Sonntag, 1. März 2015

Ein Spoilerbild

Als ich klein war, gab es zu Ostern bunte Eier, einen Schokihasen, vielleicht Waffeleier und das wars dann auch schon fast, auf alle Fälle war es kein 2. Weihnachten und so handhabe ich es auch mit meinen eigenen Kindern.

Es gibt reichlich Süßkram und ich versuche immer noch was Besonderes dazu zu packen, wie zb damals, als ich aus naturfarbenen Stoff einfache Hasen genäht habe, die so blank in die Nester kamen und dann von den Kindern selber angemalt werden durften :D

Dieses Jahr habe ich eine Überraschung selber gemacht, aber aus Wolle. Das eine kann ich hier nicht Zeigen, weil man es direkt erkennt und ich keine Lust habe das meine Kinder durch Zufall was entdecken und das andere habe ich mal als Spoiler fotografiert.


Kleinen Tipp gibt es noch dazu :D

Hier habe ich es das erste mal gezeigt *kicher*

Natürlich mache ich an Ostern richtige Bilder, ich freue mich schon riiiieeesig auf die leuchtenden Kinderaugen!


Mittwoch, 25. Februar 2015

Auch mal ein wenig Glück

Wenn Du denkst es geht nicht mehr, 
kommt von irgendwo ein Lichtlein her...






Ich war bei meiner Gynäkologin und habe auch mal Glück gehabt! Diesmal war es eine normale Zyste, nicht wie die letzte und die war bereits geplatzt!


Bevor ich ins Krankenhaus musste, hatte ich ein paar Tage Bauchweh, aber an fast der selben Stelle befindet sich meine Ex- Stoma Narbe (Stoma ist ein künstlicher Darmausgang am Bauch) und da das nicht ordentlich verheilt war, wurde ja bei der Gebärmutter OP direkt der Bauch mitgeflickt und ich dachte das das davon kommt bzw hatte ich vermutet, dass die Narbe innen sich wieder gelöst hat, weil es so weh tat, aber nun kam heraus, dass es "nur" die Zyste war.

Ich bin soooo erleichtert!!!


Sonntag, 22. Februar 2015

So durch...

Der Blog hier war ursprünglich gedacht als Handarbeits- und Familienblog, aber das irgendwann meine sch§$& Krankheit alles andere in meinem Leben zu überlagern beginnt, damit hatte ich nicht wirklich gerechnet, also wer auch keinen Bock mehr drauf hat wie ich, kann gerade mal wegklicken, was ich leider nicht kann, aber ich will wenigstens anderen die Wahl lassen.

Ich war von Mittwoch bis einschl. Freitag im Krankenhaus zur Magenspiegelung, Dünndarmspiegelung und Magenspiegelung mit Seitblick. Schön ist das die Ärzte mich kennen, ich kenne sie und es Routine ist, traurig ist das die Ärzte mich kennen, ich sie kenne und es eine Routine gibt, denn das bedeutet das man des öfteren da ist...

Nett und traurig war auch der sympatische Pfleger der erstaunt meinte: "Sie schon wieder hier?!?" am 2. Tag: "Oh erm nochmal?" am 3. Tag: "Ich sag lieber nichts..."


Das Outfit wurde während meiner Sedierung von den super lieben
Magenspiegelungs-Team komplettiert durch
die Handschuhe, Danke!


Ich hatte ja im Prinzip noch nie Lust aufs Krankenhaus, meiner Mutter mit 12 Jahren beim Sterben zusehen hat mir das alles sehr verdorben und ich hasste schon immer Krankenhäusern, bis auf Geburten passiert da auch nichts Gutes im Prinzip. Klar werden Leben gerettet, aber der Grund warum ein Leben gefährdet ist, ist doch auch schon wieder schrecklich...

Immer öfter mache ich mir Gedanken dazu wie mein Leben vor dem Oktober 2010 war. Ich hatte eigentlich immer Angst am Krebs zu erkranken, weil ich ja wußte das meine Mama vererblichen Darmkrebs hatte. Gleichzeitig redete ich mir schön, dass ich es sicherlich nicht habe.

