ihre Erinnerungskiste ist, wie schön die Zeit mit ihr zusammen dort war und auch heute noch kommen wir öfter an der Stelle vorbei und freuen uns und sind dankbar für die Zeit, die wir mit ihr hatten, aber bei einem Friedhof, muss ich nur an die bescheuerten Entscheidungen denken, an das viele Geld das beschafft werden musste, an die vielen weinenden Menschen und dergleichen und lebendig wird meine Mutter, bei Gesprächen mit meinen Kindern oder in anderen Augenblicken, in denen ich an sie denke, die mal schön, mal lustig und auch mal traurig sind. Das gibt mir viel mehr.
Als meine Schwester dann heute anrief und sagte das im Februar 2016 das Grab eingeebnet wird, war es keine Überraschung, wir hatten es immerhin 20 Jahre gemietet, dann sind 22 Jahre um und ich wußte das der Tag kommen wird und obwohl ich das Grab nicht mag, den Grabstein jedoch sehr, war es ein riesen schlag ins Herz, mitten rein.
Ich bat darum, einen Teil des Grabsteines zu bekommen, bevor er im Müll landet, ich möchte ein Herz daraus schleifen lassen, das ich an einer Kette immer um den Hals tragen möchte. Ich bat darum etwas mehr vom Stein zu bekommen, so dass ich die Kette notfalls mal verlieren kann und Ersatz habe. Ich möchte genug haben, um mit einem Herz aus rosanem Marmor um den Hals selber beerdigt zu werden.
Der Grabstein steht für vieles, für den Zusammenhalt zwischen uns Kindern, weil wir gemeinsam dafür kämpften und sehr wenig gemeinsam taten und weil er so ist, wie unsere Mutter war und weil er das einzige ist, was bleibt.
Montag, 15. Juni 2015
Alles eine Frage der Zeit (Film)
Könntest Du in der Zeit zurück reisen, würdest Du es tun und was würdest Du verändern?
Diese Frage muss sich Tim stellen, denn sein Vater erzählt ihm das Familiengeheimnis. In einem kleinen dunklen Raum zb einem Schrank, muss er nur an den Augenblick denken, wohin er zurück will und schwupp ist er da!
Aus anderen Filmen und Büchern weiß man aber auch, wenn man eine Kleinigkeit verändert, kann daraus eine riesen Welle werden, der Butterfly-Effekt.
Der Film ist tiefgründig, herzlich, mitfühlend, einfach wunderbar, nicht immer fröhlich, auch schrecklich traurig, aber wirklich toll!
Eigentlich zeigt er einem auf, man sollte jeden Tag genießen, denn auf seine besondere Art und Weise ist er wichtig, auch wenn er einem grässlich vorkommt und man ihn nicht einmal in der Erinnerung behalten möchte, so hat auch das Erlebte seine Berechtigung, denn es formt uns und unseren Charakter.
Mehr als einmal standen mir die Tränen in den Augen, mehr als einmal musste ich herzlich lachen.
Man sollte ihn gesehen haben, davon bin ich überzeugt.
Ich oute mich mal als Amazon Prime Junkie und ja, den gibt es derzeit sogar im Prime-Paket umsonst, nutzt die Chance!
Diese Frage muss sich Tim stellen, denn sein Vater erzählt ihm das Familiengeheimnis. In einem kleinen dunklen Raum zb einem Schrank, muss er nur an den Augenblick denken, wohin er zurück will und schwupp ist er da!
Aus anderen Filmen und Büchern weiß man aber auch, wenn man eine Kleinigkeit verändert, kann daraus eine riesen Welle werden, der Butterfly-Effekt.
Der Film ist tiefgründig, herzlich, mitfühlend, einfach wunderbar, nicht immer fröhlich, auch schrecklich traurig, aber wirklich toll!
Eigentlich zeigt er einem auf, man sollte jeden Tag genießen, denn auf seine besondere Art und Weise ist er wichtig, auch wenn er einem grässlich vorkommt und man ihn nicht einmal in der Erinnerung behalten möchte, so hat auch das Erlebte seine Berechtigung, denn es formt uns und unseren Charakter.
Mehr als einmal standen mir die Tränen in den Augen, mehr als einmal musste ich herzlich lachen.
Man sollte ihn gesehen haben, davon bin ich überzeugt.
Ich oute mich mal als Amazon Prime Junkie und ja, den gibt es derzeit sogar im Prime-Paket umsonst, nutzt die Chance!
Sonntag, 14. Juni 2015
Nochmal Familienzuwachs
Vor hm man vergeht die Zeit schnell, vor ein paar Wochen waren wir auf einer Reptilienbörse und da gab es doch unverhofft einen Achatschneckenzüchter und so zogen nochmal drei Schleimer bei mir ein :D
Männer sind ja sowas von langsam, deshalb ist meine Domain noch immer nicht ordentlich eingerichtet und man muss hier schauen: http://www.die-schleimsteigers.blogspot.de/
*seufzel*
Aber innerhalb der nächsten 30 Jahre wird die richtige Domain sicherlich mal funktionieren... nur was Geduld!
Ansonsten sind sie einfach super süß! Ich hatte nur vergessen zu fragen, wie alt sie sind, aber ich glaube alle wachsen noch was :)
Eingelebt haben sie sich auch super und vertragen sich auch alle, Friede, Freude, Eierkuchen!
Männer sind ja sowas von langsam, deshalb ist meine Domain noch immer nicht ordentlich eingerichtet und man muss hier schauen: http://www.die-schleimsteigers.blogspot.de/
*seufzel*
Aber innerhalb der nächsten 30 Jahre wird die richtige Domain sicherlich mal funktionieren... nur was Geduld!
Ansonsten sind sie einfach super süß! Ich hatte nur vergessen zu fragen, wie alt sie sind, aber ich glaube alle wachsen noch was :)
Eingelebt haben sie sich auch super und vertragen sich auch alle, Friede, Freude, Eierkuchen!
Cocktail-Time!
Ich habe bei Facebook von Dawanda ein Rezept angezeigt bekommen und heute direkt umgesetzt. Legga!
Umbeding nachmachbar und sicherlich nicht das letzte mal in diesem Sommer :D
Umbeding nachmachbar und sicherlich nicht das letzte mal in diesem Sommer :D
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