Himmel seit meinem hmm vielleicht 11. Lebensjahr hatte ich Angst das ich mal Krebs haben könnte, mit 29. ging ich zur Kontrolle, das sind 18 Jahre in denen ich mir ausmalte wie der Krebs schon in mir wächst, 18 Jahre in denen ich mir keine längere Zukunft ausmalte, weil ich ja bald an Krebs sterben könnte. Permanent diese Angst in sich haben schlaucht ungemein.

Nun könnte man meinen, wenn man zur Kontrolle geht und Sicherheit hat, könnte das die Angst etwas schmälern, man würde sich besser fühlen, aber ich habe mit einigen anderen gesprochen und geschrieben die eine ähnliche oder gleiche Situation hatten und irgendwie ging fast jeder erst in letzter Sekunde bzw wenn es zu spät war zum Arzt und nicht vorher.

Eigentlich unlogisch, aber das spielt keine Rolle.

Die Untersuchungen in den letzten Tagen liefen übrigens gut, keine Komplikationen oder so, hier und da wurden Polypelchen abgetragen, im Magen wurde diesmal eine größere Zange genommen und einiges an Pröbchen gesammelt, Ergebnisse stehen noch aus, die machen mir aber keine Sorge.

Dienstag dann Termin bei meiner Gnäkologin wegen der Zyste.

Seit ich die Diagnose bekam war ich jedes Jahr mehrfach im Krankenhaus, zur Kontrolle, zu OP's und so weiter.
Mein Leben hat sich komplett gewandelt und es dreht sich nur noch darum gesund zu sein, gesund zu bleiben, alles im Blick zu haben, keine Untersuchung vergessen, die permanente Sorge das blos nichts übersehen wird und doch Krebs entsteht.

Es frisst mich auf.

Ich habe immer weniger andere Gesprächsthemen, Freunde fragen immer nur was gerade untersuchungsmäßig ansteht bzw ob es schon Ergebnisse gibt, die eigenen Gedanken kreisen nur noch darum, der Kopf ist blockiert und ich habe das Gefühl unter zu gehen.

Durch Kleinigkeiten versuche ich mir mein Leben schön zu gestalten, ich gehe gerne mal einen Kaffee in schöner, gemütlicher Umgebung trinken, gönne mir tolle Wolle,lese Bücher die meinen Geschmack des Augenblicks treffen, schaue Filme um mich abzulenken von der Scheiße die mir permanent passiert, damit ich nicht komplett unter gehe, denn so fühlt es sich an, wie ein Kampf das ich das Leben genieße, obwohl immer noch was kommt und noch was und kein Ende in Sicht ist.

Ich glaube jetzt ist der Zeitpunkt gekommen um mir externe Hilfe zu suchen, weil es mich einfach übermannt. Es ist genug, meine Kraft geht aus. Eigentlich hatte ich eine "Ruhephase" erhofft, aber nun kam die scheiß Zyste zurück, in so kurzer Zeit, so viel gewachsen, am selben Eierstock wo bereits im Dezember eine entfernt wurde. Kein Ende, es nimmt kein Ende.

Man fragt sich nur noch, wenn man das geschafft hat, was dann wohl kommt und malt sich so einiges aus, aber das macht einem kaputt.

Ich könnte ständig heulen und mir reichts. Man muss wissen wann man Hilfe braucht.

Vielleicht gäbe es ja nach der Zyste erst einmal nichts Neues mehr, vielleicht aber eben auch nicht, ich weiß es nicht, aber ich komme auch nicht mehr dazu meine Sachen zu verarbeiten, weil es zu viele sind!

Da sind ja nicht nur immer die Krankenhausgeschichten, meine geliebte Tabbi wurde im September eingeschläftert, ich heule beim Schreiben schon wieder fast, es ist alles einfach zu viel.

Bei einer OP ist es, als würde der Körper vergewaltigt werden, er wird aufgeschnitten, in einem wird herum gewühlt, man selber bekommt hinterher nur die Auswirkungen mit und man ist davor und danach so verdammt hilflos.
Nach einer großen OP ist es, als müsste man das Laufen neu lernen. Ich habe im Normalfall einen niedrigen und schwachen Kreislauf, schon immer eigentlich. Wenn ich die ersten mal aufstehen muss, macht das mein Kreislauf nicht mit, es ist immer ein Kampf und man fühlt sich beschissen dabei, es kostet so viel Kraft, nicht nur körperliche, nein ich würde sogar sagen viel mehr mentale Kraft, als körperliche. Von OP zu OP wurde es schwerer, ansträngender, dauerte länger. Nach der OP letzten Dezember hatte ich echt einen neuen Tiefpunkt. Ich konnte kaum aufstehen, mir war permanent übel, alles tat weh, ich vertrug die Schmerzmittel nicht und erbrach sie sofort, ich weiß noch genau wie ich da hockte, mehrere Nierenschalen vollgebrochen hatte und dachte das schaffst du einfach nicht mehr, es ist davor zu viel gewesen, jetzt ist es noch mehr, das geht einfach nicht mehr. Und ich schaute die Krankenschwester mit Tränen in den Augen an, was echt was bedeutet da ich nie vor anderen heule, nicht einmal vor meinem Mann: "Ich kann nicht mehr, ich habe keinen Bock mehr, ich bin so durch!"
Soweit war ich vorher noch nie, nichtmal ansatzweise. Normal fluche ich, bekomme 'nen Innerlichen Wutanfall und beiße mich erstrecht durch, aber das war weg.

Nur damit mich keiner falsch versteht, ich liebe mein Leben, ich lebe gerne, aber ich war so hoffnungslos. Alle die mich real kennen würden sagen das ich ein durchweg positiver Mensch bin, ich suche zwanghaft in jeder schlimmen Situation etwas Gutes, auch wenn es noch so gering ist und erst kürzlich sagte mir eine Freundin: "Ich konnte nachts nicht schlafen weil ich mir so Sorgen machte (bezogen auf meine Zyste) aber jetzt wo ich dich so fröhlich sehe, weiß ich auch das alles gut ist..."

Nein, es ist nicht alles gut, nur will man das doch nicht immer zeigen. Manchmal ist eine Fassade das einzige was man noch hat und was einem oben behält.



Donnerstag, 12. Februar 2015

Schnauze voll, immer noch was druff...

Ich fasse mal eben zusammen, im Oktober 2010 ging ich zur Magen- und Darmspiegelung, weil es mit 29 Jahren schon längst überfällig war, weil ich vererblichen Darmkrebs haben könnte, was sich ja damals bestätigte.

Anfang Dezember 2010 kam dann der Dickdarm bis auf 12cm Enddarm raus, dabei sah man, dass ein Polyp gerade dabei war bösartiger Krebs werden zu wollen, also gerade nochmal davon gekommen.

April 2011 hatte ich dann eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung, September 2011 kam ein Polyp raus bei einer OP, leider ging am nächsten Tag die Naht auf, Not OP...

2012 war nichts bis auf die jährliche Magen- und Darmspiegelung, ein MRT  und das ich von 2010 an alle 3 Monate meinen Enddarm kontrollieren lassen musste und immer Polypen abgetragen wurden.

Juli 2013 bekam ich dann meine 12cm Enddarm weg und meinen Pouch angelegt, sowie ein vorübergehendes Stoma das dann September 2013 zurück verlegt bekam.

Im Mai 2014 meine Sterilisation, die üblichen Kontrollen und wieder ein MRT, Dezember kam die Gebärmutter raus und der linke Eierstock, vom rechten Eierstock wurde eine Zyste entfernt.

Geplant war eigentlich jetzt im Februar eine Magenspiegelung, je nachdem vielleicht auch Dünndarm, im November Pouchkontrolle, wahrscheinlich auch ein MRT.

Realität ist aber was passiert, während man andere Pläne hat :(

Ich hatte auf die Sterilisation letztes Jahr keine Lust, aber ok, da war ich nur zwei Tage im Krankenhaus und es lief super, das machte Mut, als es dann hieß Eierstock und Gebärmutter raus war ich wirklich fertig mit der Welt, memmte permanent das ich keinen Bock mehr habe, die 7. OP in 4 Jahren, einfach zu viel und so weiter, mein 3. Bauchschnitt, alles scheiße, aber ich zog es durch und es war schwerer als die OP's davor, jede OP wurde schlimmer, ansträngender, dauerte länger bis alles verheilt ist, von der letzten OP ist noch nicht alles wieder heile, ich darf bis Ende März nichts heben und nicht baden und so weiter, dann jetzt die Magenspiegelung, da rechnete ich eigentlich mit ins Krankenhaus, Magenspiegelung am selben Tag, nächster Tag raus, fertig, aber nein!

Ich bekomme in 3 Tagen 3 Untersuchungen, darf dann am 4. Tag Heim, wenn alles in Ordnung ist. Aber nun die Krönung!!!!

Vor 4 Wochen war ich das letzte mal bei meiner Gynäkologin zur Kontrolle, da war alles in Ordnung, heute bei den Voruntersuchungen meinte die Ärztin beim Ultraschall: "Oh da ist eine Zyste auf dem Eierstock."

Ich lachte los, kein Scherz! Ich lachte und meinte prustend: "Sie verarschen mich doch gerade! Im Dezember wurde da erst eine Zyste entfernt! Das kann doch nicht sein!"

Sie schaute nochmal und meinte: "Doch da ist eine 6cm große Zyste..."

Super!
Was will mir mein Körper damit sagen?

Meine Frauenärztin ist erstmal bis Aschermittwoch weg, ich kann die Woche darauf erst zu ihr, aber derweil könnte ich nur noch heulen, weil ich so die Schnauze voll habe!!!
Ich meinte gestern und heute vor der Untersuchung schon dauernd das ich durch bin, nicht mehr kann und will, endlich meine Ruhe brauche, mein Körper das auf Dauer nicht mit macht und nun das?

DANKESCHÖN!

Montag, 19. Januar 2015

Erwachsen sein heißt nicht auch reif sein.

Kennt Ihr das auch, man weiß genau was andere im Schilde führen, nur nicht wann es so weit ist?
So ging es mir auch und hinterher ist man einfach froh, dass es endlich vorbei ist :)

Ich bin ein offener und ehrlicher Mensch, nicht jeder kann damit umgehen, das erwarte ich auch nicht, aber wenn man sich mit mir umgibt, weiß man das eigentlich auch, ansonsten kann man mich auch meiden :)

Was ich aber nie verstehen werde und auch nicht möchte ist wie manipulativ und intregant Menschen sein können. Das passt einfach nicht in mein Weltbild und das möchte ich auch nie akzeptieren oder hin nehmen.

Als ich noch jünger war, nahm ich wirklich an das Erwachsene sich wie Erwachsene benehmen, also reif, fair und gerecht, vielleicht nicht in der Politik, aber doch untereinander im Privatleben. Schnell und immer wieder durfte musste ich aber auch erleben, das es nicht stimmt und das manche Menschen alles machen um an ihr Ziel zu kommen, egal wie es anderen dabei geht.

Klar, wenn es um große mächtige Leute geht, dann rechnet man damit, aber im Kleinen auch?

Es gibt einen schönen Spruch, der geht irgendwie: "Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht" und das ist so traurig, denn es muss nicht einmal viel Macht sein und die betreffenden Menschen erkennen es nicht, wollen es nicht sehen und suchen lieber andere, die schuld daran sind. Es ist natürlich immer einfacher anderen die Schuld an etwas zu geben, als mal bei sich selber zu suchen und zu erkennen, dass man vielleicht etwas falsch gemacht haben könnte, dabei lohnt sich die Mühe.

Irgendwie ist es schon lustig, manche Menschen werfen anderen vor, was sie selber falsch machen, exakt das selbe! Dabei übersehen/ignorieren sie ihr eigenes Tun und sind nur auf andere fixiert. Vielleicht würden sie auch die Wahrheit nicht ertragen und sich selber nicht mehr leiden können, wenn sie mal einen Blick auf sich selber unverblümt und objektiv werfen würden/könnten, wer weiß das schon.

Aber so oder so glaube ich an Karma, ich glaube fest daran das jeder bekommt was er verdient, der eine früher, der andere später :) und darauf vertraue ich :)


Samstag, 27. Dezember 2014

Jahresrückblick 2014 und Krankenhausbericht



Entschuldigung das ich so lange nicht mehr schrieb, aber bei mir ging es drunter und drüber, dennoch möchte ich gerne am Anfang des Jahres beginnen.

Ich beginne jedes Jahr mit dem Gedanken das es ein gutes Jahr wird. Es hat noch alle Chancen sogar das beste Jahr zu werden, aber irgendwie wurde es eines der härteren Jahre, leider und ich bin froh das man es nicht vorher weiß.

Begonnen hatte es normal und das genügt mir, es könnte immer normal oder sogar langweilig sein, das reicht mir vollkommen, aber dann driftet es immer in Richtung vollkommene Scheiße ab :(

Im Februar hatte ich meine Magenspiegelung, die ich jedes Jahr habe, weil ich im oberen Dünndarmbereich Polypen habe und im Magen Drüsenkörperzysten die nicht schlimm sind, aber beobachtet werden müssen, diesmal bekam ich aber auch eine komplette Dünndarmspiegelung und das hat mir schon richtig Angst gemacht, weil diese Untersuchung nur ungerne gemacht wird und ich dachte, wenn da schon länger Polypen drin sind, wer weiß wie groß die sind, aber ich hatte Glück im Unglück. Zwar wachsen bei mir quasi im gesamten Dünndarm Polypen, aber sie beginnen oben und wachsen dann herunter, wenn man sie also oben direkt abknipst, kommen sie nicht weiter... immerhin.

Im Mai hatte ich ein absolutes Highlight meines Lebens, ich sah den Dalai Lama! 

Unvergesslich und ein Lebenstraum ging in Erfüllung, ich bin heute noch so froh darüber und so happy!


Auch im Mai wurde ich sterilisiert und positiv überrascht, dass alles so reibungslos ablief und ich nach einem oder zwei Tage schon Heim durfte, wow super!


Zwischendurch verschlechterte sich der Zustand unseres Hundes immer mehr. Die Orthese saß nicht mehr richtig, sie hinkte immer mehr und kam schlechter vorran.

Im August habe ich dann ganz viele tolle Menschen getroffen im Saarland bei einem Facebook Gruppentreffen und hatte ein wundervolles Wochenend mit tollen Menschen! Das tat richtig, richtig, richtig gut!

Unser September ist immer sehr voll, meine Tochter hat Geburtstag, ich habe Geburstag, mein Mann hat Geburtstag, wir haben Hochzeitstag und Kennenlerntag, aber nun kam auch der Todestag unserer Tabitha hinzu :(
Ich vermisse sie jeden Tag, sie war ein Teil von mir und der wurde mir weggerissen. Mir kommen immer wieder die Tränen und es wird nicht besser. Süße Möhre, egal wo du bist, ich denke an dich <3

Im September begann auch das MRT Fiasko. Eigentlich bekomme ich alle 12-24 Monate ein MRT um zu sehen ob ich Desmoide habe, das sind harte/feste Tumore im Muskelgewebe und wenn man sie entdeckt, kann man sie wenigstens klein halten, aber diesmal sah man eine Wasserablagerung die abgeklärt werden sollte. Meine Gyn war überfordert und schickte mich ins Krankenhaus, dort hieß es erst, es kann eine Pseudozyste sein, muss aber nicht, man sollte es wenigstens anpieksen und schauen was drin ist, oder direkt operieren.
Kaum haben die Chirurgen davon gehört, raten sie ab, weil man meinen Darm oder Pouch verletzten könnte, auf einmal ist das alles ganz harmlos und nicht schlimm und man beobachtet einfach und schaut nach eine dreiviertel Jahr nochmal. Das kam mir komisch vor und ich holte mir in Düsseldorf eine 2. Meinung ein, wo heraus kam das sie mir zwar von der Pseudozyste erzählt hatten, aber die Zyste die auf meinem Eierstock sitzt, verschwiegen haben und die muss sehr wohl raus, weil die verändert aussah und wenn die schon verändert aussieht, dann hängt das oft mit der Gebärmutter zusammen, so kam es das ich wieder eine große OP haben sollte, eigentlich am 3.12.

Am 3.12. stand ich mit gepackten Sachen im Krankenhaus, da starrt mich die Krankenschwester an: "Was machen Sie denn hier? Hat man Sie nicht angerufen?"

Der Chirurg war krank, die OP wurde auf den 15.12. verschoben, aber dann wurde sie auch durchgeführt mit ein paar Überraschungen :)

Geplant war, rechte Eierstock mit der Zyste raus, den linken für den Hormonhaushalt drin lassen und Gebärmutter raus, damit die nicht noch mehr Ärger macht (habe ein erhöhtes Krebsrisiko...) und das ganze mit meinem 3. Bauchschnitt.

Als ich das 1. mal mit der Ärztin sprach erklärte sie, Gebärmutter ist raus und eingeschickt, Zyste ist weg und eingeschickt, der Eierstock ist aber drin geblieben, denn der Linke sah  noch schlimmer aus, der Rechte war eigentlich ok.

Ergebnisse sind alle ohne Befund, also kein Krebs, nichts :)

Nach der OP ging es mir erst einmal super! Ich habe eine neue Naht bekommen! Die alte Bauchnarbe wurde komplett weggeschnitten. Die war dick, wulstig und wirklich nicht schön, nun habe ich wieder eine gaaaaaaanz schöne! Einfach nur ein dünner, feiner Strich, da sie von innen genäht wurde und es wurde entdeckt, dass bei meiner Stomanarbe innen ein Loch in der Muskulatur und Bauchwand war, das haben sie auch noch geflickt und jetzt nach nicht einmal 2 Wochen fühlt sich mein Bauch besser an, als nach Monaten mit der schlimmen Bauchnaht, also ich bin wirklich überglücklich!

Montag war die OP, ab Donnerstag ging es aber Bergab mit mir :( Ich erbrach 4-6 Nierenschalen voll Gallenflüssigkeit und Co die Medikamente blieben auch nicht mehr drin. Ich bekam eine Magensonde, dann war das mit der Übelkeit erst einmal vorbei und besser, aber ich musste ja auch irgendwann wieder mit dem Essen anfangen und immer wenn ich was getrunken oder gegessen hatte, bekam ich üble Schmerzen. Nach ein paar Tagen kam die Magensonde wieder raus und die Medikamente bekam ich intravenös, also durch die Nadel im Arm, das klappte ganz gut, nur konnte ich wirklich keine Tabletten mehr bei mir behalten und bekam nach ein paar Tagen auch wieder alles in Tablettenform, bis eine Schwester mir endlich zugehört hatte. Von der OP selber hatte ich keine Schmerzen mehr, mir tat nur der Magen und obere Darm so furchtbar weh, dann hat sie mir Krampflöser gegeben und siehe da, die Schmerzen waren fast weg! Nur mein Magen spannte, wie ein geblähter Dudelsack, dafür bekam ich Magenschoner und ich war ein neuer Mensche!!!

Ab da wurde ich ganz schnell wieder fit :)

Leider verbrachte ich Weihnachten noch im Krankenhaus, aber am 1. Weihnachtsfeiertag durfte ich Heim :) und nun brauche ich auch keine Tabletten mehr und mir geht es gut, ich muss nur noch wieder körperlich aufbauen und dann ist alles in Butter.

Leider brachte der Dezember auch schlechte Nachrichten mit sich, Prominente starben, unsere Maus Sally verstarb und ein Freund aus unserer Facebookgruppe ging vollkommen überraschend von uns, weil kaum jemand wußte das er krank war, ein großer Schock, zumal ich die Weihnachtszeit immer schon als sehr schwer und hart empfinde, weil meine Mutter an einem 18.12. starb.

Dieses Jahr gab es im Dezember nochmal lauter Paukenschläge und tritte in den Hintern und deshalb hoffe ich sehr, dass das neue Jahr umso besser startet und eine schöne Zeit bringt, die wir alle dringend nötig haben :(

Es ist so schwer und hart junge Menschen an Krebs zu verlieren, immer und immer wieder, obwohl sie kämpften und ich wünsche mir und hoffe das immer mehr Menschen dem Krebs einen Arschtritt verpassen können und ihn überleben.

Denkt bitte alle an Eure Vorsorgeuntersuchungen, egal um welche es geht! Ich nahm zb nie den Abstrich beim Frauenarzt so ernst, bis ich gerade neben einer Frau im Krankenhaus lag, die ihre Gebärmutter entfernt bekam, mehrere Lymphknoten und einen Eierstock, weil sie Krebs mit 39 hatte und der Abstrichtest bei der Frauenärztin nicht ernst genommen wurde. Nun hat sie noch eine Chemo und Bestrahlung vor sich. Ich ging nie wirklich alle 6 Monate zur Gyn dafür, aber das kann ein großer Fehler sein, denn 6 Monate reichen, dann braucht man schon nicht mehr nur eine große OP, sondern auch Chemo und der ganze Mist.

Geht zu allen Vorsorgeuntersuchungen die Euch zustehen und wenn Ihr tricksen könnt, zu noch vielen anderen, denn wenn etwas sein sollte und es wird früh genug erkannt, werdet Ihr die glücklichsten Menschen sein.

Es kann jeden treffen :(





Samstag, 8. November 2014

Besuch im Darmmodell


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Wir hatten heute das Glück, dass im St. Remigius Krankenhaus in Leverkusen eine Veranstaltung war mit dem Thema Darm!

Wir waren unter anderem in einem Darmmodell und konnten dort mal anschaulich sehen, wie es in unseren kranken Därmen aussieht, aber am Anfang des Modells befand sich auch ein Stückchen gesunde Darmwand :)

Leider sind viele geplagt von CED (chronisch entzündlichen Darmkrankheiten) und wenn man die mal so in groß vor sich hat, wundert es einen nicht mehr, wie schmerzvoll CED ist!

Hier einmal Morbus Crohn und einmal Colitis Ulcerosa:








Polypen haben ja viele im Dickdarm, ob daraus Krebs wird, ist eine andere Sache, denn ein Polyp bedeutet erst einmal lediglich, da wächst was, das da nicht hin soll, keine weitere Bedeutung, aber wenn man wie ich Polyposis Coli (auch FAP genannt) hat, dann wächst da nicht ein Polyp, sondern gleich viele und die werden zu Krebs, was bei normalen Menschen nicht umbedingt so sein muss.





Wenn man also einen Polypen hat, der es nicht gut mit einem meint, entwickelt er sich weiter und wird ein Karzinom, also bösartiger Krebs und sieht in etwa so aus:






Es gab aber auch viele Stände mit Organisationen und ich lernte einen super netten Stomatherapeuten kennen, wer im Raum Leverkusen noch tolle Stomatherapeuten sucht, kann mich gerne anschreiben :D

Für die Kinder gab es jede Menge Gummibärchen, Luftballons, Äpfel, Bemalungen und vorallem, sie durften mit einem Laparoskop Gummibärchen herum schupsen und in einen Becher verfrachten. Es machte ihnen also einen riiiieeeesen Spaß!








Auch Ärzte wuselten herum und so konnte ich einen (ich mag an dieser Stelle keinen Namen nennen) dazu befragen, warum sie keine  Sils Technik einsetzen, das bedeutet man bekommt einen minikleinen Schnitt in den Bauchnabel, dann kommt ein Pfopfen in den Schnitt und durch den kommen alle Instrumente in den Bauchraum. Wenn man fertig ist, wird alles heraus genommen und der minikleine Schnitt wird zugenäht und da es im Bauchnabel liegt, sieht man nichts mehr hinterher, hat so gut wie keine Schmerzen und alles heilt besser. Ich war damals eine der ersten hier bei der es gemacht wurde und durfte bei einer Studie teilnehmen, also ich habe schon ein wenig Ahnung davon. Leider bekam ich keine sauberen Antworten, sondern nur Ausflüchte und sogar ungenaue Angaben wie zb "Warum soll ich einen Schnitt machen, durch den meine Hand passt, wenn ich einen viel kleinen für mein Laparoskop machen kann?" das stimmt einfach nicht! Mein Schnitt war 2cm lang, da bekommt höchstens ein Baby eine Hand durch. Er wich nur aus und reagierte wirklich patzig, unfreundlich und hatte keine Argumente.

Ich war heute unter anderem dort, um mal zu sehen wie es in anderen Krankenhäusern ist, weil ich bisher nur im Klinikum Leverkusen operiert wurde und muss sagen, nein Danke :) Alleine schon das Gespräch mit dem Arzt hat mir gereicht, um zu sehen das es nicht um den Patienten geht und was für ihn am Besten ist und darum sollte es doch gehen? Die Medizin geht in sieben Meilen Stiefeln voran, da sollte man doch immer schauen, was gibt es neues gutes und so weiter, oder?

Also bleibe ich bei meinem Klinikum und wenn ich eine 2. Meinung brauche, schaue ich mich in einer anderen Stadt um, bzw wenn es um meinen Darm geht, hole ich meine 2. Meinung gerne bei Frau Prof. Dr. Möslein in Bochum ein :D

Aber so oder so war es informativ, wir hatten einen schönen Nachmittag und viel Spaß!